CH121357A - Einrichtung zum Überziehen von metallischem Walzgut mit Metall. - Google Patents
Einrichtung zum Überziehen von metallischem Walzgut mit Metall.Info
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Description
Einrichtung zuin Überziehen voll metallischem Walzgilt mit Metall. Die Erfindung richtet sich auf eine Ein richtung zum Überziehen von metallischem Walzgut mit Metall.
Will man einen metallischen Überzug auf metallisches Walzgut aufbringen, indem man es durch ein Bad geschmolzenen Überzug- inetalles, wie Zinn oder Blei, laufen lässt, so besteht die Hauptschwierigkeit darin, wie man das Absetzen von Fremdstoffen oder Unreinig- keiten sowie die Bildung von Oxyd an der Stelle, wo das Gut aus dem Bade auftaucht, verhindern soll.
Zu diesem Zwecke hat man schon Putz mittel vorgesehen, um überflüssiges Überzugs metall vom Walzgut zu entfernen, bevor letzteres die freie Luft erreicht. Die Einrich tung gemäss Erfindung besitzt auch solche Putzmittel und ist dadurch gekennzeichnet, da?) diese Putzmittel über dem Spiegel des geschmolzenen Überzugmetalles angeordnet und Mittel vorgesehen sind,
um Überzugmetall von dem in Kontakt mit dem zu überziehenden Walzgut befindlichen Bad rein und bis zum Punkt des Angriffes des genannten Gutes durch die genannten Putzmittel in Bewegung zu erhalten.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt; es sind: Fig. 1 eine Aufsicht auf die Vorrichtung, Fig. 2 ein Schnitt längs Linie 2-2 der Fig.l, .
Fig. 3 eine Seitenansicht entsprechend der Linie 3-3 der Fig. 1, Fig. 4 ein Schnitt längs Linie 4-4 der Fig. 1.
Die Fig. 3 und 4 lassen den Antrieb der verschiedenen Walzen zum Vorschub des Walzgutes durch das Bad geschmolzenen Metalles, zum Anpressen und gleichförmigen Anschaffen des Überzugnietalles auf dem Walzgut und - zum Wegputzen des über schüssigen Überzugmetalles von dem Walzgut vor Erreichung der freien Luft erkennen.
Die gezeichnete Einrichtung umfasst einen Behälter für ein Bad geschmolzenen Über zugmetalles, ein Förderwerk für das zu über ziehende Gut zum Durchleiten durch das Bad und Auftauchen aus dem Bade, und an der Stelle des Auftauchens eine Vorrichtung zum Wegputzen des überschüssigen Überzugme- talles von dem Walzgut, bevor es die freie Luft erreicht.
Die arbeitenden Teile der Vorrichtung befinden sich in einem Rahmen 5, der durch Querstangen 7 an dein ein Bad geschmolzenen Überzugmetalles enthaltenden Kessel 6 be festigt ist. Das zu überziehende metallische Walzgut 8 wird durch Gruppen von Vor schubwalzen 9 durch das Bad gezogen, die sämtlich durch in dem Rahmen 5 angebrachte Getriebe entsprechend der Förderrichtung an getrieben werden. Eine von den Walzen jeder Gruppe ist fest gelagert, jeweils die andere dagegen beweglich und entsprechend der Dicke des zu überziehenden Walzgutes, bei spielsweise etwa Stahlblech, einstellbar.
Das Walzgut wird auf seinem Wege durch das Bad von einem Käfig 10 geführt, der so im Rahmen 5 eingebaut ist, dass das geschmol zene Metall freien Zutritt zu der gesamten Oberfläche des Walzgutes hat. Vor dem Ein tritt in das Bad durchläuft das Gut die Geiz kammer 11, die an der Einmündung des Käfigs 10 angebracht ist und die Flüssigkeit zum Beizen der Oberfläche des Gutes enthält.
Die Vorschubwalzen innerhalb der Geiz kammer dienen zugleich zum Ausquetschen aller Luftblasen, die sonst den Überzug ver derben könnten. Die genaue Einstellung dieser Walzengruppe und der ersten Gruppe inner halb des Bades wird durch Aufhängung der beweglichen Walzen in dem Ende je eines im Rahmen 5 drehbar gelagerten Hebels 12 besorgt; die beweglichen Walzen werden gegen die zugehörigen andern Walzen durch Gewichte 13 gepresst, die in einen an der Drehachse der Hebel 12 angreifenden Hebel arm 14 eingehängt sind.
Die übrigen Vor schubrollen einschliesslich der Zugrollen 15 oberhalb des Bades und des Auslaufendes des Käfigs 10 werden gleichfalls entsprechend der Dicke des Walzgutes eingestellt, und zwar durch Muttern 16 und Federn 17, wobei die beweglichen Rollen von Hebeln 18 getra gen werden, deren freie Eiiden auf Stangen 19 ruhen und von diesen emporgezogen werden; die Stangen. 19 gehen durch Stützen 20 am Rahmen ä hindurch.
Nahe dem Auslaufende des Bades zu tritt das Walzgut 8 durch eine Pumpenkammer 21 hindurch, in deren unterem Teil zwei geriefte Pumpendrehlinge 2? reines Metall aufwärts gegen die, Putzwalzen 23 fördern ; die Walzen 23 sitzen gerade oberhalb der Wandungen der Pumpenkammer 21, und das Reininetall fliesst durch die Spalten ab, die von den Oberflächen der Putzwalzen und den vorspringenden Ober läufe bildenden Flanschen 24 der Wände der Kammer 21 gebildet werden.
Das umlaufende Metall füllt den ganzen Raum zwischen den Pumpendrehungen 22 und den Putzwalzen 23 aus, verhindert daher eine Berührung des Walzgutes mit der Luft solange, bis seine Oberfläche von den Putz walzen geputzt und geglättet ist; ausserdem schwemmt das Metall alle Fremdstoffe fort, die sich sonst auf dem Walzgut festsetzen und den Überzug verderben könnten.' Die Putzwalzen 23 sind einstellbar, und zwar durch einen Hebel 18, Stangen 19 und Muttern 16, in ähnlicher Weise, wie die Ein stellung der Vorschubwalzen 9 erfolgt. Die Putzwalzen dienen gleichzeitig zur Regelung der Dicke und Ebenheit des Überzugs, der auf dein Walzgut verbleibt, nachdem der Überschuss weggeputzt ist.
Nach dem Hervortauchen aus den Putz walzen wird das Walzgut der Wirkung eines von Offnungen 25 ausgehenden Luftstromes ausgesetzt, wobei die Luft durch ein Rohr von einem nicht gezeichneten L uftpresser bekannter Bauart geliefert wird. Dieser Luft strom fühlt den Überzug auf dem Walzgut, und nian hat es durch Veränderung des Luft druckes in der Hand, dem Überzug verschie dene Endbeschaffenheit zu verleihen.
Um das Walzgut den Vorschubrollen in der Beizkammer richtig zuzuleiten, dienen schräge Streifen 26, die gegen das Maul zwischen den Vorschubwalzen in der Kammer 11 laufen.
Die verschiedenen beschriebenen Walzen empfangen ihren Antrieb von einer Treibwelle 27, die .auf einer Seite des Rahmens 5 ge- lagert ist und durch die Kette 29 mit der Welle 30 in Verbindung steht. Die Welle 30 trägt das Handrad 31, die Kupplung 32 und die Riemscheibe 33; die Riemscheibe er fährt ihre Drehung von einem Motor oder einer sonstigen Kraftquelle her. Das Kegelrad 34 auf der Treibwelle 27 kämmt mit einem Kegelrade 35 auf der senkrechten Welle 36, Fig. 3, und diese treibt über die Kegelräder werke 37-38, 39-40 und 41-42 je die wagrechten Wellen 43, 44 und 45.
Die Zahn räder 40, 42 auf den Wellen 44, 45 treiben über Kegelräder 46, 47 die wagrechten Wellen 48, 49. Die Welle 48 besitzt ein Kegelrad 50, das mit einem Kegelrad 51 auf der wagrechten Welle 52 kämmt. Das Kegel rad 51 treibt ausserdem mittelst des Kegel rades 53 eine senkrechte Welle 54; diese besitzt ein Kegelrad 55, das mit einem Kegel rad 56 auf der wagrechten Welle 57 in Ein griff steht. Die Welle 49 treibt über die Kegelräder 58 und 59 die wagrechte Welle 60 an.
Die Welle 43 trägt die feste der Zugrollen 15 und dreht durch das Stirnrad 61, Fig. 4, das Zwischenrad 62, das seinerseits über die Zahnräder 63 die Putzwalzen 23 und über das Zahnrad 64 die nachstellbare> der Zugrollen 15 antreibt. Die Welle 44, die eine von den festen Walzen 9 trägt weist ein Stirnzahnrad 65 auf, das mit dem Zahnrad 66 an der entsprechenden verstell baren Walze kämml, wobei die Zahnräder 65, 66 über die Zwischenräder 67 die Zahn räder 68 der Pumpendrehlinge 22 antreiben.
Die Welle 52 ist eine weitere von den Wellen zum Antreiben einer festen Vorschubrolle und besitzt ein Zahnrad 69, in Eingriff mit einem Zahnrad 70 an der zugehörigen verstellbaren Walze 71. Die Welle 57 arbeitet in ähnlicher Weise über die Zahnräder 73, 74 auf die Welle 72. Die Welle 60 an der festen Vor schubwalte ganz unten im Bade treibt mittelst der Zahnräder 75 und 76 die Welle 77 an der nachstellbaren Walze dieser Gruppe.
Die Dickenunterschiede der verschiedenen Bleche, die in der Überziehvorrichtung zur Behandlung gelangen, ist im Vergleich mit der Höhe der Radzähne gering, so dass die Zahnräder im ganzen Bereich der erforder lichen Verstellung stets in Eingriff bleiben.
Im Hinblick auf die Beschreibung dürfte eine eingehendere Darlegung der Wirkungs weise der Einrichtung zu einem vollen Ver ständnis der Erfindung nicht mehr nötig sein; es wird daher der Kürze und Klarheit wegen darauf verzichtet.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Überziehen von metal lischem Walzgut mit Metall, bei welcher das Walzgut durch ein Bad geschmolzenen Über- zugmetälles geführt wird und Putzmittel vor gesehen sind, um überflüssiges Überzugsmetall vom Walzgut zu entfernen, bevor letzteres die freie Luft erreicht, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Putzmittel über dem Spiegel des geschmolzenen Überzugmetalles angeordnet und Mittel vorgesehen sind,um Überzugmetall von dem in Kontakt mit dem zu überziehenden Walzgut befindlichen Bad rein und bis zum Punkt des Angriffes des genannten Gutes durch die genannten Putz mittel in Bewegung zu erhalten. UNTERANSPRüCHE: 1.Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kammer im Über zugmetallbad nahe der Austauchstelle des zu überziehenden Walzgutes angeordnet ist, wobei die Wände dieser Kammer über die Oberfläche des Bades bis unmittelbar unter die genannten Putzmittel hinauf reichen und das reine Überzugmetall mit- telst einer Pumpvorrichtung durch die genannte Kammer zu den genannten Putz mitteln hinaufgefördert wird. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpvorrichtung im untern Teil der genannten Kammer auf beiden Seiten des zu überziehenden Gutes angeordnete geriefte Pumpendrehlinge aufweist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die obern Enden der Wände der genannten Kammer seitliche Flanschen aufweisen, welche für den durch die Kam mer hinaufgepumpten Überzugmetallüber- schuss Überläufe bilden. 4.Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch ein unmittelbar über den Putzmitteln angeordnete Kühlvorrichtung zum raschen Kühlen des überzogenen Walzgutes auf beiden Seiten. ä. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Kühlvorrichtung derart eingerichtet ist, dass sie Luftstrahlen gegen das Walzgut auszuwerfen vermag.6. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dah die Putzmittel als Walzen ausgebildet sind, zwischen denen das überzogene j1'alzgut unter Druck hindurchläuft.
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