Ausl sevor r ichtung. Es ist bekannt, als Auslösevorrichtung eine mit ihren Enden eingespannte durch gebogene Feder zu verwenden, die beim Druck auf die Ausbauchung über die Mittel lage hinweg in die andere mögliche Durch biegungslage springt, aus der sie dann durch Druclz von der andern Seite wieder in die erste Stellung zurückschnellen kann.
Die Auslösevorrichtung gemäss der Er findung kennzeichnet sich nun dadurch, dass mindestens eine mit ihren Enden einge spannte Feder durch einen einseitigen An schlag in labiler Wellenform gehalten wird, in welcher sich die Kraftkomponenten der beiden Wellenteile nahezu das Gleichgewicht halten und aus welcher sie durch einen be liebig kleinen Anstoss in die Bauchform überspringt und dadurch die zum Spannen der Feder aufgewandte Arbeit-zu beliebiger Verwendung frei macht. Die Wellenform, in welcher die Feder ursprünglich eingestellt wird, kann die Sinusform sein, braucht es aber nicht zu sein, vielmehr können die bei den Wellenteile unter sich ganz verschieden sein, indem der eine Wellenbauch grösser, der andere kleiner ist.
Die Einstellung der Fe der in der labilen Wellenlage hat den Vor teil, dass sie schon durch einen beliebig klei nen Anstoss, beispielsweise durch Anhauchen, in die Auslöselage überspringt, während bei den bekannten Auslösevorrichtungen mit Fe der diese aus der einen Bauchform in die an dere Bauchform hinübergedrückt werden muss.
Die Einrichtung der Auslösevorrichtung kann so getroffen werden, dass bei Anwen dung von mindestens zwei Wellenfedern die Auslösung der einen Wellenfeder den An stoss zur Auslösung der andern gibt. Es kann dies beispielsweise so durchgeführt werden, dass an jeder Feder ein kleiner An schlag vorgesehen ist, welcher bei Auslösung der Feder gegen die nächste Feder stösst und dadurch diese zur Auslösung bringt. Vorteil haft sind bei Anordnung mehrerer Federn diese der Reihe nach stärker und die Aus lösung der in der Reihe vorgehenden schwä cheren Feder gibt den Anstoss zur Auslösung der nachfolgenden stärkeren. Man kann also, indem man eine schwache, ganz empfindliche Feder anstösst, eine starke Feder zur Aus lösung bringen und somit eine grosse Kraft ausüben.
Die Anordnung kann auch so ge troffen werden, dass mehrere Wellenfedern, die gleichzeitig oder nacheinander durch Auslösung einer Feder ausgelöst werden, ihre Druckkraftsumme an die zu beeinflus sende Stelle abgeben. Die Federn sind dann #o eingespannt, dass der Druck der Wellen bäuche nach Auslösung auf dieselbe Stelle drückt.
Die Auslösung kann in beliebiger Weise erfolgen. Wie schon erwähnt, kann die Fe der so labil eingestellt werden, dass schon ein Hauch zu ihrer Auslösung genügt. Alle Vor gänge, bei denen Schwingungs- oder Strö mungsenergie auftritt oder eine Änderung der Druckverhältnisse eintritt, oder elek trische, mechanische, chemische Vorgänge können den Anstoss zur Auslösung der Wel lenfeder bilden.
Beispielsweise kann die Fe der ausgelöst werden durch die Wirkung der Volumenvermehrung als Folge des unter dem Einfluss der Luftfeuchtigkeit erfolgenden Zerfliessens von Chlorcalcium. Auch kann die Auslösung erfolgen durch ein thermisch beeinflusstes Organ, welches beispielsweise die Form einer zweisehenkligen Bimetall feder besitzen kann, deren Schenkel die Zu- und Ableitung für einen elektrischen Strom bilden. Beim Durchgang des Stromes durch die Schenkel der Bimetallfeder biegt sich diese und stösst gegen die Wellenfeder.
Die Einrichtung der Vorrichtung kann so getroffen sein, dass die durch die Wellen feder ausgelöste Kraft die Wellenfeder so fort wieder in ihre labile Lage zurückführt.
Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen standes.
Fig. 1 stellt die Ausgangsform der Wel lenfeder dar; Fig. ? und 3 zeigen im Grundruss und Sei tenansicht, wie die Auslösung bewirkt wird durch eine zweischenklige, stromdurchflos sene Bimetallfeder; Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die durch die Wellenfeder ausge- löste Kraft dazu dient, die Wellenfeder so fort wieder in ihre labile Lage zurückzu führen; Fig. 5 zeigt eine ähnliche Ausführung, nur mit dem Unterschied, dass hier zwei ver schieden starke Federn benutzt sind, von denen die schwächere die stärkere auslöst;
Fig. 6 zeigt eine elektrische Auslösung der Wellenfeder und die Benutzung der Aus lösung zum Anzeigen des Vorganges durch ein Signalzeichen.
Nach Fig. 1 sind auf der Grundplatte 1 die beiden Böckchen 22 befestigt. Auf diesen ist die Blattfeder 3 an ihren Enden mittelst der Schrauben 4 festgeschraubt. An dem einen Böckehen ist eine Anschlagleiste 5 mit Einstellschraube 6 befestigt, gegen welch, sieh die Feder 3 stützt.
Die Ansehlab- schraube 6 wird so eingestellt, dass sich die Feder 3, wenn sie gegen die Schraube durch gedrückt ist, in der labilen Lage befindet, in welcher sich die Kraftkomponenten der bei den Wellenbäuche nahezu das CTleichgewielit halten. Die Feder springt dann schon beim geringsten Anstoss in die gestrichelte bauch- förmige Lage. Will. man die Feder wieder einstellen benv. wieder spannen, so drückt man sie aus der gestrichelten Lage in die voll ausgezogene Lage, wobei sie immer wie der genau die gleiche Stellung einnimmt.
Es ist zweclzmässig, an den Einspa.nnstel- len der Feder durch Anordnung von Füh rungsstücken 7 beiderseits der Feder dafür zu sorgen, dass die Kurve der Feder an den Enden abgeflacht verläuft und die Biegungs- kurve genau bestimmt ist. Selbstverständlich kann dies auch dadurch erreicht werden, da.ss man die Köpfe der Böelichen 2 und die Unterseite der Köpfe der Schrauben d ent sprechend formt.
Nach Fig. 2 und 3 ist über bezw. vor der Wellenfeder eine durch einen Längsschlitz zweischenklig gemachte Bimetallfeder 8 an geordnet. Die beiden Schenkel dieser Feder bilden die Zu- und Ableitung eines elektri schen Stromes. Tritt infolge Durchganges des elektrischen Stromes Erwärmung der Bimetallferler ein, so biegt sie sich durch und stösst gegen die Wellenfeder 3, welche da durch in die gestrichelte Bauchform über springt.
Wird die Wellenfeder 3 der Fig. 4 aus gelöst, so dass sie in die gestrichelte Lage zurückspringt, dann stösst sie gegen den un tern Teil einer bei 9 drehbar gelagerten Nok- kenscheibe 10. Der seitlich der Scheibe 10 <B>i</B> an-eordnete obere Knaggen 11 dreht sich in folgedessen nach rechts, so dass das Ende 12 des Hebels 13 von dem gnaggen 11 abglei tet.
Unter der Wirkung der Schraubenfeder 1.4 wird dann der bei 15 drehbar gelagerte Hebel 13 nach unten gezogen und seine Nase 16 schlägt gegen den Anschlag 17 an der Scheibe 10, wodurch diese entgegengesetzt der Uhrzeigerbewegung verschwenkt wird, so dass ihr unterer Teil gegen die Wellen feder 3 drückt und diese wieder in die labile Lage zurückdrängt, so dass dieselbe wieder zur Auslösung bereit ist. Der Hebel 13 und die Scheibe 10 können in beliebiger Weise in ihre Anfangslage zurückgeführt werden.
Nach Fig. 5 ist ausser der einen, schwä cheren Wellenfeder 3 noch eine weitere, stär kere Wellenfeder 1.8 vorgesehen. Bei Aus lösung der Feder 3 wird von dieser mittelst eines an ihr sitzenden Anschlages die stär kere Feder 18 angestossen, welche nun ihrer seits die Auslösevorrichtung 10, 13 betätigt.
Nach Fig. 6 erfolgt die Auslösung der Wellenfeder 3, welche an dem Anschlag 6 anliegt, durch den Anker 19 des Elektro magnetes 20. An der Wellenfeder ist ein Signalzeichen 21 befestigt, welches bei Aus lösung der Feder hinter die Öffnung 22 des Gehäuses 23 springt und dadurch den Vor gang durch ein Signal anzeigt. Durch den bei 24 drehbar gelagerten Haken 25 und den Seilzug 26 kann die Feder in die labile Lage zurückgedrückt werden.