CH120839A - Verfahren zur Messung von Durchflussmengen. - Google Patents

Verfahren zur Messung von Durchflussmengen.

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CH120839A
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  Verfahren zur Messung von     Durchflussmengen.       Es ist bekannt, die durch ein Rohr flie  ssende Gas- oder Flüssigkeitsmenge dadurch  zu messen, dass man seinen Querschnitt än  dert und die Druckverminderung an der ver  engten Stelle     misst.     



  Gemäss der Erfindung wird dagegen zur  Messung der     Durchflussmenge    in einer von  einer Hauptleitung     abgezweigten    Neben  leitung der Druckunterschied benutzt, der in  der Haupt- und Nebenleitung vorhanden ist.  Bei diesem Verfahren kann allerdings die       Durchflussmenge    nicht theoretisch berechnet  werden, da der     gemessene    Druckunterschied  nicht allein von der     CTeschwindigkeitsände-          rung,    sondern auch von verschiedenen theo  retisch nicht     erfassbaren    Faktoren, wie zum  Beispiel Rohrreibung,     Strahlablenkung,    Kon  traktion und dergleichen abhängt.

   Da jedoch  der Druckunterschied auch hierbei eine ein  deutige quadratische Funktion der Geschwin  digkeit ist, ergeben sich zuverlässige und ge  nügend genaue     Messergebnisse,        wenn    man -nur  die     Messvorrichtung    selbst empirisch eicht.  Der durch die Erfindung erzielte Vorteil  tritt besonders bei Leitungen mit     grossem       Durchmesser zutage, bei deren Verlegung  auf die Erfordernisse der Mengenmessungen  nicht immer Rücksicht genommen werden  kann.  



  Dabei ist es gleichgültig, ab es sich um  vorhandene oder neu zu verlegende Leitun  gen handelt. In beiden Fällen wird es durch  die Erfindung ermöglicht, den Einbau beson  derer     Messdüsen    in die Haupt-     bezw.    Neben  leitung zu vermeiden und die mit den     Mess-          einrichtungen    im Zusammenhang stehenden  Druckverluste beträchtlich zu verringern.  



  Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrich  tung zur Durchführung des Verfahrens ist  in der beiliegenden Zeichnung dargestellt,  und zwar in     Abb.    1 in Seitenansicht, in       Abb.    2 als Ansicht von oben. An die Haupt  leitung 1, 2 schliesst sich mittelst eines Ab  zweigstutzens 3 die Nebenleitung an, in der  die     Durchflussmenge    gemessen werden soll.  Eine     Messleitung    wird mit dem einen Ende  an die Hauptleitung bei 4 und mit dem an  dern Ende an die Nebenleitung bei 5 ange  schlossen.

   Sie enthält entweder selbst ein  Messgerät oder ist     mit    einer Multi2likator-           düse    in an sich bekannter Weise     verseben.     Der Druck am     Anschlusspunkt        i    der     3less-          leitung    ist nicht     lediglich    von     derjenigen          Flüssi-heitsmenge    abhängig, die durch den       Abzweigstutzen    \3 fliesst.

   und bemessen wer  den soll, sondern auch von derjenigen     Flüs-          sigkcitsmenbe,    die durch die     Hauptleitung     in gerader Richtung     weiterfliesst.    Eine     Ge-          schwindibheitsä.nderung    in der     Hauptleitung     kann     infolgedessen        theoretisch    einen Einfluss  auf die     Messergebnisse    der abgezweigten       Flüssigkeitsmenge    ausüben.

   Praktisch kann  jedoch dieser Einfluss vernachlässigt  >erden,  da die Druckdifferenz zwischen den An  schlusspunkten d und 5 ausser von der Rohr  reibung,     Strahlablenkung    und Kontraktion,  im     wesentlichen    nur von der     Geschwindig-          keitserhöhung    im     Ansehlu.ssstutzen    3 ab  hängt.

   Der Vorteil, den man namentlich für  Leitungen grossen     Querschnittes    erhält, wenn  man bei ihrer Verlegung auf die Erforder  nisse der     Messungen    weiter keine     Rücksicht     zu nehmen     bezw.    bestehende Leitungen nicht  zu     veriixidern    braucht, so da ss durch die     Mess-          einrichtunben    auch keine     zusä        tzliehen        Drucl-          verluste    entstehen, ist so gross,

   dass     man    die       Kosten    einer empirischen     Eichung    dafür in       Kauf    nehmen kann.  



  Die     empirische        Eichen-    kann in     versehie-          dener    Weise     durchreführt    werden. Das       Pnlirstück        \?    mit dem Abzweigstutzen 3  kann, wenn es sich um neue     Anla.,en    han  delt,     schon    vom     Fabrikanten    vor dem Ein  bau in die     Anla@"@e    auf dem Prüfstande     ge-          eicht    werden.

   In manchen Fällen ist in der  Hauptleitung bereits ein     Wassermesser    vor  banden, der die gesamte in dem verzweigten       Pohrsvstem    verbrauchte     Durchflussmenge     misst. In solchen Fällen ist die     Eichung    der       .#Tesseinrichtung    an einer einzelnen     Verzwei.            ;;1111g    leicht     vorzunehmen,    indem die     übri\len          Verbrauelisstellen        verschlossen    werden.

   Ist  ein     Wassermesser    in der     Hauptleitung    nicht  vorhanden und     lä.sst        sich    auch vor der     Ver-          brauchsstelle    ein     Wassermesser        zum        Zwecke     der     Eichung    nicht einhauen, so wird der vor  übergehende     Einbau    eines     @@        assermessers     oder eines     11lcsscvehre.am    Ausgang der     Ver-          brauchsleitunb    stet.,

       zum    Ziel führen.  



  Die vom     Strom    der     Hauptleitung    abge  zweigte, zu messende Wassermenge kann       durch    ein Rohr mit gleichem oder     geriiigereni          Querschnitt    als     d.isjenig-e    vor der Abzweig  stelle fliessen. Die     Quersehnittsverringerung     erhöht den     Druckunterschied    zwischen den       Anzapfstellen    I und 5.     enthebt    aber im all  gemeinen nicht der Notwendigkeit, die     hless-          gerä.te    empirisch zu eichen.

   An den     Anzapf-          stellen    d und 5 für die     llessleitung    können in  üblicher Weise     besondere    Ringräume vorge  sehen werden,     uni    den am     Umfant    der Rohre  1 und 3 herrschenden mittleren Druck     mög-          lichst    genau zu ermitteln.  



  Da     jedoeli    ohnehin eine     empirische        Ei-          cJning    notwendig     ist,        sind    diese     R.ingräumc     nicht     unbedingt    erforderlich.

Claims (1)

  1. <B>PATEN</B> TAN SPRUCH Verfahren zum Messen der @ur.hfluJ@- uienben in einer von einer Hauptleitung a1,- Nebenleitung reit Hilfe eiiiei- Icsse@nr@chtung, dadurch gekennzeichnet, dass der vorhandene.
    Druckunterschied zwisclieri Haupt- und \ebenl@@itung zur llesung be- nutzl wird, ohw# dass diu lhsseinrichtung in die H;iiipt-- oder @T@-benliitnng einbebaut wird.
CH120839D 1925-07-17 1926-07-12 Verfahren zur Messung von Durchflussmengen. CH120839A (de)

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