CH120423A - Elektrische Lokomotive. - Google Patents

Elektrische Lokomotive.

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CH120423A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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Description


  Elektrische Lokomotive.    Die Erfindung betrifft eine besonders  v     orteilhafte    Anordnung des elektrischen Teils  eines Antriebes für elektrische Lokomotiven,  denen Einphasenstrom zugeführt wird. Sie  besteht darin, dass der zugeführte Einphasen  strom in einem Umformer im Strom von       n-Phasen    und von anderer Frequenz umgewan  delt wird, wobei der Phasen- und     Frequenz-          umformer    durch eine fremderregte Mehr  phasen-Kommutatormaschine erregt wird       fand    in seiner Spannung regelbar ist.  



  Die Erfindung soll an einem in der  Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel  erläutert werden. Mit 1 ist der Fahrdraht  bezeichnet, der beispielsweise mit der Fre  quenz 50 gespeist wird, mit     2!    der Strom  abnehmer der Lokomotive, mit 3 die Primär  hochspannungswicklung des Phasen- und       Frequenzumformers,    die bei 4 geerdet     und     in dem Ständer 5 der Primärmaschine p  untergebracht ist.

   Dieser Ständer 5 enthält  ausserdem eine     Mehrphasenwicklung    6, 8,  die im vorliegenden Falle beispielshalber als       Zweiphäsenwicklung    mit den beiden Phasen    6 und 8 und dem Nullpunkt     'l    dargestellt  ist.     Ebensogut    kann an dieser Stelle aber  auch eine dreiphasige Wicklung -oder eine       n-phasige        Wicklung        verwendet    werden.

    Diese     Mehrphasenwicklung    dient,     wie    im  folgenden beschrieben     werden;    wird,; haupt  sächlich zur Speisung der für die Regelung  der     Phasenverschiebung        und:    der     Spannung          vorgesehenen        Kommutatormaschine    k.

   Der  Perioden- und     Phasenumformer'b@steht    nun  im ganzen aus drei     Maschinen,    nämlich aus  der     Primärmaschine    p mit dem Ständer - 5,  einer Sekundärmaschine s mit dem Stän  der 57     undl    der- bereits oben erwähnten     Mehr=          phasen-Kömmutatörmaschine    k, die fremd  erregt ausgeführt wird. Die erste     Maschine    p  enthält im Läufer eine     Mehrphasenwicklüng     9, 10 und 11, die im Beispiel dreiphasig ge  zeichnet ist, 'aber auch zweiphasig oder vier  phasig ausgeführt     sein.    könnte.

   Sie ist un  mittelbar verbunden; mit einer gleichen     Melir-          pha.senwicklung    59, 60 und 61 auf dem um  laufenden Teil der zweiten Maschine     g.    Zwi  schen beiden liegen die Schleifringe 12, 13      und 14, wobei 12 zum Beispiel mit den  Phasen 9 und     59,.    13 mit den Phasen 1-0 und  60, 14 mit den Phasen 11 und 61 verbunden  ist. Durch passende Wahl der Polzahl der       JTaschine    p und der Maschine s kann an  den Schleifringen 12, 13 und 14 diejenige  Frequenz abgenommen werden, welche man  wünscht, zum Beispiel die Frequenz     16'/u.     Ausgeschlossen ist die Entnahme der Fre  quenz 0, das heisst Gleichstrom.

   Die an den  Schleifringen abgenommene Frequenz ist  nicht vollkommen konstant, sondern ändert  sich in geringem Betrage mit der     Schlüpfung     des     Umformeraggregates,    eine Änderung,  die sich nur in dem Betrage einiger Prozente  bewegt und für den Betrieb der Motoren  bedeutungslos ist. Von den     Schleifring-          bürsten    führen Leitungen weiter zu einem  Transformator 45, welcher als Spartransfor  mator ausgeführt sein kann,, da er nur für  Niederspannung gewickelt zu sein braucht,  und welcher eine Anzahl Kontakte, wie zum  Beispiel die Kontakte 48, 49 und 50, besitzt,  mit deren Hilfe die Spannung in groben  Grenzen eingestellt werden kann.

   Die fei  nere Spannungsregulierung erfolgt, wie spä  ter noch beschrieben wird, durch die     Kom-          mutatormaschine    k. Dieser Transformator  45 speist ein Leitungsnetz 51, 52,     53,dessen     Phasenzahl der Zahl der Schleifringe 12,  13, 14entspricht, und an diesem Netz liegen  die Triebmotoren 36, 37 und 38 der Loko  motive. Es sind     Kommutatormaschinen    für  die Frequenz     16'/3    vorausgesetzt, und da  hier drei Phasen in den Rotoren der Ma  schinen p und s angenommen sind, so sind       dementsprechend    drei solche.     Einphasen-          motören    angenommen und gleichmässig auf  das Drehstromnetz 51, 52 und 53 verteilt.

    Die ' Anzahl 3 der Triebmotoren wird für  viele     Lokomotivanordnungen    gebraucht. Lie  gen ändere Anordnungen vor,. so wird man  darnach die Läufer in den Maschinen p und  s zweiphasig oder     vierphasig    wählen. Alle  diese Fälle sind in     dieE,rfindung    eingeschlos  sen. Die     Einphasen-Kommutatormaschinen     haben die Erregerwicklungen     39',;40    und 41, so  wie die     Kömpensatioriswicklungen    42, 43, 44    und können auch noch Wendepole besitzen, die  nicht gezeichnet sind.

   Selbstverständlich  können an Stelle der     Einphasenmotoren    auch       Drehstrom-Asynchronmotoren    mit Pol- und       Kaskadenumschaltung    für niedere Frequenz  verwendet werden, die in mancher     Weise          Vorteile    vor den     Kommuta.tormotoren    voraus  haben. Werden solche     Asynchronmotoren          verwendet,    dann kann natürlich der Trans  formator 45 wegfallen, da die Asynchron  motoren nur mit einer im wesentlichen kon  stanten Spannung gefahren werden können.  



  Die zweite Maschine s des     Umformer-          Satzes    mit dem Ständer 57 ist mit ihrer       Ständerwicklung    54, 55 und 56 an die  fremderregte     Drehstrom-Erregermaschine    k  angeschlossen. In dem vorliegenden Beispiel  ist angenommen, dass diese Maschine zugleich  eine kompensierte sei, was aber nicht un  bedingt erforderlich ist. Es kann als solche  Maschine auch der sogenannte Frequenz  wandler benutzt werden, dem man dann  zweckmässig im Ständer eine     Kurzschluss-          wicklung    gibt.

   Der von den induzierten       Ständerwicklungen    der     Maschine    s her  kommende Strom fliesst durch den Anlasser  16, 17, 18 und durch die     Ständerkompen-          sationswicklung    22, 23, 24 in den Läufer  der     Kollektormaschine    zu den Bürsten 25,  <B>26,27.</B> Die Wirkungsweise dieser     Kollektor-          maschine    ist     bekannt.    Die Maschine besitzt  zur Erregung ihres Feldes drei Schleifringe  28, 29 und 30.

   Die zur Feldbildung er  forderliche     Spannung    erhält die     Kommuta-          tormaschine    aus dem Transformator 33, des  sen Sekundärwicklung 32 mit Kontakten 31  schaltbar ist und dessen     Primärwicklung     an die     Mehrphasenwicklung,    welche in der  Maschine p liegt. angeschlossen ist. Die  Phasenzahl dieser Primärwicklung richtet  sich nach der Phasenzahl der in der Ma  schine p untergebrachten zweiten Wicklung.  In der Figur ist ein     Skott-Transformator     mit den Primärwicklungen 34 und 35 ge  wählt.

   Die eine der beiden Wicklungen im  Ständer 5 der     Maschine        p2,    zum Beispiel die  Wicklung 8, dient beim Anlassen gleichzeitig  als Hilfsphase, welche von der Wicklung 3      induziert und über den Kontakt 19, den  Widerstand 20 und die     Induktivität    21 ein  geschaltet wird. Gleichzeitig kann diese  Wicklung in der. Maschine 'p     _    noch Hilfs  apparate, zum Beispiel die Motoren 46, 47,  speisen, welche in der Lokomotive zu an  dern Zwecken, zum, Beispiel für den Ven  tilatoren- oder     Luftpumpenantrieb,    vorhan  den sein werden. Diese     Motoren    werden  zweckmässig an eine im wesentlichen kon  stante Spannung gelegt, (wie sie das Netz  51, 52 und 53 nicht besitzt.

   Sie können  aber auch, wenn dieses Netz mit einer im  wesentlichen     konstanten:        Spannung    arbeitet,  dort angeschlossen werden.  



  Im grossen und ganzen hat also die in  der Maschine p ;liegende     Mehrphasenwick-          lung    6, 8 nur geringe Stromstärken zu  führen.  



  Wie die Phasenkompensation mit Hilfe  der     Kommutator-Hintermaschine    ausgeführt  wird, ist bekannt und braucht daher nicht  näher beschrieben zu werden.  



  Neben der beschriebenen Spannungs  regulierung kann eine weitere selbsttätige  Spannungsregulierung in engen Grenzen  noch dadurch erreicht werden, dass die Wick  lung 3 mit verhältnismässig viel Streuung  oder mit einer vorgeschalteten Drosselspule  versehen wird. Wenn die Wicklung 3 dann  durch Ströme, insbesondere Blindströme,  durchflossen wird, wirkt die     Streureaktanz     in der Maschine oder in der Spule erniedri  gend oder     erhöbend    auf die Spannung der  Motoren, je nachdem der Blindstrom in der  Wicklung 3 der Spannung dieser Wicklung  nach- oder voreilt.  



  Die Einrichtung nach der     Erfindung    ver  einigt mehrere Vorteile. Sie gestattet, für  die Zuleitung des Stromes eine günstige Fre  quenz zu verwenden, und dabei die für den  Betrieb elektrischer Lokomotiven als vorteil  haft erkannten Einphasen -     Kommutator-          motoren    mit     Hauptschluss'charakter    oder  Induktionsmotoren für niedrige Frequenz  zu benutzen. Sie ermöglicht eine vorzügliche       Kompensation    der Phasenverschiebung und    eine ausreichende Regelung der Geschwin  digkeit der Lokomotive.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Lokomotive, dadurch ge kennzeichnet, dass als Umformer ein Phasen- und Frequenzumformer von 1 auf n-Phasen dient, der durch eine fremderregte Mehr phasen-Kommutatormaschine erregt wird und in seinen Spannungen im Rotor regel bar ist. UNTERANSPRüCHE: 1. Elektrische Lokomotive nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom mit umgewandelter Frequenz n - Einphasenwechselstrom - Kommutator- motoren speist. 2.
    Elektrische Lokomotive nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom mit umgewandelter Frequenz niederfrequente Drehstrom - Asynchron motoren speist. 3. Elektrische Lokomotive nach. Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Regelung der Motoren eine Kom bination aus einem Stufentransformator und aus der Regelvorrichtung der Kommu- tatormaschine dient. 4. Elektrische Lokomotive nach Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptmaschine zur Spannungs erhöhung der von ihr gespeisten Motoren eine erhöhte Streuung erhält. 5.
    Elektrische Lokomotive nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine zur Erregung der Kommutator- maschine dienende Wicklung der Haupt maschine hoher Frequenz zugleich Hilfs motoren speist.
CH120423D 1925-03-14 1926-03-08 Elektrische Lokomotive. CH120423A (de)

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