CH121074A - Regler an Spinnmaschinen. - Google Patents

Regler an Spinnmaschinen.

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CH121074A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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Description


  Regler an     Spinnmaschinen.       Die bisherigen Regler für Spinnmaschi  nen, deren Geschwindigkeit sowohl über die  Dauer des ganzen Abzuges in bezug auf ihre  untere Grenze (Grunddrehzahl),     wie    auch für  die einzelnen konischen Fadenlagen regelbar  ist, weisen durchweg zwei Regelorgane, zum  Beispiel Kurvenscheiben auf, die ihre Bewe  gung gemeinsam auf den Motorregler, zum  Beispiel auf den     Bürstenverstellhebel    des An  triebsmotors der Maschine, übertragen. Die  von den beiden Regelorganen hervorgerufe  nen Bewegungen überlagern sich dabei und  ergeben das sogenannte Spinndiagramm für  die Maschine.

   Beim -Anbau und bei der In  betriebsetzung der bekannten Spinnregler er  geben sich aber folgende Schwierigkeiten:  Die am vom Maschinenexzenter bewegten He  bel, dem sogenannten Schwinghebel, erzeugte  Drehbewegung des     Schaltrades    für die     Ver-          önderung    des Hubes der Ringbank wird mit  einer biegsamen Welle- oder dergleichen auf  die festgelagerte Welle der einen Schalt  scheibe übertragen. Ferner ist für die Lagen  regelung im Spinnregler eine zweite Scheibe    angebracht, die dem in     jeder.R.ingspinn-    und  Zwirnmaschine bereits vorhandenen Exzen  ter (Spinnherz) entspricht. Auch für dies  zweite     Scheibe    muss der Antrieb aus der  Spinnmaschine abgeleitet werden.

   Die Form  der beiden     Reglerkurvenscheiben        muss    bisher  für jede     Spinnmaschine    durch Versuche fest  gestellt werden. Es ergeben -sich also zum  Teil unnötige Erschwerungen, die durch den  Erfindungsgegenstand     _    vermieden werden  sollen.  



  Beim Regler an Spinnmaschinen nach der  Erfindung ist das die Regelung der Grund  drehzahl bewirkende Organ an einem Teil  der Maschine angebracht, der     die    für die       Aufwindung    des Fadens in konischen Lagen  notwendigen Bewegungen     mitmacht,    so dass  das genannte Organ die. für die beiden Rege  lungen -des     Spinnvorganges    dienenden Bewe  gungen zugleich vollführt und- zur Steuerung  des     Notorreglers        benutzt-werden    kann.  



  Es können Einrichtungen- getroffen sein,  die gestatten, die Grösse der vom Regelorgan       für        die     Lagen-           bewegungen    zu verändern, gegebenenfalls  bis zum Wert Null.  



  Die     Fig.    1 zeigt schematisch ein Ausfüh  rungsbeispiel des Gegenstandes der Erfin  dung. An dem die für die     Aufwindung    des  Fadens in konischen Lagen notwendigen Be  wegungen mitmachenden Schwinghebel 1 be  findet sich das bekannte Schaltgetriebe 2, das  von einem Klinkenrad 3 und einer Klinke 4  bewegt wird und dabei die fortschreitende  Verlegung und Veränderung des Hubes der  auf- und abgehenden Bank, zum Beispiel der  Ringbank bei     R.ingspinn-    oder     -zwirnmaschi-          nen,    bewirkt. Die schwingende Bewegung  des Hebels 1 wird durch das Spinnherz 5 her  vorgerufen, das für jede Auf- und Abwärts  bewegung der Bank eine volle Umdrehung  macht.

   Am Schwinghebel 1 ist nun das die  Grunddrehzahl regelnde Organ 6 ange  bracht, das seine Bewegung durch ein Kegel  rad 7 aus dem Getriebekasten     2?    erhält und  während eines ganzen Abzuges höchstens eine  volle Umdrehung macht. Die     Reglerscheibe    6  ist mit einer Innenkurve versehen, auf der  eine Rolle 8 gleitet, die am Hebel 9 befestigt  ist. Eine Feder 10 drückt die Rolle 8 stän  dig gegen die Kurvenfläche, ihre Bewegung  nach unten ist aber durch einen Anschlag 11  begrenzt. Die Bewegung des Hebels 9 wird  über eine Welle 12 dem Hebel 13 übermit  telt und von dort über die Gestänge 14 und  15 auf die     Feinstelldose    16 des Motors 17  übertragen.

   Der Hub des Hebels 15     bezw.     die Übersetzung zwischen Rolle 8 und Fein  stelldose kann durch Verstellen des Gestän  ges 14 in den Langlöchern 23 und 25 ver  ändert werden.  



  Der Regelvorgang spielt sich folgender  massen ab: Beim Beginn des Abzuges, beim  sogenannten Anspinnen, werden die Schwing  bewegungen des Hebels 1 und damit der Kur  venscheibe 6 noch nicht auf den Hebel 9 über  tragen, da dieser zu dieser Zeit beständig auf  seinem Anschlag 11 aufruht. Nach und nach  dreht sieh die Scheibe 6 in der Pfeilrich  tung, wobei die Rolle 8 durch Auflaufen auf  dem nach innen ansteigenden Teil der Kurve  beginnt an der     Schwingbewegung    des He-         bels    1 teilzunehmen, indem der Hebel 9 nun  zeitweise vom Anschlag 11 abgehoben wird.

    Beim Hauptspinnen läuft die Rolle 8 auf dem  konzentrischen Teil der Kurve, so dass dann  bei höchster Lage der Rolle 8 in der Kur  venscheibe 6 nur die Bewegungen des Spinn  herzes 5 Verstellungen der     Feinstelldose    16  bewirken. Beim letzten Teil des Spinnvor  ganges, dem     Abspinnen,    wird dagegen die  Grunddrehzahl durch Sinken der Rolle 8 in  der Kurvenscheibe 6 wieder herabgesetzt. Es  ergibt sich also ein gleiches     Spinndiagramm,     wie es bekannte Spinnregler hervorbringen.  



  Es ist von grossem Vorteil, wenn die       Lagenregelung    unabhängig von der Grund  drehzahlregelung und umgekehrt eingestellt  werden kann. Die Einstellung der     Lagen-          regelung    unabhängig von der Grunddreh  zahl lässt sich bei der Anordnung der Kur  venscheibe     auf    dem Schwinghebel 1 zum Bei  spiel dadurch erreichen, dass die Kurven  scheibe 6 in ihrem     Abstand    vom Drehpunkt  des Schwinghebels 1 veränderbar angeordnet  wird.

   Die Grösse der Bewegungen, die die  Kurvenscheibe 6 aus den     Lagenbewegungen     mitmacht, wird bei Annäherung der letzte  ren an den Drehpunkt des Hebels geringer;  bei im Drehpunkt des Hebels     eingestellter     Kurvenscheibe 6 ist die resultierende senk  rechte Schwingbewegung der     Kurvepscheibe     gleich Null.

   Durch geeignete Anordnung der  Übertragungsorgane muss dann, damit die       Grundzahlregelung    unbeeinflusst bleibt, da  für gesorgt sein, dass am Übersetzungsver  hältnis von der Rolle 8 auf die     Feinstell-          dose    16 des Motors bei Veränderung der  Lage der     Kurvenscheibe    nichts geändert  wird, was zum Beispiel durch Anwendung  einer hydraulischen Übertragung     oder    von  Drehhebeln mit zur     Achse    des Schwing  hebels senkrecht stehender Achse     erreicht     werden kann.

   Man hat es bei einer solchen  Anordnung also in der Hand, jedes ge  wünschte Verhältnis zwischen Grunddreh  zahl- und     La.genregelung    einzustellen und  unter Umständen. falls dies zweckmässig er  scheint, die     Lagenregelung    selbst durch An  ordnung des Regelorganes 6 in einem keine      senkrechte Komponente aus den Schwing  bewegungen ergebenden Punkt völlig auszu  schalten.  



  Das Regelorgan kann auch in anderer  Weise ausgebildet sein, zum Beispiel als  Kurvenscheibe, die während des Spinnvor  ganges verschoben wird; auch ist es mög  lich, die Kurvenscheibe 6 oder ein ihr ent  sprechendes Organ an einem andern Teil der  Maschine anzubringen, der ebenfalls in sei  ner Bewegung vom Spinnherz 5     beeinflüsst     wird.  



  Beim Betrieb wird die Motordrehzahl  häufig gegenüber der verlangten Drehzahl  etwas nacheilen, was im toten Gang, zum  Beispiel im     Bürstenverstellgetriebe    oder  auch im elektrischen Verhalten des Motors  begründet liegt. Diese     Nacheilung    lässt sich  beispielsweise durch eine zusätzliche, vor  übergehende Veränderung des Übersetzungs  verhältnisses, beispielsweise durch Verschieben  der Stange 14 in den Langlöchern 23 oder  25, kompensieren, was zum Beispiel eben  falls selbsttätig erfolgen kann.  



  Die     Fig.    2 gibt ein Ausführungsbei  spiel mit einer durch andere Mittel er  zielten zusätzlichen, vorübergehenden, selbst  tätigen Veränderung des     übersetzungsver-          hältnisses    wieder, und zwar ist im Bei  spiel an Stelle einer mechanischen Kraft  übertragung eine hydraulische gewählt wor  den. Die dem Ausführungsbeispiel nach der       Fig.    1 entsprechenden Teile sind mit den  gleichen Bezugszeichen versehen. Die Kraft  übertragung geschieht von der an der hier  mit Aussenkurve versehenen Kurvenscheibe 6  anliegenden Rolle 8 durch eine Pumpe. 19,  deren Kolben durch eine Feder 20 gegen die  Kurvenscheibe hin gedrückt wird.

   Der Kol  benhub nach oben ist durch die Führungs  büchse 21 begrenzt, die die Aufgabe des  Anschlages 11 im ersten Ausführungsbeispiel  erfüllt. Die unter dem Kolben befindliche  Druckflüssigkeit arbeitet durch eine Leitung  22 auf den im Zylinder 24 angeordneten  Kolben, der mit einer Zahnstange 35 die       Feinstelldose    16 des Motors verstellt.     Zur    zu-         sätzlichen    vorübergehenden Veränderung des  Übersetzungsverhältnisses dient eine Pumpe  52, die durch eine Leitung 54 mit der Druck  leitung 22 in Verbindung steht und     die     durch eine Rolle 53 von einem Exzenter 51  betätigt wird. Dieses Exzenter sitzt auf der  Herzwelle 50 der Maschine, die auch das       Spinnherz    5 trägt.

   Die Kurvenscheibe 51 hat  beispielsweise die gleiche oder eine ähnliche  Gestalt wie die Kurvenscheibe 5. Das Ex  zenter 51 kann jedoch um einen beliebigen  Winkel gegenüber der     Scheibe    5 verdreht auf  der Welle 50 befestigt sein.  



  . Die Einrichtung arbeitet dann so:  Beim Anspinnen, wo die Kurve 6 noch  nicht gegen die Rolle 8 drückt, arbeitet nur  die Kurvenscheibe 51 auf den Kolben 52. Da  der Hub durch die Kurvenscheibe 51 jedoch  nur gering ist, so wird die     Feinstelldose    16  nur     -in    geringem Masse verstellt, die Drehzahl  des Motors wird also nur geringe Schwankun  gen machen, die den     Anspinnvorgang    nicht  stören.

   Beim     Übergang    zum     Hauptspinnen     fängt die Kurve 6 an, dem Kolben des Zy  linders 8 einen immer grösser     werdenden    Hub  zu erteilen, so dass damit auch die     Feinstell-          dose    in immer grösserem Masse hin- und her  verstellt wird. Die grössten     Ausschläge    nach  beiden Seiten treten während des Haupt  spinnens auf. Da der Motor zum Beispiel in  folge seiner elektrischen Trägheit diesen  Schwankungen des Reglers nicht schnell ge  nug folgen kann, so     -wird    der     Feinstelldose     eine zusätzliche, voreilende Bewegung er  erteilt, und zwar geschieht dies durch die  Kurvenscheibe 51.

   In der gezeigten Stellung,  wo der Schwinghebel nach oben geht und die  Drehzahl des Motors     verlangsamt    werden  muss, da sich die Ringbank senkt und die  Fadenballons grösser werden, hat bereits der  Kolben 52 seine höchste Stellung erreicht  und damit die     Feinstelldose    schon vor Errei  chung der höchsten Stellung zurückgestellt.  Infolge der Trägheit des Motors wirkt sieh  diese     Reglerstellung    aber erst nach einer be  stimmten Zeit aus, so dass der langsame  Gang mit dem Erreichen der höchsten Stel-      Jung des Schwinghebels 1 zusammenfällt.

    Wie ersichtlich, lässt sich durch geeignete  Formgebung und     Winkelverdrehung    der Kur  venscheibe 1 die     Nacheilung    der Motordreh  zahl gegenüber der durch die     Regelung        a11012-          strebten    Drehzahl auf jeden beliebigen Wert  einstellen, eventuell auch ganz     kompensieren.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Regler an Spinnmaschinen, deren Ge- schwindigkeit sowohl über die Dauer des ganzen Abzuges mit Bezug auf ihre untere Grenze (Grunddrehzahl), wie auch für die. einzelnen konischen Fadenlagen regelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das die Rege lung der Grunddrehzahl bewirkende Organ an einem Teil der Maschine angebra^ht ist, der die für die Aufwindung des Fad"ns in konischen Lagen notwendigen Bewegungen mitmacht,
    so dass das genannte Organ die für die beiden Regelungen des Spinnvorga.nIes dienenden Bewegungen zugleich vollführt und zur Steuerung des 3Iotorreglers benutzt werden kann. UNTERANSPRü CHE 1.
    Regler nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das Regelorg--lii für die Grunddrehzahl von einem die für die Aufwindung des Fadens in konischen Lagen notwendigen Bewegungen mit machenden Schwinghebel getragen ist, und dass die Grösse der vom Regelorgan für die Grunddrehzahl mitgemachten Lagenbewe- gungen für dieses Organ dadurch verän derlich ist, dass es in bezug auf seine Ent fernung vom Scliwinghebeldrehpunl;t ein stellbar ist.
    ?. Regler nach dem Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass das Überset- zungsverhältnis zwischen dem Regelorgan und dem Motorregler zusätzlich zeitweilig veränderbar ist, zum Zweck der Ermög lichung einer weiteren Beeinflussung des Motorreglers, zum Beispiel zum Ausgleich oder zur Veränderung der Nacheilung der Motordrehzahl gegenüber der durch die Regelung angestrebten Drehzahl. 3.
    Regler nach dem Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die zusätzliche zeitweilige Veränderung des Übersetzungs verhältnisses selbsttätig erfolgt.
CH121074D 1924-07-22 1925-07-15 Regler an Spinnmaschinen. CH121074A (de)

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DE1052283B (de) * 1954-07-01 1959-03-05 Iabrematexia Sa Steuermittel fuer Ringspinn- und Zwirnmaschinen

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FR601121A (fr) 1926-02-23
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