Zweitaktverbrennungskraftniaschine mit Vergaser. Die Erfindung bezieht sich auf eine Zwei- taktverbrennungskraftmaschine miteinem Ver gaser und je einer Pumpe für Luft und Brenn stoffluftgemisch.
Bei der Maschine gemäss der Erfindung fördert die Luftpumpe vor, während und nach der Förderung der Ge mischpumpe Luft in den Arbeitszylinder und führt der Ladung einen Zusatz von Verbren nungsluft zu: Die Zeichnung betrifft Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung. Fig. 1 bis 4 zeigen im Aufriss schematisch eine vertikale Maschine in verschiedenen aufeinanderfolgen den Stellungen; Fig. 5 bis 10 sind Aufrisse und Grundrisse von drei verschiedenen Ar beitskolben;
Fig. 11 ist ein Aufriss durch .den obern Teil einer andern vertikalen Maschine; Fig. 12 ist ein Gr_undriss eines weiteren Aus führungsbeispiels, und Fig. 13 ist ein Längs schnitt nach der Linie 13-13 von Fig. 12.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 4 sind auf einem Kurbelgehäuse 15 die einfach wirkenden Pumpenzylinder 16 und 17 und ein einfach wirkender Arbeitszylinder 18 nebeneinander angeordnet. Die Pumpenzylin- der sind mit dem Arbeitszylinder derart in einem Stück gegossen, dass die Zylinderräume an der engsten Stelle nur durch eine einfache Wand voneinander getrennt sind. In dieser befindet sich je ein Überströmkanal 32 bezw. 33, die im Kompressionsraum der Pumpen zylinder münden.
Die Pumpenkolben 19 und 20 sind durch Exzenterstangen 22, 24 mit Exzentern 28, 29 der Kurbelwelle 31 verbun den, deren Kurbel 30 den Arbeitskolben 21 mittelst der Pleuelstange 23 antreibt. Die Pumpenkolben 19 und 20 öffnen in ihrer un tern Totpunktlage einen Einlasskanal 56 bezw. 57, von denen der eine, 56, mit der freien Luft und der andere mit einem nicht gezeich neten Vergaser verbunden ist. Sie besitzen Abschrägungen 34 bezw. 35, so dass die Ka näle 32 und 33 auch in der obern Totpunkt lage der Pumpenkolben im Pumpenzylinder ganz offen gehalten sind.
Ihre Mündung im Arbeitszylinder 18 wird vom Arbeitskolben 21 gesteuert, der in der untern Totpunktlage einen Kanal 36 mit ihnen in Verbindung setzt. Vorher öffnet er einen Auspuffkanal 37 im Arbeitszylinder.
Die Exzenter 28 und 29 sind so auf der Kurbelwelle 31 aufgekeilt, dass die Kolben 19 und 20 den obern Totpunkt erreichen, nachdem der Arbeitskolben die untere Tot punktlage bereits überschritten hat. Ausser dem eilt der Kolben 19 der Luftpumpe 16 dem Kolben 20 der Gemischpumpe 17 nach. In der in Fig. 1 gezeichneten Stellung hat der Arbeitskolben 21 gerade den Auspuff 37 freigelegt; der grösste Teil der Abgase ent weicht. In der in Fig. 2 gezeichneten Stel lung hat sich der Arbeitskolben 21 weiter nach unten bewegt und die Pumpenkolben haben ihre Aufwärtsbewegung fortgesetzt.
Der Kanal 36 hat den Kanal 32 der Luftpumpe mit dem Arbeitsraum des Zylinders 18 ver bunden, während der Zylinder 17 der Gemisch pumpe noch nicht mit dem Arbeitszylinder in Verbindung steht. Demgemäss strömt Luft in den Arbeitszylinder 18, durch die die Ab gase ausgespült werden. In der Stellung nach Fig. 3 ist auch der Kanal 33 freigelegt, so dass auch Brennstoffluftgemisch in den Ar beitszylinder strömt. Die beiden Ströme von Luft und Gemisch treffen im Kanal 36 auf einander, so dass sie miteinander vermischt werden.
In der Stellung nach Fig. 4 hat der Arbeitskolben 21 seinen Kompressions hub begonnen, während der Kolben 19 der Luftpumpe den letzten Teil seines Druck hubes vollführt und der Kolben 20 der Ge mischpumpe bereits in seiner obern Totpunkt lage angekommen ist. Der Kanal 33 ist gerade abgeschlossen, während der Kanal 32 noch offen ist. Infolgedessen strömt Frischluft in das im Arbeitszylinder befindliche Brennstoff luftgemisch, so dass dieses durchwirbelt wird und Luft und Brennstoff sich gründlich mit einander vermengen. Trotzdem der Auspuff 37 noch offen ist, während die Luft einströmt, findet ein Abströmen von Gemisch infolge der hohen Geschwindigkeit des Arbeitskolbens nicht statt.
Bei der weitern Aufwärtsbewe gung des Arbeitskolbens 21 wird zunächst der Kanal 32 in dem Augenblick geschlossen, in dem der Kolben 19 in seinem obern Totpunkt anlangt. Darnach wird der Auspuff 37 ge schlossen, worauf die Kompression, Zündung und Expansion erfolgt. Die Luft und das Gemisch kühlen den Arbeitskolben 21 beim Eintritt in den Ar beitszylinder und werden gleichzeitig vorge wärmt und gründlich miteinander vermischt. Beim Kolben nach Fig. 5 und 6 sind die Ka näle 40 und 41 für Luft und Gemisch von einander getrennt und derart angeordnet, dass das Gas gegen die Wand des Zylinders 18 strömt. Beim Kolben nach Fig. 7 und 8 mün den die getrennten Kanäle 42 und 43 für Luft und Gemisch konzentrisch zueinander in den Arbeitszylinder.
Beim Kolben nach Fig. 9 und 10 strömen Luft und Gemisch durch den gleichen Kanal 44, der durch Löcher 45 im Kolben mit dem Arbeitszylinder in Ver bindung steht.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 saugt die Gemischpumpe Luft durch einen Ver gaser 54 und die Luftpumpe durch ein Regel organ 55. Die Kanäle 50 und 51 münden im Boden der Pumpenzylinder und führen unmittelbar in den Arbeitszylinder. Der Ar beitskolben 52 ist mit Abweisern 53 versehen.
In Fig. 12 und 13 ist eine vertikale Ma schine dargestellt, bei der die Zylinder im Grundriss in einem Dreieck angeordnet sind. Der Arbeitszylinder 60 besitzt einen Aus puffkanal 65 und steht mit den Pumpenzy lindern 61 und 62 durch Kanäle 63 und 64 in Verbindung, die in den den Zylindern ge meinsamen Teilen der Wandungen angeord net sind. Der Auspuff erfolgt durch einen Kanal 65, und Luft bezw. Brennst.offluftge- misch werden den Pumpenzylindern durch Kanäle 66 und 67 zugeführt.
Der Kanal 63 steht in der obern Tot punktlage des Kolbens 69 mit dem Kompres sionsraum des Pumpenzylinders 61 durch einen Kanal 68 im Kolben 69 in Verbindung, des sen Mündung im Kolbenmantel höher ist als die Mündung des Kanals 63 in der Kolben führung. Ein ähnlicher Kanal, den die Zeich nung nicht zeigt, ist in dem im Zylinder 62 angeordneten Kolben vorgesehen.
Die Kurbelwelle 70 im Kurbelgebäuse 79 dreht sich in der Richtung des Pfeils ,x, steht mit dem Kolben des Arbeitszylinders 60 durch eine Pleuelstange 72 in Verbindung und treibt durch Zahnräder 74 eine Hilfs welle 73, welche mittelst Kurbeln 76 und Stangen 75 die beiden Pumpenkolben antreibt.