CH120811A - Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes aus Akrolein und Harnstoff. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes aus Akrolein und Harnstoff.

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CH120811A
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/10—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with acyclic compounds having the moiety X=C(—N<)2 in which X is O, S or —N
    • C08G12/12—Ureas; Thioureas

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Description


      Verfahren        zur        ITerstellung    eines Kondensationsproduktes aus     Akrolein    und     IllarnstofF       Es ist bekannt, durch     Polymerisation    von       Akrolein    alkohollösliche Harze herzustellen,  die als Lacke verwendet werden können. Es  ist ferner bekannt,     Akrolein    mit     Phenolen    zu  kondensieren, wodurch     bakelitähnliche    Pro  dukte erhalten werden.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung eines neuartigen  Kondensationsproduktes des     Akroleins,    dadurch  gekennzeichnet, dass man     Akrolein    mit Harn  stoff in An- oder Abwesenheit von Kondensa  tionsmitteln beziehungsweise Katalysatoren,  sowie     Lösungs-    beziehungsweise Verdünnungs  mitteln zur Reaktion bringt.  



  Es wurde gefunden, dass     Akrolein    unter  geeigneten Bedingungen leicht mit     Harnstoff     in Reaktion tritt, wobei als Endprodukt eine  glasartige, harte Masse erhalten wird.  



  Das Mengenverhältnis zwischen     Akrolein     und     Harnstoff    kann innerhalb gewisser Grenzen  schwanken. Jedoch ist es zur Erzielung des  festen Endproduktes zweckmässig, nicht wesent  lich weniger als 1     Mol.        Akrolein    auf 1     Mol.     Harnstoff zur Einwirkung zu bringen. Ver-    wendet man nur zirka 1/2     Mol.        Akrolein    auf  1     Mol.    Harnstoff, so erhält man einen hoch  viskosen Sirup, der durch Zugabe von mehr       Akrolein    in das ,feste glasartige Kondensa  tionsprodukt übergeführt werden kann.

   Bei  Verwendung von zirka     3/4        Mol.        Akrolein    auf  1     Mol.    Harnstoff entsteht ein gelatinöses Pro  dukt, . das ebenfalls durch Zugabe weiterer  Mengen     Akrolein    in das feste Endprodukt  übergeführt werden kann. Man hat es daher  in der Hand, die Reaktion in einer oder meh  reren Phasen durchzuführen.  



  Bringt man     Akrolein    mit Harnstoff direkt,  das heisst ohne Verwendung von Katalysatoren  und Lösungsmitteln zur Reaktion, so verläuft  die Umsetzung bei niederer Temperatur in  der Regel ziemlich langsam. Zweckmässig  erhöht man hierbei die Temperatur bis über  den Siedepunkt des     Akroleins        ("02     ), das heisst  man arbeitet vorteilhaft im geschlossenen Ge  fäss.  



  Bei Verwendung von Katalysatoren ver  läuft die Reaktion auch bei Temperaturen  unterhalb     50     ziemlich rasch. Je nach der  Wahl oder Menge des Katalysators kann sie      schon bei Zimmertemperatur so stürmisch  verlaufen, dass gekühlt werden muss.  



  Als Katalysatoren kommen vorzugsweise  in Frage anorganische oder organische Säuren  oder Basen, wie zum Beispiel Schwefelsäure,  Essigsäure, Natronlauge,     Äthylendiamin        etc.,       beziehungsweise saure oder     basisebe    Salze.  In vielen Fällen, insbesondere beim Ar  beiten bei niedriger Temperatur ist es zweck  mässig die Reaktion durch Zufügen von Lö  sungsmitteln einzuleiten. Hiebei ist es nicht  nötig, den gesamten Harnstoff zu lösen, son  dern es genügen viel geringere Mengen Lö  sungsmittel. In andern Fällen kann es vor  teilhaft sein, den Gang der Reaktion durch  Zufügung von Verdünnungsmitteln zu regeln  beziehungsweise zu mässigen.

   Als geeignete       Lösungs-    beziehungsweise Verdünnungsmittel  kommen in Betracht Wasser,     Methyl-    und  Äthylalkohol, Glyzerin und dergleichen.  



  Das neue Produkt stellt eine feste, harte,  glasartige Masse dar, die in den üblichen  Lösungsmitteln unlöslich ist und dank ihrer  leichten     Beerbeitbarkeit    durch Sägen, Bohren,  Schleifen, Polieren, Fräsen und dergleichen  und ihrer Beständigkeit gegen physikalische  und chemische Einflüsse vorzüglich zur Her  stellunggeformter Gegenstände     allerArt    dienen  kann. Je nach dem in Frage kommenden  Verwendungszweck kann man dem Produkt  Farbstoffe, Füllmaterialien,     Elastifizierungs-          mittel        etc.    zufügen.

           Beispiel   <I>1:</I>  12 Teile Harnstoff werden mit 11,2 Teilen       Akrolein    etwa 1 Stunde im geschlossenen  Gefäss auf zirka 1000 erwärmt. Es entsteht  ein durchsichtiges, glasiges Produkt.    <I>Beispiel 2:</I>  60 Teile     Harnstoff,    10 Teile 10 %     ige          Essigsäure    und 20 Teile Wasser werden mit  28 Teilen     Akrolein    unterhalb<B>50'</B> zu einem  wasserhellen Sirup kondensiert. Dann werden  noch 28 Teile     Akrolein    zugefügt. Die jetzt  noch leichtflüssige, glashelle Masse wird etwa       ';2    Stunde bei     zirka    300 gehalten, bis sie stark    viskos ist.

   Nun wird gekühlt, worauf sich  die Masse in kurzer Zeit in eine kristallhelle,  feste Gallerte verwandelt. Durch Liegemassen  bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur  wird die Masse glasartig und hart.         Beispiel   <I>3:</I>  60 Teile Harnstoff, 5 Teile Wasser und  0,8 Teile     10;o        ige    Schwefelsäure werden mit  56 Teilen     Akrolein    bei     -10-50    0 kondensiert.  Der klare     Sirup    wird einige Stunden gekühlt  und hierauf bei gewöhnlicher Temperatur  stehen gelassen. Er gesteht zu einer festen  Gallerte, die wie in Beispiel 2 weiter erhärtet.

           Beispiel   <I>4:</I>  6 Teile Harnstoff, 3 Teile Alkohol und       0,2        Teile        1%        ige        Schwefelsäure        werden        mit     5,6 Teilen     Akrolein    unterhalb 500 kondensiert.  Der glashelle     Sirup    wird wie in Beispiel 2  weiter behandelt, wobei er ebenfalls erhärtet.

      <I>Beispiel 5:</I>  6 Teile Harnstoff, 3 Teile Wasser und       0,2        Teile        10        %        ige        Natronlauge        werden        mit     5,6 Teilen     Akrolein    kondensiert. Es entsteht  ein hellgelblicher Sirup, der sich nicht weiter  verändert. Durch Zufügung saurer Katalysa  toren wird derselbe in eine feste, glasartige  Masse übergeführt.

      <I>Beispiel</I>     (i     30 Teile Harnstoff, 10 Teile Wasser, das       0,8        Teile        1%        ige        Schwefelsäure        enthält,        und     28 Teile     Akrolein    werden zusammengemischt  und auf dem Wasserbad am     Rückfluss    vor  sichtig erwärmt. Nachdem fast alles gelöst  ist, werden noch 30 Teile Harnstoff zugegeben  und die     Mischung    umgerührt, bis alles     Akro-          lein    gebunden ist.

   Das Reaktionsgemisch  .wird nun im Vakuum bei niedriger Tempera  tur zum hochviskosen Sirup     e'    - gedampft. Dann  werden noch 28 Teile     Akrolein    zugeführt  und das Gemisch in     paraffinierte    Formen ge  gossen, die bei etwa 10-20 0 gehalten werden.  Es entsteht eine glasklare harte Masse.

Claims (1)

  1. -P ATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Konden sationsproduktes aus Akrolein und Harnstoff, dadurch gekennzeichnet, dass man Akrolein Init Uarnstofi' zur Reaktion bringt. Das neue Produkt stellt eine feste, harte, glasartige Masse dar, die in den üblichen Lösungsmitteln unlöslich ist und dank ihrer leichten Bearbeitbarkeit durch Sägen, Bohren, Schleifen, ,Polieren, Fräsen und dergleichen und ihrer Beständigkeit gegen physikalische und chemische Einflüsse vorzüglich zur Her stell unggeformter Gegenstände aller Art dienen kann.
    UNTERANSPRVCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion im geschlossenen Gefäss vornimmt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Gegenwart von die Kondensation beför dernden Mitteln ausführt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Gegenwart von Lösungsmitteln vornimmt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Gegenwart von Verdünnungsmitteln vor nimmt. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet; dass man die Reaktion in mehreren Phasen durchführt, indem man zunächst durch Verwendung weniger als molekularen Mengen Akrolein das sirup- förmige beziehungsweise gelatinöse Zwi schenprodukt gewinnt und dieses hernach durch Zugabe weiterer beengen Akrolein in, das feste, harte Endprodukt überführt. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in mehreren Phasen durchführt, indem man zunächst in Gegen wart eines basischen Kondensationsmittels das sirupförmige beziehungsweise gelatinöse Zwischenprodukt herstellt und dieses her nach in Gegenwart eines sauren Konden sationsmittels in das feste, harte Endprodukt überführt.
CH120811D 1925-10-22 1925-10-22 Verfahren zur Herstellung eines Kondensationsproduktes aus Akrolein und Harnstoff. CH120811A (de)

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