Absorptionskältemasehine. Die Erfindung betrifft eine Absorptions- kältemaschine und besteht darin, dass die in zwei oder mehreren Stufen des Kochers aus getriebenen Kältemittelmengen in zwei oder mehreren Kondensatorstufen getrennt kon densiert werden und die freiwerdenden Kon- densationswärmemengen der obern Stufe oder Stufen zur Kältemittelaustreibung in der un tern oder den untern Stufen nutzbar gemacht sind, zum Zweck,
eine Verbesserung des ther mischen Wirkungsgrades der Maschine und damit eine Ersparnis an Heizung und Küh l ung zu erzielen.
Die hierbei verfolgten Prinzipien sind in den Fig. 1 bis 5 der Zeichnung schematisch und beispielsweise dargestellt.
In Fig. 1 ist das Temperaturentropiedia- gramm der Wärmebewegungen in einer idealen Kältemaschine dargestellt. Um mit Hilfe eines Kältemittels, das einen Kreislauf durchmacht, also periodisch zum gleichen Anfangszustand zurückkehrt, eine Wärme menge Q, vom Temperaturniveau T,. auf das Temperaturniveau T, zu fördern, ist not wendig, dass eine Wärmemenge Q4 vom Tem peraturniveau T4 auf das Temperaturniveau Z'3 heruntergeht.
Die Wärmemenge welche auf dem Temperaturniveau T, an das Kühlmittel abgeführt wird, ist grösser als die Wärmemenge Q,. Die Differenz zwischen beiden wird der Wärmemenge Q4 entnommen, und es gilt die Gleichung: Q4^Q3-Q2-Ql oder q4=Qa+(Qz-Q,). Die Wärmemenge Q4, welche auf dem Temperaturniveau T4 verbraucht werden muss, um eine Kälteleistung Q1 auf dem Temperaturniveau T,. zu erhalten, besteht so mit aus zwei Teilen:
erstens aus der Wärme menge Q3, die nach der Wärmebewegung von T4 nach T3 auf der untern Temperaturgrenze abgeführt wird, und zweitens aus der Diffe renz zwischen den beiden, der Hauptwärme bewegung zu- und abgeführten @Värme- mengen. Will man die Wirtschaftlichkeit der Maschine erhöhen, so sind demnach die bei den .Teile, aus denen die Wärmemenge Q4 sich zusammensetzt, auf ein Minimum zu re duzieren.
Die Kompressionsmaschinen haben in die ser Beziehung bereits eine hohe Entwick lungsstufe erreicht. Die Verhältnisse stehen dort rein thermisch wesentlich günstiger als bei den Absorptionsmaschinen. F ig. 1 ist ein Bild der Wärmebewegungen, wie sie sich in einer von einer Dampfmaschine angetriebe nen Kompressionsmaschine abspielen, wenn von kleinen Abweichungen gegenüber der idealen Wirkungsweise abgesehen wird. Die Wärmebewegung von T, nach T2 spielt sich in der Kompressionsmaschine ab, wobei die Wärme Q, hauptsächlich bei der Verflüssi gung des Kältemittels durch das Kühlwasser abgeführt wird.
Wesentlich günstig dabei ist, dass diese Verflüssigung bei konstanter Temperatur stattfinden kann, so dass die Temperatur T2 praktisch über die ganze Dia grammbreite eine und dieselbe sein kann und dass sie die Temperatur des verfügbaren Kühlwassers nicht mehr überragt, als aus thermischen Gründen notwendig ist. Die Wärmebewegung vom Temperaturniveau T, auf das Niveau T3 erfolgt in der Dampf maschine. Diese Wärmebewegung ist ganz unabhängig von den Vorgängen im Kompres sor. Es ist nur die Wärmemenge (Q@ Q,) von der Dampfmaschine auf den Kompressor zu transportieren, was bekanntlich in Form von mechanischer Energie erfolgt.
Bei solchen Kompressionsmaschinen herrscht in der Bestimmung der Wärmebewegung von T4 nach Ts ,grosse Freiheit. Zweckmässig wählt man hierfür die thermisch günstigsten Prozesse, das heisst solche, bei denen die Temperaturniveaux T4 und T; weit auseinan der liegen, bei denen also für eine bestimmte Differenz zwischen Q4 und Q3, sowohl Q4 als auch Qa möglichst gering ausfallen. In Fig. 1 ist dies durch die hohe und schmale Form des rechtsseitigen Diagrammes zum Ausdruck gebracht.
Bei der Absorptionsmaschine sind die Verhältnisse ganz anders, das heisst sie .sind thermisch wesentlich ungünstiger, einmal wegen der Eigentümlichkeit des Absorptions prozesses und dann wegen des engeren Zu sammenhanges der beiden Wärmebewegun gen. In Fig. 2 sind die Wärmebewegungen bei einer bisher üblichen Absorptionsma schine dargestellt.
Es ist dabei vollkommener Wärmeaustausch angenommen, also ein Aus tausch, der sich nicht auf die arme und reiche Lösung beschränkt, sondern bei dem auch das Kältemittel auf seinem Wege vom Kocher nach dem Kondensator, vom Kondensator nach dem Verdampfer und vom Verdampfer nach dem Absorber berücksichtigt wird, und bei dem die zirkulierenden Absorptions- und Kältemittelmengen vollständigem Tempera turwechsel unterworfen sind. Auch ist der thermische Einfluss der Druckänderungen, denen das Absorptions- und das Kältemittel unterworfen sind, wie auch der Einfluss des Mitverda.mpfens von Absorptionsmittel au sser Acht gelassen.
Die Diagramme sind somit auf die Vorgänge, welche von wesentlich thermischer Bedeutung sind, also auf das Verdampfen und Absorbieren bezw. Aus treiben und Kondensieren beschränkt. In die sen Diagrammen sind somit die Verbindungs linien zwischen den genannten Vorgängen vertikal gezeichnet. Dass die gemachten Vor aussetzungen in Wirklichkeit nicht ganz zu treffen, ändert am Sinne der hier folgenden Ausführungen nichts.
Man kann sieh denken, dass das Diagramm die Zustandsänderungen des Kältemittels angibt, wobei das Absorp tionsmittel, abgesehen von seiner Fähigkeit, d.a.s Kältemittel unier entsprechenden Druck- und Temperaturverhältnissen zu absorbieren und auszutreiben, als thermisch indifferent angenommen wird.
Das Kältemittel durchläuft bei Absorp- t:ionsmaschinen einen 8-förmigen Doppelkreis prozess, der die beiden in Fig. 1 getrennt an gedeuteten Wärmebewegungen umfasst, und der sich in der Reihenfolge: Verdampfung (a <I>h),</I> Absorption (e d), Austreibung<I>(e f)</I> und Kondensation (rg k) abspielt.
Die Abfuhr der Wärmemenge Q2 erfolgt dabei nicht wie bei Kompressionsmaschinen, während der Kon densation des Kältemittels, sondern grössten teils während der Absorption. Bei dem in Fig. 2 abgebildeten Prozess wird die Wärme menge Qj, nicht ganz während der Absorption abgeführt, ein Teil bleibt nach Beendigung der Absorption im Kältemittel zurück (die Entropie ist in<I>d</I> grösser als in <I>a),</I> führt die obere Schleife des Kreislaufes mit aus und wird erst zusammen mit Wärmemenge Q3 bei der Kondensation des Kältemittels ausgestossen. Es findet also statt:
Zufuhr Q, auf dem Wege von<I>a</I> nach b, Abfuhr Q2 über c <I>d</I> und<I>d h, Zu-</I> fuhr Q4 über ef und Abfuhr Q3 über g <I>d.</I> Aus der Gleichung Q°=Qs+(QZ--Q,) folgt, dass die Fläche<I>d e f g d</I> gleichen Inhalt wie die Fläche a <I>b c d h a</I> hat. Es handelt sich auch hier um zwei thermische Effekte, deren Grö ssen .durch die betreffenden Flächen darge stellt sind und die einander neutralisieren.
Für die Wirtschaftlichkeit von Bedeu tung ist die Form der obern Schleife<I>d e f</I> g <I>d,</I> bei der es darauf ankommt,.ob sie breit und niedrig, oder schmal und hoch sei. Beeinflusst wird diese Form durch die Eigenschaften des betreffenden Kältemittels und das Verhalten desselben gegenüber dem Absorptionsmittel. Es. liegt auf der Hand zu erwarten, dass .die Temperaturdifferenz zwischen Austreiben und Kondensieren bezw. Absorbieren und Verdampfen bei konstanter Lösungskonzen tration (zum Beispiel die Distanzen f g bezw. <I>c b)</I> eine Funktion der absoluten Temperatur sei, die mit der absoluten Temperatur steigt und fällt.
Bei Absorptionsmaschinen, die als Kältemittel Ammoniak, als Absorptionsmit tel eine Lösung von Ammoniak in Wasser verwenden, steigt in der Tat die betreffende Temperaturdifferenz mit der absoluten Temperatur, was für die Wirtschaftlichkeit der Maschine günstig ist: die Höhendimen sionen der obern Schleife sind grösser und die Breitendimensionen entsprechend geringer als diejenigen der untern Schleife. Bei Ammo- niakabsorptionsmaschinen liegt Punkt g, wie dies auch in Fig. 2 gezeichnet ist, links vom Punkt b. Es ist nicht ausgeschlos sen, dass der Punkt d links statt rechts vom Punkt a liegt.
Aber auf jeden Fall ist die Distanz zwischen den Punkten<I>d</I> und<I>g</I> kleiner als zwischen a und b. In Fig. 3 sind die beiden Schleifen, welche sich auf je eine der zwei Wärmebewegungen beziehen, der Übersichtlichkeit halber und um den Ver gleich mit Fig. 1 zu erleichtern, getrennt dargestellt.
Der erste für die Wirtschaftlichkeit der Absorptionsmaschine ungünstige Faktor liegt darin, dass die Wärmeabfuhr Qz, wie bereits vermerkt, nicht bei der Kondensation, son dern im grossen und ganzen bei der Absorp tion des Kältemittels erfolgt. Im Gegensatz zu der Kondensation erfolgt die Absorption nicht bei konstanter Temperatur. Die aus dem Kocher kommende schwache Lösung fängt bei einer Temperatur zu absorbieren an, welche je nach dem Austreibungsgrad mehr oder weniger hoch über der Kühlwasser temperatur liegt. Erst bei fortschreitender Absorption kommt .die Absorptionstempera tur der Kühlwassertemperatur allmählich näher.
In Fig. 3 wird dieser Vorgang durch den schrägen Verlauf der Linie TZ', TZ an gedeutet. Es fällt also (Q2 Q,) grösser aus als bei Kompressionsmaschinen. Der zweite ungünstige Faktor liegt in der Art der zu sätzlichen Wärmebewegung von T4 nach T3. Diese ist von der Hauptwärmebewegung nichts weniger als unabhängig. Sie ist gerade das Umgekehrte davon, nur spielt sie sich in etwas höheren Temperaturgrenzen ab und hat, abgesehen von den bereits erwähnten Ab weichungen, die gleichen thermischen Cha rakteristiken wie diese.
Ein Vergleich mit Fig. 1 lässt die thermisch ungünstige Form des rechten Diagrammes in Fig. 3 erkennen. Bekanntlich kann der Wirkungsgrad der Absorptionsmaschine dadurch verbessert wer den, dass die Wärme Q4 zum Teil der Wärme Q2 entnommen wird. Dazu ist nötig, dass die Temperatur TZ höher als die Temperatur T4 ist. In Fig. 4 ist dieses Verfahren schematisch dargestellt. Man lässt ein kleine Lösungs menge, die im Kocher stark entgast wird, zirkulieren, wobei also die Absorption unter entsprechend hoher Temperatur anfangen kann.
Die Wärme, die zwischen T2 und T2' im Hauptprozess abgeführt wird, kann in den Nebenprozess zwischen T,"' und T, wieder eingeführt werden, das heisst<B>'</B> die Wärme, welche am Anfang der Absorption frei wird, wird benützt für die erste Entgasung im Ko cher.
Thermisch bedeutet das, dass die Wärme menge, welche von<I>i</I> 7e bis T2", T2' in die Höhe geführt wird, über T4, T," wieder auf 1 m, das in der Höhe mit n o übereinstimmt, zurückfällt. Die beiden schraffierten Flächen heben einander also auf und man kann sich die thermischen Prozesse durch die unschraf- fierten Flächen dargestellt denken.
Ein Vergleich mit Fig. 3 lässt erkennen, class der rechte Teil eine thermisch viel gün stigere Form erhalten hat. Die Grundlinie ist zusammengeschrumpft und die Grösse n; ist verringert. Für die Ausführung dieses Priuzipes sind jedoch gewisse Grenzen ge stellt. Die Linien T2, <I>T.,'</I> und T, T', kön nen einander nur über einen relativ kleinen Teil überdecken.
Mit T,' darf man, je nach dein Kondensatordruck, gewisse Grenzen nicht überschreiten, weil sonst mit dem Kältemittel zu grosse Mengen des Absorp tionsmittels ausgetrieben werden. Aus dem linken Teil der Fig. 4 geht hervor, dass selbst nach Wegfall des schraffierten Teils Q2-n, grösser bleibt, als bei den Kompressionsma schinen, unter Umständen sogar grösser bleibt, als bei gewöhnlichen Absorptionsmaschinen, die ohne Rückgewinnung von Absorptions wärme arbeiten.
Tatsächlich ist ein hohes An steigen der Temperaturlinie T2, T2' nicht nur an und für sich thermisch unrichtig, sondern es wird damit auch die Gefahr des Austrei- bens von Absorptionsmittel gefördert, die den Verdampfungsprozess schädlich beeinflussen kann.
Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Verbesserung des Wirkungsgrades bezweckt, die entweder in Verbindung mit der vorer wähnten Verbesserung, oder auch unab hängig davon angewendet werden kann und sich nur auf die Wärmebewegungen im Nebenprozess bezieht, den Hauptprozess da gegen unberührt lässt.
Der Grund der Un wirtschaftlichkeit des Absorptionsprozesses liegt, wie bereits erwähnt, hauptsächlich dar in, dass die Kondensation des Kältemittel, das im Verdampfer wieder verdampfen muss, die Basis ist für den Nebenprozess. Bei den bekannten Absorptionsmaschinen erfolgt die Kondensation bei einer in der Nähe der Küh lungstemperatur gelegenen Temperatur. Alle Kondensationswä.rine wird dabei als wert lose Abwärme fortgeschafft.
Eine wesent liche thermische Verbesserung kann nun da durch erzielt werden, dass die Kondensation des Kältemittels in zwei oder mehrere von einander getrennte Prozesse zerlegt wird, die bei entsprechend gegeneinander abgestuften Temperaturniveauz verlaufen, das Ganze derart, da.ss die bei dem bezw. den höheren emperaturniveaul frei werdende Konden sationswärme zii wertvoll ist, um als nutz lose A.bwli.rme abgeführt zu werden,
viel mehr der betreffende Kondensator als nutz bare Wärmequelle für das Austreiben ver wendet werden kann.
Dass der Nebenprozess einer Kältemaschine nicht per se an das Temperaturniveau des Kühlwassers gebunden ist, ist. an und für sich bekannt. Wird zum Beispiel eine Noin- pressionskältemaschine von einer Verbren nungskraftmaschine angetrieben, so spielt sich der Nebenprozess bei bedeutend höheren Temperaturen als in Fig. 1. angedeutet ab.
Bei der vorliegenden Erfindung bleibt aber ein Teil des Nebenprozesses eng an das Kühlwassertemperaturniveau angeschlossen, während nur die übrigen Teile sich davon entfernen.
In Fig. 5 wird vom rechten Teil der I'ig. 1 ausgehend die Kondensation des Kält-einit- tels in zwei Temperaturstufen beispielsweise: veranschaulicht. Eine Erhöhung der Kon densationstemperatur ist ohne weiteres da durch möglich, dass anstatt Kühlwasser fair die Wärmeabfuhr ein anderes Kühlmittel von entsprechend höherer Temperatur gewählt wird.
Mit der Erhöhung der Kondensations temperatur steigt der Kondensationsdruclz. Man denkt sich die Diagrainmfläche T.,", 1'; <I>q p</I> durch die Linie T4"'r in zwei Streifen von ungefähr gleicher Breite geteilt. Für den rechten Streifen ist es möglich, die Konden sationstemperatur zu erhöhen, bis zu oder über die Temperatur T,"'. Die mit der Tem peraturerhöhung zusammenhängende Druck erhöhung bedingt aber in erster Linie für den rechten Streifen eine Kocherstufe, deren Arbeitsdruck gegenüber demjenigen der nor malen Kocherstufe für den linken Streifen entsprechend erhöht ist.
Die gewünschte Temperaturerhöhung für den rechten Strei fen wird nun dadurch erreicht, dass an Stelle des Kühlmittels der Normalkocherstufe für die Wärmeabfuhr aus der Hochdruckkonden- satorstufe verwendet wird. Zur Veranschau lichung des hierdurch erreichten thermischen Effektes kann man sich den rechten Dia grammstreifen oberhalb in der Verlängerung des linken Streifens und an diesen anschlie ssend verschoben denken. (Der Einfachheit halber ist angenommen, dass die Form des Streifens sich durch diese Verschiebung nach oben nicht ändert, wie dies in Wirklichkeit der Fall ist.
Bei Ammoniakabsorptions- maschinen zum Beispiel werden die Höhen dimensionen grösser, die Breitendimensionen kleiner und die Wirkungsgrade entsprechend besser als dies die Fig. 5 und 6, zum Aus druck bringen). Es entsteht hierdurch eine Diagrammfläche von ungefähr doppelter Höhe und halber Breite, das heisst eine Fläche, die in ihrer Form der entsprechenden Fläche in Fig. 1 ähnlicher geworden ist.
Das Aneinanderschliessen der beiden Diagramm streifen wird dadurch ermöglicht, dass die Grenzlinien einander thermisch eliminieren können, das heisst die Wärme, die aus dem obern Diagrammstreifen unten austritt, tritt oben in den untern. Diagrammstreifen.wieder ein, das heisst sie bleibt intern. Das kleine Dreieck zwischen beiden Diagrammflächen entspricht einem thermischen Verlust (un- umkehrbarer Wärmesturz), dessen Einfluss sich aus der Figur abschätzen lässt.
Bei Tei lung des Diagrammes in zwei Streifen von gleicher Breite können sich die Kondensa- tionswärme aus dem obern Diagramm und die Austreibewärme aus dem untern nicht vollkommen decken. Die Kondensationswärme ist grösser um den Betrag, der durch den In halt des Dreieckes zwischen den beiden Teil diagrammen dargestellt wird. Um einen ver lustlosen Wärmeaustausch zu erhalten, muss also der untere Diagrammstreifen etwas brei ter und der obere etwas schmäler als. die Hälfte des ursprünglichen Diagrammes sein.
Die Kondensationswärme, welche im untern Diagramm durch das Kühlwasser abzufüh ren ist, wird also etwas grösser ausfallen, als bei einer genauen Halbierung des Dia grammes der Fall sein würde. Um genau den gleichen Betrag nimmt auch die Wärmemenge zu, die im obern Diagramm von aussen zuzuführen ist. Die grössere Wärmezufuhr trotz des schmalen Diagramm streifens bedingt eine weitere Verschiebung dieses Diagrammteils noch oben, als wenn das genannte Dreieck nicht existierte, das heisst dass die betreffenden Grenzlinien parallel wären.
Wenn statt kleine Lösungsmengen, die stark entgast werden, grosse Lösungsmengen zirkulieren, deren Konzentrationen möglichst hoch gehalten werden, um mit den Absorp tionstemperaturen möäli.chst wenig über die Kühlmitteltemperatur hinauszugehen, so ist die Ausführung des in Fig. 4 angedeuteten Verfahrens unmöglich. Demgegenüber ist dann das Verfahren nach vorliegender Erfin dung, gemäss welcher die Aufteilung der Diagrammflächen-noch weiter getrieben wer den kann, leichter ausführbar. In Fig. 6 ist eine Aufteilung des Diagrammes in drei Streifen gezeigt.
In Fig. 7 ist ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Maschine zur Ausführung des in den Fig. 4 und 5 angedeuteten Ver fahrens gezeigt.
Die Hochdruckkocherstufe 1 wird von einer Gasflamme 2 beheizt. Die ausgetriebe nen Gase gehen durch die Leitung 3 nach der Kondensatorstufe 4, welche im untern 'feil der Normaldruckkocherstufe 5 aiigeord- net ist.
Das Kondensat wird durch die Lei tungen 6 und 7 durch den ebenfalls in der Normalkocherstufe angeordneten Nachkühler 8 hindurchgeführt, in dem es unterkühlt wird, um darauf durch den Schwimmregler 9 und die Leitung 10 in die Kondens@itor- stufe 11 der Normalkocherstufe geführt zii werden.
In der Kondensatorstufe 11 kondensiert das durch die Leitung 12 von der Normal kocherstufe zugeführte Gas durch kühlende Wirkung von Wasser oder Luft.
Beide Kondensate werden zusammen durch den Regler 13 dem Verdampfer 14 zu geführt.
Das verdampfte Kältemittel gelangt von hier aus durch die Leitung 16 in die Leitung 17, wo es mit dem Lösungmittel zusammen trifft. Dieses wird der Hoclidruclzl@oclierstufe an ihrer tiefsten Stelle, wo die Temperatur am höchsten und die Konzentration am schwächsten ist (höchstes spezielles Gewicht) entnommen.
Es steigt in der Kocherstufe durch die Wärmeaustauschschlange 18 nach oben zu dem Regulierorgan 19, um von die sem auf den Verdampferdrueh entspannt und in die Leitung 17 übergeführt zu werden, in der es mit dem zu absorp.ierenden Kältemit tel zusammentrifft.
Die Mischung von Dampf und schwacher Lösung steigt in der Schlange 20, in der die Absorption bei entsprechend hoher Tempera tur (TJ, TJ' in Fig. 4) beginnt, nach oben. Die Schlange ist in der Normaldruckkocher- stufe angeordnet, zum Zweck, die in ihr freiwerdende Absorptionswärme für die erste Austreibung nutzbar zu machen. (T4, T4' in Fig. 4). Die Lösung mit dem noch nicht ab sorbierten Gas geht durch die Leitung 21 nach dem Absorberteil 22, der durch.
Kühl wasser oder Luft gekühlt sein kann. Naeh- dem die Lösung sich in diesem gesättigt hat, sammelt sie sich im Behälter 23, um als dann von der Pumpe 24 durch den Wärme- austauscher 25 und die Leitung 26 in den obern Teil der Normaldruckkocherstufe ge- trieben zii werden.
In der Kocherstufe anbe langt wird die Lösung unter der Einwirkung des Nachkühlers, des ersten Absorberteils, der Hochdruckkondensatorstufe und der Ab gase der Hochdruckkocherstufe allmälilicli erhitzt und vorvergast, wobei sie unter Zu nahme des;
spezifischen Gewichtes zu Boden sinkt. Dit# auf diese Weise vorvergaste Lö sung verlässt die Normaldruckkocherstufe am untern Ende und gebt alsdann durch die Lei tung 27 in den Überlaufbehälter 28, dessen Gasraum durch die Leitung ?9 mit dem Gas raum der Kocherstufe verbunden ist.
Die in die Leitung 30 überlaufende Lösung wird mitsamt einem kleinen Gasüberschuss von der Pumpe 31 angesaugt und durch die Leitung 3\? für die Endvergasung der Hochdruck- kocherstufe zugeführt.
Zweckmässig wird die Leitung 32 mit dem untern Teil der Lei tun- 17 zu einem @Värmeaustauscher kombi niert (nicht gi-zeiclinet), um denjenigen Teil der mit der armen Lösung aus der Hoeh- drue@koe@ertufe austretenden Wärme, wel che für die Absorption überflüssig ist, dem Kocher nutzbar wieder zuführen zu können.
Fig. 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Maschine zur Ausführung des in Fig. 6 angedeuteten Verfahrens, mit dem Unterschied, dass die Vergasung in der Uoch- druckkocherstufe anfängt, in der Mitteldrueli#- kocherstufe fortgesetzt und in der Normal druckkocherstufe beendigt wird.
Bei dieser Ausführung ist nur eine Lösungspumpe nö tig, welche die Lösung direkt in die Hoch- druckkocherstufe fördert, während die Wei- terleitung der Lösung durch automatisch wirkende Schwimmerventile bewerkstelli--t werden kann.
Die Hochdruelzkoeherstufe 1 wird durch die Heizflamme \? gebeizt, während die ausge triebenen Gase durch Leitung 3 in die in der Mitteldruckkocherstufe 5 angeordnete Kon- densatorstufe 4 geleitet werden. Das Kon densat wird durch das Regelorgan 6 und die Leitung 7 in die in der Normaldruckkoclier- stufe angeordnete Kondensatorstufe 8 ge führt.
Diese wird durch die Leitung 9 mit dem von der Mitteldruckkocherstufe aüsge- treibenen Kältemittel gespeist, das unter Beheizung der Normaldruckkocherstufe 10 kondensiert.
Von der Kondensatorstufe 8 geht das Kondensat der Hochdruck- und Mitteldruckkocherstufe durch das Regulier ventil 11 und die Leitung 12 nach der Kon- densatorstufe 13 der Normaldruckkocber- stufe, mit welch letzterer die Kondensator stufe 13 durch die Leitung 14 verbunden ist. Durch das Regulierventil 15 wird das Kon densat der drei Kocherstufen in den Ver dampfer 16 übergeführt.
Die entgaste Lösung wird aus der Nor- maldruckkocherstufe durch die Leitung 18, Wärmeaustauscher 19, Schwimmerventil 20 und die Leitung 21, in der sie mit den vom Verdampfer 16 kommenden Dämpfen zusam mentreffen, nach dem Absorber 22 geführt. Die ganze Absorption findet im Absorber 22 statt. Die reiche Lösung wird vom Be hälter 24 gesammelt und von der Lösungs pumpe 25 durch Wärmeaustauscher 26, 27, 28 und 29 in die Hochdruckkocberstufe ge pumpt.
Nach der ersten Vergasung verlässt die Lösung die Hochdruckkocherstufe durch die Leitung<B>30,</B> geht durch den Wärmeaustau- scher 31, Schwimmerventil 32 und Leitung 33 nach der Mitteldruckkocherstufe, um von dort nach zweiter Entgasung durch die Lei tung 34, Wärmeaustauscher 35, Schwimmer ventil 36 und Leitung 37 nach der Normal druckkocherstufe zu gelangen.