CH121688A - Einrichtung zur Begrenzung der Durchbiegung einer Feder. - Google Patents
Einrichtung zur Begrenzung der Durchbiegung einer Feder.Info
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Description
Einrichtung zur Begrenzung der Durchbiegung einer Feder. Die Abmessungen der bei Fahrzeugen, wie Kraftwagen, Lokomotiven, Eisenbahn wagen und dergleichen für gewöhnlich zur Verwendung kommenden Tragfedern, wel che nicht nur zur Abfederung von Gewich ten, sondern gleichzeitig auch zur Aufnahme von Stössen dienen, hängen unter gewöhn lichen Umständen von der Grösse des zu tra genden Gewichtes, sowie von der mit Rück sicht auf die baulichen, fahrtechnischen oder andern Verhältnisse zulässigen maximalen Durchbiegung ab, welche die Feder bei Stoss wirkungen erfahren darf. Die Grösse der Be lastung, sowie der beschränkte Spielraum für die zulässige Durchbiegung bedingen für gewöhnlich die Wahl einer niederen Federkonstanten, das heisst das Vorsehen einer harten Feder, welche pro Belastungs gewichtseinheit eine kleine Durchbiegung besitzt.
Die Abfederung ist daher sowohl bei schwachen Stössen, die eine kleine Durch biegung ergeben, wie auch bei starken Stö ssen, die eine entsprechend grössere Durch biegung bedingen, hart.
Zweck der Erfindung ist, bei Fahrzeu gen die Verwendung von Federn mit hoher Federkonstante zu ermöglichen, die sich bei schwachen Stössen weich verhalten und dann eine verhältnismässig grosse Durchbiegung erfahren, bei starken Stössen jedoch eine vor geschriebene Durchbiegung nicht überschrei ten, zufolge gewollter Veränderung der Fe dercharakteristik. Zu diesem Behufe verrin gert erfindungsgemäss ein mit einer solchen Feder zwangsläufig verbundener Kolben all mählich den Ausflussquerschnitt für eine Hilfsflüssigkeit aus einem Zylinder, der mit dem abzufedernden Gewicht verbunden ist und zur Führung des Kolbens dient, solange, bis die zulässige maximale Durchbiegung erreicht ist.
Eine mit einer solchen Einrich tung zusammenarbeitende Feder erfährt bei schwachen Stössen eine verhältnismässig grosse Durchbiegung, wirkt also beim Auf- trelen solcher Stösse ähnlich wie eine weiche Feder, während sie mit zunehmender Stärke der Stösse immer härter wird und am Über schreiten einer vorgeschriebenen maximalen Durchbiegung verhindert ist.
Auf den Zeichnungen sind verschiedene Ausführungen der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Fig. 1 zeigt, zum Teil in einem Quer schnitt, eine Einrichtung, bei welcher eine Feder mit einem Kolben verbunden ist, der beim Durchbiegen der Feder in einem Zylin der vorgesehene Ausflussöffnungen für die Hilfsflüssigkeit abdeckt; Fig. 2 zeigt im Querschnitt einen Teil einer Einrichtung, bei welcher ein konischer Ansatz des Kolbens mit zunehmender Durch biegung der Feder den Querschnitt einer im Zylinder vorgesehenen Ausflussöffnung für die Hilfsflüssigkeit mehr und mehr verrin gert;
Fig. 3 zeigt, zum Teil in einem Quer schnitt, einen Teil einer Einrichtung, bei welcher mit der Stange des beim Durchbie gen der Feder eine Verdrängung von Hilfs flüssigkeit bewirkenden Kolbens ein auf ein konisches Ventil einwirkendes Gestänge mechanisch verbunden ist, welches dieses Ventil mit zunehmender Durchbiegung der Feder gegen eine der Form des Ventils an gepasste Ausflussöffnung für die Hilfsflüs sigkeit aus dem Zylinder bewegt, so dass der Ausflussquerschnitt jener Öffnung mehr und mehr verringert wird; Fig. 4 zeigt eine Vorrichtung, die sich von der in Fig. 1 veranschaulichten dadurch unterscheidet, dass in den obern Teil des Zy linderraumes, aus dem der Kolben beim Durchbiegen der Feder Hilfsflüssigkeit ver drängt, an Stelle eines Luftkissens eine Hilfsfeder eingebaut ist;
Fig. 5 zeigt Kurven, die zur Erläuterung der Wirkungsweise der Einrichtung dienen, während Fig. 6 eine weitere Abänderung einer Einzelheit zeigt.
In Fig. 1 bezeichnet 1 eine zum Tragen eines nur zum Teil gezeigten Gewichtes 2 dienende weiche Feder mit hoher Federkon stante, das heisst mit per Gewichtseinheit hoher Durchbiegung. Diese Feder 1 ist durch eine Stange 3 zwangsläufig mit einem Kol ben 4 verbunden, der in einem mit dem ab zufedernden Gewicht 2 verbundenen Zylin der 5 geführt ist. Der oberhalb des Kolbens 4 gelegene Zylinderraum 8 ist mit einer Hilfsflüssigkeit, beispielsweise Öl, gefüllt. Der Zylinder 5 ist mit Ausflussöffnungen 6 versehen, welche in einen Ringraum 7 mün den, aus dem die aus dem Zylinderraum 8 verdrängte Hilfsflüssigkeit durch einen Durchlass 9 in einen mit der Atmosphäre in Verbindung stehenden Raum 10 übertreten kann. 12 bezeichnet ein in den obern Teil des Zylinderraumes 8 eingebautes Luftkis sen.
Einstellbare Schrauben 11 gestatten, den Querschnitt des Durchlasses 9 nach Belie ben zu verändern. Die Ausflussöffnungen 6 für die Hilfsflüssigkeit sind so über die Hubstrecke des Kolbens 4 verteilt, dass die Zahl der von letzterem noch nicht abgedeck ten Öffnungen 6 mit zunehmender Durch biegung der Feder 1 sich stetig verringert. Es wird daher aus dem Zylinderraum 8 um so weniger Hilfsflüssigkeit durch die Öff nungen 6 in den Ringraum 7 verdrängt wer den können, je grösser die Durchbiegung der Feder 1 ist, so dass der hydraulische Wider stand mit wachsender Durchbiegung zu nimmt.
Ferner ist der Widerstand, den die im Raum 8 enthaltene Flüssigkeit einer Aufwärtsbewegung des Kolbens 4 bietet, um so grösser, je rascher der Kolben 4 nach auf wärts bewegt wird, das heisst je rascher die Feder 1 schwingt, da der Widerstand, dem die Hilfsflüssigkeit beim Ausfluss aus dem Raum 8 begegnet, sich mit der Grösse der Kolbengeschwindigkeit erhöht. Bei zeitlich schwachen Stössen, die nur verhältnismässig langsam vor sich gehende Verschiebungen des Kolbens 4 bedingen, wird sich daher die Feder 1 verhältnismässig stark durchbiegen können, da dann die vom Kolben 4 ver drängte Hilfsflüssigkeit unter Erzeugung eines geringen Widerstandes durch die Öff nungen 6 abfliessen kann.
Beim Auftreten schwacher Stösse wird sich die Feder 1 in folgedessen wie eine schwache Feder verhal ten, wobei eine Begrenzung ihrer Durchbie- gung durch den Umstand bedingt wird, da.ss der nach aufwärts sich bewegende Kolben 4 allmählich mehr und mehr Öffnungen 6 überdeckt, so dass der Gesamtausflussquer schnitt für die Hilfsflüssigkeit aus dem Raum 8 immer kleiner wird und daher der Widerstand dieser Flüssigkeit trotz der keinen Kolbengeschwindigkeit mit grösser werdendem Kolbenhub immer grösser wird. Während bei den gewöhnlichen Federanord nungen oder auch bei Federsystemen mit Hilfsfedern die Federkraft P proportional zur Durchbiegung f steigt (vergl.
Kurve IV in Fig. 5), setzt bei der beschriebenen An ordnung die der Durchbiegung der Feder 1 entgegenwirkende Kraft P aus der Feder kraft F und dem hydraulischen Widerstand W zusammen, so dass sich als Charakteristik für die Gesamtanordnung die Kurve I für mittelstarke Stösse, bezw. die Kurve II für starke Stösse und die Kurve III für schwache Stösse ergibt. Es stellt in dieser Fig. 5, zum Beispiel für die Durchbiegung f1 und mit Bezug auf Kurve I, die Strecke a den Be trag dar, um den die beschriebene Anord nung weicher als eine Abfederung üblicher Bauart ist. Sind alle Öffnungen 6 vom Kol ben 4 überdeckt, so kann keine Hilfsflüssig keit aus dem Raum 8 mehr abfliessen.
Je nach der Anordnung der Ausflussöffnungen 6, der Beschaffenheit des Luftkissens 12 oder der Einstellung der Schraube 11 kann ein beliebiger Verlauf des hydraulischen Wi derstandes W in Funktion der Stosswirkung erzielt werden. Die in Fig. 2 gezeigte Anordnung unter scheidet sich von der beschriebenen dadurch, dass an Stelle der Ausflussöffnungen 6 eine einzige Ausflussöffnung 13 vorgesehen ist, mit der ein konischer Ansatz 14 des Kolbens 4 zusammenarbeitet. Bei einer Durchbiegung der nicht gezeigten Feder verringert der konische Ansatz 14 den Durchflussquer schnitt für die vom Kolben 4 aus dem Raum 8 verdrängte Hilfsflüssigkeit, so dass auch hier der hydraulische Widerstand mit zu nehmender Durchbiegung der Feder in Ab hängigkeit von der Geschwindigkeit, mit der sie sich durchbiegt, wirkt.
Bei der in Fig. 3 gezeigten Anordnung ist mit der Stange 3 des Kolbens 4 ein Ge stänge 16 verbunden, welches auf ein ko nisches Ventil 17 einwirkt. Letzteres arbeitet mit einer Ausflussöffnung 18 für die Hilfs flüssigkeit aus dem Raum 8 derart zusam men, dass bei einer Aufwärtsbewegung des Kolbens 4 der Ausflussquerschnitt der Öff nung 18 mehr und mehr verringert wird.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung, bei welcher in den obern Teil des Raumes 8 an Stelle des Luftkissens 12 der Fig. 1 eine Hilfs feder 19 eingebaut ist.
Bei allen bisher beschriebenen Ausfüh rungsformen tritt die aus de Raum 8 ver drängte Flüssigkeit in einen Raum 10 über, der mit der Atmosphäre in Verbindung steht und aus welchem sie beim Zurück schwingen der Feder 1 in den Zylinderraum 8 zurückströmen kann. Dieser Raum 10 kann jedoch gegen die Atmosphäre auch abge schlossen sein, in welchem Falle in demsel ben zweckmässig ebenfalls ein Luftkissen vorgesehen wird, um das Rückströmen der Hilfsflüssigkeit in den Raum 8 zu ermög lichen.
In Fig. 6 ist schliesslich noch eine Aus führung gezeigt, bei welcher die aus dem Raum 8 verdrängte Hilfsflüssigkeit durch einen Durchlass 9 hindurch, dessen Quer schnitt regulierbar ist, unmittelbar in den unterhalb des Kolbens 4 befindlichen Raum 20 des Zylinders strömen kann, aus wel chem sie ebenfalls beim Zurückschwingen der Feder 1 in den Raum 8 zurückströmen kann.
Bei sämtlichen Ausführungsformen kann die Übertragung der Federbewegung auf den Kolben 4 entweder direkt zwangsläufig wie in den Abbildungen dargestellt, oder indirekt zwangsläufig mittelst Zwischengestänge, Zahnräder oder dergleichen erfolgen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:" Einrichtung zur Begrenzung der Durch biegung einer Feder, dadurch gekennzeich net, dass ein mit der Feder zwangsläufig ver- bundener Kolben den Ausflussquerschnitt für eine Hilfsflüssigkeit aus einem Zylinder, der mit dem abzufedernden Gewicht verbun den ist und zur Führung des Kolbens dient, bis zum Erreichen der zulässigen maximalen Durchbiegung allmählich verringert, was zur Folge hat, dass die Feder mit zunehmen der Stärke der Stösse immer härter wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, bei welcher der Kolben beim Durchbiegen der Feder Hilfsflüssigkeit aus dem obern Teil des Zylinderraumes verdrängt, dadurch gekennzeichnet, dass in den obern Teil des Zylinderraumes ein Luftkissen eingebaut ist. 2.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck im Kompressionsraum des Luftkissens regulierbar ist. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, bei welcher der Kolben beim Durchbiegen der Feder Hilfsflüssigkeit aus dem obern Teil des Zylinderraumes verdrängt, dadurch gekennzeichnet, dass in den obern Teil des Zylinderraumes eine Hilfsfeder eingebaut ist, die beim Durchbiegen der Haupt feder durch den Kolben zusammenge drückt wird. 4. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die bei einer Durchbiegung der Feder aus dem Zylin der verdrängte Hilfsflüssigkeit in einen Raum übertritt, aus welchem sie beim Zurückschwingen der Feder wieder in den Zylinder zurückströmt. 5.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den Weg der Hilfsflüssigkeit, wel che aus dem Zylinder in den genannten Raum übertritt, ein im Querschnitt regu lierbarer Durchlass eingeschaltet ist. 6. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass im Zylinder angebrachte Ausflussöffnungen für die Hilfsflüssigkeit über die Hubstrecke des Kolbens so verteilt sind, dass die Zahl der vom Kolben noch nicht abgedeckten Öff nungen mit zunehmender Durchbiegung sich stetig verringert. 7. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kolben einen konischen Ansatz trägt, der mit zu nehmender Durchbiegung der Feder den Querschnitt einer im Zylinder vorgesehe nen Ausflussöffnung für die Hilfsflüssig keit mehr und mehr verringert. 8.Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mit der Stange des Kolbens ein auf ein konisches Ventil einwirkendes Gestänge mechanisch ver bunden ist, welches das Ventil mit zuneh mender Durchbiegung der Feder gegen eine der Form des Ventils angepasste Aus flussöffnung für die Hilfsflüssigkeit aus dem Zylinder bewegt, so dass der Ausfluss- querschnitt jener Öffnung mehr und mehr verringert wird.
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