CH122664A - Verbrennungskraftmaschine. - Google Patents
Verbrennungskraftmaschine.Info
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- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02B—INTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
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Description
Yerbr ennungskr aftmasehine. DieErfindung bezieht sich auf eineVerbren- nungskraftmaschine mit Vorverdichter und Abgasturbine. Gemäss der Erfindung sind die Abgasleitung zwischen der Verbrennungs- kraftmaschine und der Abgasturbine, sowie der Eintrittsquerschnitt der letzteren so klein, dass nach Beginn des Auspuffes in einem Verbrennungszylinder der Druck vor der Tur bine ansteigt und gegen Ende desselben sinkt. Durch diesen Anstieg des Druckes vor der Turbine erhält man eine grössere Turbinen leistung.
Wenn die Turbine den Vorverdicbter antreibt, so ermöglicht das, mehr Aufladeluft zu fördern oder sie auf höheren Druck zu verdichten. Durch den niedrigeren Druck in den Verbrennungszylindern am Ende des Auspuffvorganges wird vermieden, dass am Ende des Auspuffes eine grosse Abgasmenge in diesen Zylindern verbleibt, wodurch die Menge der neu eingeführten Ladung nur er wärmt und verkleinert würde.
Auch bei Viertaktmotoren sind die Ab messungen 'der die Abgase zur Turbine füh renden Leitungen vorteilhaft derart, dass der niedrigste Druck vor der Turbine wenigstens bei bestimmten Belastungen tiefer ist als der Druck der vorverdichteten Ladung, damit jeder Verbrennungszylinder mit neuer Ladung gespült werden kann, indem die Ein- und Auslassorgane eines Verbrennungszylinders während des Spülvorganges gleichzeitig ge öffnet sind und bei Mehrzylindermaschinen das Auspufforgan des nächsten zum Auspuffen der Verbrennungsgase gelangenden Zylinders so spät öffnet, dass kein zu rascher, die Spül wirkung behindernder Druckanstieg in der Leitung zur Turbine erfolgt.
Aus diesem Grunde erfolgen bei Mehrzylindermaschinen die Öffnung des Einlassorgans der Verbren nungszylinder zweckmässig früher und die Öffnung der Auspufforgane später als wie bisher bei gewöhnlichen Viertaktmotoren, dies insbesondere, wenn gegen Ende der Auspuff hübe ein möglichst niedriger Druck erreicht werden soll.
Wenn mehr als drei bis vier Zylinder von im Viertakt arbeitenden Maschinen in eine gemeinsame Abgasleitung auspuffen, so kann insbesondere bei höherer Belastung der Druck vor der Turbine nicht, oder zu wenig lange unter den Aufladedruck sinken, indem sich die Auspuffe der einzelnen Verbrennungszy- linder zu rasch folgen. In diesem Fall sind vorteilhaft mehrere Abgasleitungen angeordnet, derart, dass höchstens drei bis vier Zylinder, deren Auspuffvorgänge sich möglichst in gleichen Zeitabständen folgen,. je eine gemein same Abgasleitung besitzen. Dadurch wird ein Spülen und ein gleichmässiges Aufladen und Auspuffen der einzelnen Verbrennungs zylinder erreicht, indem die Druckverhältnisse in den verschiedenen Verbrennungszylindern gleiche sind.
Die verschiedenen Abgasleitungen können in eine oder mehrere Turbinen münden.
Bei Zweitaktmaschinen können mehrere Zylinder in eine Abgasleitung auspuffen, ohne die Spülung zu beeinträchtigen, da der Aus puff kürzer ist.
Die zwei Zeichnungen betreffen Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Fig. 1 zeigt den Druckverlauf in den Zylindern einer Vierzylinder-Viertaktver- brennungskraftmaschine während zwei Um drehungen der Maschine; Fig. 2 stellt ihre Kurbelwelle dar;
Fig.3 zeigt den Druckverlauf vor der Turbine, und Fig. 4 die Ventilerhebungen der Ein- und Auslassventile; Fig. 5 zeigt schematisch eine Achtzylinder Viertaktmasehine mit zwei Abgasturbinen, und Fig. 6 die Kurbelwelle; Fig. 7 und 8 zeigen Abgasturbinen.
In den Fig. 1-4 sind I, II, III bezw. IV die vier Zylinder in der Ordnung, wie sie nebeneinander liegen, entsprechend der- Kur belanordnung nach Fig. 2. In ihnen folgen sich die Arbeitsvorgänge entsprechend den Zahlen 1, 4, 2 bezw. 3 derart, dass sich nach je<B>180'</B> Umdrehung der Kurbelwelle jeder Vorgang wiederholt. In Fig. 1 stellen die Linienzüge pi die Drücke in den Verbren nungszylindern und p" den Atmosphärendruck dar.
Verfolgen wir in Fig. 1 den Druckver lauf im Zylinder I.II (2), so findet von 0 bis 180 Verbrennung und Expansion statt. Vor Erreichung der 180 öffnet sich das Auspuff ventil all[. Die Abmessungen der Zuleitung zur Turbine sind nun aber so bemessen, dass der Auspuffdruck, vom Moment der Öffnung des Auspufforgans nicht plötzlich, sondern verhältnismässig langsam während der Wellen drehung von 180 bis 360 unter den Ruflade druck sinkt, welcher im Zylinder während des Saughubes von 360-540 Wellendrehung herrscht.
Der Rufladedruck ist natürlich höher als der Atmosphärendruck p". Während der weiteren Drehung der Maschine von 540--720 wird die im Zylinder befindliche Ladung verdichtet. Das Ende der Verdichtung, sowie die Verbrennung und der Anfang der Expan sion ist für das Verständnis der Erfindung ohne Bedeutung und deshalb durch die Linien züge pi nicht darestellt. Die Verbrennung kann zum Beispiel, wie eine Explosion oder unter konstantem Druck verlaufen.
Fig. 3 zeigt den Druck vor der Abgas turbine. Kurz nach<B>180'</B> steigt der Druck p= infolge des Auspuffes des Zylinders III stark an, um später wieder zu sinken und vor 360 unter den Rufladedruck 2)o zu fallen. Um 360 herum beginnt dann wieder der steile Anstieg, der nun durch die ausströmen den Auspuffgase aus Zylinder IV hervor gerufen wird, und so fort.
Die Ventilerhebungskurven aai (Auspuff ventil) und b111 (Einlassventil) des Zylinders III zeigen, dass kurz vor 180 sich das Aus pufforgan öffnet. Im Moment, wo während der Wellendrehung von 180 -360 der Druck p2 vor der Turbine den Druck p" unterschreitet, wird, wie die Öffnungskurve bui zeigt, das Einlassorgan im Zylinder III geöffnet und nun wird der Zylinder III durch die frische Ladung ausgespült.
Bald darauf öffnet das Auspuff ventil des Zylinders IV entsprechend der Ventilerhebungskurve cr" und der Druck p2 vor der Abgasturbine steigt wieder infolge des Auspuffes aus dein Zylinder IV. Nach dem Totpunkt 360 , im Moment, wo er grösser als der Rufladedruck po wird, schliesst das Auspuffventil des Zylinders III und die Spülung ist beendigt. Nach dem Saughub im Zylinder III bei 540' wird auch das Saug ventil desselben geschlossen.
Die Spülperiode ist in den Öffnungskurven der Einlassorgane bI, b". b., bezw. bi, jeweils durch horizontale Schraffur hervorgehoben. Die Auspufforgane öffnen zweckmässig nicht zu früh, damit die Spülung nicht durch frühzeitigen Druckanstieg gestört wird.
In der Fig. 5 ist eine Achtzylinder-Vier- taktmaschine dargestellt. Die Kurbelwelle 11 besitzt acht Kurbeln für die Zylinder I, II, IH, IV, V, TI, VII und VIII auf dem Maschinen ständer 10 mit den Deckeln 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 und 20. Gemäss Fig. 6 erfolgt die Verbrennung in den Zylindern in der Reihen folge IV, VII, VIII, HI, I, II, V, VI, IV. Die Auspuffleitungen 13', 16', 17' und 20' der Zylinder I.
IV, V und VIII und die Auspuff leitungen 14', 15', 18' und 19' der Zylinder II, III, VI und VII, deren Kurbeln je in einer Ebene liegen, münden in je eine Abgasleitung 21, bezw. 22, welche die Abgase zu einer Turbine 23 bezw. 24, mit der Auspuffleitung 26 bezw. 27 führen. Beide Turbinen 23 und 24 sitzen auf der gleichen Welle 25.
Die Verbrennungen in den Zylindern, die an die selbe Abgasleitung 21 bezw. 22 angeschlossen sind, folgen sich also nach je 180 Wellen drehung; die Verbrennungen der andern vier Zylinder sind ihnen gegenüber um 90 versetzt.
Statt zwei Turbinen kann auch nur eine an geordnet sein, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist. Oder die zwei Turbinen können, wie Fig. 8 darstellt, zu einer Doppelturbine mit der Welle 25 zusammengebaut sein, derart, dass alle achsial wirkenden Drücke sich gegen seitig aufheben. Diese Turbine besitzt zwei Eintrittleitapparate 28 und 32, in welche die Gase durch die beiden Abgasleitungen 21 und 22 gelangen, ferner je zwei Laufräder 29 und 31, bezw. 33 und 35 mit je einem dazwischen liegenden Leitrad 30 bezw. 84.
Aus den Tur binen gelangen die Abgase in die Leitungen 26 und 27 und von dort direkt oder durch weitere Vorrichtungen ins Freie.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verbrennungskraftmaschine mit Vorver- dichter und Abgasturbine, dadurch gekenn zeichnet, dass die Abgasleitung zwischen der Verbrennungskraftmaschine und der Abgas turbine, sowie der Eintrittsquerschnitt der letzteren so bemessen sind, dass nach Beginn des Auspuffes in einem Verbrennungszylinder der Druck vor der Turbine ansteigt und gegen Ende desselben sinkt.UNTERANSPRüCHE 1. Viertakt-Verbrennungskraftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens bei gewissen Belastungen der Druck vor der Turbine gegen Ende des Auspuffes unter den Aufladedruck sinkt. 2.Mehrzylinder - Verbrennungskraftmaschine nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass zwecks Spülens der Ver brennungszylinder das Einlassorgan geöffnet wird, bevor das Auslassorgan schliesst, und dass das Auslassorgan des folgenden, in die gleiche Abgasleitung auspuffenden Zylin ders so spät geöffnet wird, dass der Druck anstieg in der Leitung die Spülwirkung nicht mehr beeinträchtigt. 3.Mehrzylinder - Verbrennungskraftmaschine nach Patentanspruch,- dadurch gekenn zeichnet, dass mehrere voneinander unab hängige Abgasleitungen zwischen der Verbrennungskraftmaschine und der Ab gasturbine angeordnet sind, in welche je nur ein Teil der Verbrennungszylinder auspufft. 4. Mehrzylinder - Verbrennungskraftmaschine nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver brennungszylinder, die in eine gemeinsame Abgasleitung auspuffen, dies innert gleicher Zeitabstände tun. 5.Mehrzylinder - Verbrennungskraftmaschine nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch mehrere voneinander unabhängige Abgas leitungen, von denen jede an eine beson dere Turbine angeschlossen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH122664T | 1925-11-30 |
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| CH122664A true CH122664A (de) | 1927-10-01 |
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| CH122664D CH122664A (de) | 1925-11-30 | 1925-11-30 | Verbrennungskraftmaschine. |
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| CH (1) | CH122664A (de) |
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1925
- 1925-11-30 CH CH122664D patent/CH122664A/de unknown
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