CH122386A - Ferraris-Triebsystem für elektrische Messinstrumente. - Google Patents
Ferraris-Triebsystem für elektrische Messinstrumente.Info
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Description
Ferraris-Triebsystem für elektrische Messinstrumente. Die Erfindung bezieht sich auf Ferraris- Triebsysteme für elektrische Messinstrumente mit dreizinkigem Stromkern, dessen Feld an zwei Stellen die Triebscheibe durchsetzt und einem die Triebscheibe nur einmal wirksam durchsetzenden Spannungsfeld. Bei solchen Triebsystemen, die an sich bekanntlich viele Vorteile haben, kann man den Abstand der die Spulen tragenden äussern Schenkel des Stromtriebkernes aus konstruktiven Gründen nicht sehr klein machen.
Der Erfindung gemäss werden die wirksamen Triebfelder zur Erzielung eines hohen Drehmomentes trotzdem näher aneinander gerückt, indem der Flächenschwerpunkt des magnetischen Feldes an den freien Enden der äussern Zin ken des Stromtriebeisens näher. an das Span nungsfeld gerückt wird als der Flächen schwerpunkt des magnetischen Feldes der Teile ,des Stromtriebeisens, die näher dem Joch sitzen.
Bei einer Ausführungsform, -der Erfin dung werden zu diesem Zwecke die freien Enden des Stromtriebkernes gegen das Span nungsfeld hin verjüngt, so dass ein Zusam- mendrängen der austretenden Kraftlinien nach der dem Spannungsfeld zugekehrten Seite stattfindet. Bei einer zweiten Ausfüh rungsform wird eine Annäherung der wirk samen Triebfeder, - also ein Heranrücken des Flächenschwerpunktes .der magnetischen Felder der freien Enden der äussern Zinken dadurch erreicht, dass man an den Polen des Stromtriebkernes Polschuhe anordnet, die gegeneinander gerichtet sind,
wodurch die Kraftlinien des wirksamen Hauptstromfeldes der Stelle genähert werden, an der die Kraft linien des wirksamen Teils des Nebenschluss- feldes durch die Scheibe gehen. Am wirk samsten ist es natürlich, sowohl Polschuhe, als auch verjüngte Stromkernschenkel anzu wenden.
Die Verjüngung .der Stromtriebkernenden kann beispielsweise so erfolgen, dass die Stromkernschenkel an den dem Spannungs feld abgewendeten Seiten kürzer sind als an den zugewendeten Seiten, die freien Enden der beiden Schenkel also eine stufenartige Form- erhalten.
Dieser stufenförmige Aus schnitt bietet dann gleichzeitig Gelegenheit, unter Zwischenlage einer diamagnetischen Schicht einen magnetischen Nebenschluss zum wirksamen Hauptstromf eld anzuordnen, der bekanntlich bei entsprechender Dimensio- nierung bei höheren Belastungen infolge Sättigung relativ wenig Kraftlinien bindet als bei kleiner Last, wodurch die Gang genauigkeitskurve sich einem gestreckten Linienzug nähert.
Besonders vorteilhaft hat es sich erwie sen, die beiden äussern Polkerne des Strom magnetes auf der der Scheibenachse abge wandten Seite mit gegeneinander gerichteten Polschuhen zu versehen und den mittleren Polkern mit einem Gegenpol so auszubilden und anzuordnen, dass dessen Triebfeld die Scheibe nicht in der geraden Verbindungs linie der beiden äussern Polkerne, sondern mehr nach dem Rand der Scheibe zu durch setzt.
Die Gegenpoleisen auf der andern Seite der Triebscheibe bekommen eine solche Form, dass sie die dichter aneinander gedrängten Triebfelder aufnehmen können, gegebenen falls werden sie auch mit entsprechenden Polschuhen ausgerüstet.
Die Polschuhe der äussern Stromkern schenkel ordnet man zweckmä.ssigerweise un gefähr senkrecht zu dem durch die Polspur des enstprechenden Triebkernes gelegten Scheibenradius an. Dadurch wird erreicht, dass die bremsende Wirkung der Triebfelder so klein wie möglich gehalten wird, ausser dem wird noch der Vorteil erzielt, dass die Stellen, an denen die Triebfelder die Scheibe durchsetzen, weiter zum Scheibenrand her ausgerückt sind, so dass auch durch das An greifen der Kräfte am längeren Hebelarm das Drehmoment vergrössert wird.
Die Polschuhe gestatten fernerhin, in be sonders bequemer Weise durch entsprechende Formgebung und Wahl ihrer Abmessungen die Wirkungszentren der Triebfelder auf einem Kreise anzuordnen, dessen Mittelpunkt etwa der der Triebscheibe ist. Bei dieser An ordnung greifen die Triebkräfte in der gün stigsten, tangentialen Richtung an.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungs- beispiel einer solchen Anordnung dar, und zwar auf Fig. 1 eine Ansieht von oben (wo bei die Triebscheibe 1 durchsichtig gedacht ist und die über der Triebscheibe lagernde Spannungskern-Anordnung gestrichelt ge zeichnet ist).
Ferner ist eine perspektivische Ansicht (F ig. 2) des Triebsystems gezeichnet.
Unter der Triebscheibe 1 befindet sich ein dreizinkiges Stromeisen mit den beiden äussern Polkernen 4-4 (auf deren Schenkeln sitzen die Stromspulen), und dem mittleren Polkern 3, der ein Spannungs-Gegenpol bil det. Über der Triebscheibe sitzt ein drei- zinkiges Spannungseisen mit dem mittleren Polkern 8 (auf dem die Spannungsspule sitzt), und den beiden äussern Polkernen 9.
An die beiden äussern Polkerne 4-4 des Stromeisens sind Polschuhe 5-5 angesetzt, die sich an die der Scheibe 2 abgewendete Seite des Stromeisens anschliessen und, gegen einander gerichtet, sieh in Richtungen senk recht zu den durch Polkernspuren 4-4 ge richteten Radien 11-11 erstrecken. Der mittlere Polkern 3 ist hier mit Hilfe des Polschuhes 7 nach dem Scheibenrand 6 hin vergrössert. Er könnte auch ohne Anwen dung eines Polschuhes versetzt sein. Das Spannungseisen ist am Scheibenrand 6 zu gegenüber dem Stromeisen versetzt.
Ein gro sser U-förmiger Drosselkern 10, der zwischen den Enden der Spannungspolkerne 9-8-9 sitzt, ist nach der Achse 2 zu verbreitert, so dass er einen guten Rüel@schluss für die Stromkraftlinien bildet. Die Polkerne 4--4 sind an ihren freien Enden auf den einander abgewandten Seiten mit einem stufenförmi gen Ausschnitt 4a versehen, der unter Zwi schenlage einer Isolierschicht 12 als Auf lagefläche für die Enden eines paramagneti- schen Nebenschlussbügel13 dient.
Auf der nach dem mittleren Spannungs-Gegenpol 3 zu liegenden Seite ist für die aus dem Strom eisen austretenden Kraftlinien der magne tische Widerstand geringer als auf den Aussenseiten. Infolgedessen werden sich die Kraftlinien nach dem Spannungs-Gegenpol 3 zu zusammendrängen. Durch die Polschuh- anordnung sind die Wirkungszentren der Stromtriebfelder näher an das Spannungs- triebfeld und zugleich näher an den Scheiben rand 6 gebracht.
Durch entsprechende Ab messungen und Anordnungen der Polschuhe lässt sich erreichen, dass die Wirkungszentren der drei Triebfelder auf einem greise liegen, dessen Mittelpunkt etwa der .der Trieb scheibe 1 ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ferraris-Triebsystem für Messgeräte mit einem dreizinkigen Stromtriebkern, dessen Feld an zwei Stellen (äussere Schenkel) die Triebscheibe wirksam durchsetzt und einem die Triebscheibe nur einmal wirksam durch setzenden Spannungsfeld, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Erzielung eines grossen Drehmomentes die wirksamen Triebfelder ohne Verminderung des Abstandes der Zin ken des Stromtriebkernes näher aneinander gerückt werden, indem der Flächenschwer punkt des magnetischen Feldes an den freien Enden der äussern Zinken des Stromtrieb eisens näher an das Spannungsfeld gerückt wird,als der Flächensölhwerpunkt des mag netischen Feldes an Teilen des Stromtrieb eisens, die näher dem Joch sitzen. UNTERANSPRüCHE 1. Ferraris-Triebsystem nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der äussern Zinken des Stromtriebeisens gegen das Spannungsfeld hin verjüngt sind. 2. Ferraris-Triebsystem nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der äussern Zinken des Stromtriebeisens gegen das Spannungsfeld und den Scheibenrand gerichtete Pol schuhe erhalten.3. Ferraris-Triebsystem nach dem Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass die äussern Polkerne des Stromtriebeisens an den voneinander abgewandten Seiten eine stufenartige Form erhalten. 4. Ferraris-Triebsystem nach dem Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Fläche des stufenförmigen Ausschnittes als Auflagefläche für einen magnetischen Nebenschluss zum- Hauptstromfeld dient.5. Ferraris-Triebsystem nach dem Patent anspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass .die beiden äussern Polkerne des Triebmagnetsystems wenig stens auf einer Seite der Scheibe mit Pol schuhen versehen sind, die sich an die der Scheibenachse abgewendete Seite des Magnetsystems anschliessen und gegenein ander gerichtet, sich in Richtungen je ungefähr senkrecht zu .dem durch die Pol spur des entsprechenden Triebkernes ge legten Scheibenradius erstrecken und der mittlere Polkern (Gegenpol) so ausgebil- idet und angeordnet ist, dass dessen Trieb feld die Triebscheibe nicht in der Verbin dungslinie der beiden äussern Polkerne,sondern mehr nach dem Rande der Scheibe zu durchsetzt. 6. Ferraris-Triebsystem nach dem Patent anspruch und Unteransprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mittlere Pol des Stromeisens in bezug auf dessen Seitenpole so versetzt ist, dass die Wir kungszentren der Triebfelder auf einem greis liegen, dessen Mittelpunkt etwa der der Triebscheibe ist.7. Ferraris-Triebsystem nach dem Patent anspruch und Unteransprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Triebsystem. mit tangential angeordneten, dreizinkigen Strom- und dreizinkigen Spannungseisen das Spannungseisen ge genüber dem Stromeisen nach dem Rand der Scheibe zu versetzt ist, und dass der zwischen den drei Zinken des Spannungs eisens angebrachte Drosselkern nach der Achse der Scheibe zu verbreitert ist.
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| CH122386D CH122386A (de) | 1926-10-21 | 1926-10-21 | Ferraris-Triebsystem für elektrische Messinstrumente. |
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1926
- 1926-10-21 CH CH122386D patent/CH122386A/de unknown
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