CH121661A - Stromzuführungseinrichtung bei Elektroden für elektrische Öfen. - Google Patents
Stromzuführungseinrichtung bei Elektroden für elektrische Öfen.Info
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Description
Stromzuführungseinrichtung bei Elektroden für elektrische Öfen. Vorliegende Erfindung bezweckt eine möglichst weitgehende Verringerung des Spannungsverlustes in elektrischen Öfen, in dem der Strom den Elektroden so nahe der Schmelze als möglich zugeführt wird. Dies ist besonders von Wichtigkeit bei mit einer verhältnismässig niedrigen Spannung arbei tenden Prozessen, wie zum Beispiel bei der elektrolytischen Aluminiumgewinnung.
Gemäss der Erfindung wird der elek trische Strom den Elektroden mittelst min destens einem Kontakt zugeführt, welcher in das Innere der Elektrode hineinragt und den Strom an dieselbe in der Nähe ihres Arbeitsendes abgibt. Es ist im allgemeinen vorteilhaft, an Stelle eines grossen mehrere kleine Kontakte@zu verwenden. Die Kontakte können aus Metall und dann vorzugsweise aus einem gut leitenden Metall, wie Kupfer oder Aluminium, sein, oder aus Kohle oder Graphit. Falls nötig, können die Kontakte mit Wasserkühlung versehen sein.
Die Kon takte können auf irgend eine Art, zum Bei spiel durch Verschrauben, in verschiedener Höhe in der Elektrode befestigt sein, derart, dass ein Kontakt, sobald er durch den Ver brauch der Elektrode so nahe an das Bad herankommt, dass eine Schmelzgefahr be steht, von der Elektrode entfernt, und an einer neuen Stelle weiter oben befestigt wer den kann. Wenn der Kontakt aus einem Ma terial besteht, welches das Ofenprodukt nicht verunreinigt, ist es nicht nötig, den Kontakt zu entfernen, und es genügt, die elektrische Stromzuleitung zu entfernen. Zweckmässig wird diese dann mit einem neuen Kontakt weiter oben in der Elektrode verbunden. Auf diese Weise wird praktisch jeglicher Span nungsverlust in der Elektrode vermieden.
Die Einrichtung kann sowohl' bei den ge bräuchlichen Kohle- und Graphitelektroden, als auch bei den sogenannten selbstbrennen den (Söderberg-) Elektroden benützt werden, welche während des Ofenbetriebes gebrannt werden. Hierbei können verschiedene Aus führungen Verwendung finden. Solche selbst brennenden Elektroden können zum Beispiel mit fertig gebrannten Einsatzstucken aus Kohle oder Graphit versehen sein, welche gegebenenfalls mittelst Schraube und Nippel miteinander verbunden sein können. Die Einsatzstücke können eine raube und unebene Oberfläche haben, um den Kontakt mit der Elektrodenmasse zu verbessern.
Die Elek troden können auf übliche Weise mit einem metallischen 31antel versehen sein. Die Kon takte werden dann gewöhnlich durch den Mantel in die Masse eingeführt. Wo Ein satzstücke aus Kohle oder Graphit vorhan den sind, ist es zweckmässig, die Kontalde daran zu befestigen. Der Elektrodenhalter ist zweckmässig so ausgebildet, dass die Kon takte beim Herablassen der Elektrode durch diesen hindurchtreten können.
Die Einrichtung kann auf verschiedene Arten ausgeführt werden. Gemeinsam ist allen .die Tatsache, dass der Strom der Elek trode nahe der Schmelze zugeführt wird, so dass der Spannungsabfall gering ist. Bei selbstbrennenden Elektroden wird deshalb zweckmässig die Kontakteinrichtung in inni gen Kontakt mit dem untern, gebrannten Teil der Elektrode gebracht.
Ausführungsbeispiele der Einrichtung sind in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt in den untern der Elektrode eingesetzte Schraubenkontakte.
1 ist die Elektrode, 2 ist ein mit Gewinde versehener, in die Elektrode eingeschraubter Metallkontakt, 3 sind Bohrungen zum Ein schrauben neuer Kontakte, 4 ist ein Kabel schuh und 5 das Stromzuführungskabel.
Wenn diese Ausführungsform bei selbst brennenden Elektroden verwendet wird, ist, es nicht nötig, die Kontakte während des Betriebes zu kühlen. Man muss dieselben vielmehr eine Temperatur erreichen lassen, bei welcher die umgebende Elektrodenmasse elektrisch genügend leitend ist.
Oft ist es indessen vorteilhaft, die Kon takte vor deren Entfernung aus der Elek trode zu kühlen, da das Metall sich dann zu sammenzieht und die Kontakte leichter her ausgeschraubt oder gelockert werden können. Es ist dann vorteilhaft, die Kontakte mit einer Mischung von Luft und -Wasser in Form eines mittelst Spritze auf dieselben ge spritzten Strahls zu kühlen. Um das Lockern der Kontakte noch mehr zu erleichtern, kön nen dieselben vor dem Einschrauben mit Graphit oder dergleichen eingeschmiert wer den.
In vielen Fällen ist es von Vorteil, den Kontakt in Form einer konischen Schraube auszuführen. Derselbe löst sich dann leich ter aus der Masse.
Damit die Elektrode so hoch hinauf als möglich gebrannt werden kann und um gleichzeitig der den Kontakten stets inne wohnenden abkühlenden Wirkung entgegen zuwirken, kann die Elektrode aussen gegen Wärmeverlust isoliert sein.
Anstatt Schraubenform können die Kon takte natürlich auch verschiedene andere Formen haben. So können zum Beispiel flache oder keilförmige Einsatzstücke ver wendet werden, welche entweder während des Einstampfens der Elektrode in die Masse eingelegt oder nach dem Einstampfen in die selbe hineingedrückt werden, solange die Masse noch weich ist.
Fig. 2 zeigt keilförmige Doppelkontakte, welche von aussen in die Elektrode einge führt werden. 1 ist eine Elektrode, 2 der keilförmige Doppelkontakt; Fig. -211 zeigt diesen Kontakt in grösserem Massstabe. 4 ist ein Kabelschuh, 5 ein Stromzuführungs- kabel; 6 zeigt eine Bohrung, in welche be reits ein Kontakt eingesetzt war und in der Nähe des Bades wieder herausgenommen worden ist; 7 ist das Schmelzbad.
In der Zeichnung sind die Kontakte in geneigter Stellung dargestellt, so dass sie noch näher an die Oberfläche des Schmelz bades oder selbst unter diese gebracht wer den können, wodurch der Spannungsabfall noch mehr reduziert wird.- Die beschrie benen Kontakte können leichter von der Elektrode als gewöhnliche flache oder ein fache keilförmige gelöst werden und können nach Erhärten der Elektrode in passende Bohrungen dereelben eingesetzt und befestigt werden.
In diesem Falle müssen die Boh- runen im weichen Teil der Elektrode ge <B>n</B> macht werden und zum Beispiel mit ähn lichen Keilen oder Holzstücken gefüllt wer den, .o da(3 eine Deformation der Bohrungen vor dein Gebrauch verhütet wird. Die Kon takte können auch aus einem besonders hitze beständigen Metall, zum Beispiel Chrom nickel, hergestellt sein.. Nickel hat nebst- dem den Vorteil, dass es nicht viel Kohlen stoff aus der Elektrode aufnimmt.
Um den hohen elektrischen Widerstand dieser Me talle oder Legierungen aufzuheben, versieht man die Kontakte zweckmässig mit einem Kern aus Kupfer oder dergleichen. Kupfer kerne sind weiterhin praktisch in Verbin dung mit den gebräuchlichen eisernen Kon takten, und die Kontakte können auch aus Kupfer bestehen, welches einen zum Beispiel elektrolytisch aufgebrachten Eisenüberzug hat.
Die eingesetzten Kontakte können auch in ein Metall mit verhältnismässig niederem Schmelzpunkt, z. B. Aluminium, eingehüllt sein, welches den Ofen nicht verunreinigt. Es können zum Beispiel Aluminiumröhren im Material der selbstbrennenden Elektroden angeordnet und die Kontakte in die obern Enden dieser Röhren eingesetzt werden. Das Aluminium am untern Kontaktteil wird schmelzen, aber zwischen dem Kontaktstück und dem geschmolzenen Aluminium ergibt sich leicht ein guter Kontakt.
Fig. 3 zeigt die Anordnung von nach einer Schraubenlinie angeordneten Kohle- oder Graphitkontakten in einer selbstbren nenden Elektrode. ö ist die selbstbrennende Elektrode, 8 ihre Metallhülle; 8a ist die Elek- trodenmasse; 9 sind fertig gebrannte Kohle oder Graphiteinsatzstücke; 10 sind mit G e- tvinde versehene Kontakte; 11 ist ein Kabel schuh und 12 sind die Stromzuführungs- kabel.
Die metallischen Kontakte sind in der Nähe der Badoberfläche in die Kohle- oder Graphiteinsatzstücke hineingeschraubt. Da der unterste Teil des Kontaktes den Strom überträgt, kann der obere Teil von der Elek- trodenma.sse zum Beispiel durch Karton oder dergleichen isoliert sein. Dieser ist natürlich rasch verkohlt, verhindert jedoch gleichwohl ein zu festes Anhängen des Kontaktes an der Masse.
Anstatt den Kontakt tief in die Elek trode eindringen zu lassen, können die Kohle einsatzstücke mit einem Überzug aus gut lei tendem Material versehen sein. Bei Alu miniumöfen sollte dieses Metall in der Regel Aluminium sein, dessen allzurasches Ab schmelzen nötigenfalls durch Kühlen ver hindert werden kann.
Das Aluminium übernimmt dann die Funktion der Metallkontakte und die Strom zuleitung kann je mit einem nicht tief ein dringenden Kontakt entweder am Ende des letzteren verbunden oder von einer Seite her eingeführt sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Stromzuführungseinrichtung bei Elektro den für elektrische Ofen, gekennzeichnet durch mindestens einen Kontakt, welcher in die Elektrode hineinragt und den Strom an dieselbe in der Nähe des Arbeitsendes der Elektrode abgibt. UNTERANSPRÜCHE 1. Stromzuführungseinrichtung gemäss Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kontakte direkt in einen ge brannten Teil der Elektrode eintreten.2. Stromzuführungseinrichtung gemäss Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kontakte von der Aussen seite nahe dem Schmelzbade in die Elek trode eingeführt sind. 3. Stromzuführungseinrichtung 'gemäss Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Kontakte nach unten ge neigt in der Elektrode angeordnet sind. 4. Stromzuführungseinrichtung gemäss Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, um die Kontakte ent fernen zu können, bevor der sie aufneh mende Teil der Elektrode in das Bad ein taucht.5. Stromzuführungseinrichtung gemäss Pa- tentänspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kon takte aus Metall bestehen und bis nahe in den gebrannten Teil der Elektrode hinabreichen. 6. Stromzuführungseinriehtung gemäss Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorhanden sind, um die Kontakte abküh len zu können, bevor sie aus der Elek trode herausgezogen werden. 7. Stromzuführungseinrichtung gemäss Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Kon takte aus einem Kupferkern bestehen, welcher mit einem hitzebeständigen Me tall überzogen ist.B. Stromzuführungseinrichtung gemäss Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kon takte Metallschrauben sind. 9. Stromzuführungseinrichtung gemäss Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1. bis 8, gekennzeichnet durch Kontakte, wel che längs einer Schraubenlinie in ver schiedenen Höhen angeordnet sind. 10. Stromzuführungseinrichtung gemäss Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Elek trode mit vorher gebrannten Einsätzen aus Kohle oder Graphit versehen ist, in welchen die metallischen Kontakte be festigt sind.11. Stromzuführungseinrichtung gemäss Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kon takte, in eine Elektrode für Aluminium öfen eingesetzt, aus Aluminium bestehen.
Applications Claiming Priority (2)
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Cited By (1)
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| US3033768A (en) * | 1955-01-07 | 1962-05-08 | Vaw Ver Aluminium Werke Ag | Electrolytic apparatus and process for producing aluminum |
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1926
- 1926-09-28 CH CH121661D patent/CH121661A/de unknown
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