CH121571A - Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes des Dischwefelsäureesters von Dihydro-Thioindigo. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes des Dischwefelsäureesters von Dihydro-Thioindigo.

Info

Publication number
CH121571A
CH121571A CH121571DA CH121571A CH 121571 A CH121571 A CH 121571A CH 121571D A CH121571D A CH 121571DA CH 121571 A CH121571 A CH 121571A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
thioindigo
fibers
product
solution
acid ester
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Limited Scottish Dyes
Original Assignee
Limited Scottish Dyes
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Limited Scottish Dyes filed Critical Limited Scottish Dyes
Publication of CH121571A publication Critical patent/CH121571A/de

Links

Landscapes

  • Coloring (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung des     Dinatriumsalzes    des     Dischwefelsäureesters    von       Dihydro        -Thioindigo.       Derivate von Farbstoffen, welche zum  Direktfärben ohne Anwendung von     Küpen     verwendet werden können, können nach zwei  verschiedenen Arten von Verfahren hergestellt  werden, nämlich       a)    durch solche Verfahren, bei welchen  das Ausgangsprodukt eine     Leukoverbindung     ist;       b)    durch solche, bei welchen der Farb  stoff selbst als Ausgangsmaterial verwendet  wird.  



  Jene Verfahren, welche eine     Leukover-          bindung    als Ausgangsstoff verwenden, sind  praktisch schwierig auszuführen. Erstens ist  es nicht leicht und in manchen Fällen un  praktisch, die     Leukoverbindungen    zu erhalten,  vor allem bei den wichtigeren Serien von  Farbstoffen, und zweitens, wenn man sie  erhalten hat, so ist es wegen ihrer leichten       Oxydierbarkeit    notwendig, dass weitere Ver  fahrensstufen in einer     inerten    Atmosphäre  ausgeführt werden.  



  Sogar, wenn alle Anforderungen für die  Verwendung von     Leukoverbindungen    berück-         sichtigt    sind, so besteht immer noch die  Schwierigkeit, dass     Leukoverbindungen    von       Farbstoffen    selten oder nur unter Schwierig  keiten rein erhalten werden, woraus sich er  gibt, dass das Verfahren notwendigerweise  ungeeignet sein muss, da     nur    ein Teil des  angewandten     Leukofarbsto':    s der in den  bekannten Verfahren     beschr@@3enen    Behand  lung unterworfen werden kann.  



  Zweck der vorliegenden Erfindung ist,  ein verbessertes Verfahren zu schaffen, durch  welches mit einem     Leukokörper    als Aus  gangsstoff der Mangel an Ausbeute, welcher  durch die Anwesenheit des ursprünglichen       Farbstoffes    oder von rückgebildetem     Leuko-          körper    in dem Material bedingt ist, vermie  den oder vermindert ist.  



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein  Verfahren zur Herstellung des     Dinatrium-          salzes    des     Dischwefelsäureesters    von     Dihy-          dro-Thioindigo,    und ist dadurch gekennzeich  net, dass man     Leukothioindigo    in Gegenwart  eines Metalls der Einwirkung eines     Schwefel-          trioxyd-Deri.vates    einer tertiären Base     unteC9              wirft,

      die tertiäre Base nach Zugabe von  Alkali durch     Wasserdampfdestillation        eilt-          fernt    und das Reaktionsprodukt aus der fil  trierten .wässerigen Lösung durch Kristalli  sation ausscheidet.  



  Das so erhaltene Produkt ist frisch her  gestellt, ein farbloser kristallinischer Körper,  welcher unter dem     Einflusse    des Lichtes lang  sam eine     blassrote    Nuance annimmt. In hei  ssem Wasser ist das Produkt leicht löslich  und scheidet sich beim Abkühlen der heiss  gesättigten Lösung in glänzenden Blättchen  aus. Beim Behandeln mit milden, sauren       Oxydationsmitteln,    wie zum Beispiel sal  petrige Säure, Eisenchlorid oder     Bichromat     in saurer Lösung wird es quantitativ in       Thioindigo    und Schwefelsäure zersetzt. Seine  Lösung kann zum Färben von Textilfasern  verwendet werden.

   Es hat zu tierischen  Fasern in der Wärme oder in Gegenwart  von geringen     Mengen    von Säure eine ge  wisse Affinität, zu Pflanzenfasern jedoch  praktisch sozusagen keine. Die Textilfasern       können    jedoch mit einer starken Lösung des  Produktes imprägniert und durch     Behandlung     mit einem     geeigneten    sauren Oxydationsmittel  der     Thioindigo    in den Fasern abgeschieden  werden. Das folgende Beispiel zeigt wie das  Verfahren ausgeführt werden kann, wobei  alle Teile als Gewichtsteile     angegeben    sind.

         Beispiel:     10 Teile     Thioindigo    werden mit 15 Tei  len     Natriumhydroxyd    und 15 Teilen     Natrium-          hydi-osulfit    gelöst in 1000 Teilen Wasser,     zli     einer     Küpe    angesetzt. Die Lösung wird fil  triert und aus dem Filtrat die     Leukoverbin-          dung    durch Zusatz von verdünnter Schwefel  säure gefällt.

   Die freie     Leukoverbindung    wird       abfiltriert,    gewaschen und dann so rasch als  möglich in einem     Vakuumexsiceator    verbracht,  welcher Schwefelsäure enthält und auf einer       Temperatur    von ungefähr 40   0 gehalten ist.  



  3 Gewichtsteile des trockenen, so herge  stellten     Leuko-Thioindigos    werden mit 2 Tei  len Zinkstaub vermischt und zu einer ge  kühlten Mischung von 18 Teilen     Pyridin    und  7,5 Teilen     lllethplschwefelsäurechlorid    gege-         ben,    welche in einem     offenen    Kessel enthalten  sein kann.  



  Die Temperatur der Mischung wird auf  60   gesteigert und auf derselben während  ungefähr 30 Minuten gehalten. Die graue  Mischung wird dann mit 200 Teilen einer  5     %        igen        Natriumkarbonatlösung        mit        Wasser-          dampf    destilliert, bis alles     Pyridin    entfernt  ist. Das Filtrat     enthält    das     gewünschte     schwefelsaure Derivat des     Thioindigos    in  beinahe theoretischer Ausbeute. Es kann als  ein nahezu rein     weifies,    kristallinisches Pulver  durch Kühlen des Filtrates erhalten werden.  



  An Stelle von Zink     können    andere Metalle  verwendet werden, zum Beispiel Zinn, Mag  nesium und Kupferbronzen oder Kupferbronze  gemischt mit ungefähr 75      jo    Zink. Das Me  tall tritt nicht in den     Endstoff    des Verfah  rens ein.  



  An Stelle von     Chlorsulfonsäura        können     andere     Substanzen,    welche     finit    der tertiären  Base das     Schwefeltrioxyd-Derivat    der ter  tiären Base bilden, verwendet werden, zum  Beispiel     Schwefeltrioxyd        oder        Oleuni    und  dessen Salze, oder Salze der     Chlorsulfonsäure,     inbegriffen     Alkylchlorsulfonate,    in welchem  Falle auch     Halogenalkyle        gebildet    werden.  



  An Stelle von     Pyridin    können andere  tertiäre Basen verwendet werden ; die tertiäre  Base tritt nicht in den     Endstoff    des Verfah  rens ein.  



  Die stabilen wasserlöslichen Produkte in  fester Form können zum Färben oder     Be-          drucken    von Textilfasern ohne Anwendung  von     Küpen        verwendet    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren 7,111- Herstellung des Dinatriuin- salzes des Dischwefelsäureesters von Dihy- di,o-Tliioindigo, dadurch gekennzeichnet, dass man Leukothioindigo in Gegenwart eines Metalls der Einwirkung eines Schwefel- trioxyd-Derivates einer tertiären Base unter wirft,
    die tertiäre Base nach Zugabe von Alkali durch Wasserdampfdestillation ent fernt und das Rea.htionsprodukt aus der fil trierten wässerigen Lösung durch Kristallisa tion ausscheidet. Das so erhaltene Produkt ist frisch her gestellt, ein farbloser kristallinischer Körper, welcher unter dem Ein fusse des Lichtes lang sam eine blassrote Nuance annimmt. In heissem Wasser ist das Produkt leicht löslich und scheidet sich beim Abkühlen der heissgesät tigten Lösung in glänzenden Blättchen aus. Beim Behandeln mit milden, sauren Oxyda tionsmitteln wird es quantitativ in Thioindigo und Schwefelsäure zersetzt.
    Seine Lösung kann zum Färben von Textilfasern ver wendet werden. Es hat zu tierischen Fasern in der Wärme oder in Gegenwart von ge ringen Mengen Säuren eine gewisse Affinität, zu Pflanzenfasern jedoch praktisch sozusagen keine. Die Textilfasern können jedoch mit einer starken Lösung des Produktes impräg niert und durch Behandeln mit einem geeig neten sauren Oxydationsmittel der Thioindigo in den Fasern abgeschieden werden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Metall Zirrk verwen det wird.
CH121571D 1925-03-17 1926-03-16 Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes des Dischwefelsäureesters von Dihydro-Thioindigo. CH121571A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB121571X 1925-03-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH121571A true CH121571A (de) 1927-07-16

Family

ID=9999375

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH121571D CH121571A (de) 1925-03-17 1926-03-16 Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes des Dischwefelsäureesters von Dihydro-Thioindigo.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH121571A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH121571A (de) Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes des Dischwefelsäureesters von Dihydro-Thioindigo.
DE821253C (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Farbstoffen
DE555938C (de) Verfahren zur Darstellung von Oxybenzanthronen
DE545338C (de) Verfahren zur Darstellung eines rasch sich loesenden fungiciden Salzgemisches
DE605445C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxydiphenylsulfonsaeuren
DE515468C (de) Verfahren zur Darstellung von ª‰-Naphthylaminophenoxyfettsaeuren
DE521123C (de) Verfahren zur Herstellung von nicht absetzenden waesserigen Farbstoffpasten
DE536997C (de) Verfahren zur Darstellung der 1-Methyl-4-chlor-3-oxybenzol-2-carbonsaeure
DE574190C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffenolschwefelsaeureestern
DE602857C (de) Verfahren zur Herstellung von Leukoschwefelsaeureestern von Kuepenfarbstoffen
CH121570A (de) Verfahren zur Herstellung des Dinatriumsalzes der Indigweissdischwefelsäure.
DE568339C (de) Verfahren zur Herstellung eines silberhaltigen Praeparates aus AEthylendiamin
AT146967B (de) Verfahren zur Herstellung von Schwermetallverbindungen der Porphinreihe.
DE1644408C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Äthylauramin
DE511320C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Aminoanthrachinon und Derivaten
DE736885C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Rueckstaenden der Glycerindestillation
DE901056C (de) Verfahren zur Isolierung von Aminosaeuren
DE564770C (de) Verfahren zur Herstellung von Esterderivaten aus Kuepenfarbstoffen
DE575229C (de) Verfahren zur Herstellung eines Ackerunkrautbekaempfungsmittels
DE557246C (de) Verfahren zur Darstellung von Sulfoanthracencarbonsaeuren
AT135356B (de) Verfahren zur Herstellung einer Mercurochloriddoppelverbindung des Podophyllins.
DE654516C (de) Verfahren zur Herstellung metallhaltiger Triarylmethanfarbstoffe
DE542540C (de) Verfahren zur Darstellung eines bestaendigen wasserloeslichen gelben Schwefelsaeureesters
DE445846C (de) Verfahren zur Darstellung von 1, 4-Diarylamino-5, 8-dioxyanthrachinonen
DE620837C (de) Verfahren zur Herstellung von Farblacken der Anthrachinonreihe