CH122173A - Uberspannungsschutzvorrichtung für elektrische Anlagen. - Google Patents

Uberspannungsschutzvorrichtung für elektrische Anlagen.

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CH122173A
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A-G Dr Paul Meyer
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Dr Paul Meyer Ag
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      Überspannungsschutzvorrichtung    für     elektrisehe    Anlagen.    Es ist bekannt, Funkenstrecken mit einer  selbsttätigen Unterbrechung des     Erdstrom-          kreises    auszurüsten. Die Funkenstrecken  haben die Aufgabe, die Amplitude von     Über-          spa.nnungswellen    zu verringern. Ferner sind  Apparate zur Abflachung der steilen Stirn  bekannt (Kondensator, Glimmschutz usw.).  Die vorliegende Erfindung     befasst    sich mit  einer Kombination einer Funkenstrecke mit  Unterbrechung des     Erdstromkreises    mit  einem     Glimmschutz    zur Abflachung der  Stirn.

   Trifft eine Sprungwelle auf den Ap  parat auf, so wird durch die Funkenstrecke  ihre Amplitude erniedrigt, während durch  den Glimmschutz die Abflachung der Stirn  bewirkt wird.  



  Nach Unterbrechung des nachfliessenden  Maschinenstromes durch den     Erdleitungs-          schalter    ist der Stromkreis über die Fun  kenstrecke bis zum Schliessen des     Erd-          leitungsschalters    unterbrochen. Nun können  gerade in diesem Augenblick     Sprunpvellen     auf den Ableiter auftreffen, die     sofort    ob  geleitet werden müssen.

   Damit dies möglich  wird, wird in den     Erdleitungskreis    parallel    zur Funkenstrecke mit     Erdleitungsschalter     ein Kondensator oder noch eine Funken  strecke eingebaut, die während der Unter  brechung des Erdkreises durch den Schalter  einen zweiten Weg für die Ableitung der  Ü     berspannungswelle    geben.  



  Es wurde nun gefunden, dass eine ganz  wesentliche     Verbesserung    solcher Einrich  tungen erzielt werden kann, wenn an Stelle       eines    Kondensators ein Glimmschutz an  gewendet wird, der nicht nur einen Verschie  bungsstrom     dürchlässt,    sondern den Wellen  auch     Energie    entzieht und ihre Stirn ab  schleift. Von den möglichen Schaltungen ist  die besonders geeignet, bei der der     Glimm-          schutz    parallel zu der ganzen andern       Überspannungsschutzvorrichtung    liegt. Es  wird dadurch der Aufbau wesentlich ver  einfacht.  



  Gegenüber der bekannten Anordnung,  bei der Glimmschutz und Hörnerableiter  parallel geschaltet werden, besitzt die neue  Schutzvorrichtung den Vorteil, dass' die  Funkenstrecke sehr schnell ausgeschaltet       wird,    so dass einerseits der Erdungswider-      stand nur     kurze    Zeit beansprucht bleibt,  anderseits die Verwendung von Elektroden  formen möglich ist, die einen dynamischen       Auftrieb    zum Löschen des Lichtbogens nicht  hervorrufen.

   Während sonst Hörner verwen  det werden müssen, deren     Entladeverzug    ver  hältnismässig gross ist, ermöglicht die rasch       wirkende,    unter 01 vor sich gehende Unter  1-.rechung des Erdkreises die Benutzung von       I%ugelelektroden    mit grossen     Krümmungs-          radien    oder von Plattenelektroden, so dass  dadurch der     Entladeverzug    der Funken  strecke erheblich heruntergesetzt und die  bei Gewittern sonst leicht eintretende über  mässige Beanspruchung der     Glimmschutz-          glocke    verhindert wird.  



  In     Abb.    1 ist das Schaltungsschema. der  neuen Anordnung gezeigt. L ist die hoch  spannungsführende Leitung, E die Erde, da  zwischen befindet sich der Glimmschutz G  und parallel dazu die Funkenstrecke F mit  ihrem     Vorschaltwiderstand    W und ihrem       Erdungsschalter   <B>S</B>, dessen Magnetspule     31     entweder in Reihe mit dem Widerstand oder       parallel    zu einem Teil desselben angeordnet  sein kann.

   Die beschriebene Zusammen  stellung der beiden     Überspannungsschutz-          a.pparate,    von denen der eine die Wellen ab  flacht, jedoch ihre Amplitude nur in mässi  gen Grenzen heruntersetzt, der andere da  gegen die Amplitude nach Verlauf eines  mässigen     Entladet        erzuges    sehr erheblich er  mässigt und dadurch den ersten Apparat  schützt, ermöglicht es,, dadurch, dass Licht  bögen entweder ganz vermieden oder unter  01 schnell ausgeschaltet werden, die beiden  Teile zu einem praktisch recht bequemen       olemeinsamen    Apparat zusammenzubauen.  



  Zweckmässig wird dabei der Unter  brechungsschalter des     Erdstromkreises,    der  als     0isclialter    ausgebildet ist, als Sockel des  Ganzen benutzt und trägt auf seinem Deckel       (iie    Funkenstrecke und den Glimmschutz.

    Ein- -Ausführungsform ist in     Abb.    2 in     sche-          mati:zchem    Schnitt dargestellt. 1 ist das     Öl-          gefäss    des Unterbrechers, 2 dessen Schalt  messer, 3 der zur Öffnung dieses     Scha.lt-          mes:;

  ers    dienende Magnet, 4 dessen Spule,    welche von dem     Erdstrom    oder einem Teil  desselben     durchflossen    ist. 5 ist der Deckel  des     Ölschalters,    in dem die Durchführungen  6, 7 angebracht     sind.    Auf dem Deckel ist  ein bügelförmiger Träger 8 aufgebaut, der  auf der einen Seite den obern Rechen 9 des  Glimmschutzes, auf der andern Seite die  obere Elektrode     ],0    der Funkenstrecke trägt.

    Letztere ist von dein     geerdeten    Bügel 8 iso  liert, und parallel-     zli    dieser Isolation     be-          f        indet    sich der     Widerstand    11 zur Begren  zung des     Erdscblussstromesz.    Dieser Wider  stand wird zweckmässig einen solchen Ohm  wert erhalten, dass er - gemeinsam mit der       Auslösespule    4- -- etwa, den Wellenwider  stand der zu schützenden Wicklungen dar  stellt.  



  Auf der     Durchführung    6 ist die     untere     Elektrode 12 der Funkenstrecke, auf der  Durchführung 7 der untere Rechen     13    des  Glimmschutzes     angebracht,    welch letzterer  zum     Beispiel    die     CTlasgloel,:e    1.4 des     Glimm-          schutzes    trägt. Die Zuleitung 15 von der       Hochspannung    führt zum obern Ende des       Durchführungsisolators    7.  



  Wie sich aus der schematischen Skizze       ergibt,    ist der Aufbau verhältnismässig ein  fach, nimmt wenig Platz in Anspruch und  ermöglicht, alle Teile in einem gemeinsamen  Apparat     zusammenzufassen,    so dass an Ort  und Stelle keine weiteren Arbeiter. als nur  der Anschluss der Hochspannungsleitung  bei 15 und der Erdleitung am Deckel 5  notwendig sind.  



  Als besonders     nvcckniässig    erweist sich       eine    Abschirmung der Funkenstrecken 10,  1.2 gegen den     CTliinmschutz    9, 13, 14. einer  seits um ein Überschlagen von Lichtbögen  von der Funkenstrecke zum Glimmschutz,  anderseits um eine etwa unerwünschte Be  strahlung der     Funhenstrecke    durch den  Glimmschutz zu verhindern.

   Ferner ermög  licht diese Abschirmung,     -welche    in der       Abb.        \?    mit 16 bezeichnet ist, einen Schutz  der Funkenstrecke     gr        eli    Staub und atmo  sphärische Einflüsse, welche die Wirkung  beeinträchtigen     können.    Die Abschirmung 16       kann    entweder, wie in     Abb.    2 dargestellt,      aus einem Isolierrohr bestehen, welches ge  gebenenfalls an den Enden abgeschlossen ist,  oder nur aus einem teilweise wirksamen  Schirm.

   Letztere Anordnung wird man un  ter Umständen verwenden,     wenn    man - im  Gegensatz zu dem Vorstehenden - die Be  strahlung der Funkenstrecke durch den  Glimmschutz ausnutzen will, um den     Ent-          ladeverzug    der Funkenstrecke zu verringern.  



  In     Abb.    2 ist der Widerstand 11 in  Luft unterhalb des Trägers 8 angeordnet.  Es ist auch möglich, ihn ins Öl des     Öl-          schalters    oder in ein gesondertes Ölgefäss zu  leben. Die Anordnung in Luft aber bietet  den wesentlichen Vorteil, dass der Wider  stand leichter zugänglich und daher leichter  auswechselbar ist. Man kann ihn sogar an  dem Träger mittelst Steckkontakten befesti  gen, von denen nur der eine gegen den Trä  ger isoliert sein muss'; dann lässt sich der  Widerstand durch einfaches Herausziehen       entfernen    und durch einen andern     ersetze;,     zum Beispiel, wenn er für einen andern       Wellenwiderstand    angepasst werden soll.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Überspannungsschutzvorrichtung für elek trische Anlagen, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu einer Funkenstrecke mit durch den Ableiterstrom betätigtem Erd- unterbrecher ein Glimmschutz geschaltet wird. UNTERANSPRtrCHE 1 Überspannungsschutzvorrichtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Leitung und Erde einer seits der Glimmschutz und anderseits die mit einem Erdungswiderstand und dem Erdunterbrecher in Reihe liegende Fun kenstrecke angeordnet ist.
    2. Überspannungsschutzvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass Glimmschutz, Funkenstrecke, Erdungswiderstand und Erdunterbrecher zu einem gemeinsamen Apparat zusammengebaut sind.
    3. Überspannungsschutzvorrichtung nach Pa tentanspruch 'und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der als Ölschalter ausgebildete Erdunter- brecher Funkenstrecke und Glimmschutz trägt.. 4. Überspannungsschutzvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Erdungswiderstand leicht auswechselbar in Luft angeordnet ist. 5. Überspannungsschutzvorrichtung nach Pa tentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Funkenstrecke mit isolierenden Schirmen umgeben ist.
CH122173D 1925-07-20 1926-07-12 Uberspannungsschutzvorrichtung für elektrische Anlagen. CH122173A (de)

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