CH122056A - Verfahren zur Herstellung von haltbaren Emulsionen bituminöser Stoffe aller Art. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von haltbaren Emulsionen bituminöser Stoffe aller Art.

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CH122056A
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L95/00Compositions of bituminous materials, e.g. asphalt, tar, pitch
    • C08L95/005Aqueous compositions, e.g. emulsions

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von haltbaren Emulsionen     bituminöser    Stoffe     aller    Art.    Es ist bekannt, dass sich bituminöse Stoffe,  insbesondere     Petrolasphalte,    wie     zum    Beispiel       Megasphalt,        Sprameg,    zu Emulsionen ver  arbeiten lassen, wenn sie mit Fettsäuren in  Gegenwart von     Ätzalkalien    oder andern al  kalischen Stoffen in der Wärme mit Wasser       emulgiert    werden. Ferner ist es bekannt,  statt Fettsäuren Proteine (Kasein), Amine,       Naphtensäuren,    Stärke und Gummi, oder  Glyzerin anzuwenden.

   Alle diese Verfahren  und eine Reihe anderer bezwecken,     Emul-          sionen        mit        zirka        30%        (höchstens        40-ä0        %)     Wassergehalt zu erhalten, um diese für       Strassenbeteerung    zu verwenden. Will man  grössere Mengen Wasser zufügen, um diese  Emulsionen dünnflüssig zu erhalten, dann  versagen alle diese Prozesse oder die Emul  sionen sind nicht haltbar.  



  Die vorliegende Erfindung ermöglicht die  Herstellung von Emulsionen bituminöser       Stoffe,    die nicht nur eine bessere Stabilität,  sondern auch eine grössere Aufnahmefähigkeit  für Wasser aufweisen. Ausserdem können  diesen Emulsionen durch besondere Zusätze  noch ganz neue Eigenschaften verliehen  werden. Gemäss dem Verfahren wird ein         faktisbildender    Stoff, zum Beispiel ein Öl  oder eine Fettsäure, soweit vulkanisiert, dass  er ein viskoses Öl bildet, das mit bituminösem  Stoff verschmolzen     wird,.worauf    das erhaltene  Gemisch mit Alkalien und Wasser versetzt  und     emulgiert    wird. Das Vulkanisieren kann  entweder mit     Schwefel    oder mit Chlorschwefel  erfolgen.

   Es hat sich gezeigt, dass Zusätze  von     sulfurierten    Harzen zu den vulkanisierten       Faktis    bildenden Stoffen äusserst vorteilhaft  sind, da die unter Verwendung dieser Stoffe  erhaltenen Emulsionen den Einwirkungen der  Sonnenbestrahlung grösseren Widerstand ent  gegensetzen als die bisher bekannten Asphalt  emulsionen.

   Nach vorliegendem Verfahren  kann man Emulsionen herstellen, die auch  eine grössere Zähigkeit als die bekannten   Emulsionen besitzen, dies besonders dann,  wenn man einen Überschuss an     Faktis    bil  dendem Öl und Schwefel anwendet und die  Behandlung des Gemisches mit Alkalien     der-          art        durchführt,        dass        nur        etwa        2-6        %        des          faktisbildenden    Öles verseift werden.

   Trägt  man dann eine solche Emulsion, zum Beispiel  auf eine Strasse, auf, so wird durch den Ein  fluss von Licht und Luft das nichtverseifte      Öl durch den überschüssigen Schwefel in eine       unschmelzbare    Masse umgewandelt.  



  Das Verfahren kann auch so ausgeführt  werden, dass die     Vulkanisation    des     faktis-          bildenden        Stoffes    und das Schmelzen des bi  tuminösen     Stoffes    in einem einzigen Arbeits  gang erfolgt.  



  Die neue Asphaltemulsion kann als As  phaltdecke für Strassen verwendet werden und  ferner als Isolator gegen Wasserfeuchtigkeit  für Zementwaren, Holz, Metall und Mauern  irgendwelcher Art. Ferner kann sie aus  gezeichnete Verwendung finden beim Strassen  bau, indem Hartschotten damit behandelt und  dann eingestampft werden kann. Aber auch  zum Auftragen auf fertige Strassenzüge, wie  zur Imprägnierung von sandigen Fusswegen  usw. kann sie direkt angewendet werden und  gute Dienste leisten.  



  Die Mengen der Zusätze, wie z. B. Wasser,  können in beiden Richtungen verändert werden.  Statt einer     Kolloidmühle    und dergleichen Ap  paraten kann auch ein mit gewöhnlichem  Dampfmantel versehener Rührkessel zur     Enrul-          gierung    angewendet werden.         Beispiel   <I>1:</I>  100 Teilen Fischtran werden unter star  ker Kühlung langsam 15 bis 20 Teile  Chlorschwefel zugeführt und zwar unter be  ständigem Umrühren. Man lässt den Chlor  schwefel so lange einwirken, bis sich ein  dickes viskoses Öl gebildet hat, welches, auf  eine Glasplatte ausgegossen, in einigen Stun  den wie Firnis eintrocknet.  



  Zu 100 kg     Mexasphalt,    der auf 100 0 bis  110 0 C erhitzt ist, werden 3 bis 5 kg des  erhaltenen viskosen Öles zugefügt, tüchtig  umgerührt und zu dieser Mischung eine Lö  sung 1 bis 1,5 kg Natrium- oder Kalium  karbonat in 10 kg Wasser     portionenweise    zu  gefügt.

   Diese Mischung, sowie eine Lösung  von 0,5 bis 2 kg kohlensaurem Kali oder  Natron in 40 bis 60 Teilen Wasser werden  nun in zwei getrennten Strahlen einer Schlag  mühle System     Plauson,    oder einer ähnlich  wirkenden Schlagmühle oder einem andern       Emulgator    zugeführt und     emulgiert.    Es bildet         sich        so        eine        30        bis        50%ige        Emulsion,        je     nach der     Wasserzugabe,    die nicht nur gut  hält, sondern sich auch verdünnen lässt, ent  weder mit Wasser selbst oder mit Wasser,

    das kleine Mengen von     Alkalien    oder Seifen  enthält. Die so erhaltene Emulsion bildet  nach dem Anstreichen oder Ausgiessen auf  eine Oberfläche und nach dem Trocknen eine  feste Masse, die eine ausgezeichnete Zähigkeit  und Wetterbeständigkeit aufweist.    <I>Beispiel 2:</I>  100 kg     Spramex    werden bei 100 bis  110 0 C geschmolzen, dann werden 2 kg vul  kanisierte     Oleinsäure    und 2 kg geschwefeltes  Harzöl in der geschmolzenen Masse aufgelöst.

    Es werden nun 1 kg     Ätzalkali    und 1 kg       Pottasche        in        10        %        iger        Lösung        langsam        zu-          gefügt    und das Ganze bei 102 bis<B>1100</B> C  bis zur Homogenität gemischt.

   Nun werden  20 bis 50 kg Wasser, in welchem 0,1 bis  0,5 kg eines Schutzkolloids wie Seife oder       lysoalbinsaures    Natrium oder     Verseifungs-          produkte    der hochmolekularen     Aminofettsäu-          ren    gelöst wurde, zugesetzt und diese Masse  langsam bis auf zirka 50 0 C, am besten in  einem     Rührgefäss,    das mit einem Kühlmantel  versehen ist, abgekühlt.

   Die erhaltene Emul  sion kann sofort als fertige Ware verwendet       werden;    sie kann aber auch durch weiteren  Zusatz von auf 80 bis 90 0 erwärmtem Wasser  verdünnt und in einer     Kolloidmühle,    System       Plauson,    oder ähnlichen Apparaten, weiter  behandelt werden.    <I>Beispiel 3:</I>  100 Teile     Mexasphalt,    3 bis 5 Teile Lein  ölfirnis oder Rohleinöl und 5 Teile Schwefel  werden auf 150 bis 1800 C erhitzt. Während  dieser Erhitzung nimmt das Leinöl eine er  hebliche Menge von Schwefel auf und wird  dadurch zu     Faktisöl    vulkanisiert.

   Nun wird,  wie in Beispiel 1, 1 bis 1,5 kg     Ätzalkali    in       20        %        iger        wässeriger        Lösung        zugesetzt        und     nun das Ganze, wie in Beispiel 1,

       emulgiert.     Vermehrt man die zugesetzte Leinöl- wie       Schwefelmenge        bis        auf        20        bis        50        %        der     Menge des angewendeten     Mexasphaltes    und      führt man die Behandlung des Gemisches mit       dem        Alkali        derart        durch,        dass        etwa    4     bis        5%     des Leinöls verseift werden,

   so erhält man  eine     Mexasphaltemulsion,    welche nach Auf  bringen auf Strassen eine ganz neue und  eigenartige, kautschukartige Elastizität auf  weist. Das nichtverseifte     .Paktisöl    wird durch  den     anwesenden    Überschuss von Schwefel  unter Einwirkung von Sonne und Luft durch       Autopolymerisationsprozess    zu einem     un-          schmelzbaren        Faktisasphalt    umgewandelt.  Dadurch ist die Möglichkeit an die Hand  gegeben, Resultate zu erreichen, die kein  bisher bekanntes Verfahren zu erzielen im  stande ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung hochwertiger Emulsionen von bituminösen Stoffen aller Art, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faktis bildender Stoff soweit vulkanisiert wird, dass er ein viskoses Öl bildet, das mit dem bitu minösen Stoff verschmolzen wird, worauf das Gemisch mit Alkalien versetzt und emulgiert wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Gemisch von bituminösem Stoff und faktisbildendem Stoff noch geschwefelte Harzprodukte zusetzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man geschwefelte Harzsäuren verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man geschwefelte Harzöle verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Schmelzen des bituminösen Stoffes und das Vulkanisieren des faktisbildenden Stoffes in einem ein zigen Arbeitsgang erfolgt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man den Faktis bildenden Stoff und Schwefel im Überschuss anwendet und die Behandlung des erhaltenen Gemisches mit Alkalien so ausführt, dass nur 2 bis 6 > des faktisbildenden Stoffes verseift werden, während der Rest unverändert bleibt, zum Zweck, denselben nach dem Aufbringen der Emulsion auf eine Oberfläche durch Einwirkung von Luft und Licht und des überschüssigen Schwefels in- eine um schmelzbare Masse überführen zu können.
CH122056D 1926-02-12 1926-02-12 Verfahren zur Herstellung von haltbaren Emulsionen bituminöser Stoffe aller Art. CH122056A (de)

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