CH122828A - Hemmvorrichtung für Schneeschuhe. - Google Patents

Hemmvorrichtung für Schneeschuhe.

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CH122828A
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Bazala Dr Ernst
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Bazala Dr Ernst
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Description


      Remmvorrichtung    für     Sehneeschuhe.       Es gibt bereits     Hemmvorrichtungen    für  Schneeschuhe,-     die    aus einem an :der Enten  seite des     Schneeschuhes    zu befestigenden  Keil bestehen, dessen sanft geneigte Schräg  fläche gegen das vordere Ende des Schnee  schuhes hin gerichtet ist, während der geil  gegen hinten durch eine auf der Unterfläche  des Schneeschuhes senkrecht stehende oder  etwas zurückspringende Fläche begrenzt ist.  Diese hintere Begrenzungsfläche des Keils soll  beim     Bergaufgehen    den Widerstand gegen  das     Abwärtsgleiten    erhöhen.

   Die gegen das  Vorderende des Schneeschuhes sanft     geneigte     Keilfläche vergrössert den Widerstand beim       Vorwärtsgleiten    nur in einem ganz unbedeu  tenden     Masse.    Die kleine hintere Begren  zungsfläche des Keils kann aber nur bei sehr  hartem Schnee eine genügende Sicherheit  gegen     Rückwärtsgleiten    bieten.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist nun gleichfalls eine solche keilförmige  Hemmvorrichtung für Schneeschuhe, die     aber     von andern theoretischen Erwägungen aus  geht als die bekannten Vorrichtungen dieser  Art. Dies soll anhand der beiliegenden sehe-         matischen    Zeichnung erläutert werden, in  welcher     Fig.    1 und 2     Ausführungsbeispiele     des Erfindungsgegenstandes darstellen.  



  Sowohl beim     Bergaufwärtsgehen,    als  auch beim Gehen auf     wagrechter    Ebene be  ruht das Streben des Schneeschuhes, rück  wärts zu gleiten, darauf, dass das jeweils  rückwärtige Bein in der letzten Phase des  Schrittes eine     Stosskraft    auf den Schnee  schuh ausübt, die in der Richtung des Pfeils       St    der     Fig.    1 verläuft. Diese Stosskraft St  wird bei dem gewöhnlichen Schneeschuh  ohne Hemmvorrichtungen in zwei Kompo  nenten zerlegt, von denen die eine, D     (Fig.     2), auf .dem Boden     senkrecht    steht und die  zweite, G, parallel zum Boden verläuft.

   Die  Komponente D erzeugt den Druck auf den  Boden und die Komponente G bewirkt das       Rückwärtsgleiten,    - welchem lediglich die       durch        die        Druckkomponente    D erzeugte Rei  bung entgegenwirkt.   Wird nun an der Unterseite des Schnee  schuhes A ein Doppelkeil K befestigt, des  sen rückwärtige Fläche F -auf der Stosskraft  richtung     St    senkrecht oder nahezu senkrecht      steht, so wird die ganze Kraft St von dieser  Fläche     I'    aufgenommen, ohne dass die in       Fig.    2 dargestellte Kräftezerlegung statt  finden würde. Es wird daher auch kein Zu  rückgleiten infolge der Stosskraft St statt  finden.  



  Die vordere Fläche     I',    des Doppelkeils     K     kann ebenso geneigt sein wie die hintere       Fläche    I' oder auch in einem andern Win  kel. Um den Widerstand beim Vorwärts  gleiten möglichst klein zu halten, empfiehlt  es sich, die vordere Keilfläche     F,        möglichst     sanft gegen die Unterfläche des Schnee  schuhes A zu neigen.  



  Sehr harter Schnee würde aber dem Ein  dringen eines Keils, wie er in     Fig.    1 darge  stellt ist, einen     grossen    Widerstand entgegen  setzen, und es könnte sein, dass hierdurch  die ganze Vorrichtung unwirksam werden  würde. In diesem Falle empfiehlt es sich,  die vordere Fläche     F,    steiler zu machen, so  dass der Keilwinkel     schärrer    wird und das       Eindrücken    in den harten Schnee erleich  tert. Hierdurch wird allerdings der Wider  stand gegen das     Vorwärtspleiten    erhöht, was  aber durch entsprechendes Heben des Fusses  beim     Vorwärtsschreiten    behoben werden  kann.

   Um aber dort, wo diese stärkere Nei  gung der vordern Keilfläche F, nicht nötig  ist, also bei weichem Schnee, den Wider  stand gegen das Vorwärtspleiten möglichst  klein zu halten, kann man einem Keil     K,     wie er in     Fig.    3 dargestellt ist, einen Zusatz  keil Z hinzufügen, wodurch ein Gesamtkeil  KZ erhalten wird, dessen vordere Fläche  wieder so sanft geneigt ist, dass der Wider  stand gegen das Vorwärtspleiten das ge  wünschte niedrige Mass erreicht.  



  Es ist aber auch möglich, die rückwär  tige Keilfläche F des Hauptkeils     K    steiler  zu machen, als in     Fig.    1 gezeigt, und den  Zusatzkeil Z an .der Rückseite anzuordnen,  während die vordere, sanft geneigte Keil  fläche     F,    etwa die in     Fig.    1 dargestellte       sanfte    Neigung beibehält.

   Wird in diesem       Falle    der Zusatzkeil Z     weggenommen,    so er  gibt sich wieder ein scharfer, das heisst gro-         sser    Keilwinkel, der das     Eindringen    des Keils  in harten     Schnee    erleichtert, und die Nei  gung der hintern Keilfläche     T    kann dabei  immer noch so gewählt sein,     da.ss    die das  Gleiten anstrebende Kraftkomponente der       Stosskraft    St keine schädliche Wirkung aus  üben kann, da sie ja vor allem das Bestre  ben haben wird, den Keil in den Schnee ein  zudrücken.

   Die sanfte Neigung der     vordern     Keilfläche     I',    wird aber stets einen geringen  Widerstand gegen das Vorwärtspleiten     ge-          w        *tlirleisteil.    Bei hartem Schnee wird man  also einen solchen an der Rückseite allzu  bringenden Zusatzkeil Z abnehmen und bei  weichem     Schnee    aufsetzen.  



       Selbstverständlich    kann mit der beschrie  benen Vorrichtung auch beim     Abwärtsfahren     eine Bremswirkung erzielt werden, wobei  ebenfalls     verschiedeneAnwendungsarten    mög  lich sind, die     "ieli    wie     beire    Aufwärtsfahren  nach den Schneeverhältnissen und nach dem  Mass der     beabsichtigten    Bremswirkung richten.  



  Das Wesen der Erfindung     liegt    also  darin, dass nicht nur der Winkel, den die  vordere Keilfläche mit der Unterseite des  Schneeschuhes einschliesst, wie dies an sich  bekannt ist, ein spitzer Winkel ist, sondern  auch der Winkel, den die hintere Keil  fläche mit -!er Unterseite des Schneeschuhes  einschliesst,     wogegen    dieser letztere Winkel  bisher immer als ein Winkel von<B>90'</B> oder  mehr ausgebildet wurde. Theoretisch am  günstigsten ist natürlich eine solche Neigung  der rückwärtigen Keilfläche, dass .die Stoss  kraft     St    auf dieser Keilfläche senkrecht  stellt.  



  Die     konstruktive    Ausbildung des Keils  und des Zusatzkeils, ferner auch der zur ab  nehmbaren Befestigung dieser Keile zu ver  wendenden     Mittel    kann verschiedenartig  sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hemmvorrichtung für Sohneeschulie, ge kennzeichnet durch einen an der Gleitfläche des Schneeschuhes anzubringenden Doppel keil, bei welchem sowohl die vordere, als auch die hintere Keilfläche mit der Unter fläche des Sehneeschuhes eines spitzen Win liel bildet. UNTERANSPRÜCHE 1. Hemmvorrichtung nach Patentansprucb, dadurch gekennzeichnet, .dass die beiden an der Gleitfläche des Schneeschuhes lie genden Keilwinkel von gleicher Grösse sind. 2.
    Hemmvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden an der Gleitfläche des Schneeschuhes lie- genden Keilwinkel von ungleicher Grösse sind. 3. Hemmvorrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch einen an den Schräg flächen des Doppelkeils anzubringenden auswechselbaren Zusatzkeil, der eine Än derung des wirksamen Keilwinkels ent sprechend den jeweiligen Schneeverhältnis sen ermöglicht.
CH122828D 1926-01-30 1926-10-13 Hemmvorrichtung für Schneeschuhe. CH122828A (de)

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