Refiektoranordnnng für Glühlampen. Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Reflektoranordnung zur Aussendung von diffusem Licht, und die Erfindung be trifft eine besondere Anordnung an der artigen Reflektoren, die aus einem System von Schirmen bestehen,; welche die Licht quelle ganz umgeben, so dass keine aus gehenden Strahlen das Auge direkt treffen können.
Das eigentümliche Merkmal der Erfin dung ist nun darin zu erblicken, dass alle diejenigen Schirmflächen, welche gegen die Lichtquelle wenden, zu den Lichtstrahlen einen Winkel bilden, der minder als 45 ist. Dagegen bildet die Gestalt der Schirme nur in- uneigentlichem Masse ein Teil der vor liegenden Erfindung, und es ist bei ihrer An bringung nur darauf berücksichtigt, eine passende Luftabkühlung hervorzuschaffen.
Durch eine übliche Mattierung des kugelförmigen Glasbehälters der Glühlampe oder durch das Umgeben der Glühlampe mit einer matten Kuppel wird der Glüh- draht von einer weissen Fläche ganz um geben ,sein, so dass man, wenn man sich das Auge am Platze des Glühdrahtes angebracht denkt, nur weisse oder andere diffuse Ober flächen in allen Richtungen sieht.
Bei der vorliegenden Erfindung wird dasselbe erreicht, indem das Auge, wenn es am Platze des Glühdrahtes angebracht ge dacht wird, nur diffuse Flächen sehen wird; aber das Entscheidende für die Licht ökonomie und die Grundlage der vorliegen den Erfindung besteht darin, dass diese sämtlichen Flächen im Gegensatz zur Innen fläche der matten Kugelfläche um den Glühdraht einen Winkel mit den Licht strahlen bilden, welcher minder als 45 ist. Hierdurch wird erreicht, dass dasjenige Licht, welches von den diffusen Flächen gegen den Glühdraht notwendigerweise zu rückgeworfen wird und denselben erhitzt, und das Gas der Lampe erheblich geringer werden, als wenn der Winkel der Fläche zu den Lichtstrahlen des Glühdrahtes grösser als 45' ist.
Um die Verwertung des Lichtes zu er höhen, muss das diffuse Licht, welches von einer diffusen Fläche gegen die Hinterseite der unten liegenden diffusen Fläche gewor fen wird, möglichst stark ausgenützt werden, und deshalb ist die Hinterseite der Schirme blank oder spiegelnd.
Dasjenige Lichtarrangement, welches der hier beschriebenen Anordnung am meisten ähnlich ist, ist das einfache indirekte oder halbdirekte Licht, wo eine blanke undurch sichtige oder mattdurchsichtige Schale das Licht auf die weisse Decke oder auf eine besonders diffuse kleinere Fläche empor wirft. Diesem Arrangement gegenüber sind bei der vorliegenden Erfindung die Flächen, welche vom Licht direkt getroffen werden, hauptsächlich nach unten gekehrt, was sehr wesentlich ist, weil die nach oben gerichte ten Flächen (die Schale im indirekten oder halbdirekten Licht) zugestä,ubt werden. Zugleich sind hier alle Flächen unter einem kleinen Winkel zu den Lichtstrahlen ge stellt.
Eine einzelne Ausführungsform der Er findung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen: , Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch ein solches Schirmsystem, und Fig. 2 im Schnitt die Reflektion von einem kleinen Teil eines diffusen Reflek tors. ' Es sei angeführt, dass die Zeichnung nur als eine schematische Skizze zum Verständ nis der Erfindung betrachtet werden müsse, und alle für das Verständnis nicht notwen digen Teile sind deshalb in der Zeichnung in Wegfall gekommen.
In der Zeichnung ist 1 der Glühdraht der Lampe 2, und über dieser ist ein Schirm 3 angebracht, dessen Krümmung eine derartige ist, dass das Licht den Schirm niemals unter einem ',T"Tinkel treffen wird, welcher kleiner als 45 mit dem Einfallslot ist. Unter die sem Schirm, aber mit seiner Überkant in der Höhe mit der Unterkant des Schirmes 3, ist ein anderer Schirm angebracht mit derselben Krümmung und mit derselben Lage im Ver hältnis zu den Lichtstrahlen.
Schliesslich ist unter diesem Schirm 4 ein dritter Schirm 5 mit derselben Krüm- miuie angebracht und derart eingerichtet, dass keine direkten Lichtstrahlen zwischen die Schirme 3, 4 und 5 austreten können. Endlich ist ein Unterschirm 6 angebracht, welcher inwendig blank sein kann und wel cher das Licht auf die matten Schirme reflektiert.
In der Zeichnung ist es gezeigt, dass' die vom Glühdraht 1 aus auf die Schirme 3, 4 und 5 ausgeworfenen Lichtstrahlen, und zwar 9,; 7 und 11, so wie durch die Pfeile gezeigt zerstreut werden, und zwar derart, dass die stärkste Lichtwirkung in den Rich tungen 8, 10 und 12 eintrifft.
In Fig. 2 ist dieses Verhältnis näher ver anschaulicht. 13 stellt die Oberfläche eines der matten Schirme 3, 4 oder 5 dar. Das Licht des Glühdrahtes ist durch die Linie 15 bezeichnet und trifft den Schirm innerhalb des schraffierten Winkels 24, dessen Be grenzungslinien mit 13 und 14 bezeichnet sind. Die Reflektion des genannten Strahls 15 von der Oberfläche 13 aus wird die Ge. stalt eines Strahlenbundes annehmen (hier durch die Bezeichnungen 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23 angegeben).
Die Grösse dieser Strah len wird verschieden sein, und der Strahl 17 wird immer der grösste sein, aber der Unterschied in bezug auf ihre Grösse wird von der Mattheit der Schirme abhängig sein.
Man ist somit imstande, das Licht ausstrahlen von der Lampe aus dadurch zu regeln, dass man den Mattierungsgrad der Schirme oder einzelner Teile derselben va riiert, wodurch man die Strahlen 8, 10 und 12 in Fig. 1 im Verhältnis zur übrigen Aus strahlung verstärkt oder versehwächt.
Hierdurch wird man imstande sein, in einer leichten Weise zu bewirken, da.ss das Licht des Schirmes in erheblichem Grade auswärts leuchtend wird, also imstande sein, durch starke Mattierung das Licht im Raume stärker zu streuen, wodurch die Strahlen 8, 10 oder 12 erschw ächt werden oder das Licht durch eine schwache Mattierung be sonders vom äussern Teil des Schirmes 3, vom ganzen Schirm 4 und vom Oberteil des Schirmes 5 nach innen stark zu sammeln. Es ist hieraus ersichtlich, dass der ein fallende Strahl 15 einen grösseren Winkel zum Einfallslot 16 als 45 bildet (den Win kel zwischen 14 und 16).
Die Intensität des Strahls 17 wird, ab gesehen von der Mattierung des Schirmes 13, zugleich davon bedingt sein, dass der Win kel zwischen 15 und 16 möglichst gross ist. Es ist deshalb wichtig, dass der Strahl 15 innerhalb des zwischen den Linien 13 und 14 schraffierten Areals 24 fällt, indem er dadurch immer einen Winkel zum Einfalls lot bilden wird, welcher über 45 ist.