CH122633A - Verfahren zur Verhinderung der Abscheidung des Bleies bei der elektrolytischen Aufarbeitung von Zinn neben Blei enthaltenden Legierungen. - Google Patents

Verfahren zur Verhinderung der Abscheidung des Bleies bei der elektrolytischen Aufarbeitung von Zinn neben Blei enthaltenden Legierungen.

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CH122633A
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  Verfahren zur     Verhinderung    der     Abscheidung    des Bleies bei der     elektrolytischen     Aufarbeitung von Zinn neben Blei enthaltenden Legierungen.    Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Verhinderung der     Abschei-          dung    des Bleies bei der elektrolytischen Auf  arbeitung von Zinn neben Blei enthaltenden  Legierungen.

   Es ist bekannt, dass nach den  üblichen Methoden der sauren, speziell der  salzsauren Zinnelektrolyse wohl eine Entfer  nung der unedlen Legierungsbestandteile, wie  Eisen, Zink, Nickel, nicht aber eine Schei  dung von Blei und Zinn erfolgen kann, weil  Blei und Zinn in der Spannungsreihe der  Metalle nahe benachbart sind und die ge  nannten Metalle sich daher elektrolytisch  nahezu gleich verhalten, und weil überdies  auch die     Dissoziationsverhältnisse    hinsichtlich  der beiden Kationen im allgemeinen sehr  ähnlich liegen.

   Dies sind im wesentlichen die  Gründe, weshalb sich     Zinn-Bleilegierungen     nach dem bisherigen sauren Verfahren elek  trolytisch in keiner Weise veredeln liessen;  die     prozentische    Zusammensetzung der     katho-          disch    erzielten Legierung ergab sich in bezug  auf ihren Blei- und Zinngehalt praktisch    identisch mit der der     anodisch    verwendeten  Ausgangslegierung.  



  Durch eine Reihe systematisch variierter  ausgedehnter Versuche wurde nun gefunden,       dass    die beabsichtigte     kathodische    Scheidung  von Zinn und Blei dann, und zwar praktisch  quantitativ, erfolgt, wenn die Zusammen  setzung des Elektrolyten derart     getroffen    ist,  dass die Kathodenpotentiale von Zinn und  Blei so weit auseinanderrücken, dass für die       kathodische    Bildung einer     Zinn-Bleilegierung     keine Möglichkeit mehr besteht; dies ist der  Fall, wenn das Bleipotential hinreichend  negativ gegenüber dem Zinnpotentiale zu  liegen kommt, wodurch die     Mitausscheidung     von Blei unmöglich wird.

   Diese Verschie  bung des Bleipotentiales lässt sich nun gemäss  vorliegender Erfindung dadurch erreichen,  dass dem salzsauren Bade ein Elektrolyt sol  cher Art und solcher Konzentration zugesetzt  wird, dass durch dessen Anion (zum Beispiel       S04"-Ion)    die im Bade sich einstellende Blei  ionenkonzentration auf einen hinreichend nie-           drigen    Betrag herabgesetzt wird, ohne gleich  zeitig die     Zinnionenkonzentration    praktisch  zu     verändern;

      diese     ungleichmässige    Verschie  bung der     Ionenkonzentrationen,    auf die es  allein     ankommt,    kann hierbei entweder durch       Komplet-    oder durch     Niederschlagsbildung     erfolgen.

   Dieser     Kunstgriff,    der in seinem       Effekte    einer quantitativen Abschirmung des  Bleies von der Kathode gleichkommt, verhin  dert so gut wie vollständig die     kathodische          Abscheidung    des Bleies, und zwar ist der  Erfolg dieser Abschirmung in so hohem Grade  unabhängig vom Gehalte an Blei, da?) sich  auf die geschilderte Weise     ebensowohl    blei  reiche, zinnarme, als bleiarme, zinnreiche     Blei-          Zinnlegierungen    verarbeiten lassen ;

   so ist  zum Beispiel auch noch bei einem Blei  gehalte von nur 2     0,,fo    neben 98     0,/'o    Zinn     (und     auch noch darüber hinaus) die     Blei-Zinntren-          nung    nach dem geschilderten Verfahren eine  praktisch quantitative.  



  <I>Aus f</I>     ührungsbeistWel     Um in das salzsaure Bad     804"-Ionen    ein  zuführen, setzt man zum Beispiel Schwefel  säure oder Sulfat zu,     uin        J'-Ionen    einzufüh  ren, setzt     nian    zum Beispiel     Jodwasserstoff-          s        äure    oder     Jolid    zu.

   Der Zusatz erfolgt       zweckmässig    in einem solchen Ausmasse, dass  die     Lösung    hiervon 0,6 bis 0,2     Gramm-Äqui-          valente    im Liter enthält, also zum Beispiel  bei Zusatz von Schwefelsäure     (Gramm-Äqui-          valentgewicht    49)     rin    Liter rund 30     gr    bis  10     gr        Schwefelsäure    vorhanden sind.

   Even  tuell kann die Konzentration des Zusatzes  auch unterhalb dieser, Grenze bleiben,     wiill-          rend    die Konzentration von     Chlorionen    im    Elektrolyten     zweckmässig    zwischen 100     gi#     und 180     gr    C1     ini    Liter oder auch noch  darüber hinaus gehalten wird. Die Tempera  tur des Bades kann je nach den     Versuchs-          bedingungen        zwischen    0 0 und 35 0 C     schwan-          ken,    soll aber in der Hegel     etwa    20 0 betragen.

    Die mittlere Stromdichte wird mit 50 Am  pere pro     m-'    bemessen. Die Spannung schwankt  je nach dem     Anodenmaterial    in weiten Gren  zen, etwa zwischen 0,1 und 3,0 Volt.  



  Geht man von Legierungen aus, welche  nur Blei und Zinn enthalten, so erhält man  reines Kathodenzinn. Enthalten die Ausgangs  legierungen noch andere Metalle, wie Kupfer  oder Antimon, so schlagen sich selbstver  ständlich auch diese zusammen mit dem Zinn  an der Kathode nieder.

Claims (1)

  1. PATEh'TA:\ SPRUCH Verfahren zur Verhinderung der Abschei- dung des Bleies bei der elektrolytischen Aufarbeitung von Zinn neben Blei enthalten den Legierungen, die als Anoden der salz sauren Elektrolyse unterworfen werden, da durch gekennzeichnet, da1;
    dein salzsauren Bade ein Elektrolyt solcher Beschaffenheit und in solcher Konzentration zugesetzt wird, dass durch dessen Anionen die Blei- und die Zinnionenkonzentration im Bade und dadurch auch die betreffenden Abscliei.iungspotentiale hinreichend weit, und zwar das Bleipotential in negativer Richtung gegenüber dem Zinn potential, auseinandergerückt werden, so dass sich kathödisch wohl Zinn, nicht aber Blei abscheidet.
CH122633D 1924-09-19 1925-08-27 Verfahren zur Verhinderung der Abscheidung des Bleies bei der elektrolytischen Aufarbeitung von Zinn neben Blei enthaltenden Legierungen. CH122633A (de)

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