CH121099A - Emulgiermittel für feste und flüssige Stoffe, und Verfahren zu seiner Herstellung. - Google Patents

Emulgiermittel für feste und flüssige Stoffe, und Verfahren zu seiner Herstellung.

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CH121099A
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I. G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft
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Ig Farbenindustrie Ag
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    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
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Description


      Emulgiermittel    für feste und     flüssige        Stoffe,    und Verfahren zu seiner Herstellung.    Emulsionen von in Wasser unlöslichen  oder damit nicht mischbaren flüssigen oder  festen Stoffen pflegt man in der Praxis mit  Hilfe von     Substanzen    mit Seifencharakter  Herzustellen; feste Stoffe werden im geschmol  zenen Zustande oder in einem Lösungsmittel  gelöst verwendet.  



  Diese Methode versagt in zahlreichen  Fällen. Es gelingt z. B. nicht, Olivenöl mit  Wasser unter Zusatz von Seife oder     Sulfo-          säuren    von Seifencharakter haltbar zu     emul-          gieren.     



  Es wurde gefunden, dass man in ausge  zeichneter Weise aus Ölen, Fetten, Wach  sen,     Kohlenwasserstoffen,    Alkoholen,     Ketonen,          Estern    in flüssiger oder fester Form, oder  aus     andern    in Wasser     un-    oder     schwerlös-          lichen    oder damit nicht     rnischbaren        Stoffen     und     emulgierend    wirkenden Mitteln, wie Sei  fen oder seifenartige Substanzen Emulsionen  herstellen kann, die sowohl als solche, wie  auch nach dem Verdünnen mit Wasser ausser  ordentlich beständig sind, wenn man bei  der Herstellung möglichst hochmolekulare,

   in    Wasser kolloidal lösliche Substanzen, insbe  sondere     gelatinierbare        Stoffe,    wie Leim, Ge  latine und dergleichen oder wasserlösliche       Gummiarten,    wie     Gummiarabicum    oder andere  ähnliche Körper zusetzt.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein       Emulgiermittel    für feste und flüssige Stoffe,  gekennzeichnet durch einen Gehalt an     emul-          gierend    wirkenden Stoffen und einen Gehalt  an hochmolekularen, in Wasser kolloidal lös  lichen Substanzen, sowie ein Verfahren zur  Herstellung eines solchen     Emulgiermittels.     



       Beispiel   <I>1:</I>  40 Teile einer 70     >igen    Paste aus     iso-          propyliertem        naphtalinsulfosaurem    Natrium  (D. R. P.     386558)    werden mit 200 Teilen  Wasser gleichmässig verrührt und mit einer  warmen Lösung von 80 Teilen Knochenleim  in ca. 180 Teilen Wasser versetzt.  



  An Stelle des oben genannten     isopropy-          lierten        naphtalinsulfosauren    Natriums kann  man auch 40 Teile Kernseife verwenden.      Wenn     rnan    in .das so hergestellte     Emul-          giermittel    z. B. unter Rühren allmählich 1600  Teile Olivenöl einträgt, erhält man nach eini  ger Zeit eine salbenartige Masse, die sich  durch Einrühren in Wasser zu einer dünn  flüssigen weissen Milch zerteilen lässt.  



  Man     kann    auch so verfahren, dass man  95 Teile eines fein gemahlenen Leimes mit  35 Teilen     isopropyliertem        rraphtalinsulfosarr-          rern    Natrium in trockenem Zustand innig  vermischt. 1 Teil dieser Mischung, gelöst in  4 Teilen Wasser, vermag 15 und mehr Teile       Olivenöt    zu     emulgieren.    Die so erhältlichen       Olivenölemulsionen    sind z. B. zum Ölen oder       Schmälzen    von Wolle gut geeignet.  



  <I>Beispiel 2:</I>  10 Teile neutrale eingedickte     Sulfitablauge     in etwa 20     %iger    Lösung werden mit etwa  4 Teilen Knochenleim in etwa 9 Teilen Was  ser gelöst, verrührt. Diese Mischung kann  z. B. zur     Emulgierung    von etwa 25 Teilen  Olivenöl     dienen.    Die so erhältlichen     Olivenöl-          ernulsionen    sind z. B. zum Ölen oder     Schmäl-          zen    von Wolle gut geeignet.  



  <I>Beispiel 3:</I>       10        Teile        einer        70        %igen        Paste        von        iso-          propyliertem        naphtalinsulfosaurem        Natrium     werden mit 100 Teilen Wasser verrührt und       rnit    einer Lösung von 20 Teilen Knochenleim  in 45 Teilen Wasser versetzt.  



  Durch Zugabe von 20 Teilen geschmol  zenen Paraffins erhält man eine weisse zähe       Masse,    die mit Wasser haltbare Emulsionen  liefert, welche sich z. B. zum Imprägnieren  von Baumwollgeweben oder     -garnen    eignen.  



  In obigen Mitteln können an Stelle der  genannten     emulgierend    wirkenden Mittel auch       Türkischrotöle,        Saponine    und auch andere als       isopropylierte        sulfosaure    Salze mit seifenar  tigen Eigenschaften treten. Leim kann z. B.  durch Gelatine oder auch durch     Gurnmiara-          bicum    ersetzt werden.  



       An    Stelle von Olivenöl können auch an  dere Öle, wie Rizinusöl, Leinöl, Mineralöl,  Ölsäure     etc,        emulgiert    werden.    <I>Beispiel</I>  300     Volumteile    einer '20     0;'o        igen    Leimlö  sung werden mit der Lösung von 30     (xe-          wichtsteilen    des     Natriunrsalzes        isopropylierter          Naplrtalirrsrilfosäure    in 150     Volumteilen    Was  ser vermischt.  



  Zu dieser     31isehung    gibt man unter leb  haftem Rühren 450     Volunrteile    Mineralöl.  Man erhält eine salbenartige Masse, die, mit  Farbstoffen,     Farblacken,    Pigmenten, Russ     ete.     verrieben und auf     geeignete    Konsistenz mit  Wasser verdünnt, eine für graphische     Zwecke,     z. B. Tiefdruck, geeignete, sich nicht ent  mischende Druckfarbe liefert.  



  Die in dem Beispiel genannten Mengen  verhältnisse können in weiten Grenzen va  riiert werden, ebenso können an Stelle von       Mineralöl    andere in der graphischen Industrie  gebrauchte Öle, Firnisse usw. Verwendung       finden.    Das     Natriumsalz    der     isopropylierten          Naphtalinsulfosäure    kann     auelr    durch etwa  die gleiche Menge des     Natriumsalzes    der     buty-          lierten        Naphtalinsulfosäure,

      des     Natriumsalzes     der     N-Diarnylnaplrtylaminsulfosäure    oder des       Natriumsalzes    der     Dibrrtplsulfarrilsäure    ersetzt  werden, oder es können auch die freien     Säu-          ren    dieser     Verbindungen    verwendet werden.

    <I>Beispiel 5:</I>  20 Teile des     Natriumsalzes    einer durch       Sulfieren    von     Koiophonirrm    erhaltenen     Harz-          sulfosäure    werden in 40 Teilen Wasser ge  löst, mit einer Lösung von 40 Teilen Leim  in 120 Teilen Wasser vereinigt, auf dem  Wasserbad bei möglichst niederer Temperatur  konzentriert, im     Vakuum    zur Trockne einge  dampft und gepulvert.  



  1 Teil dieses     Emulgiermittels,    gelöst in  3 Teilen Wasser, vermag 15 Teile Olivenöl  zu     emulgiererr.     



  <I>Beispiel 6:</I>  300 Teile Wasser werden mit einer wäs  serigen Lösung von     2,5        Grewichtsteilen        Di-          methyleellulose    und 2,5 Gewichtsteilen     iso-          propy        lnaplrtalinsulfosaur-em    Natrium versetzt.  In das so hergestellte     Emutgiermittel    lässt      man unter ständigem Rühren 80 Gewichts  teile     Olein    einlaufen, bis dieses eine vollstän  dig gleichmässige Emulsion bildet. Die auf  diese Weise     erhaltene    Emulsion kann z. B.  als     Spinnschmälze    wie üblich verwendet  werden.  



  Das     Emulgiermitel    kann neben den hoch  molekularen, in Wasser kolloidal löslichen.  Substanzen als     emulgierend    wirkende Stoffe  auch     Sulfosäuren,    z. B.     Sulfosäuren    von durch       Alkylgruppen    substituierten aromatischen Ver  bindungen enthalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Emulgiermittel für feste und flüssige Stoffe, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einulgierend wirkenden Stoffen und einen Gehalt au hochmolekularen, in Was ser kolloidal löslichen Substanzen.
    <B>11.</B> Verfahren zur Herstellung des Emulgier- mittels nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, daf4 man emulgierend wir kende Stoffe mit hochmolekularen, in Wasser kolloidal löslichen Substanzen inisclit. UNTERANSPRüCHE 1. Einulgiermittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend emulgierend wirkende Mittel und leimartige Substanzen.
    2. Emulgiermittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend einulgierend wirkende Mittel und Gelatine. 3. Einulgierinittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend emulgierend wirkende Mittel und wasserlösliche Gummiarten. 4. Emulgiermittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend Sulfosäuren und hochmoleku lare, in Wasser kolloidal lösliche Sub stanzen. 5. Emulgiermittel gemäss Patentanspiuch I, enthaltend sulfosaure Salze und hochmo lekulare, in Wasser kolloidal lösliche Sub stanzen.
    6. Emulgiermittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend Sulfosäu_ren von durch Alkyl- gruppen substituierten aromatischen Ver bindungen und leimartige Substanzen. 7. Emulgiermittel gemäss Patentanspruch I, enthaltend Salze der Sulfosäuren von durch Alkylgruppen substituierten aromatischen Verbindungen und leimartige Substanzen. B. Emulgiermittel gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da( es in Wasser gelöst ist.
CH121099D 1925-09-18 1925-12-23 Emulgiermittel für feste und flüssige Stoffe, und Verfahren zu seiner Herstellung. CH121099A (de)

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