CH122818A - Motorbrennstoff. - Google Patents

Motorbrennstoff.

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CH122818A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Motorbrennstoff.    Es     wurde    gefunden, dass man Motor  brennstoffe weitgehend verbessern und     ihre     Wirtschaftlichkeit erhöhen, kann,     wenn    man  ihnen Produkte zusetzt, die durch Druck  hydrierung von Brennstoffen, z. B. Kohlen,  Teeren, Mineralölen, deren     Destillations-    und  Extraktionsprodukten, Rückständen, sowie  überhaupt von Kohlenstoff enthaltenden Ma  terialien     tierischer    und pflanzlicher Her  kunft erhalten werden.

   Die     Verbesserung     kann zum Beispiel     darin.    bestehen, dass     ein          Motorbrennstoff,    der bei seiner     Verwendung     ein Klopfen des Motors hervorruft und des  halb zum Betrieb von Motoren mit höherem       Kompressionsverhältnis        nicht    verwendet  werden kann, diese nachteilige Eigenschaft  völlig oder nahezu völlig verliert, wenn man  ihm eines der oben. genannten     Hydrierungs-          produkte    zusetzt.

   Als klopfende Brennstoffe,  die auf diese Weise verbessert werden kön  nen, kommen in erster Linie Benzine     ali-          phatischer    Natur, z. B. amerikanischen Ur  sprunges, in Frage, besonders höher siedende  Benzine dieser Art. Ebenso     können    auch    schwerere klopfende Brennstoffe, wie Petro  leum, Gasöle usw., verbessert werden.

   Die  Menge des Zusatzes ist abhängig sowohl von  der Beschaffenheit     des    zu verbessernden Pro  duktes, von der Art des Motors, besonders  von dessen Kompressionsverhältnis und von  der Eigenart des     Hydrierungsproduktes.     Beispielsweise genügt für ein Benzin von der  Dichte 0,780, das im wesentlichen aus     ali-          phatischen        Kohlenwasserstoffen    besteht, ein  Zusatz von etwa 40 % eines durch Druck  hydrierung von Braunkohle erhaltenen Pro  duktes, das bei der Destillation vollständig  bis 200' übergeht.

   Mit diesem Mischbrenn  stoff lässt sich ein Motor mit. wesentlich hö  herer Kompression, beispielsweise 1 :5, ein  wandfrei betreiben, der bei     Verwendung    des  gleichen Benzins allein klopfte.  



  Wie sich aus folgendem ergibt, können  mit vorliegender Erfindung auch Verbesse  rungen in anderer Richtung erzielt     werden.     



  Von den Stoffen, die als     Motorbrennstoffe     in Betracht kommen, besitzen die niedern           aliphatischen    Alkohole Wichtigkeit, weil sie  in grossen Mengen     herstellbar    und in man  cher Hinsicht ausgezeichnete Motorbrenn  stoffe sind, zum Beispiel     hinsichtlich    der       Energieausbeute.    Jedoch stehen dem auch  Nachteile gegenüber, die vor allem darin zu  sehen sind,     da.ss    .die in einem gegebenen Vor  ratsbehälter unterzubringende Energiemenge  entsprechend der niedrigeren Verbrennungs  wärme geringer ist als bei sonst gebräuch  lichen     Motorbrennstoffen,    wie Benzinen.

    Auch hinsichtlich des     Anlaufens    .des Motors  ergeben sich Schwierigkeiten, deren Grund  darin zu sehen ist, dass Dampfdruck, Luft  bedarf und     Verdampfungswärme    bei Alko  holen ungünstigere Werte haben als etwa  bei Benzinen.  



  Man hat versucht, eine Verbesserung die  ser Stoffe dadurch zu erzielen,     da.ss    man  ihnen andere     Brennstoffe    zusetzte. Jedoch  ist dies gerade mit den wichtigsten Stoffen,  den Benzinen, nicht in dem erwünschten  Masse möglich, weil die     Mischbarkeit    zu ge  ring ist; zum Beispiel ist in dem handels  üblichen amerikanischen Benzin von der  Dichte 0,75 Alkohol nur in verhältnismässig  engen Grenzen löslich;

   wasserfreies Metha  nol löst sich nur zu etwa 3     %.    Die genann  ten     Druckhydrierungsprodukte    und hiervon       insbesondere    die niedrig siedenden Fraktio  nen sind nun, wie Versuche     erga.beii,    in     lio-          liem    Masse befähigt, mit niederen     alipliati-          schen    Alkoholen Gemische zu bilden, die     lio-          niogen    bleiben und einen ausgezeichneten       Notorbrennstoff    darstellen.  



  Es ist weiterhin möglich, durch den Zu  satz der     genannten        Hydrierungsprodukte    die       Destillationskurve    eines gegebenen Brenn  stoffes günstiger zu gestalten, da es bei der  Hydrierung möglich ist, vorzugsweise Pro  dukte von     bestimmten    Siedegrenzen Herzu  stellen.

   Brennstoffe, die für sich im Motor  schwer anspringen, wie Benzol, Schweröle       nto.,    können durch Zusatz niedrig siedender  Produkte der     Druckhydrierung        verbessert     werden; beispielsweise sei genannt ein Ge-    misch von 50     %ä    Petroleum     -;-    50     %    eines bis  <B>180'</B> siedenden     Drucl@bydrierungsproduktes.     



  Auch die Kältebeständigkeit mancher  Brennstoffe, wie z. B. Benzol, wird durch  Zugabe eines flüssigen     Druckhydrierungs-          produktes    verbessert, weil .der     Erstarrungs-          punkt    herabgesetzt wird; beispielsweise sei  genannt ein Gemisch von 80     %    Benzol     -@-          20    % eines unter 80          siedenden     Druck-          liydrieruDgsprodul@tes.     



  Ebenfalls wirkt der Zusatz bei Brenn  stoffgemischen, wie z. B. Benzin und Metha  nol, Benzin und Spiritusgemischen     usw.,     günstig, weil die     Entmischungstemperatur,     das heisst diejenige Temperatur, bei welcher       Schichtenbildung    eintritt,     erniedrigt        wird.          Man        kann    daher auch natürliche Benzine  in erheblichen Mengen zusetzen. Beispiels  weise sei ein Gemisch von 60      ö        Hydirie-          rungsprodukt    von Braunkohle, 30      6        Gasolin     und 10 % Methanol genannt.

   Da die niederen  Glieder der     aliphatischen    Alkohole, insbe  sondere das     Methanol,    ebenfalls die Erschei  nung des     Klopfens    beseitigen, so     enthalten     Gemische, wie das zuletzt erwähnte, noch       ein    weiteres in dieser Richtung     wirksames     Mittel. Als weiteres Beispiel nennen wir  noch folgendes     Gemisch:    30      ö        amerika-          nisches    Benzin von der Dichte 0,730, 30  Spiritus (96     ro)    und 40 % eines bis<B>1,80</B>   sie  denden     Drucl@hydizerungsprodulztes.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Motorbrennstoff, dadurch gekennzeichnet, dass er ein durch Druckhydrierung von Brennstoffen hergestelltes flüssiges Produld und einen andern fliissigen Brennstoff ge mischt enthält. UNTERANSPRüCHE 1. Motorbrennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er einen Mo torbrennstoff, der zum Klopfen neigt, ent hält. 2.
    Motorbrennstoff nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er niedere aliphatische Alkohole enthält. 3. A2otorbrennstoff nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass er natür liches Benzin enthält.
CH122818D 1925-10-19 1926-07-16 Motorbrennstoff. CH122818A (de)

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