CH122857A - Selbsttätige Regelvorrichtung für die Fördermenge von Flüssigkeitspumpen. - Google Patents

Selbsttätige Regelvorrichtung für die Fördermenge von Flüssigkeitspumpen.

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CH122857A
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      Selbsttätige    Regelvorrichtung für die Fördermenge von Flüssigkeitspumpen.    Bei Pumpen, die für hydraulische Ge  triebe für Kraftfahrzeuge, Hebezeuge, hy  draulische Pressen und ähnliche Zwecke  verwendet werden, steigt mit zunehmendem  Widerstand der Förderdruck. Um diesen zu  nehmenden     Förderdruck    mit dem die Pumpe  antreibenden Motor überwinden zu können,  pflegt man die Fördermenge der Pumpe  bei zunehmendem Förderdruck zu verringern,  indem man zum Beispiel die Exzentrizität  einer     Exzenterscheibe    oder eines Exzenter  ringes oder einer Kurbel oder dergleichen  ändert, durch die der Hub der Pumpenkol  ben oder bei     Schieberkapselpumpen    die Ver  schiebung des Schiebers entsprechend ver  grössert oder verkleinert wird.  



  Da die Einstellung der Fördermenge von  Hand in gewissen Fällen, zum Beispiel bei  der Anwendung hydraulischer     Vorgelege,    in  Motorfahrzeugen grosse Aufmerksamkeit des  Fahrers verlangt, hat man versucht, die  Einstellung der Fördermenge , selbsttätig  vornehmen zu lassen. Man hat zu diesem  Zwecke vorgeschlagen, ein Schaltorgan,  zum Beispiel     einen    Kolben, vorzusehen,    welcher die Einstellung der Fördermenge  bewirkt und der einerseits durch den     För-          derdruck    und anderseits durch ein elastisches  Mittel beeinflusst wird.

   Verwendet man als  elastisches Mittel Druckluft oder ein Druck  gas und     bemiss't    man das Luftbassin so, dass  sich sein Druck unabhängig von seiner Vor  spannung stets annähernd proportional der  Länge des vom     Stellorgan    zurückgelegten       ZVeges    ändert, so     wird    erreicht, dass bei  jedem Förderdruck das Produkt aus Druck  und Fördermenge angenähert konstant bleibt,  also auch der Antriebsmotor angenähert kon  stant belastet wird.  



  Ein wirtschaftlicher Betrieb des Motors  setzt voraus, dass der Anfangsdruck des     Luft-          oder    Gaskissens bei vorkommenden     Undicht-          heiten    konstant gehalten wird. Zu diesem  Zweck ist gemäss der Erfindung das Gas  kissen, zum Beispiel durch ein     Rückschlag-          ventil,    mit einer     Druckgasquelle    verbunden,  welche den Anfangsdruck des Gaskissens  herstellt und aufrecht erhält.  



  Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise  Ausführungsform des Erfindungsgegenstan-      des in einem schematischen Schnitt durch  eine Pumpe.  



  In der Zeichnung ist a der Pumpen  körper einer Pumpe, bei welcher in be  kannter Weise die Kolben 1, 2, 3, 4, 5, 6  dadurch hin- und herbewegt werden, dass  an den Kolben angebrachte Rollen sich  auf einem exzentrisch zu dem umlaufenden  Pumpenkörper angeordneten Ring b bewegen.       e    ist der feststehende Steuerschieber der  Pumpe.  



  Wenn der     Exzenterring,    wie in der Zeich  nung dargestellt, nach rechts     hinübergerückt     ist     und    der Pumpenkörper sich in der     Rich-          iung        dePfeils    umdreht,, wird die     Druck-          flüsigkeit    auf der Oberseite des Steuer  schiebers vom Zuleitungsrohr d aus den  Pumpen zugeführt und auf der Unterseite  des Steuerschiebers durch das Druckrohr e  wieder abgeführt.  



  In der aus der Zeichnung ersichtlichen       Stellung    ist die grösste Förderung der Pumpe       vorbanden,    weil die Exzentrizität am grössten       it.    Wird der     Exzenterring    nach links     hin-          iibergeschoben,    bis Mittelpunkt des     Pumpen-          hörperund    Mittelpunkt des     Exzenterringes     sich decken, so findet allmählich eine     Ver-          rin;,erung    der Fördermenge bis Null statt  und der Druck, den der Antriebsmotor bei       0-leichem    Drehmoment überwinden kann,  nimmt entsprechend zu.

    



  Die     selbsttätige    Anpassung     de.5        Förder-          druckes    an den Druckwiderstand erfolgt  durch einen     Flüssigleeitskolben    f, hinter       ivelehem    von der Druckleitung e Drucköl in  den Raum<I>g</I> geleitet wird.     h    ist ein Luft  kolben, vor welchem in dem Raum i Druck  luft vorhanden ist.  



       Wenn    nun in dem Raum i die Druck  luft so hoch komprimiert gehalten wird,       dass    sie zu dem Flüssigkeitsdruck, welchen  der Antriebsmotor bei grösster Fördermenge  und     gtinstigem    Wirkungsgrad fördern kann,  in umgekehrtem Verhältnis steht wie der  Querschnitt des     Flüssigkeitskolbens        f    zum       Querschnitt    des Luftkolbens h, so wird in       demselben    -Augenblick, wo der     Druck    der  Druckleitung e auch nur um das geringste    steigt, die Druckflüssigkeit hinter dem Kol  ben     f    den Kolben     lt,

      unter gleichzeitiger  weiterer Kompression der Druckluft in     i.     nach links     liinüberdriicl@en    und die Be  wegung erst dann wieder einstellen, wenn  das Gleichgewicht zwischen Flüssigkeits  druck und Luftdruck wieder hergestellt ist.  Mit der Bewegung des     Kolbens    nach links  wird auch der     Exzenterring    b nach links  hinübergeschoben und dadurch die Förder  menge der Pumpe entsprechend verringert  und so der Druck, den der Antriebsmotor  bei gleichem Drehmoment überwinden kann,  entsprechend erhöht.  



       'Venn    man nun den Raum i hinter  dem Kolben so wählt, dass der Raum eine  Länge hat, welche der maximalen Exzen  trizität     zwischen    Umlaufkörper a und Ex  zenterring b gleichkommt, so wird, da in  folge der grossen Abkühlungsflächen die  Kompression der Luft beinahe     isotherm    er  folgt, theoretisch der     Förderdruclz,    den der  Antriebsmotor bei gleichem Drehmoment       überwinden    kann, genau entsprechend dem  sich ändernden     Förderwiderstand        angepasst.     



  In der Praxis wird man vielfach den  Raum     i.    etwas länger ausführen, als der  Verstellung des     Exzenterringes    b vom gröss  ten zum kleinsten     Kopienhub    entspricht,  um den bei geringer Fördermenge ungünsti  ger werdenden     Wirkungsgrad    der     Pumpe     auszugleichen. Tritt aus irgend einem  Grunde, zum Beispiel wegen unvermeid  licher     Undichtigkeit    der Luftkolben ein  Druckverlust im Raum     i    ein, so würde der  Motor nicht mehr     wirtschaftlich    belastet  bleiben.

   Um dies zu verhindern, ist gemäss  der Erfindung der Raum i durch ein Rück  schlabVentil     7n    mit einer     Druckgasquelle,     zum Beispiel einem Vorratsgefäss     u,    ver  bunden, welches den Anfangsdruck des  Gaskissens herstellt und aufrecht erhält,  indem es zu den Zeiten, in denen auf das  Luftkissen nur der gewöhnliche Flüssigkeits  druck einwirkt, etwaige Druckverluste im  Raum i ergänzt.  



  Die     Vorspannung    des Luftkissens i wird  man zweckmässig einstellbar machen, indem      man zum Beispiel den Druck im Gefäss n  regelt und dann den Druck in dem Raum i  durch Öffnen des     Rückschlagventils    m im       Rauin        ir    entsprechend einstellt. Man kann  zu     diesem    Zweck den Behälter n mit einem       Aiisehlusshahn    oder dergleichen versehen,  durch den der Druck entweder mehr oder  weniger abgelassen oder durch eine an  geschlossene Pumpe oder Einlassen von       Druckflüssigkeit    erhöht werden kann.

   Eine  Erniedrigung des     Anfangsdruckes    - kommt  zum Beispiel in Frage, wenn ein oder meh  rere Zylinder eines die     Wampe    ;antreiben  den Verbrennungsmotors aussetzen und der  Betrieb mit den übrigen Zylindern aufrecht  erhalten werden soll, die natürlich nicht den  Normaldruck bei gleicher Fördermenge  leisten können.  



       Hinter    dem Luftkolben ist noch ein  zweiter kleiner hydraulischer Kolben o an  geordnet, und zwischen dem zu diesem  Kolben gehörigen Zylinderraum p und der  Druckleitung<I>e</I> ein     Dreiwegehahn        r    ange  ordnet.  



  Wenn dieser     Dreiwegehahn    so gestellt  wird, wie     in    der Zeichnung angedeutet ist  und aus der Druckleitung e ausser nach g  auch noch Druckflüssigkeit nach p fliessen  kann, so wirkt der Druck hinter o zusätz  lich zu dem Druck hinter f. Wenn dagegen  der     Dreiwegehahn    so gestellt wird, dass die  Druckflüssigkeit aus p wieder ;durch 'den       Hahnmantel    abfliessen     kann,    so hört dieser  Zusatzdruck sofort wieder auf.  



  Diese Vorrichtung hat den Zweck, dass  bei Bedarf, beispielsweise bei Motorfahr  zeugen zum Anfahren     und    Beschleunigen  während der Fahrt, der Motor plötzlich  durch Verringerung     kler    'Fördermenge bis  zu einem gewissen Grade entlastet werden  kann, wodurch der Motor einen entspre  chenden     Kraftüberschuss'    erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selbsttätige Regelvorrichtung für die Fördermenge von Flüssigkeitspumpen unter Verwendung einer Stellvorrichtung, die in der Richtung der Vergrösserung der Förder menge durch ein Luft- oder Gaskissen, in der Richtung der Verkleinerung der Förder menge durch den ansteigenden Flüssigkeits druck in der Druckleitung bewegt wird, damit das Produkt aus Fördermenge und Flüssigkeitsdruck annähernd konstant bleibt, dadurch gekennzeichnet, dass das Gaskissen mit einer Druckgasquelle verbunden ist, wel che den Anfangsdruck des Gaskissens her stellt und bei vorkommenden Undichtheiten aufrecht erhält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Regelvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas kissen mit der Druckgasquelle durch ein Rückschlagventil verbunden ist. Regelvorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck der Druckgasquelle während des Be triebes den vorkommenden Leistungs schwankungen des Antriebsmotors ent sprechend geändert werden kann.
    Regelvorrichtung nach Patentanspruch, insbesondere zum Anfahren undBeschleuni- gen von Kraftfahrzeugen,; dadurch gekenn zeichnet, dass die Fördermenge ohne Ver änderung des Anfangsdruckes des Gas kissens vorübergehend dadurch verringert wird, dass die Wirkung der Druckflüssig keit auf das Gaskissen vergrössert wird. 4. Regelvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Wirkung der Druck flüssigkeit auf das Gaskissen durch Ein wirkung auf einen zusätzlichen Kolben vergrössert wird.
CH122857D 1925-07-23 1926-07-17 Selbsttätige Regelvorrichtung für die Fördermenge von Flüssigkeitspumpen. CH122857A (de)

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