CH121110A - Verfahren zur Herstellung einer Teerfarbstofftinte, welche eine wasserechte Schrift ergibt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Teerfarbstofftinte, welche eine wasserechte Schrift ergibt.

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CH121110A
CH121110A CH121110DA CH121110A CH 121110 A CH121110 A CH 121110A CH 121110D A CH121110D A CH 121110DA CH 121110 A CH121110 A CH 121110A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren     zur    Herstellung einer     Teerfarbstofftinte,    welche eine     wasserechte     Schrift ergibt.    Ausser den bekannten     Eisen-Gallus-        und          Blauholz-Chromtinten    sind bisher schon       Teerfarbstofftinten    in grossem Umfange ver  wendet worden. Es     Urerden    zum Beispiel als  rote Tinte Lösungen von     Eosin,    als violette       11Iethylviolettlösungen    und als grüne Säure  grünlösungen benutzt.

   Auch schwarze Tin  ten sind aus Teerfarbstoffen hergestellt wor  den, und zwar meist durch Lösen von     Nigro-          sin    oder schwarzen Säurefarbstoffen der     Azo-          reihe.    Substantive Baumwollfarbstoffe sind  gleichfalls schon     fär    diesen Zweck empfohlen  worden.  



  Diese     Teerfarbstofftinten    haben den Nach  teil, dass die damit hergestellte Schrift zum  Teil oder ganz durch Wasser aus dem Papier  ausgewaschen werden kann. Bei basischen  und bei Säurefarbstoffen für Wolle ist dies  auch nicht anders zu     erwarten,    da sie wasser  löslich sind und mit dem Papier keine Ver  bindung eingehen oder sonst auf dem Papier  eine Veränderung erleiden. Aber auch "von       substantiven    Farbstoffen, die Affinität zur    Zellulose haben, ist bei der Verwendung als  Tinte keine Wasserechtheit zu erwarten,  selbst wenn sie beim Färben von Baumwolle  wasserechte Färbungen liefern, weil beim  Schreiben auf Papier ganz andere Bedingun  gen als beim     Färbeprozess    vorliegen.  



  Um die Schrift     wasserecht    zu machen, hat  man den     Farbstofftinten    Lösungen von Schel  lack in     Boraxlösung    zugesetzt; solche     Farb-          stofflösungen    sind aber nicht mehr     leichflüs-          sige    Tinten, die sich zum \ Schreiben mit der  Feder eignen, sondern Tuschen, die besonders  zum Linieren Verwendung finden.  



  Nach der vorliegenden     Erfindung    ist es  möglich, eine     Teerfarbstofftinte,    welche eine  wasserechte Schrift ergibt, dadurch Herzustel  len, dass man zu Lösungen von     substantiven     Farbstoffen     mindestens    ein Mittel hinzusetzt,  welches die wasserechte Fixierung der     sub-          stantiven    Farbstoffe auf dem Papier bewirkt.  Als solches Fixiermittel kann man ein freies  Alkali, z. B. Kali- öder Natronlauge, ver  wenden.

   In dem Grade der erreichten Was-           serechtheit    und in der     Geschwindibheit,    in  der nach dem Trocknen der Schrift die     M'as-          sereolitheit    eintritt, bestehen Unterschiede  bei den einzelnen Farbstoffen. In manchen  Fällen wird die Echtheit -schon in einer  Stunde nach dem Trocknen erreicht, in an  dern Fällen dauert der     Vorgang    Tabe.

   Die       Schnelligkeit    des     Wasserechtwerdens        hängt     ferner von der Art der     Leimung    des     beschrif,-          benen    Papiers ab.     Harzleimung    gibt     vira     schneller wasserechte Schrift als     Leimunb     mit tierischem Leim.

   Man kann das Echt  werden der Schrift     gegen    Wasser sehr be  schleunigen, indem man den F     a.rbstofflösun-          ben    ausser dem Alkali     geringe    Mengen Form  aldehyd oder Formaldehyd abspaltende Mit  tel     zusetzt.    Bei Farbstoffen, die freie     Amino-          oder        Hydrotylgruppen    enthalten, wird     inan     ohne     Alkali    durch Zusatz von Formaldehyd    oder eines     Formaldehyd-abspaltenden        #Iitt@l.     zu den     Lösungen    der Farbstoffe eine Tinte  erhalten können,

   deren Schrift schnell     was-          serecht    wird;     hei    den     beringen        Mengen    des       Zusatzmittel.,    dir grossen     Verdünnung    und  den übrigen,     Eins    den nachfolgenden     Beispi,-          len    ersichtlichen Arbeitsbedingungen ist eine  chemische     Umsetzung    nicht zu erwarten. Als       Formaldehyd    abspaltendes Mittel kann     z@,ni          Beispiel        Heiamethylentetramin    dienen.  



  Den Tinten, die frei von     Niederschlibeii     und möglichst salzarm sein sollen, können     bc-          eibnete        Verbindunbe    n, wie     Culyzerin.    Alkohol,  Phenol,     Tannin    usw.,     zugesetzt    werden, um  die     Trockendauer,    die     Leichtflü.sibkeit        usw.          zii        verändc-rii.     



       Beispiel   <I>1:</I>  20     -r    eines     Farbstoffes        der        Algenleinen     Formel  
EMI0002.0060     
  
    Amiilonaplitolsulfosäure <SEP> 'ajo <SEP> p-Diainin-azo <SEP> m-Diamin
<tb>  1\azo-p-Dianiin-azo <SEP> ni-Diamin       in Form des     Natriumsalzes    werden in     950",m-          destilliertem        _NVasser    kochend gelöst. Nach  dem Erkalten und Filtrieren werden 50 cm"       2-n-Natriumhydroxydlösung        zugegeben    und  die Lösung wird auf 1000     cm3    bestellt.

   Die  mit dieser Tinte herbestellte     Schrift    wird       selbst    beben kochendes Wasser echt.  



       Beispiel     Etwa 19     b    r eines Farbstoffes der im Bei  spiel 1     begebenen    allgemeinen Formel werden  in 940     ein'    kochendem destilliertem Wasser       gelöst.    Nach dem Erkalten und Filtrieren  fügt man 10     em3        30        %ibe        Formaldehydlösung     und 50     cm-'    2     n-Natriumliydroxydlöstinb    zu  und stellt wieder auf 1000 cm'.

   Die mit die  ser Tinte herbestellte Schrift ist nach kurzer         @:eit        wa@.serecht    und auch     .elir        bald        ucht          Geben        verdiiiiiite    Alkalien.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Etwa 12     -r        eines    Farbstoffes     der    im Bei  spiel 1.     begebenen    a     llbr-meinen    Formel     werden     in 950     cm'        koebendem    destilliertem Wasser  gelöst. Nach dem Erkalten und Filtrieren  setzt man     50    cm' 311      ,0ige        Formaldeliyd-          lösunb    zu und stellt dann die     Lösung    auf       1000    cm".

   Die mit der Tinte Herbestellte  Schrift ist nach     kurzer    Zeit. völlig     wasser-          echt.     



       Beispiel   <I>4:</I>  Ein     Gemi#ch    aus 8,?     br        eines        Farbstofff-s     der     allbemeiileii    Formel:  
EMI0002.0112     
  
    Diaminodiphenylamin <SEP> %azo-Aminonaphtolstilfosäui e-azo -@ <SEP> m-Diamin
<tb>  \azo-Aminonaphtolsulfosätire-azo,i---)- <SEP> iii-Diamin       und     ?,\?        br    eines Farbstoffes von der Formel:

    
EMI0002.0115     
  
    1.4-Diamiiloarylsulfosäure-azo-@ <SEP> Aniinoilaphtaliii-azo <SEP> Aminoozy <SEP> na,phtaliiisulfosätire            (Natriumsalz)    und 1,8     -r        Alkaliblau        (Farb-          stofftabellen        Schultz    Nr. 536) wird in,       970        ein'    kochendem destilliertem Wasser<B>(Y"-</B>    löst.

       N7ac11    dem Erkalten und Filtrieren     w1-r-          den    50     cm'"'    2?     n-Iialiiimliydrolydlösiinb    zu  gesetzt, dann wird mit     destilliertem        Wasser         auf 1000<B>cm,</B> gestellt. Die mit dieser Tinte  hergestellte Schrift ist nach kurzer Zeit was  serecht, nach einigen Tagen auch echt gegen  schwache Alkalien.    <I>Beispiel 5:</I>  Etwa 10     gr    eines Farbstoffes der all  gemeinen Formel:  
EMI0003.0002     
  
    p-Diamiti-azo <SEP> <B>>#</B> <SEP> Aminophenoläther-azo <SEP> Aulinoogynaphtalinsulfosäure <SEP> (Ammoniumsalz)       werden - in 950 cm' kochendem destilliertem  Wasser gelöst.

   Nach dem Erkalten und Fil  trieren setzt man 50 cm' 30     %ige    Form  aldehydlösung zu. Die mit der Tinte her  gestellte Schrift ist sofort     nach    dem Trock  nen echt gegen Wasser und gegen verdünnte  Alkalien.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Teer farbstofftinte, welche eine wasserechte Schrift ergibt, dadurch gekennzeichnet, dass man zu Lösungen von Substantiven Farbstoffen min destens ein Mittel hinzusetzt, welche die was serechte Fixierung der Substantiven Farb stoffe auf dem Papier bewirkt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Fixierungs- mittel ein freies Alkali zusetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Fixierungs- mittel Formaldehyd zusetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Figierungs- mittel ein Formaldehyd abspaltendes Mit tel zusetzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Fixierung der Substantiven Farbstoffe freies Alkali und Formaldehyd zusetzt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Fixierung ein freies Alkali und ein Formaldehyd ab spaltendes Mittel zusetzt.
CH121110D 1925-01-03 1925-12-18 Verfahren zur Herstellung einer Teerfarbstofftinte, welche eine wasserechte Schrift ergibt. CH121110A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE957586C (de) * 1953-01-01 1957-02-07 Basf Ag Lichtechte und wasserbestaendige Tinten und Tuschen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE957586C (de) * 1953-01-01 1957-02-07 Basf Ag Lichtechte und wasserbestaendige Tinten und Tuschen

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