CH122133A - Fliehkraft-Reibungskupplung. - Google Patents

Fliehkraft-Reibungskupplung.

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CH122133A
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clutch
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Benn H H
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      Fliehkraft-Reibungskupplung.       Die Erfindung betrifft eine Fliehkraft  Reibungskupplung, welche bei Antrieb durch  Elektromotoren mit     Kurzschlussanker    Anwen  dung finden kann, bei welchen die die Kraft  ableitende Riemenscheibe oder dergleichen  erst zur     Ankupplung    kommen soll, nachdem  der Motor eine bestimmte     Tlmdrehungsge-          schwindigkeit    erreicht hat. Zum Schliessen  der Kupplung werden auf bekannte Weise  unter Federwirkung stehende     Schwungge-          wichte    benützt.  



  Mit dieser Kupplung soll ein zu frühzei  tiges Einkuppeln verhindert werden, was  gemäss der Erfindung dadurch bewirkt wird,  dass bis zur Erreichung einer bestimmten  Drehzahl der treibenden Welle der Schwer  punkt jedes     Schwunggewichtes    in unmittel  barer Nähe der durch die Drehpunkte dieser  Schwunggewichte gelegten Ebene und inner  halb des durch diese Drehpunkte gelegten  Kreises liegt, so dass der     Hauptteil    der Flieh  kraft dieser     Schwunggewichte    von deren  Drehzapfen aufgenommen wird.  



  Die Belastungsfedern der Schwunggewichte    sind dabei zweckmässig so gelagert, dass .sie  in der Ruhe- oder Anfangslage die Gewichte  mit einem     Maximum    belasten, dass ihre Be  lastungswirkung aber mit dem Ausschlage  der     Schwunggewichte    stark abnimmt und in  der Arbeitsstellung der     Schwunggewichte;     also in der     Kuppelstellung,    zu einem Mini  mum wird.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes darge  stellt.  



       Fig.    1 zeigt eine Kupplung im Längs  schnitt;       Fig.    2 zeigt eine Stirnansicht;       Fig,    3 und 4 zeigen     herausgezeichnet    ein       Schwunggewicht    in verschiedenen Stellungen.  Für die gezeichnete Kupplung ist ange  nommen, dass ein Elektromotor     bezw.    die  Motorwelle b, mit einer Riemenscheibe a zu  kuppeln ist. Die Riemenscheibe     a    sitzt mit  ihrer Nabe     a1    lose drehbar auf der Achse b.

    Fest auf dieser Achse sitzt der treibende  Teil des Kupplungsgehäuses c, welches zwi  schen einer festen Stirnscheibe     cl    und. einer      losen, ringförmigen Stirnscheibe     c2    die be  kannten Reibscheiben d und e enthält, die  abwechselnd durch äussere beziehungsweise  innere Verzahnungen ebenso wie der Ring     c=     auf Mitnahme teils mit dem Gehäuse     e,    teils  mit der Riemenscheibe     a    verbunden sind.  



  In einem vorspringenden Gehäuseteil     c3,    dem  sogenannten Hebelkasten sind drei gleich  mässig verteilte Schwunggewichte f auf<U>geeig-</U>  net gelagerten Zapfen f' drehbar angeordnet,  so dass die Druckfläche oder Nase     g    eines  jeden Hebels gegen ein Druckstück     h.    des  Ringes     cl    zur Wirkung kommen kann.  



  Verbindet man den Schwerpunkt k jedes  Hebels f, wie in     Fig.    3 strichpunktiert an  gedeutet, mit der Mitte des     Drebzapfens    f'  und die letztere mit der wirkenden Kante  der Nase g, so erkennt man, dass die     Schwung-          gewichte    f     Winkelbebel    bilden, wobei der  Arm f'     g        kniehebelartig    zwischen seinem  Dreh- oder Stützpunkt f' und seinem Wie  derlager h am Ring     c2    wirkt.  



  In einer     ringförrnigen    Deckelscheibe c'  sind Schraubenfedern     .in    derart gelagert, dar)  jede Feder sich mit dem einen Ende unmit  telbar gegen einen Ring     c4,    mit dem andern  Ende gegen einen Bund     nt'    eines Führungs  bolzens 20 stützt, der mit einem Querzapfen  <B>20</B> innerhalb des     Schwunggewichtes    f gelen  kig angreift : In der Zeichnung     isst    aus Deut  lichkeitsgründen der lichte Durchmesser der  Schraubenfedern     m    grösser als der Durch  messer des Bolzens     in'    angegeben :

   Es emp  fiehlt sich indessen, den Bolzen so stark zu  wählen, dass er von der Feder so eng um  schlossen wird, dass der Bolzen Biegungen  der Feder verhindert. Die Bolzen     7n2    selbst  können sich in den zu ihren Führungen vor  gesehenen Bohrungen     cl    frei hin- und her  bewegen.  



  Die Lagerung der Feder     7n    ist aus den       Fig.    3 und 4, die die Anfangs- und die     End-          lage,    das heisst die Los- und die     Kuppelstel-          lung    zeigen, deutlich zu erkennen. Das     Wi-          derlager    der Feder am Ring c4 befindet sich  ungefähr in der Höhe des Gewichtshebel  drehpunktes f', das heisst in der Entfernung    des letzteren von der geometrischen Kupp  lungsachse. Die zur letzteren durch f' hin  durch parallel verlaufende Linie, ist in den       Fig.    3 und 4 strichpunktiert eingetragen und       rnit    to bezeichnet.

   Die senkrechte Entfernung  des     Angriffspunktes        - t'    der Feder     in    vom  Drehpunkte<I>f'</I> ist in     Fig.    3 mit<I>x',</I> in     Fig.     4 mit x  bezeichnet.  



  In der Ruhelage nach     Fig.    3 bildet die  Achse der Feder     iit   <I>zu</I> der     Wagrechten        rr     einen     verhältnismässig    grossen Winkel, der  sich mit dem ausschlagenden Gewicht f  schnell verkleinert und schliesslich zu dein       Minimum    nach     Fig.    4 wird; der Abstand     x'     wird dabei so gewählt, dass die Federkraft  für das Auskuppeln gerade noch ausreicht,  um die Gewichte in die Lage nach     Fig.    9  zu bringen.

   Eine gegenüber der auftretenden  Schwungkraft nennenswerte Wirkung der  Federn     7n    auf Überführung der Gewichte f  in die Ruhelage tritt bei der Stellung nach       Fig.    4 nicht     rnehr    auf. Das Drehmoment,  welches jede Feder     in    auf ihr Gewicht f in  der Ruhelage     (Fig.    3) ausübt, ist infolge des  grossen Hebelarmes hinreichend, um bei Um  drehungszahlen bis zu einer bestimmten  Höhe das Gewicht in der Lage nach     Fig.    3  festzuhalten,     umsornehr    als hierbei der Schwer  punkt jedes     Gewichtes        k    in der Ruhelage       (Fig.    3)

   nur geringe Entfernung von der  Senkrechten s der durch die     Gewichtsauf-          hängepunkte    f' normal zur Kupplungsachse  gedachten Ebene hat.  



  Der Motor läuft infolgedessen ohne Be  lastung an und kommt so annähernd bis auf  die Betriebsumdrehungszahl. Kurz vor Errei  chung der letzteren, wird die Schwungkraft  der Gewichte f so gross, dass die     Gegenkraft     der Federn     m    überwunden wird. Nunmehr  erfolgt ein schneller Ausschlag der     Schwung-          gewichte,    das heisst ein Übergang der in       Fig.    3 gezeigten Stellung in jene nach     Fig.     4, so dass die     Kupplung    gewissermassen au  genblicklich eingerückt wird.  



  Der     .Ausschlag    der Gewichte f' erfolgt,  sobald das von der     Schleuderluaft    auf das  ausgeübte Drehmoment das entgegenwirkende  Drehmoment der Federn überwindet; und da      sogleich mit dem Ausschlage, infolge der  dann auftretenden Verkleinerung des Hebel  armes, das Drehmoment der Federn ständig  und schnell von einem Maximum zu einem  Minimum verkleinert wird, so ergibt sich  auch die eben erwähnte beschleunigte  Ausschlag-, also     Einrückbewegung    der Ge  wichte f.  



  Da das Drehmoment der Federn von ihrer  Stärke unmittelbar abhängt, so hat man es  in der Hand, ein und dieselbe Kupplung  lediglich durch     Auswecbslung    der Federn  für sehr verschiedenartige Umdrehungszahlen  zu benutzen ; man hat die Federn lediglich  so kräftig zu wählen, dass für die jeweilige  Umdrehungsgeschwindigkeit das von ihnen  ausgeübte Drehmoment durch das von der  Schwungkraft der Gewichte ausgeübte Dreh  moment rechtzeitig überwunden wird.  



  Die Teile     c'    und     e'    bilden einen soge  nannten Hebelkasten, da die Gewichtshebel f  in diesen Teilen gelagert sind. Der zylin  drische Teil     C    ist dabei mit seiner Nabe p  auf der Nabe des Gehäuses c mit Gewinde  aufgesetzt, so dass 'in an sich bekannter  Weise die Lage des Hebelkastens     c3,        r4    ge  genüber     dein    Gehäuse c in der     Achsenrich-          tung    durch gegenseitige Verdrehung verän  dert werden kann.

   In dem Zylinder     c3    ist in  schräger, das heisst von aussen gut zugäng  licher Lage ein Schraubenbolzen q gelagert,  der in radiale Einschnitte     q1    der Nabe des  Gehäuses c eingreift, um die jeweils gewählte  gegenseitige Stellung zwischen dem Gehäuse  c und dem Hebelkasten zu sichern. Diese an  sich bekannte     Längsverschiebbarkeit    des  Hebelkastens zeitigt bei der neuen Einrich  tung eine besondere Wirkung.

   Bei bekannten       Fliehkraftkupplungen    wird der     Anpressungs-          druck    der Schleuderkraft verstärkt, wenn  der     Hebelkasteir    der eigentlichen Kupplung  genähert wird; hier ergibt sich eine umge  kehrte Wirkung ;

   denn je weiter der Hebel  kasten von der Kupplung entfernt, im     Sinrie     der     Fig.    1 -also nach links bewegt wird, um  so flacher wird die     End-    oder Arbeitsstellung  des     kniehebelartig    wirkenden Winkelhebel  armes<B><I>f',</I></B>     g        (Fig.    4) um so grösser also der    durch die Nase     g    ausgeübte     Anpressungs-          druck.    Wird der Hebelkasten der Kupplung  genähert, das heisst mehr auf das Gehäuse C  aufgeschraubt, so wird der Winkel des Hebel  armes<B><I>f',

  </I></B>     g    zur     wagrechten    beziehungsweise  zur geometrischen Kupplungsachse entspre  chend grösser ; das heisst die     Schwungge-          wichte    können nicht mehr ihren vollen Aus  schlag ausführen. Bei eingerückter Kupplung  liegen demnach ihre Schwerpunkte auf einem  entsprechend kleineren Kreise, das hat zur  Folge,- dass ihre Geschwindigkeit und damit  ihre Schwungkraft kleiner wird; ihr     Anpres-          sungsdruck    ist damit entsprechend vermindert.  Es lässt sich hier also durch einfaches Ach  sialeinstellen zwischen der Kupplung und  dem Hebelkasten der Kupplungsdruck in  weiten Grenzen verändern.

   Wenn zur Ver  kleinerung des Arbeitsdruckes gegenüber der  Kupplungslage nach     Fig.    4 eine solche Ver  stellung eintritt, dass der Ausschlag der Ge  wichtshebel f geringer wird, dann steigt die  Grösse x auf einen Mittelwert zwischen den       eingetragenen    Grössen     x2    und x', dass heisst  es steigt dann das gegen das Fliehkraft  moment gerichtete Drehmoment der Feder m.  Das ist aber nicht schädlich, weil ja bei  diesen Zwischenstellungen ohnehin die Ab  sicht besteht, die Gewichtsarme<B><I>f',</I></B> g mit  verringertem Druck gegen ihr     Widerlager   <I>lt</I>  wirken zu lassen.  



  Die Schwunggewichte kann man auch  einzeln insofern verschiedenartig anordnen, als  die Entfernung ihrer     Schwerpunkte    von der  Ebene, die durch ihre Drehpunkte gelegt ist,  verschieden gross gemacht oder ihre Belastungs  federn verschieden stark gewählt werden ;  natürlich kann man auch von beiden Mitteln  gleichzeitig, das heisst in derselben Kupplung,  Gebrauch machen.

   Die verschiedene Schwer  punktslage der Gewichte lässt sich, wenn ihre  sämtlichen Drehpunkte in einer einzigen quer  zur Kupplungsachse stehenden Ebene liegen,  durch verschiedenartige Formgebung der Ge  wichte unschwer erreichen, man kann aber  auch zu dem Mittel greifen, die Drehpunkte  der Gewichte in mehreren um entsprechende  Beträge voneinander entfernten derartigen      Querebenen anzuordnen<B>;</B> das kann beispiels  weise dann mit Vorteil geschehen, wenn die  Gewichte in Gruppen eingeteilt werden, wenn  also beispielsweise sechs Gewichte in zwei       Gruppen    von je drei Stück verteilt werden.  



  Diese Ausführungsart hat besonders Be  deutung bei der Anwendung der Kupplung  für     Kurzschlussmotoren.    Beim Anlassen sol  cher entsteht bekanntlich ein unerwünschter  Stromstoss, sofern sie nicht wenigstens ange  nähert ihre volle Drehzahl erreicht haben,  wenn volle Belastung vorliegt.

   Anderseits  darf aus elektrotechnischen     Rücksichten    die  volle Belastung nicht bei Sternschaltung ein  treten, sonst geht die Drehzahl des     Albtors     erheblich zurück und es kommt beim     Über-          schalten    auf Dreieck der erwähnte schädliche  Stromstoss entsprechend stark zur Wirkung;  bei der erwähnten verschiedenartigen Ausbil  dung oder Anordnung der Gewichte kann  ein Teil von ihnen zunächst so viel Last  aufnehmen, wie es bei der Sternschaltung  unter normaler Drehzahlverminderung statt  haft ist. Die übrigen Gewichte rücken dann  erst ein, wenn die volle normale Drehzahl  entsprechend der Dreieckschaltung erreicht ist.  



  Die Wirkung möge an einem Beispiel  erläutert werden. Hat ein     Kurzschlussmotor     bei Leerlauf in Sternschaltung eine Drehzahl       lc   <I>=</I> 1500, so kommt für das Einschalten im  Dreieck     n        =1505    in Betracht. Bei der wei  teren Annahme, dass dieser     3lotor    6 PS bei  Betrieb in     Dreieckschaltung    ergibt, leistet er  bei Betrieb in Sternschaltung etwa 2 PS ;  wenn er demnach im Stern bis zu 2 PS be  lastet wird, tritt keine schädliche Wirkung  ein, die     maximale    Drehzahl ist hierbei unge  fähr     ir    =1350.

   Sind dabei die     Schwungge-          wichte    so angeordnet, dass ein Teil von ihnen  in Stern bei n = 1300 einrückt, der übrige  Teil der Gewichte dagegen bei n =1400, so  ist es klar, dass dieser letztere Teil der Ge-         wichte    nicht einrücken kann, bis die Um  schaltung auf     Dreieck    erfolgt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fliehkraft-Reibungskupplung rnit unter Federwirkung stehenden Schwunggewichten, dadurch gekennzeichnet, dass bis zur Errei chung einer bestimmten Drehzahl der trei benden Welle der Schwerpunkt jedes Schwung gewichtes in unmittelbarer Nähe der durch die Drehpunkte dieser Schwunggewichte ge legten Ebene und innerhalb des durch diese Drehpunkte gelegten Kreises liegt, so da(.)
    der Hauptteil der Fliehkraft dieser Schwung- gewichte von deren Drehzapfen aufgenommen wird. U \ TERAN'SPRMHE 1. Fliehkraft-Reibungskupplung, nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn der Schwinggewichte derart gela gert sind, dass sie anfänglich die Gewichte mit einem b1aairnrrm belasten und ihre Wirkung mit dem Ausschlagen der Ge wichte bis zu einem Minimum abnimmt.
    2. Fliehkraft-Reibungskupplung nach Patent- ansprucb, dadurch gekennzeichnet, dass durch Annäherung eines Hebelkastens an die Kupplung der Ausschlag der Schwung- gewichte verkleinert, die Kupplung also für die Übertragung kleinerer Leistungen eingestellt wird.
    3. Fliehkraft-Reibungskupplung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewichte mit verschieden weit von der durch ihr Drehpunkte gelegten Ebene entfernten Schwerpunkten beziehungsweise mit verschieden starken Belastungen durch Federn ausgestattet sind.
CH122133D 1926-04-28 1926-09-25 Fliehkraft-Reibungskupplung. CH122133A (de)

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GB40626X 1926-06-04
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