CH122662A - Turbine für geringe Wassertiefen. - Google Patents

Turbine für geringe Wassertiefen.

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CH122662A
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Suess Eduard
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      Turbine    für geringe     Wassertiefen.       Die     Erfahrung    hat gezeigt, dass Strom  turbinen, das heisst     Wasserkraftmaschinen     mit in ein unter Wasser befindliches Saug  rohr eingebautem Laufrad, um so wirtschaft  licher sind, je grösser der Durchmesser des  Laufrades ist. Die Vergrösserung des     Lauf-          ra,ddurchmessers    aber     findet    ihre natürliche  Begrenzung in der verfügbaren     Wassertiefe,     so dass also die     Verwendung        der    bekannten  Stromturbinen bei seichten Gerinnen in  Frage gestellt ist.  



  Die Erfindung bezieht sich auf derartige  Turbinen und bezweckt, deren Anwendungs  gebiet durch eine neue Bauart zu erweitern,  die es ermöglicht, die Energie von Gerinnen  mit geringer Wassertiefe in wirtschaftlicher  Weise     auszunützen.     



  Die     Erfindung    besteht im wesentlichen  darin, dass ein Laufrad, dessen Durchmesser  grösser ist als die     verfügbare    Wassertiefe     und     dessen zur Führung des Wassers dienendes  Gehäuse, dessen obere Begrenzung ungefähr  auf der Höhe des Wasserspiegels liegt, sich  in der Strömungsrichtung     erweitert,    so dass  es als     Saugrohr    wirkt. Dieses Saugrohr kann    eine offene Rinne     bilden,    deren Oberkante  zweckmässig knapp über dem Wasserspiegel  liegt, kann aber auch flach abgedeckt wer  den, wobei gegebenenfalls auch der heraus  ragende Teil des Laufrades mit ummantelt  werden kann. Im letzteren Falle bleibt das  Höchstmass der möglichen Saugwirkung er  halten.  



  Die Zeichnung veranschaulicht in     Fig.    1  und     Fig.    2 eine beispielsweise Ausführungs  form der Turbine in     Vörderansicht    und  Draufsicht;     Fig.    3 zeigt ein Vergleichs  schema.  



  Die in F     ig.    3 mit a bezeichnete praktisch  verfügbare Wassertiefe gestattet es, den Tur  binen bekannter Bauart eine Eintrittsöffnung       E.,    zu geben. Bei     seichten    Gerinnen ist a  und damit die Abmessung der Eintrittsöff  nung     bezw.    des Laufrades gering, wodurch  die Turbine     unwirtschaftlich    wird, da sich  die Baukosten kleinerer Turbinen nicht im  selben Masse verringern wie die Leistung.  Ausserdem werden kleine     Stromturbinen     leicht durch     Fremdkörper    verstopft, sind da  her nicht betriebssicher.

   Der Erfindung liegt      der durch Versuche als richtig erwiesene Ge  danke zugrunde, die Eintrittsöffnung zu ver  grössern, und zwar in der Form, wie sie  durch die Linie     E2    angedeutet ist. Das Lauf  rad erhält hierbei einen Durchmesser, der die  verfügbare Wassertiefe     a.    übersteigt, so dass  es also aus dem Wasser herausragt. Das  Gehäuse der Turbine kann die Form einer  offenen oder flach abgedeckten Rinne erhal  ten, deren Querschnitt sich in der Strömungs  richtung erweitert. Die Erweiterung erfolgt,  wenn dies möglich ist, zum geringen Teil  nach der Tiefe, zum grössten Teil aber seit  lich, so dass die Rinne die an sich bereits be  kannte     Saugwirkung    durch das aussen vor  beiströmende Wasser auszulösen vermag.

    Selbstverständlich arbeitet das Laufrad nur  auf dem Teil seines Umfanges, der in das  Wasser taucht. Versuche haben gezeigt, dass  die Leistung des teilweise eintauchenden  Laufrades mit .der Eintrittsöffnung     E2    wohl  entsprechend geringer ist als jene des bei  ausreichender Wassertiefe vollständig unter  getauchten, dass sie jedoch wesentlich grösser  ist als jene einer Turbine mit der Eintritts  öffnung     El.    Die durch das vergrösserte Ge  häuse     bezw.    die grösseren Abmessungen des  Laufrades     bedingten    grösseren     Baukosten     werden durch Vereinfachungen der Bauart  wettgemacht, die durch. die Ausbildung des  Gehäuses als Rinne bedingt ist.  



  Bei dem in     Fig.    1 und     Fig.    2 dargestell  ten Ausführungsbeispiel ist angenommen.  dass die Oberkanten des im Querschnitt halb  kreisförmigen     bezw.    nach     rückwärts    zu flach  gedrückten Gehäuses 1 knapp oberhalb des  Wasserspiegels     zu    liegen kommen, so     da,ss     also das Laufrad 2 ungefähr zur Hälfte ein  taucht. An die auf der Welle 3 sitzende  Nabe 4 des Laufrades schliesst ein Kegel 5  an, der die Zunahme des vom Wasser durch  strömten Gehäusequerschnittes in der Strö  mungsrichtung verstärkt und in bekannter       ZVeise    zur Erhöhung der Saugwirkung bei  trägt.

   Vom Lager der Welle 3 ausgehend,  ragen in     Kreuzform    vier     Rippen    6 durch den  Kegel nach     aussen,    von denen die untere und  die beiden seitlichen mit dem Gehäuse fest    verbunden sind. Letztere stellen mit ihren  Verlängerungen 7 die feste Verbindung mit  den     Schwimmkörpern    S her, die durch zwei       rückwärts    angeordnete Verbindungsrippen 7'  ergänzt wird. Im vorliegenden Falle ist das  Gehäuse durch eine Platte 9     abgedeckt,    die  knapp hinter dem     Laufrade    beginnt.

   Eine  weitere Ausgestaltung der Abdeckung bildet  ein     Aufbau.    10 der Platte, durch welchen das  Laufrad ummantelt und in die Abdeckung  einbezogen ist. Dadurch     ergibt    sich, wie bei  den bekannten     Stromturbinen,    ein bis auf die  Ein- und Austrittsöffnung     geschlossenes    Ge  häuse, wodurch die     Saugwirkung    des aussen       vorbeiströmenden    Wassers voll erhalten  bleibt, wenn die Platte 9 etwas überflutet  wird und das Laufrad auch an der     ,Stirnseite     durch eine Platte 11 abgedeckt ist,

   die bis  knapp unter den     Wasserspiegel        herabreicht.     Die obere Rippe 6 dient gleichzeitig als La  ger für die Welle 12, von der die gewonnene  Kraft abgenommen wird. Die Drehung der  Welle 3 wird durch .die Zahnräder 13, 14       bezw.    .die Kettenräder 15, 16 samt Kette 17  auf die Welle 12 übertragen.  



  Die neue Bauart ergibt folgende Vorteile.  In seichten Gerinnen wird die     Ausnüt-          zung    der Wasserkraft mittelst Turbinen in  wirtschaftlicher Weise     ermöglicht.    Die Bau  art selbst erscheint vereinfacht, da zum Bei  spiel die Lagerung des halb eintauchenden  Laufrades keine umständliche Abdichtung  erfordert. Die Ummantelung des Getriebes  kann entfallen, da     dasselbe    grösstenteils  ausserhalb des Wassers zu liegen kommt. Die  flache Abdeckung des Gehäuses kann gleich  zeitig zur     Aufstellung    einer Dynamo  maschine benützt werden, um die gewonnene  Energie in elektrische zu verwandeln und  vom     Ankerplatz    der Turbine an das Ufer zu  leiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCH: Turbine für geringe-ZU'a.ssertiefen, ge kennzeichnet durch ein Laufrad, dessen Durchmesser grösser ist als die verfügbare Wassertiefe und dessen zur Führung des Wassers dienendes Gehäuse, dessen obere Be- grenzung ungefähr auf der Höhe des Was serspiegels liegt, sich in .der Strömungsrich tung erweitert, so dass es als Saugrohr wirkt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Turbine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, @dass das Gehäuse eine offene Rinne bildet. 2. Turbine nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass das Gehäuse als flach abgedeckte Rinne ausgebildet ist.
    3. Turbine nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung des Gehäuses mit einem Aufbau auch den über dem Wasser befindlichen Teil des Laufrandes umfasst.
CH122662D 1925-05-13 1926-05-10 Turbine für geringe Wassertiefen. CH122662A (de)

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AT122662X 1925-05-13

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CH122662A true CH122662A (de) 1927-10-01

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CH122662D CH122662A (de) 1925-05-13 1926-05-10 Turbine für geringe Wassertiefen.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4078388A (en) * 1975-07-14 1978-03-14 Gutierrez Atencio Francisco Jo Transportable hydromotive assembly

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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