CH120528A - Verfahren zur Überführung von Gallerten gelatinierender Kolloide in feinverteilte Form. - Google Patents

Verfahren zur Überführung von Gallerten gelatinierender Kolloide in feinverteilte Form.

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CH120528A
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gelatinizing
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colloids
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Aktiengesellscha Scheidemandel
Daniel Dr Sakom
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Chemische Produkte Vormals H S
Daniel Dr Sakom
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  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

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  Verfahren     zar        Überfühlung    von Gallerten     gelatinierender        Kolloide    in feinverteilte Form.    Das Bestreben der leim- und     gelatineer-          zeugenden    Industrie geht immer. mehr dahin,  von der bisher üblichen Tafelform abzuwei  chen und dem Konsumenten     Leim    oder Gela  tine in feinverteiltem Zustand, zum Beispiel  als Pulver, zu liefern. Teils strebt man da  durch eine Vereinfachung der     Fabrikation    an,  teils wird hierdurch die Verwendbarkeit     in     der Praxis erleichtert.  



  Bis jetzt werden die weitaus grössten Men  gen Pulverleim oder -Gelatine durch Zermah  len von Tafelleim oder Tafelgelatine herge  stellt, wozu ein hoher Kraftaufwand erfor  derlich ist. Dabei ist die Fabrikation von  Leim oder Gelatine in Tafelform an sich  schon sehr umständlich. Man liess die Leim  brühen in gekühlten Kästen zu Gallerten er  starren, schnitt diese zu mehr oder minder  dicken und grossen Tafeln und legte sie auf  Netze- in Trockenkanäle, wo sie unter Um  ständen zwei bis vier Wochen zur vollständi  gen Trocknung bedurften. Erst dann konn  ten die Tafeln zu Pulver gemahlen werden.    Beim Mahlen ist neben hohem Kraftaufwand  als Nachteil der Substanzverlust zu erwähnen.  



  Um diese Missstände zu beseitigen und  einen wesentlichen     Teil    des bisherigen Ar  beitsaufwandes zu sparen,. geht die Erfinde  rin von ganz neuen Gedankengängen aus.  



  Demgemäss ist -nach der . Erfindung ein  Verfahren zur     Überführung        gelatinierender     Kolloide in fein -verteilte Form dadurch ge  kennzeichnet, dass eine Gallerte eines     gelati-          nierenden    Kolloides mechanisch zerkleinert  und darauf das zerkleinerte Gut getrocknet  wird.  



  Beispielsweise lassen sich Leim- oder     Ge-          latinegallerten    von geeigneter Konzentration  durch Pressen, Quetschen oder dergleichen  leicht zerbröckeln. Man kann demgemäss solche  Gallerten in irgendwelchen bekannten Zer  kleinerungsvorrichtungen, zum Beispiel in  Mühlen,     unmittelbar    in Körner-, Griess- oder  Pulverform überführen. Das Mahlen oder  sonstige Zerkleinern der Gallerten geht bei  geeigneter Konzentration ohne Schwierigkei-           ten    und ohne besonderen Kraftaufwand vor  sich, Die vermahlenen     Gallertteilchen    können  dann auf bekannte Art und Weise in Trom  meln, auf Bändern, Darren oder dergleichen  getrocknet werden.

   Die Trocknung geht na  turgemäss, da es sich um kleine Teilchen  handelt, infolge der grossen Angriffsflächen  in kürzester Weise vor sich.  



  Es gelingt durch diese Verfahrensweise  von den bisher nötigen Verfahrensstufen ge  rade die     umständlichsten    und     zeitraubend-          sten,    nämlich die Herstellung und Trock  nung der Leimtafeln, ganz auszuschalten,  und den Energiebedarf beim Vermahlen sehr  wesentlich herabzusetzen, wodurch eine we  sentliche Vereinfachung in der Fabrikation  erzielt wird.    <I>Beispiel</I>  Eine 50%ige Leimgallerte wird in einer  Mühle gemahlen, die zerkleinerte Masse in  einer Trockentrommel anfänglich bei Luft  temperatur und mit fortschreitender Trock  nung bei erhöhter Temperatur unter kräfti  ger Luftzuführung getrocknet.  



  Es hat sich gezeigt, dass man das Leim  gut (Leim oder Gelatine) auch in Form von  flüssigen oder verflüssigten Lösungen un  mittelbar in die     Zerkleinerungsvörrichtung     aufgeben .kann, wenn man für hinreichende  Kühlung der Vorrichtung sorgt. Das Gut  kommt dann in der Vorrichtung     zum,    Erstar  ren und erreicht den Mahlgang oder das son  stige Zerkleinerungswerkzeug in der Form  einer Gallerte.  



  Bei einer weiteren Ausführungsform soll  eine gelatinierende Leimlösung     bezw.    eine  Gallerte von geeigneter Konsistenz durch  einen Siebboden gepresst werden. Das Produkt  wird hierdurch in Form von .dünnen Strängen  gewonnen, die in vielen Fällen von selbst in  körnige Stückchen zerfallen. Soll besonders  gleichmässige Körnung erzielt werden, so  kann man die anfallenden Stränge unmittel  bar nach dem Pressen mechanisch zerklei  nern.    Die Vorrichtung zur     Durchführung    des  Verfahrens ist sehr einfach und kann in ver  schiedener Weise ausgebildet werden. _  Zum Pressen der Masse kann eine belie  bige Presse, zum Beispiel eine Kolbenpresse  mit durchlöchertem Boden dienen.

   Das     Zer-          kleinern    der 'Stränge erfolgt durch beliebige  mechanische Mittel.  



  Eine derartige Einrichtung ist beispiels  weise schematisch in der Zeichnung darge  stellt.  



  Ein Siebboden a bildet die Stirnwind       eines        Presszylinders    b, in dem ein     Presskolben     c in der Pfeilrichtung vorgeschoben werden  kann. Unmittelbar unter dem Siebboden     a     kreist parallel zu diesem Siebboden ein um  laufendes Messer d.  



  Bei der Durchführung des Verfahrens  wird der     Presszylinder        b    mit einer gelatinier  ten Leimlösung von geeigneter Konsistenz  gefüllt. Drückt man den Kolben c     in    Rich  tung des     Pfeils    abwärts, so treten aus den  Sieblöchern dünne Fäden oder Stränge der  Leimmasse aus, die alsbald an der Luft er  starren. Während des Kolbenniederganges  kreist das umlaufende Messer d. Auf diese  Weise werden die dünnen Fäden oder  Stränge in einzelne Stückchen- zerlegt, die als  Regen niederfallen.

   Falls man eine rasche  vollständige Erhärtung dieser Körnchen  wünscht, kann man unterhalb des Messers ein  Kühlbad anordnen, in das die Körnchen ein  fallen, oder man kann sie auf ihren Weg  nach dem Sammelbehälter kalten Luft- oder  Gasströmen aussetzen.  



       Gewünschtenfalls    können die anfallenden  Stränge vor, während oder nach der Zerklei  nerung weiter gekühlt werden.  



  In einzelnen Fällen kann man auch zwi  schen die Presse und die     Schneidvorrichtung     eine Einrichtung schalten, die den Strängen  eine weitere Erstarrung ermöglicht, zum     Bei-          sipel    eine stetig wandernde Fläche mit Ril  len, in denen die Leimstränge eine Zeitlang  mitgeführt werden, ehe man sie abhebt und  zerschneidet.  



  Das neue Verfahren arbeitet sehr rasch,  einfach und billig.      Die     Zerkleinerungsvorrichtung    könnte  auch in der Art der in Haushaltungen üb  lichen     Fleischhackmaschinen    (Fleischwolf)  ausgebildet sein, wo eine Förderschnecke das  Zerkleinerungsgut einer gelochten Platte zu  treibt, vor der auf der Schneckenwelle befe  stigte Messer kreisen.  



  Statt der Lochplatte könnte auch     ein     quer zur     Vorschubrichtung    hin- und     herge-          liendes    Gatter verwendet werden, das, nach  Art der in Sägemühlen üblichen Sägegatter  wirkend, die Masse in Stränge aufteilt, die  dann durch ein oder zwei umlaufende     -Messer     in kleinere Teile (Plättchen oder Würfel)       -zerschnitten    werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Überführung von Galler ten gelatinierender Kolloide in fein verteilte _ Form, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gal lerte eines gelatinierenden Kolloides mecha- . nisch zerkleinert und darauf das zerklein,3rte Gut getrocknet wird. ÜNTE1i,ANS1?R$Cl@ 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Leimgut in Form einer flüssigen.Lösung in die Zerkleine rungsvorrichtung gegeben und dort ciuer Abkühlung ausgesetzt wird, derart, dass es spätestens bei der Zerkleinerung zu einer Gallerte erstarrt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Leimgut durch einen Mahlgang geführt. wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Leimgut durch einen Siebboden gepresst wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die herausgepressten Stränge unmittelbar nach dem Pressen mechanisch zerkleinert werden.
CH120528D 1925-04-07 1926-04-01 Verfahren zur Überführung von Gallerten gelatinierender Kolloide in feinverteilte Form. CH120528A (de)

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