CH121520A - Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Fasern und Bindemitteln. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Fasern und Bindemitteln.

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CH121520A
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Berlin Jaroslaws Erste Glim In
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Jaroslaws Erste Glimmerwaren F
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C43/00Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
    • B29C43/003Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor characterised by the choice of material

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von     I'ressstücken    aus Fasern und Bindemitteln.         Pressstücke    aus Fasern, die mit Binde  mitteln überzogen oder getränkt sind, stellte  man bisher in der Weise her, dass man die  Fasern,     vorzugsweise    Asbestfasern, mit den  in flüssiger Form befindlichen Bindemitteln       digerierte    oder verrührte oder mit den in  pulveriger Form befindlichen Bindemitteln  mechanisch vermischte und die so gewonnene  Masse mit Bindemitteln überzogener oder ge  tränkter Fasern unter den durch die Eigen  tümlichkeit der Bindemittel gegebenen Be  dingungen, z. B. unter Anwendung von Hitze,       pr        esste.     



  Ungleichmässigkeiten in der Verteilung  der Bindemittel, die bei diesem     Verfahren     nicht zu vermeiden sind, riefen aber in den  so erzeugten     Pressstücken    Stellen von schlech  tem Aussehen und verminderter mechanischer  und elektrischer Festigkeit hervor.  



  Diese Nachteile werden gemäss vorliegen  der Erfindung dadurch vermieden, dass zu  Schichten angeordnete und mit Bindemitteln  behandelte     Faserstoffe    zerfasert und die     zer-          fasserten    Massen zu     Presskörpern    gepresst  werden.    Die zu behandelnden     Schicbten    können  zum Beispiel Bahnen, Tafeln, Gewebe,     Vliesse,     Filze oder dergleichen bilden.    Man kann so verfahren, dass man Faser  stoffschichten, die bereits das erforderliche  Bindemittel enthalten, zerfasert und zu     Press-          körpern    presst. Man kann aber auch den  Schichten erst vor dem Zerfasern das Binde  mittel zufügen.  



  Die     Zufügung    der Bindemittel zu den       Faserstoffschichten    kann zum Beispiel derart  erfolgen, dass man Bindemittel in pulveriger  Form den Schichten beimengt oder auf sie  aufstreut oder aufbläst. Man kann aber auch       flüssige    Bindemittel verwenden und damit die       Faserstoffschichtentränken,    bespritzen und der  gleichen.  



  Da flüssige Bindemittel die Faserstoff  schichten leicht durchdringen, so wird jede  einzelne Faser überzogen oder in dem ge  wünschten Masse durchtränkt, und man erhält  nach dem Zerfasern eine Masse, die Fasern  und Bindemittel in idealer Verteilung ent  hält.      Der Gehalt der Masse all Bindemitteln  kann dadurch verändert werden, dass den  Fasern -während der     Zerfaserung    oder nach  derselben noch weitere Mengen des gleichen  oder eines anderen Bindemittels in fein ver  teiltem Zustande zugefügt werden.  



       Ungleichmässigkeiten,    die bei     Verwendung     zusätzlicher     Mengen    voll Bindemitteln wäh  rend oder nach dem     Zerfasern        etwa    auftreten,  sind dabei nicht wie bei der Behandlung noch       ungetränkter        Faserstoffmassen    nachteilig, weil  ja durch die vorhergehende Behandlung in  der Schicht sichergestellt ist, dass jede Faser  bereits einen Anteil an     Bindemittel        erbalten     hat. Auch hat sich gezeigt, dass die mit  einem Bindemittel bereits behandelte Faser  sich mit dem gleichen Bindemittel besser  mischt als eine noch unbehandelte Faser.

    Jedoch kann das bei oder nach dem     Zerfasern     zugesetzte Bindemittel auch ein anderes sein  als das zum Behandeln der Schicht benutzte.  



  Vorzugsweise wird sowohl als erstes     iiiride-          mittel    wie als zusätzliches Bindemittel Kunst  harz verwandt.  



  Die     Zerfaserung    kann vor, während oder  nach der Trocknung oder Erstarrung des  Bindemittels vorgenommen werden und     zwar     zweckmässig mit Hilfe voll solchen     Zerfase-          rungsvorrichtungen,    welche die Fasern scho  nen, wie schnellaufende Mühlen,     Desintegra-          toren,        Schlagkreuzmühlen,    Reisswölfe und  dergleichen.  



  Die     Zerfaserung    nimmt malt vorzugsweise  in solcher Art vor,     daf    eitle Masse voll etwa       watteähnlicher    Beschaffenheit entstellt.  



  Die auf diese Weise     gewonnene        Faserstoff-          masse    wird in Formen gefüllt und unter dem  jenigen Druck und derjenigen Temperatur,  die das     betreffende    Bindemittel erfordert, in  die gewünschte Gestalt     gepresst.        Wenn        inan     schmelzbare Bindemittel angewandt hat, zum  Beispiel die oben erwähnten Kunstharze. so  findet die Pressung selbstverständlich bei einer  über der Schmelztemperatur der Bindemittel  liegenden Temperatur statt.  



  Da jede einzelne Faser durchtränkt be  ziehungsweise überzogen ist, so haben die         gemäss    dein     Verfahren    hergestellten Preistücke  ein     scliünei        gleieliln < iPiges    Aussehen und sind,       weint    das Bindemittel selber     unlivgroskopisch     ist, wie zum Beispiel das Kunstharz, ebenfalls  nicht. hygroskopisch.  



  Die     Prel')stiicke    zeichnen sich, da sie ein  fast     lioniogenes    Gefüge haben, durch grosse  mechanische und,     sofern    das Bindemittel iso  lierend ist, wie das     vorzugsweise    verwandte  Kunstharz, auch durch     gi-ohe    elektrische  Festigkeit aus. Zurre Beispiel haben in den       Pressstücken    angebrachte Gewinde eitle Festig  keit, wie     nian    sie sonst nur bei bestem Hart  gummi oder     11eta11        erreichen    kann.  



  Da die     I'rel@stüche    auch     grosse        Zähigkeit     und     Glätte    besitzen, so     kann        inan    sie     zur          Herstellung    von     Zahnrädern,        Schneckenrädern,          Schnecken    und überhaupt voll allen     Maschinen-          teilen,    die gleichzeitig auf     Festigkeit    und auf       Oberflächenabnutzung    beansprucht werden,  benutzen,

   oder     inan    kann ihnen gleich bei  der     Pl-essliilg    die     eiltgültige    Form derartiger       Maschinenteile    geben.     Zubehörteile    aus eineng  fremden Stoff, wie Achsen. Naben. Buchsen       ktiiinen    bei     der        Pressung        dei#        Pi#elktirpei-    zu  gleich     eingepre1,t        werden.     



       Besonders    wirtschaftlich wird das Ver  fahren, wenn malt der     Zerfaserung    nicht be  sonders für diesen     Zweck    hergestellte     und     getränkte     ±'atserstoffchichten    unterwirft, son  dern die     Herstellunder    Schichten und die  Behandlung mit     Bindemitteln    so wählt,

       daP     die behandelten     Schichten    auch für andere       Fabrikationszwecke        geeignet    sind und     darf          inan    nur die bei     dieser        andern        Fabrikation     abfallendem Teile der mit Bindemitteln     be-          handelten        Schichten    der     Zerfastrung    unter  wirft.  



  Ein besonders wertvolles Erzeugnis erhält       inan,        weilst    malt Papier oder     Gewebe,    welches  zur Herstellung     der        Papierschiclltkörper    (Hart  papier)     beziehungsweise        Gewebeschichtkörper          (Hartgewebe)    geeignet ist,     mit        Kunstharz    in  der für die Herstellung solcher     Schichtkörper          geeigneten    Art     und        1Tenge    behandelt,

   die       Bahnen    zu     Schicht-    oder     Wickelkörpern    ver  arbeitet und die bei dieser Verarbeitung ab-      fallenden Teile zerfasert und mit Druck und  Hitze zu     Pr        esskörpern    gestaltet.  



  <I>Beispiel:</I>       Eine        Papierbahn        wird        mit        35%        Kunst-          harz    versehen, getrocknet und in Schlagkreuz  mühlen zerfasert, worauf die Fasermasse in  Mischtrommeln oder Mühlen mit weiteren       15        %        pulverförmigen        Kunstharz        gemischt        wird     und die so erhaltene Masse unter Druck und  Hitze behandelt wird, bis das Kunstharz in  den unlöslichen und     unschmelzbaren    Zustand  übergegangen ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellungvon Pressstücken aus Fasern und Bindemitteln, dadurch ge kennzeichnet, dass zu Schichten angeordnete und mit Bindemitteln behandelte Fasern zer fasert und die zerfaserten Massen dann zu Presskörpern gepresst werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Zerfaserung der Schichten Maschinen verwendet werden, welche die Fasern schonen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten bis zu watteähnlicher Beschaffenheit zerfasert werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass während der Zer- faserung zusätzliche Mengen von Binde mittel zugefügt "werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Zerfaserung zusätzliche Mengen von Bindemittel zuge fügt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel Kunst harz verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle von Bin demittel enthaltenden Faserstoffbahnen verwendet werden.
    .PATENTANSPRUCH II Presskörper, hergestellt nachdem Verfahren von Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass er aus Fasern besteht, die mit Bindemitteln behandelt worden sind, während sie zu einer Faserschicht angeordnet waren. UNTERANSPRüCHE 7. Presskörper nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch Kunstharz als Binde mittel. B. Presskörper nach Patentanspruch II in der Form eines Maschinenteils. 9. Presskörper nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, in der Gestalt eines Zahnrades.
    10. Presskörper nach Patentanspruch I1 und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch während des Pressens eingepresste Zu behörteile. 11. Presskörper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass er als ein zur Herstellung eines Zahnrades bestimmter Rohklotz ausgebildet ist.
CH121520D 1926-06-14 1926-06-14 Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Fasern und Bindemitteln. CH121520A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767897C (de) * 1938-10-16 1954-09-27 Westdeutsche Sperrholzwerke Hu Verfahren zur Herstellung von Pressplatten, insbesondere Sperrholzmittellagen, aus zerkleinerten Holzabfaellen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE767897C (de) * 1938-10-16 1954-09-27 Westdeutsche Sperrholzwerke Hu Verfahren zur Herstellung von Pressplatten, insbesondere Sperrholzmittellagen, aus zerkleinerten Holzabfaellen

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