CH121520A - Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Fasern und Bindemitteln. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Fasern und Bindemitteln.Info
- Publication number
- CH121520A CH121520A CH121520DA CH121520A CH 121520 A CH121520 A CH 121520A CH 121520D A CH121520D A CH 121520DA CH 121520 A CH121520 A CH 121520A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- fibers
- pressed
- layers
- press body
- binders
- Prior art date
Links
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 title claims description 41
- 239000000835 fiber Substances 0.000 title claims description 23
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 13
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 9
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 claims description 9
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 claims description 9
- 238000003825 pressing Methods 0.000 claims description 2
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 2
- 239000002699 waste material Substances 0.000 claims 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 3
- 238000009826 distribution Methods 0.000 description 2
- 239000002657 fibrous material Substances 0.000 description 2
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 2
- 229920000742 Cotton Polymers 0.000 description 1
- 229920001875 Ebonite Polymers 0.000 description 1
- 239000010425 asbestos Substances 0.000 description 1
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000007664 blowing Methods 0.000 description 1
- 238000001035 drying Methods 0.000 description 1
- 239000000463 material Substances 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 1
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 1
- 229910052895 riebeckite Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 1
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 1
- 239000007921 spray Substances 0.000 description 1
- 239000002759 woven fabric Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C43/00—Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor
- B29C43/003—Compression moulding, i.e. applying external pressure to flow the moulding material; Apparatus therefor characterised by the choice of material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Nonwoven Fabrics (AREA)
- Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
Description
Verfahren zur Herstellung von I'ressstücken aus Fasern und Bindemitteln. Pressstücke aus Fasern, die mit Binde mitteln überzogen oder getränkt sind, stellte man bisher in der Weise her, dass man die Fasern, vorzugsweise Asbestfasern, mit den in flüssiger Form befindlichen Bindemitteln digerierte oder verrührte oder mit den in pulveriger Form befindlichen Bindemitteln mechanisch vermischte und die so gewonnene Masse mit Bindemitteln überzogener oder ge tränkter Fasern unter den durch die Eigen tümlichkeit der Bindemittel gegebenen Be dingungen, z. B. unter Anwendung von Hitze, pr esste.
Ungleichmässigkeiten in der Verteilung der Bindemittel, die bei diesem Verfahren nicht zu vermeiden sind, riefen aber in den so erzeugten Pressstücken Stellen von schlech tem Aussehen und verminderter mechanischer und elektrischer Festigkeit hervor.
Diese Nachteile werden gemäss vorliegen der Erfindung dadurch vermieden, dass zu Schichten angeordnete und mit Bindemitteln behandelte Faserstoffe zerfasert und die zer- fasserten Massen zu Presskörpern gepresst werden. Die zu behandelnden Schicbten können zum Beispiel Bahnen, Tafeln, Gewebe, Vliesse, Filze oder dergleichen bilden. Man kann so verfahren, dass man Faser stoffschichten, die bereits das erforderliche Bindemittel enthalten, zerfasert und zu Press- körpern presst. Man kann aber auch den Schichten erst vor dem Zerfasern das Binde mittel zufügen.
Die Zufügung der Bindemittel zu den Faserstoffschichten kann zum Beispiel derart erfolgen, dass man Bindemittel in pulveriger Form den Schichten beimengt oder auf sie aufstreut oder aufbläst. Man kann aber auch flüssige Bindemittel verwenden und damit die Faserstoffschichtentränken, bespritzen und der gleichen.
Da flüssige Bindemittel die Faserstoff schichten leicht durchdringen, so wird jede einzelne Faser überzogen oder in dem ge wünschten Masse durchtränkt, und man erhält nach dem Zerfasern eine Masse, die Fasern und Bindemittel in idealer Verteilung ent hält. Der Gehalt der Masse all Bindemitteln kann dadurch verändert werden, dass den Fasern -während der Zerfaserung oder nach derselben noch weitere Mengen des gleichen oder eines anderen Bindemittels in fein ver teiltem Zustande zugefügt werden.
Ungleichmässigkeiten, die bei Verwendung zusätzlicher Mengen voll Bindemitteln wäh rend oder nach dem Zerfasern etwa auftreten, sind dabei nicht wie bei der Behandlung noch ungetränkter Faserstoffmassen nachteilig, weil ja durch die vorhergehende Behandlung in der Schicht sichergestellt ist, dass jede Faser bereits einen Anteil an Bindemittel erbalten hat. Auch hat sich gezeigt, dass die mit einem Bindemittel bereits behandelte Faser sich mit dem gleichen Bindemittel besser mischt als eine noch unbehandelte Faser.
Jedoch kann das bei oder nach dem Zerfasern zugesetzte Bindemittel auch ein anderes sein als das zum Behandeln der Schicht benutzte.
Vorzugsweise wird sowohl als erstes iiiride- mittel wie als zusätzliches Bindemittel Kunst harz verwandt.
Die Zerfaserung kann vor, während oder nach der Trocknung oder Erstarrung des Bindemittels vorgenommen werden und zwar zweckmässig mit Hilfe voll solchen Zerfase- rungsvorrichtungen, welche die Fasern scho nen, wie schnellaufende Mühlen, Desintegra- toren, Schlagkreuzmühlen, Reisswölfe und dergleichen.
Die Zerfaserung nimmt malt vorzugsweise in solcher Art vor, daf eitle Masse voll etwa watteähnlicher Beschaffenheit entstellt.
Die auf diese Weise gewonnene Faserstoff- masse wird in Formen gefüllt und unter dem jenigen Druck und derjenigen Temperatur, die das betreffende Bindemittel erfordert, in die gewünschte Gestalt gepresst. Wenn inan schmelzbare Bindemittel angewandt hat, zum Beispiel die oben erwähnten Kunstharze. so findet die Pressung selbstverständlich bei einer über der Schmelztemperatur der Bindemittel liegenden Temperatur statt.
Da jede einzelne Faser durchtränkt be ziehungsweise überzogen ist, so haben die gemäss dein Verfahren hergestellten Preistücke ein scliünei gleieliln < iPiges Aussehen und sind, weint das Bindemittel selber unlivgroskopisch ist, wie zum Beispiel das Kunstharz, ebenfalls nicht. hygroskopisch.
Die Prel')stiicke zeichnen sich, da sie ein fast lioniogenes Gefüge haben, durch grosse mechanische und, sofern das Bindemittel iso lierend ist, wie das vorzugsweise verwandte Kunstharz, auch durch gi-ohe elektrische Festigkeit aus. Zurre Beispiel haben in den Pressstücken angebrachte Gewinde eitle Festig keit, wie nian sie sonst nur bei bestem Hart gummi oder 11eta11 erreichen kann.
Da die I'rel@stüche auch grosse Zähigkeit und Glätte besitzen, so kann inan sie zur Herstellung von Zahnrädern, Schneckenrädern, Schnecken und überhaupt voll allen Maschinen- teilen, die gleichzeitig auf Festigkeit und auf Oberflächenabnutzung beansprucht werden, benutzen,
oder inan kann ihnen gleich bei der Pl-essliilg die eiltgültige Form derartiger Maschinenteile geben. Zubehörteile aus eineng fremden Stoff, wie Achsen. Naben. Buchsen ktiiinen bei der Pressung dei# Pi#elktirpei- zu gleich eingepre1,t werden.
Besonders wirtschaftlich wird das Ver fahren, wenn malt der Zerfaserung nicht be sonders für diesen Zweck hergestellte und getränkte ±'atserstoffchichten unterwirft, son dern die Herstellunder Schichten und die Behandlung mit Bindemitteln so wählt,
daP die behandelten Schichten auch für andere Fabrikationszwecke geeignet sind und darf inan nur die bei dieser andern Fabrikation abfallendem Teile der mit Bindemitteln be- handelten Schichten der Zerfastrung unter wirft.
Ein besonders wertvolles Erzeugnis erhält inan, weilst malt Papier oder Gewebe, welches zur Herstellung der Papierschiclltkörper (Hart papier) beziehungsweise Gewebeschichtkörper (Hartgewebe) geeignet ist, mit Kunstharz in der für die Herstellung solcher Schichtkörper geeigneten Art und 1Tenge behandelt,
die Bahnen zu Schicht- oder Wickelkörpern ver arbeitet und die bei dieser Verarbeitung ab- fallenden Teile zerfasert und mit Druck und Hitze zu Pr esskörpern gestaltet.
<I>Beispiel:</I> Eine Papierbahn wird mit 35% Kunst- harz versehen, getrocknet und in Schlagkreuz mühlen zerfasert, worauf die Fasermasse in Mischtrommeln oder Mühlen mit weiteren 15 % pulverförmigen Kunstharz gemischt wird und die so erhaltene Masse unter Druck und Hitze behandelt wird, bis das Kunstharz in den unlöslichen und unschmelzbaren Zustand übergegangen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellungvon Pressstücken aus Fasern und Bindemitteln, dadurch ge kennzeichnet, dass zu Schichten angeordnete und mit Bindemitteln behandelte Fasern zer fasert und die zerfaserten Massen dann zu Presskörpern gepresst werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Zerfaserung der Schichten Maschinen verwendet werden, welche die Fasern schonen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten bis zu watteähnlicher Beschaffenheit zerfasert werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass während der Zer- faserung zusätzliche Mengen von Binde mittel zugefügt "werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Zerfaserung zusätzliche Mengen von Bindemittel zuge fügt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Bindemittel Kunst harz verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Abfälle von Bin demittel enthaltenden Faserstoffbahnen verwendet werden..PATENTANSPRUCH II Presskörper, hergestellt nachdem Verfahren von Patentanspruch I, dadurch gekennzeich net, dass er aus Fasern besteht, die mit Bindemitteln behandelt worden sind, während sie zu einer Faserschicht angeordnet waren. UNTERANSPRüCHE 7. Presskörper nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch Kunstharz als Binde mittel. B. Presskörper nach Patentanspruch II in der Form eines Maschinenteils. 9. Presskörper nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, in der Gestalt eines Zahnrades.10. Presskörper nach Patentanspruch I1 und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch während des Pressens eingepresste Zu behörteile. 11. Presskörper nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass er als ein zur Herstellung eines Zahnrades bestimmter Rohklotz ausgebildet ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH121520T | 1926-06-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH121520A true CH121520A (de) | 1927-07-16 |
Family
ID=4380348
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH121520D CH121520A (de) | 1926-06-14 | 1926-06-14 | Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Fasern und Bindemitteln. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH121520A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767897C (de) * | 1938-10-16 | 1954-09-27 | Westdeutsche Sperrholzwerke Hu | Verfahren zur Herstellung von Pressplatten, insbesondere Sperrholzmittellagen, aus zerkleinerten Holzabfaellen |
-
1926
- 1926-06-14 CH CH121520D patent/CH121520A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE767897C (de) * | 1938-10-16 | 1954-09-27 | Westdeutsche Sperrholzwerke Hu | Verfahren zur Herstellung von Pressplatten, insbesondere Sperrholzmittellagen, aus zerkleinerten Holzabfaellen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69606634T2 (de) | Verfahren zur herstellung eines dehnbaren papiers und anlage zur durchführung des verfahrens | |
| DE2845112A1 (de) | Verfahren und anlage zur herstellung von zu formteilen verpressbarem zellfasermaterial | |
| DE1053388B (de) | Feuerbestaendiges Mineralfaser-Erzeugnis | |
| CH121520A (de) | Verfahren zur Herstellung von Pressstücken aus Fasern und Bindemitteln. | |
| DE19618444A1 (de) | Schwer entflammbarer Zellulosedämmstoff | |
| EP0748358A1 (de) | Formkörper aus cellulosehaltigem, pflanzlichen material und verfahren zu ihrer herstellung | |
| DE364565C (de) | Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe u. dgl. | |
| DE4306441C1 (de) | Verrottbarer Formkörper auf der Basis von natürlichen pflanzlichen oder tierischen Fasern und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| EP0880430A1 (de) | Holzfaserdämmplatte | |
| DE888506C (de) | Verfahren zur Herstellung von Faserstofformkoerpern | |
| AT80018B (de) | Verfahren zur Vorbereitung von Zellstoff oder ZellVerfahren zur Vorbereitung von Zellstoff oder Zellulose zur Herstellung einer aus dieser und anderemulose zur Herstellung einer aus dieser und anderem Fasergut bestehenden Watte. Fasergut bestehenden Watte. | |
| DE376742C (de) | Verfahren zur Herstellung einer Masse | |
| DE1940321A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines faserigen Fuellmaterials | |
| DE824387C (de) | Verfahren zur Herstellung von Boden-, Moebel- und Wandbelaegen | |
| CH120880A (de) | Verfahren zur Herstellung von Faserstoffmassen. | |
| DE353694C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Reibungsfutters | |
| DE1939728A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von agglomerierten Stoffen | |
| DE615400C (de) | Verfahren zur Herstellung von haertbaren Kondensationsprodukten aus Thioharnstoff oder Gemischen von Thioharnstoff und Harnstoff mit Formaldehyd | |
| AT167127B (de) | Verfahren zur Herstellung von Cellulosefasern enthaltenden Faserzementprodukten | |
| DE549255C (de) | Verfahren zur Herstellung von Massen mit Bindemitteln getraenkter oder ueberzogener Fasern | |
| AT360743B (de) | Verfahren zur herstellung von spanplatten | |
| CH166805A (de) | Verfahren zur Herstellung von Papier, Pappe oder dergleichen aus Faserstoffmasse. | |
| DE317028C (de) | ||
| DE4037639C2 (de) | ||
| DE767616C (de) | Verfahren zur Verbesserung von Pressmassen aus Faserstoffgebilden, insbesondere Papier, in Form von Stuecken oder Bahnen, die mit haert-barem Kunstharz getraenkt sind |