Verfahren und Vorrichtung<B>zur</B> Kraftübertragung. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren und eine Vorrichtung, um von einer treibenden Welle Kraft auf eine getriebene Welle zu übertragen, und kann besonders bei Lokomotiven oder andern Fahrzeugen oder Anlagen, die durch Verbrennungsmaschinen, Dampfturbinen, Elektromotoren oder derglei chen angetrieben werden, angewendet wer den.
Beim Verfahren wird gemäss vorliegender Erfindung eine schwingende Bewegung, die von der treibenden Welle herrührt,- aufge teilt in Bewegungskomponenten derselben Frequenz, wovon die eine Bewegungskompo nente mindestens einer Masse eine schwin gende Bewegung um eine Mittellage erteilt, ohne dass Energie absorbiert wird, während die andere Bewegungskomponente minde stens' zwei Schaltmechanismen bewegt, wel che Schaltmechanismen dabei im gleichen Drehsinn wirksam sind, in Gegenüberstel lung arbeiten und die Rotation der getrie benen Welle bewirken.
Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens weist ein mit der treibenden Welle verbundenes, um eine Mittellage schwingendes Schwungelement auf, dessen Massenschwerpunkt in einem Abstand von der mit der treibenden Welle verbundenen Stelle des Schwungelementes liegt;
ferne besitzt die Vorrichtung ebenfalls mit dem Schwungelement in Verbindung stehende Antriebsglieder, die an die im gleichen Dreh sinn wirksamen Schaltmechanismen ange schlossen sind, wodurch je zwei vom Schwungelement herrührende Impulse wäh rend jeder Schwingung in zwei aufeinander folgende Impulse .umgewandelt werden, wel che auf die getriebene Welle im gleichen Drehsinn wirken.
Beispielsweise Ausführungsformen gemäss der Erfindung sind auf beiliegenden Zeich nungen dargestellt.
Die Fig. 1 bis 5 zeigen schematisch fünf verschiedene Vorrichtungen zur Ausführung des Verfahrens; Fig. 6 lässt schematisch ]Kräfte erkennen, die bei einer sechsten Ausführungsform wirksam werden; Fig. 7 ist ein Kurvenbild, welches die verschiedenen relativen Werte zwischen der Geschwindigkeit der Antriebswelle, dem Drehmoment der getriebenen Welle und der Geschwindigkeit derselben erkennnen lässt, wenn das Drehmoment der Antriebswelle konstant gehalten wird;
Fig. 8 ist ein schematischer Aufriss eines weiteren Ausführungsbeispiels der Vorrich- tung' Fig. 9 ist ein Schnitt durch dasselbe; Fig. 10 ist ein Querschnitt durch einen angetriebenen Rotor mit Schaltmechanismen; Fig. 11 ist ein Achsialschnitt dazu; Fig. 12 ist ein Schnitt durch eine andere Ausführungsform der Schaltmechanismen;
Fig. 13 ist ein Schnitt nach der Linie 13-13 der Fig. 12; Fig. 14 ist ein Aufriss mit abgenommenen Kugelbahnen; Fig. 15 ist ein Schnitt durch eine andere Ausführungsform der Vorrichtung zur Kraftübertragung; Fig. 16 ist eine seitliche Ansicht in teil weisem Schnitt nach der Linie 16-16 der Fig. 15; Fig. 17 ist ein Schnitt nach der Linie 17-17 der Fig. 15;
Fig. 18 ist eine Ansicht einer andern Ausführungsform der Schaltmechanismen; Fig. 19 ist ein achsialer Schnitt durch eine mit solchen Schaltmechanismen ver sehene Vorrichtung zur Kraftübertragung; Fig. 20 ist eine Draufsicht auf dieselbe in teilweisem Schnitt; Fig. 21 ist eine Vorderansicht in teil weisem Schnitt nach Linie 21-21 der Fig. 19.
In dem Schema nach Fig. 3 ist die trei bende Welle 1 durch eine Kurbel 2 und eine Verbindungsstange 3 mit dem Mittelpunks; eines Hebels 4 verbunden, dessen unteres Ende mittelst eines Gelenkes b an einen Schwunghebel 5 angeschlossen ist, welcher eine Masse 6 trägt und bei 7 drehbar ge lagert ist.
Das andere Ende des Hebels 4 ist mittelst eines Gelenkes a durch zwei Stan gen 8 und 9 mit zwei Schaltvorrichtungen verbunden, die abwechselnd auf den Rotor 10 in derselben Richtung drehend wirken. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist zum Beispiel folgende: 1. Der Hebel 4 führt eine schwingende, angenähert harmonische Bewegung aus, die von der Rotation der treibenden Welle 1, zum Beispiel der Welle eines Motors, her rührt.
2. Die schwingende Bewegung des Hebels wird in zwei Komponenten aufgeteilt mit gleichen Frequenzen, wie die schwingende Bewegung des Hebels selbst, aber mit Am plituden von wechselnder Grösse.
3. Die eine Bewegungskomponente be wirkt eine um eine Mittellage schwingende Bewegung der Masse 6.
4. Die andere Bewegungskomponente be wirkt eine Bewegung von zwei Schaltklin ken, die nur in einem Drehsinn wirksam sind und die Rotation des Rotors 10 verur sachen.
5. Das Verhältnis der Amplituden dieser beiden Komponenten ändert sich mit dem Torsionswiderstand der getriebenen Welle 10. Ist dieser gross, so ist die Bewegungs komponente der Masse 6 gross im Vergleich zu derjenigen der Schaltklinken; ist der Tor sionswiderstand der Welle 10 klein, so gilt das Gegenteil.
6. Durch die schwingende Masse 6 wird, abgesehen von der Reibung, keine Energie absorbiert, auch nicht durch irgend einen an dern Teil der Vorrichtung.
.9 .. Es sei vorausgesetzt, dass der Tor sionswiderstand der getriebenen Welle 10 unendlich gross sei, oder wenigstens genügend gross, um eine Rotation zu verhindern. In diesem Fallist der Gelenkpunkt a fest, und die ganze Bewegung der treibenden Welle 1 wird von der schwingenden Masse 6 aufge nommen mit einer Frequenz, die mit der Drehzahl der treibenden Welle überein stimmt. Die Bewegungskomponente der Schaltklinke ist dann 0.
B. Es sei vorausgesetzt, der Torsions- widerstand der getriebenen Welle sei Null. In diesem Fall ist der Gelenkpunkt b fest, infolge der Trägheit der Masse 6. Der Ge lenkpunkt a bewegt sich um den Gelenk- Punkt b und die ganze Bewegung der, tiei- benden Welle wird auf die Schaltklinken mechanismen 8, 9 übertragen mit derselben Frequenz, die die treibende Welle besitzt. Die Bewegungskomponente der Masse 6 ist dann 0.
Es ist leicht einzusehen, was in den zwi schen diesen beiden Grenzfällen vorhandenen Fällen eintritt. Es können beide -Bewegungs komponenten nebeneinander existieren bei verschiedener relativer Grösse derselben. Wenn der Torsionswiderstand der getrie benen Welle 10 gross ist, dann ist die Ampli tude des Gelenkpunktes a klein und die jenige der schwingenden Masse 6 ist gross, doch nicht so gross, wie wenn die getriebene Welle sich gar nicht dreht.
Je grösser die Amplitude des Gelenkpunk tes a wird infolge einer Verminderung des Torsionswiderstandes, um so kleiner wird diejenige der schwingenden Masse 6.
Die Amplituden der Bewegungskompo nenten ändern sich also auf die beschriebene Weise, aber die Frequenz ist immer gleich und bestimmt durch die Drehzahl der trei benden Welle 1.
Es ist ohne weiteres klar; -dass durch die Schwingungen der Masse 6 praktisch keine Energie verbraucht wird; man braucht nur die kinetische Energie der Masse 6 zu be trachten, und da diese Masse bei<B>-</B>jeder Schwingung zweimal zur Ruhe kommt; ver schwindet ebenso oft die kinetische Energie. Es ist klar, dass bei der Verwendung eines schwingenden Gewichtes diesem- auch ein kleiner Betrag von potentieller Energie er teilt wird und dass diese potentielle Energie nicht mit der- kinetischen Energie verschwin det, so dass ein kleiner Energiebetrag wäh rend der ganzen Dauer der Bewegung zu rückbehalten-wird.
Diese potentielle Energie ist aber so klein,. dass sie vernachlässigt wer den kann, und wenn die schwingende Masse als ein in einem Schwerpunkt gelagertes Schwungrad ausgebildet ist, so ist die po tentielle Energie gleich 0.
In der in Fig. 1 dargestellten Anordnung ist die Kurbel .2 der treibenden Welle 1 di- rekt mit einem Schwunghebel 11' mit' uri festem Drehpunkt verbunden, welcher Hebel eine Masse 12 trägt. An einen Zwischen punkt des Hebels sind - zwei Verbindungs stangen 8, 9 angeschlossen, die als zwei nur in einem Drehsinn wirksame Antriebsglieder auf den Rotor 10 wirken.
Es ist ersichtlich, dass die vertikale Schwingbewegung der Masse 12 unwesentlich ist, wenn die Schwingungsamplitude der Masse 12 beträchtlich ist im Vergleich zu der Länge der Kurbel 2. Um die Trägheitskräfte auszugleichen, können zwei oder mehrere der beschriebenen Systeme auf derselben treibenden und getriebenen Welle befestigt werden, wobei die Phasenwinkel zwischen denn Kurbeln in entsprechender Weise zu wählen sind.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 ist der beschriebenen ähnlich, jedoch ist die Kurbel 2 mit einem Zwischenpunkt des Hebels 11 verbunden, während die Stangen 8 und 9 als nur in einer Bewegungsrichtung wirksame Antriebsglieder am obern Ende desselben an greifen.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist die treibende Kurbel 2 mit einem Ende eines Schwinghebels 13 verbunden, welcher nahe seiner Mitte'mit einer Kurbel 14 verbunden ist, die an einem oszillierenden Schwungrad 15 sitzt, welches in diesem Falle als Masse wirkt. Das andere Ende des Hebels ist durch Stangen. 8 und 9 an zwei Schaltvorrichtun gen für den Rotor angeschlossen.
Bei der Ausführung nach Fig. 5 liegt die Antriebswelle 1 rechtwinklig zur getriebenen Welle 16, und die Kurbel 2 ist durch eine Stange 3 mit einem Ende des Schwinghebels 13 verbunden, welcher in der Mitte mit einer Kurbel 14 der oszillierenden Schwungscheibe 15. verbunden ist. Das andere Ende des Schwinghebels 1.3 ist durch die als Antriebs glieder dienenden Stangen 8 und 9 mit den beiden Schaltvorrichtungen verbunden.
"- Bei dem Schema nach Fig. 6 ist die trei bende Kurbel 2 durch eine Stange 3 mit dem untern Ende des Schwinghebels 13 verbun den, dessen oberes Ende mit einer Kurbel 14 vereinigt ist, welche sieh mit der oszillieren den Schwungscheibe 15 bewegt. Der Hebel 13 ist in seiner Mitte durch die Stangen 8 und 9 mit den beiden Schaltvorrichtungen für den Rotor 10 verbunden; in allen Fig. 1 bis 6 sind die festen Drehpunkte mit 20 be zeichnet.
Es ist ersichtlich, dass bei allen vor beschriebenen schematischen Anordnungen unter Vernachlässigung der Trägheit der schwingenden Masse die Bewegung der trei benden Teile unbestimmt ist. Es ist dem gemäss notwendig, die Stabilität des Systems, wenn es sich in Bewegung befindet, zu be trachten, da bei inkorrekten Stellungen der festen Achse und der beweglichen Gelenke die Amplitude. der Schwingungen der Schwungscheibe oder der drehbar gelagerten Masse das Bestreben hat, sich ins Unendliche zu vergrössern, wodurch das ganze System unstabil werden würde mit dem Ergebnis, dass die Gelenksverbindungen zerrissen und zerbrochen würden.
Um dies zu erläutern, sind in Fig. 6 Kräfte, die in verschiedenen Teilen der Vor richtung wirksam sind, eingezeichnet. Be trachtet man die Gleichgewichtsstellung der schwingenden Schwungscheibe 15, so kann gezeigt werden, da.ss die auf die Schwung- scheibe 15 wirkende Komponente der Kom pressionskraft, welche durch die Verbin dungsstange 3 übertragen wird, immer zwi schen den gestrichelt gezeichneten Linien a1 und ca, sich befindet, während die auf die Scheibe 15 wirkende Komponente der Zug kraft,
welche durch die Stange 3 übertragen wird, immer zwischen den' Linien a' und a.s sein wird. Es _ muss noch bemerkt werden, dass entgegengesetzte Kräfte in den Stangen 8 und 9 durch die Trägheit der leer zurück gehenden Teile der Schaltmechanismen er zeugt werden, und dass diese Kräfte stets sehr klein sind im Vergleich zu den treiben den Kräften.
Infolgedessen werden bei dieser Anordnung die Kraftkomponenten, welche auf die Schwungscheibe 15 einwirken, ab wechselnd - nach links oder nach rechts und immer nach einer Richtung verlaufen, die von der Achse der Schwungscheibe weg ge richtet ist, so dass die Stabilität des bewe genden Systems aufrechterhalten wird.
In Fig. 7 sind die zwischen der Winkel geschwindigkeit der getriebenen Welle, dem Drehmoment der getriebenen Welle und der Winkelgeschwindigkeit der treibenden Welle vorhandenen Beziehungen für einen bestimm ten typischen Fall graphisch dargestellt. Wenn die Winkelgeschwindigkeit v der ge triebenen Welle auf der Abszissenaxe ov aufgetragen wird, so stellen die Ordinaten der Punkte der Kurve z die zugehörigen Drehmomente der getriebenen Welle dar; die, entsprechenden Winkelgeschwindigkeiten der treibenden Welle werden durch die Ordina ten der Punkte der Kurve u dargestellt. Es wird im -vorliegenden Fall angenommen, das Drehmoment der treibenden Welle sei kon stant gehalten. Wenn nun die.
Winkel geschwindigkeit v der getriebenen Welle sich vergrössert, so nähert sich das Drehmoment einem konstanten Wert; dies ist in der Fig. 7 dargestellt durch den untern Teil der Kurve z, welcher annähernd parallel zur Abszissen age verläuft. Mit zunehmender Winkel geschwindigkeit v nimmt auch die Winkel geschwindigkeit der treibenden Welle zu, und zwar proportional mit v, wie dies durch den rechten Teil der Kurve u dargestellt ist.
Bei niedriger Winkelgeschwindigkeit der ge= triebenen Welle steigen sowohl die Winkel geschwindigkeit der treibenden Welle, als auch das Drehmoment der getriebenen Welle rasch an, wenn die Geschwindigkeit der ge triebenen Welle sinkt. Dies geht in der Fig. 7 aus den steil ansteigenden Ästen der beiden Kurven u und z hervor.
In den Fig. 8 bis 11 ist ein konstruktiv gehaltenes Ausführungsbeispiel dargestellt. Der Antriebsmotor treibt die Welle a an, welche eine Schwungscheibe b besitzt und durch eine Stange c mit dem Mittelpunkt eines Hebels d verbunden ist. Das obere Ende -dieses- Hebels ist. bei e an einem schwingbaren Hebel f gelagert, der seiner seits bei x gelagert ist und an seinem untern Ende eine Masse g trägt.
Das untere Ende des Hebels ist durch zwei Paar Stangen- h, k mit zwei Doppelarmen d; <I>m</I> verbunden, die um die Achse des Rotors schwingen und als Antriebsorgane der nur in einer Bewegungs richtung wirksamen Schaltvorrichtungen die nen. An den schwingenden Armen sind bei <I>p</I> i, q1 in entsprechender Weise zwei kreis förmige Rahmen<I>p</I> und<I>q</I> gelagert, welche die Reibungsschuhe r, s tragen (Fix. 10).
Diese ruhen auf dem Rotor auf der Umfangs seite t und greifen derartig an dem Rotor an, dass derselbe immer in der Richtung gedreht wird, in welcher die Schuhe das Bestreben haben, sich dem Rotor zu nähern, was des halb eintritt, weil der Lagerzapfen jedes der Schuhe am Rahmen und der Lagerzapfen jedes Rahmens am treibenden Arm auf einer Linie liegen, welche nicht durch die Mitte des Rotors geht.
Ferner ist der Winkel zwi schen den Durchmessern, auf welche diese Lagerzapfen aufgesetzt sind, kleiner als der Reibungswinkel beim Anlassen mit dem be sonderen Material, welches benützt wird, um die Oberfläche der Schuhe und des Rotors zü bilden. Die untern Verbindungsstangen k arbeiten unter Zugspannung und die obern Stangen h unter Druck. Die Schuhe besit zen eine Länge, welche fast ein Viertel des Umfanges des Rotors umfasst. Die Federn u dienen dazu, die Schuhe in leichter Berührung mit dem Rotor beim Leerlauf zu halten.
Es können auch in ähnlicher Weise angeordnete Stifte mit oder ohne Federn für denselben Zweck benutzt werden, insbesondere dann, wenn die Angriffsfläche der Schuhe durch ein nachgiebiges Material, wie Ferodo, Leder oder Gummi, gebildet wird.
Es ist ersichtlich, dass mit der beschrie, benen Vorrichtung die Drehung der treiben- den--Welle eine Schwingung des Schwing hebels<B>d</B> hervorruft, und dass diese Schwin gung sowohl auf die Masse g durch den He bel" f, als auch durch die Verbindungsstan gen h, k auf die Rotor-Antriebsvorrichtung übertragen werden kann.
Wenn die Ge schwindigkeit der treibenden Welle ohne ent sprechende Belastung der getriebenen Welle grösser wird, so - nimmt die Amplitude der Schwingungen der Masse g ab, und der Hub der schwingenden Teile, welche durch die Stange h und k angetrieben werden, wird; grösser; auf diese Weise steigt die Geschwin digkeit des Rotors in bezug auf die der An triebswelle.
Wenn die Maschine bei einem hohen Widerstands-Drehmoment an der ge triebenen Welle angelassen wird, beginnen die - schwingenden Massen unmittelbar- mit ihrer maximalen Amplitude zu schwingen und erzeugen auf diese Weise grosse abwech selnde, positive und negative Kräfte in den Verbindungsstangen<I>h, k,</I> wobei diese Kräfte proportional dem Quadrat der Geschwindig keit der Antriebswelle sind. Infolgedessen wird, wenn die Geschwindigkeit der An triebsmaschine genügend gesteigert ist,
das Drehmoment an der getriebenen Welle durch den Antriebsmechanismus überwunden, und die getriebene Welle beginnt sich zu drehen bis zur richtigen Tourenzahl, wobei keine Energie mit Ausnahme derjenigen verbraucht wird, die durch Reibungen verloren geht. Die getriebene Welle rotiert dann mit einer entsprechenden Verminderung des Ausschla ges des schwingenden Hebels f. -Die rela tiven Werte der Geschwindigkeit und - des Drehmomentes, die durch den Mechanismus hervorgerufen, werden, sind annähernd aus dem Diagramm (Fix. 7) zu ersehen.
An Stelle der beiden Schaltmechanismen können zum Beispiel auch drei Mechanismen der be schriebenen Art, die unter sich 120' Phasen differenz aufweisen, vorgesehen werden; man kann in diesem Falle eine fortlaufende Dreh wirkung an Stelle einer intermittierenden Drehwirkung auf die getriebene Welle aus üben. Ferner kann an Stelle eines schwin genden Hebels feine oszillierende Schwung- scheibe oder eine Masse beliebiger Form ver wendet werden. .
Es ist ersichtlich, dass bei den vorbe- schriebenen Ausführungsformen der Vorrich tung eine kleine Vertikalbewegung der Rö- torachse oder der Achse der Masse oder der Achse der Antriebswelle einen sehr kleinen Einfluss auf die Bewegungsübertragung der Vorrichtung haben wird. Ferner ist gleich- falls eine leichte Horizontalbewegung -dieser Achsen zulässig. Eine abwechselnde Bewe gung der Rotorachse in horizontaler Rich tung kann nur eine leichte Veränderung der Rotorgeschwindigkeit erzeugen.
Es ist des halb möglich, bei einer solchen Vorrichtung geringe Veränderungen der Entfernungen zwischen den Drehachsen der getriebenen Welle, der schwingenden Masse und der trei benden Welle zuzulassen. Dies ist ausser ordentlich zweckmässig bei Verwendung einer solchen Vorrichtung bei Motorfahrzeugen, da in diesem Falle einzelne Teile der Vorrich tung auch direkt auf den Laufrädern sitzen können.
Bei der Ausführung der Schaltmechanis men gemäss den Fig. 12 bis 14 sind die Ver bindungsstangen der Schaltmechanismen an Stifte 21, 22 angeschlossen, welche durch Schaltteile 23, 24 getragen werden, die um die getriebene Welle 25 auf den Kugellagern 27 Schwingbewegungen ausführen können. Die Friktionsschuhe 28, 29 sind an Gelenkzapfen 30, 31 der Platten 32, 33 gelagert, welche selbst wieder an den Rotorteilen 34, 35 bei 36 und 37 angelenkt sind. Diese Rotorteile sind mit der Rotorwelle 25 verkeilt.
Bei dieser Ausführungsform der nur in einer Bewegungsrichtung wirksamen Schalt mechanismen wird der obere, am Rotor ge lagerte Friktionsschuh 28 ergriffen und an getrieben, wenn der Schaltteil 23 sich in Richtung des eingezeichneten Pfeils bewegt, während der andere Friktionsschuh, 29, des Rotars durch den Schaltteil 24 ergriffen und in derselben Richtung während der Rück kehrschwingung des Schaltteils 23 gedreht wird.
Bei der Ausführungsform der Erfindung gemäss den Fig. 15 bis 17 ist die Antriebs welle durch eine Stange 41 mit dem einen Ende des Schwinghebels 42 verbunden, wel cher aus Festigkeitsgründen gemäss Fig. 17 aus zwei Teilen bestehen kann. Der Schwing hebel ist bei 43 an den Schwungscheiben 60 angelenkt, welche um die Achse 40 schwin gen. Das andere Ende, 44, des Schwing hebels ist mit zwei Stangen 45 und 46 ver- bunden, welche die beiden trommelförmigen Teile 47 und 48 in Schwingung versetzen.
Diese Teile sind mit einer zum Beispiel durch einen Lederbelag gebildete Reibungs fläche 49 versehen und treiben je einen Ro- torteil 56 an, welcher innerhalb je eines der trommelförmigen Teile vorgesehen ist. Jeder Rotorteil 56 trägt ein Paar Reibungsschuhe 50, 51, die an den Enden von Gelenkstangen 52 und 53 gelagert sind, welche durch zen trale Zwischenräume, die im Rotorteil vor gesehen sind, hindurchgehen.
Bei dieser Ausführungsform ist die Rich tung der Drehbewegung, mit welcher die schwingenden Teile 47 und 48 den Rotor an: treiben, durch den Pfeil der Fig. 15 wieder gegeben.
Eine andere Ausführungsform der Schalt mechanismen zeigt Fig. 18. Diese ist beson ders zweckmässig für die Übertragung und verwendet zum Antrieb des Rotors Reibungs platten. Die mit dem Schwinghebel verbun denen Verbindungsstangen 61 und 62 sind an den schwingenden Schaltteilen 63, 64 durch Zapfen 65, 66 gelagert und erteilen den Rotorteilen 67, 68 eine Drehung vermit telst der Reibungsplatten 69, 70, die auf ku geligen Teilen 71 und 72 montiert sind.
Der Angriff der Schaltmechanismen zur Erzie lung eines nur in einer Bewegungsrichtung wirkenden Antriebs des Rotors wird durch den Druck erzeugt, der durch die schwach geneigten Stangen 73, 74 hervorgerufen wird, die mit ihren einen Enden vermittelst Kugeln gegen die Reibungsplatten 69, 70 und die Teile<B>67,</B> 68 drücken, wobei die Teile 67 und 68 auf der getriebenen -Welle durch Verstiftung 75 befestigt sind. Die Federn 76 und 77 sollen die Teile 69 und 70 in leichter Berührung mit den schwingenden Teilen 63 und 64 während des Leerhubes halten.
Die wirksame Reibungsfläche kann mit einem Ring aus Leder, Ferodo, Gummi oder einem ähnlichen, eine grosse Reibung erzeugenden Material versehen sein.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 19, 20 und 21 trägt die treibende Welle 81 eine Schwungscheibe 82 und ist durch eine Kur- belstange 83 mit dem einen Ende eines Schwinghebels 84 verbunden. Dieser Hebel 84 ist am andern Ende mit im wesentlichen vertikal bewegten Stangen 85 und 86 ver bunden, welche die Schaltteile 87, 88 antrei ben, die ihrerseits zum Antrieb der Rotor teile 89,<B>90</B> durch geneigte Stangen 91, 92 bestimmt sind, wie dies mit Bezug auf Fig.. 18 erläutert wurde.
Der Hebel 84 ist bei 9$ an eine Kurbel 94 drehbar angeschlossen, -elche starr mit den vertikälen Hebeln. 915 verkeilt ist, die mittelst der Zapfen 96 an feststehenden Lagerböcken 9 7 drehbar ge lagert sind und an ihrem untern Ende Mas sen 98 tragen. Zur Ermöglichung der Schwingbewegung sind die verschiedenen La gerflächen an den Enden der Verbindungs stangen entsprechend gewölbt und so ausge staltet, dass der nötige freie Spielrauen vor handen ist.
Bei dieser Ausführungsform der Erfin dung können auch, da alle Verbindungsstan gen im wesentlichen zueinander parallel sind, Schaltmechanismen - verwendet werden, wel che die zu treibende Welle in jeder Richtung treiben können.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung kann für Kraftfahrzeuge und andere Zwecke benutzt werden, bei welchem es erwünscht ist, ein. Drehmoment an der getriebenen Welle zu überwinden, welches zwischen sehr weiten Grenzen sich ändert, und dies zwar entweder mit einem konstanten oder einem regelbaren Drehmoment der Antriebswelle.
Obwohl bei den beschriebenen Beispielen im Beharrungszustand die Bewegung der Schwingelemente annähernd harmonisch ist und die Bewegung der getriebenen Welle gleichförmig, werden die Stösse, welche im Augenblick des Angriffes der Schaltmecha nismen an die zu treibende Welle erwartet werden müssen, in genügender Weise durch die Vorrichtung aufgenommen.