CH120976A - Elektrische Lokomotive für die Speisung mit Einphasenwechselstrom. - Google Patents
Elektrische Lokomotive für die Speisung mit Einphasenwechselstrom.Info
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Description
Elektrische Lokomotive für die Speisung mit Einphasenwechselstrom. FürEinphasenwechselstromlokomotiven ist wiederholt versucht worden, den Antrieb mit Einphasenwechselstrommotoren durch einen Antrieb mit Motoren einer andern Stromart zu ersetzen. So hat man z. B. den aus der Fahrleitung entnommenen Einphasenwechsel- strom in Mehrphasenwechselstrom umgeformt und damit Mehrphaseninduktionsmotoren ge speist. Diese Motoren haben eine einfachere Bauart als Einphasenwechselstrommotoren, sind jedoch nur beschränkt regelbar.
In an dern Lokomotiven wird der @ Einphasenwech- selstrom in Gleichstrom umgeformt. Gleich strommotoren zeichnen sich durch gute Regel barkeit aus und sind hinreichend durchgebildet, so dass ihr Kollektor im Betriebe weniger Schwierigkeiten bereitet, als dies in vielen Fällen bei den Wechselstromkollektormasehi- nen der Fall ist. Die bisherigen Umformer lokomotiven haben aber den in sie gesetzten Erwartungen nicht voll entsprochen.
Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Ein phasenwechselstromlokomotive, auf der eine Umformung des der Fahrleitung entnomme nen Wechselstromes in Gleichstrom stattfindet, und zwar wird erfindungsgemäss der Einpha senstrom zuerst in einem Einphasenmehrpha- senumformer in Mehrphasenstrom umgewan delt und der erhaltene Strom einem Mehr phasenstrom - Gleichstrom - Ei nankerumformer zugeführt, der seinerseits die Gleichstrom triebmotoren speist.
Die Zeichnung enthält zwei Ausführungs beispiele der Erfindung. In Fig. 1 ist das Schaltbild einer Umformerlokomotive darge stellt, bei der die Triebmotoren durch einen Einphasenkaskadenumformer gespeist werden. Hier dient also zur Umformung des Fahr leitungsstromes in Mehrphasenstrom eine Asyn- chronmaschine, an deren offene Läuferwick lung die Kollektorwicklung eines Einanker umformers in Kaskade angeschlossen ist.
Es bedeutet a den Ständer des Asynchronteils, dessen Primärwicklung b unmittelbar an der Hochspannungsfahrleitung liegt. c ist der Läu fer, dessen der Einfachheit halber dreiphasig dargestellte Wicklung d auf der einen Seite über drei Schleifringe an den Anlasser e an geschlossen und auf der andern Seite mit der geschlossenen Kollektorwicklung f des Einankerumformers h. verbunden ist. Hierzu dienen durch die gemeinsame Welle beider Maschinen geführte Verbindungsleitungen.
Zweckmässig wird die Läuferwicklung d nicht dreiphasig, sondern etwa sechs- oder zwölf- phasig, im allgemeinen vielphasig, ausgeführt, was für den Betrieb des Einankerumformers günstig ist. Die Verbindungen der Wicklung f' mit dem zugehörigen Kollektor g sind der Übersicht halber nicht eingezeichnet. Der Ständer h. des Einankerumformers hat zwei verteilte Gleichstromwicklungen. Eine von ihnen (i) erregt das Hauptfeld und wird von den Bürsten des Kollektors g in Eigenerre gung gespeist.
Die zweite Wicklung 1s dient als querfelderregende Wicklung zum Regeln der Gleichspannung des Einankerumformers und wird von einer Hilfsmaschine l gespeist. Ausserdem trägt der Ständer h. noch eine Dämpferwicklung 7n, die beispielsweise in Form eines Kupferzylinders irr den Luftspalt der Maschine gelegt werden kann. Die Re gelung der Triebmotoren 72 geschieht durch Ändern der Kollektorspannung des Unifor mers oder auch durch Feldregelung an den Motoren selbst.
Die erwähnte Eilfs- erregerrnascbine l dient zugleich zum Spei sen der Erregerwicklungen o der Trieb motoren.
Die nähere Untersuchung dieser Anord nung zeigt, dass. sie durchaus betriebsfähig ist und der Einankerumformer unter günstigen Bedingungen arbeitet. Infolge der Kaskaden schaltung erhält er auf der Weclrselstrorn- seite bei 50-periodigenr Fahrleitungsstrom, zweipolige Maschinen vorausgesetzt, nur 25 Perioden. Er kann übererregt werden und Magnetisierungsstrom an den Asynchronläufer abgeben, so dass der Leistungsfaktor cos <B>9</B> an der Fahrleitung auf l gebracht werden kann.
Es zeigt sich ferner, dass die in Einphasen maschinen sonst auftretenden störenden Dreh feldkomponenten bei dieser Anordnung in ge ringem Masse zur Geltung kommen und dass für die Stromwendung im Einankerumformer wesentlich günstigere Verhältnisse als bei den üblichen Wechselstromkollektormaschinen be stehen. Für den Lokomotivbetrieb ergeben sieh als besondere Vorteile die verlustlose und feinstufige Regelung der Triebmotoren in einem praktisch stetigen Regelbereich bei beliebigere Drehmoment, ohne besonderen Auf wand an Hilfseinrichtungen, ferner die Lei stungsrückgewinnung bei Talfahrt und zu gleich eine zuverlässige feinstufige elektrische Bremsung.
Das Anlassen des Kaskadenum- formers geschieht durch den Anlasser e mit- telst einer in der Zeichnung nicht wiederge gebenen Hilfsphase. Hat der Umformer die synchrone Drehzahl erreicht, so werden die Schleifringe kurzgeschlossen.
Für Lokomotivantriebe ist es von gro sser Wichtigkeit, mit möglichst geringem Maschinengewicht auszukommen. Hierzu ist. in erster Linie hohe Drehzahl der Maschinen erforderlich. Es wird daher zweckmässig so wohl die Asynchronmaschine als auch der Einankerumformer zweipolig ausgeführt. Man erreicht aber bei dieser Anordnung bei einer Fahrleitungsfrequenz von 50 Perioden nur eine Drehzahl von 1500. Das im Nachstehen den erläuterte und in Fig. 2 im Schaltbild dargestellte Ausführungsbeispiel enthält nun eine Anordnung, die bei der gleichen Perio denzahl reit 3000 Umdrehungen in der Minute betrieben werden karre.
Es liegt wieder die Zusammenstellung einer Asynchronmaschine und eines Einankerumformers vor, doch dient als Asy nchronmaschine ein sogenannter Spalt phasenumformer oder Phasenspalter, wie er z. B. im D R P<B>96970</B> von Arno grundsätz lich beschrieben worden ist. Die Läuferwick lung f' des Einankerumformers ist nicht an die Läuferwicklung (t der Asynchronmaschine, sondern an eine eigene Ständerwicklung p derselben über Schleifringe angeschlossen und die beiden Läufer sind gekuppelt.
Die Wick lung d des Asynchrorrläufers c ist in gewöhn licher Weise über Schleifringe mit dem An lasser e verbunden. Der Ständer a enthält eine einphasige Primärwicklung b für den An schluss an die Fahrleitung. Die dieser ent- nommene Leistung wird also durch Transfor mation in den die mehrphasigen Wicklungen <I>p</I> und<I>f</I> enthaltenden Stromkreis übertragen. Die in der Asynchronmaschine durch die ein phasige Speisung auftretenden störenden Dreh feldkomponenten laufen entgegen der Dreh richtung des Läufers um und werden daher durch die Wicklung d wirksam abgedämpft.
Zur Spannungsregelung könnte auch hier neben der Haupterregerwicklung i eine Quer felderregerwicklung (1c in Fig. 1) angebracht sein. Es könnte auch die Schleifringspannung des Einankerumformers durch Umschalten der Mehrphasenwiuklung p verändert werden. So ergeben sich beispielsweise bei einer Sechs phasenwicklung durch Parallel- oder Serien schaltung von Wicklungszweigen drei ver schiedene Spannungsstufen.
Es kann hierbei die den Gleichstrommo toren zuzuführende Bürstenspannung praktisch auf einen Bruchteil ihres Höchstwertes herab gesetzt werden. Es ist also ein sanftes An fahren der Triebmotoren ohne weiteres mög lich. Diese sind in Abb. 2 als Reihenschluss- motoren dargestellt, wobei eine besondere Hilfserregermaschine entfällt. Der Ständer des Einankerumformers enthält, wie in Fig. 1 eine Dämpferwicklung m.
Auch bei dieser Ausführungsform steht die Stromwendung unter den gleich günstigen Bedingungen wie bei dem gewöhnlichen Sechs phasenumformer und da die Zusammenstellung nur bekannte bewährte Maschinengattungen enthält, lässt diese Umformung von Einpha senstrom auf Gleichstrom keine Schwierig keiten befürchten. Führt man die nicht akti ven Teile des Maschinensatzes aus Aluminium guss aus, so ist es möglich, die Maschinenge wichte anderer Lokomotivumformungssysteme zu unterschreiten. Die Anordnung nach Fig. 2 ist übrigens in ihrer Anwendung nicht auf Fahrzeugantriebe beschränkt, sondern kann in manchen Fällen auch für ortsfeste Antriebe in Frage kommen, obwohl für diese im Ge gensatz zu Fahrzeugantrieben in der Regel einfachere Mittel zur Verfügung stehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einphasenwechselstromlokomotive, gekenn zeichnet durch einen Einphasenmehrphasen- umformer, einen von diesem gespeisten 12in- ankerumformer und von diesem gespeiste Gleichstromtriebmotoren. UNTERANSPRüCHE 1. Einphasenwechselstromlokomotive nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Triebmotoren durch einen Einphasen kaskadenumformer gespeist werden.2. EinphasenwechselstromlokomotivenachPa- tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Phasenumformer ein Spaltphasenum- former dient. 3. EinphasenwechselstromlokomotivenachUn- teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spaltphasenumformer neben der ein phasigen Ständerwicklung eine von dieser getrennte, mehrphasige Wicklung besitzt, die an die gollektorwicklung des Einan- kerumformers angeschlossen ist.4. Einphasenwechselstromlokomotive nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, die die Regelung der Triebmotoren durch Änderung der Kol- lektorspannung des Einankerumformers er möglichen. 5. Einphasenwechselstromlokomotive nach Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einankerumformer eine Eigenerregung und eine Fremderregung besitzt, die beide regelbar sind und um 90 elektrische Grade gegeneinander versetzte Feldkomponenten erzeugen.6. Einphasenwechselstromlokomotivenach Un teranspruch 5, gekennzeichnet durch eine von der Umformerwelle getriebene Hilfs- erregermaschine, die zugleich die Erregung der Triebmotoren besorgt. 7. Einphasenwechselstromlokomotivenach Pa- tentanspruch,dadurch gekennzeichnet, dass sowohl der Phasenumformer als auch der Einankerumformer zweipolig ausge führt sind.B. Einphasenwechselstromlokomotivenach Pa tentanspruch, gekennzeichnet durch Regu lierorgane, welche ermöglichen, dass der Einankerumformer zur Phasenverbesserung zugleich eine Wechselstromerregung für den Phasenumformer liefert.
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