CH120513A - Verfahren zur Herstellung von Ammoniak. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Ammoniak.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Ammoniak. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zur Herstellung von Ammoniak.
Die heute wohlbekannten Verfahren für die direkte Ammoniaksynthese bringen meist eine Mischung von reinem Wasserstoff und elementarem Stickstoff bei erhöhten Tempe raturen und Drucken in Kontakt mit einem Katalysator, z. B. einem katalytisch wirken den Metall, wie Eisen.
Es wurde nun gefunden, dass Ammoniak synthetisch dadurch gewonnen werden kann, dass Stickstoff und Wasserdampf in Gegen wart eines metallhaltigen Katalysators in der Wärme aufeinander einwirken gelassen werden, wobei ein Reaktionsgemisch verwendet wird, welches aus elementarem Stickstoff und Wasserdampf besteht und eine grössere Menge Wasserdampf enthält, als zur Überführung des vorhandenen Stickstoffs in Ammoniak theoretisch erforderlich ist. Es hat sich z. B. gezeigt, dass wenn eine solche gasförmige Reaktionsmischung von elementarem Stickstoff und Wasserdampf in der Wärme in Kontakt mit Nickelhydroxydul gebracht wird, bei einem auch nur mässig gesteigerten Drucke (z.
B. von zwei Atmosphären) die Ausbeute an Ammo niak von der gleichen Grössenordnung ist, wie bei bekannten katalytischen Direktverfahren, welch letztere die Verwendung sowohl von sorgsam gereinigtem elementarem Wasserstoff als extrem hoher Drucke erforderlich machen.
Es hat sich gezeigt, dass ein jeder wesentliche Anteil an fremden Gasen in dem Wasserdampf und Stickstoffgemisch die Ammoniakausbeute nachteilig beeinflusst und sogar eine praktische Ausbeute gänzlich verhindern kann.
Die Ammoniakausbeute wird ferner auch durch das Verhältnis von Wasserdampf zu Stickstoff merklich beeinflusst und es wurde z. B. gefunden, dass zur Erzielung einer guten Ausbeute die Mischung einen Überschuss an Wasserdampf enthalten soll; z. B. hat sich die Anwendung eines (rewichtsverhältnisses von Dampf zu Stickstoff von annähernd 4 : I als vorteilhaft erwiesen. Eine wesentliche Abweichung von diesem Verhältnis ist mit einem Fallen der Ammoniakausbeute ver bunden.
Ein Unterscheidungsmerkmal des Verfah rens der vorliegenden Erfindung gegenüber bekannten Verfahren zur Ammoniaksynthese liegt in der Verwendung von Dampf als Wasserstoff abgebendem Ausgangsmaterial an Stelle von gereinigtem, elementarem Wasser stoff. Der Stickstoff jedoch wird als solcher zugeführt und nicht in der Form eines Stick stoff-Sauerstoffgemisches wie z. B. Luft.
Von verschiedenen metallhaltigen Kataly satoren wurden die folgenden Körper als be sonders geeignet befunden: metallisches Eisen und die niedern Oxyde und Hydroxyde der Metalle Eisen und Nickel.
Es ist bekannt, dass bei der direkten, mit elementarem Wasserstoff und Stickstoff ar beitenden Ammoniaksynthese die Ammoniak ausbeute erhöht wird, wenn die katalytische Reaktion unter Druck ausgeführt wird; ähn lich verhält es sich auch bei dem vorliegen den Verfahren, mit dem Unterschied jedoch, dass angemessene Ammoniakausbeuten bereits bei Drucken erhältlich sind, wie z. B. zwei Atmosphären, welche als unbedeutend im Ver gleich zu denjenigen Drucken anzusehen sind, welche bei einem aus elementarem Wasser stoff und Stickstoff bestehenden Reaktions gasgemisch benötigt werden.
Es wurde gefunden, dass z. B. bei Ver wendung von Eisen die Ausbeute verbessert werden kann durch die fördernde Wirkung von Nickel, wobei die Gase über das Eisen in Gegenwart von Nickel geleitet werden.
So kann z. B. das vorgenannte gasförmige Reaktionsgernisch in der Wärme mit metalli schem Eisen in Gegenwart von metallischem Nickel in Kontakt gebracht werden.
Das Temperaturgebiet, innerhalb welchem eine wirkungsvolle katalytische Reaktion stattfindet und die optimale Temperatur sind von dein angewandten Katalysator abhängig.
So liegt im Falle der Verwendung von metallischem Eisen- das Temperaturgebiet zwischen 450 C bis 550 C und die im all gemeinen vorzuziehende Temperatur bei un gefähr<B>500</B> C. Das Temperaturgebiet für Nickeloxydul und -hydroxydul erstreckt sich von 2000 C bis 800 C, und die vorzuziehende Tempera tur liegt bei ungefähr 4000 C.
Wenn als metallhaltiger Katalysator Eisen- oxy dul oder Eisenhydroxydul angewandt wird, so liegt das Temperaturgebiet im wesentli chen wie im Falle von metallischem Eisen zwischen 450' C und<B>550'</B> C, und die im allgemeinen vorzuziehende Temperatur beträgt ungefähr 500 C.
Schliesslich wurde bei jener Ausführungs art des Verfahrens, bei welcher die Gas mischung mit Eisen in Gegenwart von Nickel in Kontakt gebracht wird, gefunden, dass das Temperaturgebiet im wesentlichen von 650 C bis zu 1400 C sich erstreckt, und dass die im allgemeinen vorzuziehende Temperatur bei ungefähr 1000 C liegt.
Das gasförmige Reaktionsgemisch von Wasserdampf und Stickstoff kann vor der Einführung in die Reaktionskammer über die Temperatur des einem Dampfkessel entnom menen Dampfes vorerbitzt werden. Dabei ist zu beachten, dass während dem ganzen Pro zess der Inhalt der Reaktionskammer auf der dem Drucke und dem angewendeten Kataly satoren angepassten Reaktionstemperatur er halten bleibt, und dass keine Überhitzung auf tritt, welche ein beträchtliches Sinken der Ausbeute verursachen würde.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel des Verfahrens beschrieben Wasserdampf, auf ungefähr 140 C über hitzt, wurde in Mischung mit gereinigtem Stickstoff durch eine, aus Eisen bestehende; Nickelhydroxy dul enthaltende Kammer ge leitet. Während dem Durchleiten des Wasser dampf-Stickstoff-Gemisches durch die Kam mer wurde die Temperatur in derselben auf ungefähr 400 C gehalten, und das Gewichts- Verhältnis von Wasserdampf zu. Stickstoff wurde in der Mischung auf angenähert 4:1 gehalten.
Es sei bemerkt, dass das Verhältnis von Dampf zu Stickstoff in der Reaktionsmischung einen Überschuss von Dampf über Stickstoff darstellt, und dass das Verhältnis des ange wandten Überschusses zu dem für die Am moniakbildung notwendigen, chemisch äqui valenten Anteil angenähert wie 2:1 sich verhält.
Der während dem Prozess in der Reak tionskammer herrschende Druck betrug un gefähr zwei Atmosphären und die Durchfluss- geschwindigkeit der Gasmischung war eine solche, dass annähernd 18 kg der Mischung per Stunde über das Kontaktmaterial hinwegge führt wurden.
Der teuerste Posten in der Fabrikation von synthetischem Ammoniak bei dem be kannten Direktprozess liegt in der unerläss lichen Verwendung von hochgereinigtem Was serstoff. Bei der vorliegenden Erfindung sind die Schwierigkeit und Unkosten, welche durch die Verwendung von reinem Wasserstoff be dingt sind, vollkommen beseitigt. Ein wei terer wichtiger Posten der Arbeitsunkosten von bekannten Verfahren liegt in der Not wendigkeit, extrem hohe Drucke zu erzeugen und zu erhalten, um kommerzielle Ausbeuten zu erzielen. Im Vergleich mit Verfahren, welche reinen Wasserstoff und hohe Drucke erfordern, werden für das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung vereinfachte Fa brikationsanlagen benötigt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Ammoniak durch Einwirkung von Stickstoff auf Wasser dampf in der Wärme in Gegenwart eines metallhaltigen Katalysators, dadurch gekenn zeichnet, dass ein gasförmiges Reaktionsge misch, das aus elementarem Stickstoff und Wasserdampf besteht, verwendet wird, wel ches eine grössere Menge Wasserdampf ent hält, als zur Überführung des vorhandenen Stickstoffs in Ammoniak theoretisch erforder lich ist. UNTERAI\TTSPRüC]EfE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein gasförmiges Reak- tionsgemisch,dasaus ungefährvierGewichts- teilen Wasserdampf und einem Gewichts teil Stickstoff besteht, verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator metallisches Eisen ver wendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator ein niederes Oxyd des Eisens verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator ein niederes Oxyd des Nickels verwendet wird.5. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator ein niederes Hydroxyd des Eisens verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Katalysator ein niederes Hydroxyd des Nickels verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gase während der Reaktion einem leichten Überdruck unterworfen werden. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 7, 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Druck von ungefähr zwei Atmo sphären angewandt wird. 9.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass das Reaktionsgemisch auf eine zwischen 450 C und 550 C liegende Reaktionstemperatur gebracht wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet; dass das gasförmige Reaktionsgemisch mit me tallischem Eisen in Gegenwart von me tallischem Nickel in Kontakt gebracht wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 10, dadurch gekennzeich net, dass das Reaktionsgemisch auf eine zwisehen 650 C und 1400 C liegende Reaktionstemperatur gebracht wird. 12.Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung' von Nickeloxydul als Katalysator das Reaktionsgemisch auf eine zwischen 200' C und<B>8000</B> C liegende Reaktionstemperatur gebracht wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von Nickelhydroxydul als Katalysator das Reaktionsgemisch auf eine zwischen 20011 C und<B>800'</B> C lie gende Reaktionstemperatur gebracht wird.14. Verfahr en nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, bei welchem als Katalysator Eisenoxydul verwendet wird, dadurch ge- kennzeiehnet, dass das Reaktionsgeinisch auf eine zwischen 450 C und<B>550</B> C lie gende Reaktionstemperatur gebracht wird.
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