CH121288A - Verfahren zur Herstellung von Briketten, die ein Bindemittel pflanzlichen Ursprungs enthalten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Briketten, die ein Bindemittel pflanzlichen Ursprungs enthalten.

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CH121288A
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Walkington Carpenter Stanley
Noel White Gerald
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Walkington Carpenter Stanley
Noel White Gerald
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  Verfahren zur Herstellung von Briketten, die ein Bindemittel     pflanzlichen    Ursprungs  enthalten.         Vorliegende    Erfindung betrifft ein     Ver     fahren zur Herstellung von Briketten, die  ein Bindemittel pflanzlichen Ursprunges ent  halten, und ist     da-durch    gekennzeichnet, dass  vorerst zur Herstellung des Bindemittels  Pflanzenteile einer     aerobischen    Gärung unter  worfen werden, unter solchem Bedingungen,  dass im wesentlichen die nicht gasförmigen  Gärungsprodukte zurückgehalten werden und  der Masse Alkali     zugesetzt'wird,

      worauf das  so erhaltene Bindemittel mit dem     zu'briket-          tierenden    Material     vermischt    und durch Pres  sen geformt wird.  



  Zur Herstellung des Bindemittels wird.  vorzugsweise     unzersetzte    weiche Pflanzen  faser verwendet, weil sich herausgestellt hat,  dass die Eigenschaften des erzeugten Binde  mittels sehr verbessert werden, wenn im we  sentlichen die gesamten nicht gasförmigen  Gärungsprodukte in der Masse zurückbehal  ten werden, und es hat sich ferner herausge  stellt, dass, wo die     Pfanzenfaser    einer natür  lichen Gärung unterworfen oder bei der Gä-         rüng    nicht überwacht wurde, wesentliche  Mengen dieser wertvollen Gärungsprodukte  gemeinhin verloren gingen.  



  Um das     Bindemittel    zu erzeugen, können  Pflanzenteile     beliebiger    Art verwendet wer  den, wie zum Beispiel Stroh, Algen, Kaktus,       Opuntien,        Binsen,    Gräser,     Bagasse,    Zucker  rübenrückstände, Flachsabfall, Sojabohnen  abfall, Farnkraut, Sisal, Werg,     Bananen-          oder    Maisblätter und Stengel, Kartoffel- und  anderes graut oder dergleichen.

   Es muss hier  erwähnt werden, dass wahrscheinlich die       Widerstandsfähigkeit    der mit dem neuen  Bindemittel hergestellten     Brikette    sich nach  dem     Humusgehalt    verändert und dass in den  meisten Fällen bessere Klebkraft erzielt wird,  wenn der Humus in Gegenwart von Fasern  ist, vorausgesetzt, dass die Faser hinreichend  zerkleinert ist.  



  Zu diesem Zweck wird das Rohgut an  geeigneten Stellen gleichmässig gestapelt, so  dass die löslichen Bestandteile, die abzufliessen  streben, zurückgehalten werden. Es können      beliebige künstliche Mittel zum Zurückhalten  oder Sammeln dieser Bestandteile verwendet  werden, in jedem Fall muss Vorsorge getrof  fen werden, dass die Luft in den Stapel ge  langt. Es ist zweckmässig, dünne Schichten  von bereits gegorenem Pflanzenstoff der  gleichen oder einer andern Art in     ver;          schiedenen    Höhen des Stapels einzulagern.

    Man lässt nun die     Pflanzenstoffe    ver  rotten oder gären, bis die ursprüngliche  faserige Struktur des Ausgangsgutes einer  erheblichen Zerkleinerung unterworfen ist,  was zu verschiedenen Zeiten zwischen einigen  Wochen bis zu einigen Monaten geschehen  kann, sofern die Masse merkbar feucht gehal  ten wird. Dies kann durch Befeuchten mit  Wasser geschehen, vorzugsweise mit der  Flüssigkeit, die von dem Stapel abfliesst. Die  gewünschte Gärung ist     aerobischer    Art und  ist     :das    Einführen von Luft in- die Masse auf  irgend eine Art vorteilhaft.

   Wenn die Masse  vollkommen verrottet ist, kann sie während  einer geeigneten Zeit, etwa fünf oder zehn  Minuten, unter Hinzufügen des etwa notwen  digen Wassers gekocht werden zusammen mit  einer geeigneten Menge von Natriumkarbonat  oder     Hydroxyd,    gewöhnlich zwischen 1     %     und 5/o des Trockengewichtes, wodurch die  Masse in einen, im wesentlichen struktur  losen Schleim mit stark bindenden Eigen  schäften verwandelt wird. Dieser Schleim  wird als Bindemittel zum Brikettieren ver  wendet, und zwar allein oder in Verbindung  mit weiteren Bindemitteln. Man kann das       Bindemittel    auch zu Transportzwecken  trocknen und am Bestimmungsort durch An  feuchten und Durchkneten mit dem     Briket-          tiergut    vereinigen.

    



  Bei     dem.    Verfahren gemäss der Erfindung  wird das Rohgut unter solchen Bedingungen  und mit solchen     Vorkehrungen    vergoren, dass  im wesentlichen jeder Verlust von nicht gas  förmigen Gärungsprodukten vermieden wird  und nach der Vergärung wird das Gut vor  zugsweise etwa.

   bei 100   C mit einer geeigne  ten Menge (gewöhnlich 1 % bis     5/o    des     Trok-          kengewichtes)        Alkalik.arbonat    oder Hydro-         xyd    behandelt, wodurch     gewisse    chemische  oder physikalische Umwandlungen eintreten,  die wesentlich     für,die    Entwicklung der vollen  klebenden Wirkung sind, da hierdurch eine  verteilende Wirkung auf den Humus durch  die gesamte Masse und eine Verstärkung der  Wirkung des     Mucin    erzielt wird. Diese Wir  kung tritt äusserst schnell ein, wenn die Masse  erhitzt wird. Das Endprodukt soll eine leichte  alkalische     Reaktion    aufweisen.  



  Es ist zu bemerken, dass der     Humusgehalt     durch die Änderung der Gärungszeit geregelt  werden kann, da, je länger die Gärung an  hält, desto grösser der     Humusgehalt    infolge  der Umsetzung der Zellulose in     Ulminver-          bindungen    wird.  



  Es ist bekannt, dass Verfahren vorge  schlagen sind zur Herstellung von Dünger  durch     Verrottenl.assen    von Stroh oder andern  pflanzlichen Abfall in der Gegenwart von lös  lichen Stickstoffverbindungen in einer be  stimmten Konzentration. Die Produkte dieses  bekannten Verfahrens können für die Zwecke  der Erfindung benutzt werden nach der oben  erwähnten Behandlung mit     Alkalikarbonat     oder     Hydroxyd    und trotz der Anwesenheit  von für die Düngung wertvollen Stoffen; sie  geben vorzügliche Ergebnisse als Bindemittel,  vorausgesetzt, dass kein erheblicher Anteil an       Mucin    bei der Herstellung verloren worden  ist.  



  Eine andere Ausführungsform des Ver  fahrens gibt gleich gute     Ergebnisse    und  wird wie folgt durchgeführt:  Das' pflanzliche Rohgut wird solange  und in der Weise eingeweicht, dass die Los  lösung-von Fasern ohne wesentliche Kürzung  ihrer Länge erfolgen kann, wobei also die  Fasern gemahlen, gequetscht oder gespalten  werden, ohne sie zu häckseln. Die Masse  wird dann ungefähr 24 Stunden mit Ätz  natron oder Natriumkarbonat in pulveriger  Form oder mit einer Lösung dieser Stoffe  gekocht, wobei das Gewicht jedes zugefüg  ten Alkalis gewöhnlich zwischen 1 und 5  der     trockenen    Masse beträgt.

   Die gebildete  alkalische Flüssigkeit lässt man dann in      einem Behälter vergären, vorzugsweise zwi  schen 35 und 60   C, durch die Wirkung von  Bakterien oder Pilzkulturen, bis die Fasern  erheblich angegriffen oder zersetzt sind und  die Masse viskos und schleimig geworden  ist. Diese Veränderung kann durch wieder  holtes Mischen und Umstechen der Masse  zur Erzielung     aerobischer    Bedingungen er  leichtert werden.  



  Bei einem andern Beispiel wird ein Teil  des     Alkalikarbonates    oder     Hydroxydes    ein  getragen vor- oder während der Vergärung  und der Rest nach der     Vergärung.    oder wäh  rend des Kochvorganges.  



  In einem besonderen Fall ' wir d ein Zent  ner trockenen Grases 24 Stunden lang ge  kocht. Die Flüssigkeit wird dann abgezogen  und der verbleibende Faserstoff durch ge  eignete Maschinen hindurch geführt bis eine  hinreichende Zerkleinerung erzielt ist. Die  Masse wird dann in einen seichten hölzernen  Bottich gegeben und mit neun Liter einer  Lösung behandelt, die 1 kg     trockendes    Na  triumkarbonat enthält.  



  Nach dem Mischen lässt man die Masse  an einer warmen Stelle stehen und sticht sie  täglich einmal unter Aufsprengen von Was  ser um, wobei die nach dem Kochen abgezo  gene Flüssigkeit verwendet werden kann. Es  wird soviel Flüssigkeit zugegeben, dass die  Verdampfung ausgeglichen und die Massein  einem steifen salbenförmigen Zustand gehal  ten wird. Eine Gärung tritt ein, sobald die  Flüssigkeit in einen Trog untergebracht  wird, wird jedoch unterstützt durch Zusatz  von 0,9 kg verfaulter Frucht oder dürren  Grases. Nach 24 Tagen können Proben aus  dem Sud entnommen und     Versuchsbrikette     hergestellt werden nach deren Eigenschaften  das erzeugte Bindemittel als geeignet er  scheint zum     Agglomerieren    von etwa zehn  Zehnter Kohle.  



  Man kann das bei dem oben     erwähnten,     Verfahren verwendete     Alkalikarbonat    oder       Hydroxyd    zum Teil auch durch ihre     Aequi-          valente    an     Calcium    oder andere alkalische  Erden ersetzen.    Die     Merige    des     erforderlichen    Bindemit  tels ändert sich mit dem verwendeten Druck,  der umfangreichen Änderungen unterworfen  sein kann. So können bei Verwendung von  10 bis 15 %. Bindemittel Brikette durch Rol  len in der Hand gemacht werden, die nach  dem Trocknen einem Fall aus drei Meter  Höhe auf Steinboden widerstehen.  



  Anderseits kann man einen     Pressdrurk     von     1.,6    bis 2,4 Tonnen auf den Quadrat  zentimeter verwenden und dann die Binde  mittelmenge auf<B>l</B>     '/o    oder noch     weniger    her  absetzen. Gewöhnlich sind bei 0,15 bis 0,45  Tonnen Flächendruck auf den Quadratzenti  meter 4 bis 8 % Bindemittel hinreichend.  



  Die Menge des verwendeten     Bindemittels     hängt wesentlich ab von der Güte der ver  arbeiteten Kohle. Innerhalb weiter Grenzen  der Brennstoffqualität können brauchbare  Brikette erzeugt werden; es wurde jedoch  durch wiederholte Versuche festgestellt, dass  die besten Ergebnisse erzielt werden, wenn  in dem Brennstoffgut etwa 20 bis 30% feine  Körnung zwischen 100 und 200     Siebmaschen     auf den Quadratzoll     engl.    vorhanden waren.

    Hierdurch unterscheidet sich das neue Binde  mittel von den Vorbedingungen     für    die Ver  wendung anderer Bindemittel, wie Pech oder  dergleichen, wo eine Erhöhung des Anteils  an     kleinkörnigem    Gut im allgemeinen einen  grösseren Anteil an Bindemittel beim Briket  tieren erfordert.  



  Die     Verfahrenweise    für die Herstellung  von Brennstoffbriketten ergibt sich aus den       folgenden    Beispielen:  Wenn 'von einem Mischverhältnis ge  sprochen wird, so bedeutet das,     dass=    die  Menge des zugesetzten Bindemittels nicht in  Gewichtsprozenten des gesamten Gemisches  ausgedrückt ist, sondern als Trockengewicht  des Bindemittels, das zu 100 Teilen     Briket-          tiergut    zugesetzt wird.

      <I>Beispiel I</I>    100 Teile eines gepulverten Brennstoffes,  der Koks, nicht bituminöse Kohle,     Anthra:          zitstaub,        Gaskokslein,        Lignit,        Tieftemperatur-          rückstände    von Kohle     ader        Lignit,    Russ oder      dergleichen sein kann, werden innig gemischt  mit einer Menge nassen Bindemittels, die dem  Gewicht nach gleich wertig ist mit 6 Teilen  des nach dem oben aufgezeigten Verfahren  hergestellten wasserfreien Bindemittels.  



  Stellt sich durch Analyse das Binde  mittel als ausnahmsweise     aschereich    heraus,  so dass es etwa mehr als     15'/o    anorganische  Stoffe enthält.     wenn    das Bindemittel von       verrotteten    Pflanzenteilen herrührt, so muss  entsprechend mehr Bindemittel     zugeführt     werden.  



  Das Gewicht des     verwendeten    nassen       Bindemittels    ist veränderlich, es beträgt aber  gewöhnlich ungefähr 30 % des Gewichtes  des     Brikettiergutes,    der Kohle zum Beispiel.  Nach vollständigem Mischen in einem belie  bigen Verteiler, einem Mahlgang, einem  Mischer nach     Pfleiderer    oder einer Kugel  mühle wird der mit dem     Bindemittel    ge  mischte Brennstoff mit Dampf erhitzt und  in dem erhitzten Zustand einem     Pressdruck     von 160 bis 480 kg pro Quadratzentimeter  unterworfen.

   Im Augenblick des Pressens  soll das Gemisch von Kohle und Bindemittel  merkbar feucht sein, derart, dass ein gerin  ger     Austritt    von Wasser beim     Geben    des  vollen     Pressdruckes    erfolgt, aber bei manchen       Formen;    von Pressen kann ein trockeneres  Gemisch verwendet werden, und wenn be  sondere Rücksicht bei der Art des Pressens  und der Wahl der verwendeten     Pressform    ge  nommen wird, können sehr     trockene    Gemische       brikettiert    werden. .Sobald die     Brikette    die  Presseverlassen, kann man sie an einer war  men und gut belüfteten Stelle einige Tage  trocknen lassen.

   Das Ausmass der Trocknung  kann erheblich verändert werden und die  Trocknung findet     gewöhnlich    bei Tempera  turen statt, die erheblich über<B>100'</B> C liegen.  Dies kann deshalb geschehen, weil die mit  dem neuen Bindemittel hergestellten     Brikette     im     Gegensaz    zu andern     Briketten    nicht die  Neigung haben, bei rascher Trocknung zu  reissen. Es ist deshalb auch möglich, eine       Raschtrocknung    in geeigneten     Vorricltun,-          gen    anzuwenden.    Die oben-aufgezeigten Verfahren wurden  angewendet für eine Massenherstellung von  Eierbriketten unter Benützung einer Wal  zenpresse üblicher Grösse.

   Eierbrikette können  auch erfolgreich hergestellt werden, indem  man das Erwärmen der     Kohlebindemittel-          mischung    unterlässt, solche     Brikette    aber er  fordern eine längere     Trocknungs-    und     Erhär-          tungszeit,    wobei aber die schliesslich erreichte  Druckfestigkeit fast nie merklich beeinflusst  wird. Brikette im Gewicht von ungefähr  85     gr,    die aufs Geratewohl aus.einer Masse  genommen wurden, hielten nach dem Trock  nen einen Fall von     21 < ,    bis 3 Meter auf einen  Steinboden aus.

   Solche Brikette halten auch  ohne Springen einen Druck von ungefähr  80 kg aus, wenn sie zwischen zwei ebene     Flä-          oben    gelegt werden. Wenn ferner 22 kg solcher       Brikette    in eine umlaufende Trommel gelegt  und mit einer Geschwindigkeit von 28 Um  läufen in der Minute zwei Minuten lang ge  dreht werden, so übersteigt *der Gewichtsver  lust der Brikette nach dem Sieben durch ein  Drahtsieb von 5 Maschen auf den linearen  Zoll gewöhnlich nicht<B>1,125</B> kg oder 5% des  ursprünglichen Gewichtes.

           Beispiel        II       100 Teile     einet    entsprechend gemahlenen  Brennstoffes von der oben erwähnten Art  werden gemischt mit einem Gewicht von ver  rottetem Pflanzengut.     entspreehend        6 ,/o    des       wasserfreien.    Gutes. Das verrottete Gut kann  dadurch hergestellt werden, dass man frische  oder trockene Pflanzenfaser auf dem Erd  boden vergären lässt, nachdem sie erst zur  Entfernung des Sandes gewaschen wurde. In  allen diesen Fällen ist die Verfahrensweise  zur Erzielung der vergorenen Pflanzenfaser  identisch mit den oben beschriebenen Herstel  lungsweisen des Bindemittels, aber das  schliessliebe     Koehen    wird weggelassen.

   Un  gefähr 30     Gewiehtsteile    von verrottetem  Pflanzenstoff, die ein Trockengewicht von 6  Gewichtsteilen ergeben, werden durch Zumi  schen     von    0,12 Gewichtsteilen wasserfreien       Alkalikarbonates    oder     Hydrogydes    in Pulver-      form     und    in vier bis fünf Liter Was  ser gelöst alkalisch gemacht. Das alka  lisch gemachte Gut wird nun der kohlen  masse vollständig einverleibt durch irgend  eines der vorerwähnten Verfahren und das so  erzielte Gemisch auf 100   C erhitzt, sodann  am Ende des     Erhitzungsvorganges    in noch  heissem Zustand mit einem Druck von 160 bis  480 kg pro Quadratzentimeter gepresst.

   Wahl  los entnommene Proben von auf einer Wal  zenpresse in Eierform hergestellten Briketten  ergaben beim Versuch die gleichen Eigen  schaften bezüglich des Widerstandes gegen  Bruch, Druck und Abreibung, wie die nach  den ersten Versuchen hergestellten Brikette.    <I>Beispiel</I>     III       100 Gewichtsteile eines entsprechend     ge-          pulverten    Brennstoffes werden in bereits ge  schilderter Weise mit einer solchen Menge  eines Bindemittels, welches nachdem vor  gehenden Beispiel erhalten wurde, gemischt,  die 6 Gewichtsteile Trockenstoff enthielt. Das  Bindemittel wird in wesentlich getrocknetem  Zustand gemahlen oder sonst zerkleinert mit  der Kohle oder anderem     Brennstoff    bis zu  inniger Vermischung.

   Das Gemisch von  Kohle und Bindemittel wird dann mit Dampf  unter Zufügung von Wasser und Kneten er  wärmt, bis es eine     Temperatur    von 80 bis, 100    C angenommen hat. Das Gemisch kann dann  bei     einem    Druck von 160 bis 480 kg auf den  Quadratzentimeter wie bei den früheren Bei  spielen brikettiert werden.  



       Beispiel        IV     100 Gewichtsteile eines in geeigneter  Weise zerkleinerten Brennstoffes werden, wie  in den vorigen Fällen,- mit 6 Gewichtsteilen  Trockensubstanz eines nach dem vorhergehen  den Beispiel .hergestellten Bindemittels ver  mischt. Es ist vorteilhaft beim Mischen 0,12  Teile     wasserfeien        Alkalikarbonates    oder       Hydrogyd    in Staubform oder in 4 bis 5 Liter  Wasser gelöst zuzusetzen und das Gemisch zu  erwärmen, kneten und zu pressen wie bei den  vorigen Beispielen.

      In allen diesen Fällen kann das Gemisch  von Kohle     und    Bindemittel in heissem Zu  stand gepresst oder ganz oder     teilweise    bis  zu einem     bestimmten    Grad abgekühlt werden.  Man kann das Gut auch zunächst abkühlen  lassen und dann vor dem Pressen wieder an  wärmen.  



  Nach einem der oben aufgezeigten - Ver  fahren hergestellte     Brikette    sind widerstands  fähig gegen Regen und Frost ohne Zerfall  bis zu einem gewissen Grad, dieser hängt  aber teilweise von .der Natur des Brikettier  gutes ab, da einige dieser Stoffe mehr oder  weniger vollständig wasserfeste Brikette er  geben.

   Mit einer     Bindemittelmasse    herge  stellte Brikette können bis zu jedem beliebi  gen Grad wasserfest gemacht werden,     indem     man sie in Emulsionen von 01 oder Asphalt  und Wasser untertaucht, die nicht weniger  als 20 % des     wasserfestmacliend.en    Mittels  enthalten, oder indem man die     Brikette    in be  liebiger Weise kurze Zeit auf 200   C oder  längere Zeit bei ein wenig geringerer Tem  peratur erhitzt. Diese Art des Wasserfest  machens     bildet    aber keinen Teil der Erfin  dung.  



  Um das Weiterbestehen des organischen       Wachstumes    zu verhindern oder stillzulegen,  kann eine kleine Menge Kupfersulfat oder  ein anderes pilztötendes oder desinfizierendes  Mittel beim Brikettieren der Kohle der voll  ständig vergorenen Flüssigkeit zugesetzt wer  den.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Briketten, die ein Bindemittel pflanzlichen Ursprunges enthalten, dadurch gekennzeichnet, d.ass vor erst zur Herstellung des Bindemittels Pflan zenteile einer aerobischen Gärung unter worfen werden, unter solchen Bedingungen, dass im wesentlichen die nicht gasförmigen Gärungsprodukte zurückgehalten werden und der Masse Alkali zugesetzt wird, worauf das so erhaltene Bindemittel mit dem zu briket tierenden Material vermischt und .durch Pres sen geformt wird. ÜNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung des Bindemittels die Gärung so geleitet wird, dass das Fasergut im wesentlichen abgebaut wird und dass der Zusatz des Al kali zu einem beliebigen Zeitpunkt des Verfahrens erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung ,des Bindemittels das Ausgangsfasergut im wesentlichen unzersetzt verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet,, dass bei der Herstellung des Bindemittels die Behandlung mit Al kali durch Kochen mit Alkalilösung er folgt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung des Bindemittels die Eigenschaften des Endproduktes durch Regelung der Gär- dauer geändert werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, @dass bei der Herstellung des Bindemittels das fertige Gärprodukt getrocknet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnent, dass bei der Herstellung des Bindemittels ein Teil .des Alkalis durch sein Aequivalent an alkalischer Erde ersetzt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, däss zur Herstellung von Brennstoffbriketten das nasse Bindemittel mit gepulvertem Brennstoff gemischt wird, wobei Wärme in beliebigen Verfah- renstufen verwendet wird. ' B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Brenustoffbinde- mittelgemisch vor dem Pressen unter Er hitzen und Wasserzusatz durchgemengt wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Brennstoffbinde mittelgemisch vor dem Pressen unter Er hitzen und Wasserzusatz geknetet wird.
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