CH122874A - Selektivrelais zum Schutz elektrischer Netze. - Google Patents

Selektivrelais zum Schutz elektrischer Netze.

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CH122874A
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selective relay
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A-G Dr Paul Meyer
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Dr Paul Meyer Ag
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  • Thermally Actuated Switches (AREA)

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      Selektivrelais    zum Schutz elektrischer Netze.    Es ist bekannt, Relais zum Schutz  elektrischer Netze zu bauen,, deren Auslöse  zeit proportional mit der Impedanz, ge  messen von der Fehlerstelle bis zur     näch=          sten    Einbaustelle des Relais, zunimmt.  Diese     SelektivreIais    haben vor andern den  grossen Vorzug,     dass    sie sich selbsttätig den  Netzverhältnissen     anpassen.     



  Die Erfindung betrifft eine besondere  Ausführungsform eines solchen Selektiv  relais. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass  ein     unverzögertes    Spannungssystem, ein ver  zögertes Stromsystem und ein Energie  richtungssystem bei gleichzeitiger mecha  nischer Einwirkung auf ein     .Schaltschloss     einen im Relais befindlichen Schaltkontakt  betätigen.  



  Die Erfindung kann so ausgeführt wer  den, dass der     Auslösekontakt    nicht direkt  betätigt, sondern von Hand geschlossen     bezw.     gespannt und durch das Relais nur eine     Ver-          klinkung    gelöst     wird,    die den Kontakt frei  gibt.  



       Ausführungsbeispiele    des     Selektivrelais     sollen anhand der Abbildungen erläutert  werden.         Fig.    1 zeigt das Prinzip der Zusammen  wirkung von Spannungssystem, Stromsystem,       Energierichtungssystem    mit     Schaltschloss    und  Schaltkontakt;       Fig.    2, 3 und 4 zeigen einige Lösungs  möglichkeiten für das     Schaltschloss;          Fig.    5 zeigt die Temperaturkompensation  bei     Verwendung    von     Bimetallstreifen.     



  In     Fig.    1 bedeutet a das Spannungssystem  mit der Spule 1, dem Eisenkern 2 und der  Kurvenscheibe 3, die sich auf der Führung 4  bewegt. b ist ein thermisches, verzögertes  Stromsystem mit dem     Hitzdraht    5, der über  die Rolle 6 läuft, und der Kurvenscheibe 7,  die mit der Rolle 6 starr verbunden ist.  8 ist eine Feder, die an der Rolle 6 angreift  und bei Ausdehnung des     Hitzdrahtes    5     die     Kurvenscheibe im     Gegenzeigersinne    dreht.

    c ist     das        Energierichtungssytem    in Form  eines     Ferrarisrelais    mit dem Spannungs  kern 9, dem Stromkern 10, der     Ferraris-          scheibe    11. Über den Hebel 12 wird die  Klinke 13 gesteuert. d ist die schematische  Darstellung des Schaltschlosses, das die  Klinke 14 steuert, die um :die Achse 15  drehbar ist. e ist der Schaltkontakt, der nor-      mal durch die Klinke 14 in seiner Offen  stellung festgehalten wird und bei     Ent-          klinkung    sich unter dem Einfluss der Fe  der 16 schliesst. Die Kurvenscheiben 3 und 7  werden entsprechend der gewünschten Im  pedanzcharakteristik des     Selektivrelais    ge  formt.  



  Das     Energierichtungssystem    c lässt die  Systeme     a    und b nur zur Wirkung kommen,  wenn die Energie aus einer Schaltstation  herausfliesst.     d    ist das     Schaltschloss    des       Selektivrelais    und e der eigentliche Schalter.  



  Das beschriebene     Selektivrelais        iwirkt     Wie folgt:  Bei Auftreten einer Überlastung senkt  sich im allgemeinen die Spannung. Die Kur  venscheibe 3 wird dadurch nach oben bewegt  und nimmt die der veränderten Spannung  entsprechende Lage ein. Dadurch wird die  Entfernung ihres wirksamen Teils zum       Sehaltsehloss    d verändert. Unter dem Ein  fluss des anwachsenden Stromes erwärmt sich  der     Hitzdraht.    und dehnt sich somit aus.  Die Feder 8 dreht die Kurvenscheibe 7 im       Gegenzeigersinne    und verschiebt das     drei-          eckförmige        Schaltschloss    gegen die Kurven  scheibe 3 des Spannungssystems.

   Bei Be  rührung des Dreiecks mit der Kurvenscheibe  wird beispielsweise seine Grundlinie ver  kürzt. Dadurch wird, wie weiter unten zu       Fig.        \?    erläutert, die     Verklinkung    14 um die  Achse 15 im     Gegenzeigersinne    gedreht, wo  durch bei     Energiefluss    aus der Station die       Verklinkung    des Schalters e aufgehoben  wird und der Kontakt, unter Einfluss der  Feder 16, sich schliesst. Fliesst hingegen die  Energie in die Station hinein, so wird die  Drehung der Klinke 14 durch die Klinke 13  behindert. Es tritt dann lediglich eine De  formation des Schaltschlosses ein, ohne dass  aber eine Auslösung zustande kommt.  



  Die Wirkungsweise der in     Fig.    1 an  gedeuteten Ausbildungsform des Schalt  schlosses ist in     Fig.    2 näher erläutert. Das       Schaltschloss    besteht aus einem Gelenkdrei  eck mit den Seiten 1, 2, 3. Die Seite 3  ist in der Mitte aufgeteilt. Die Enden wer  den durch eine Feder 4     auseinandergepresst.       Das ganze Dreieck wird durch die Führun  gen 5 in einer     bestimmten    Lage gegen senk  rechte Verschiebungen festgehalten.

   Drückt  nun die Kurvenscheibe 7 des     Stromsystems     in Richtung des Pfeils 6, so verschiebt sich  zunächst das ganze Dreieck     wagrecht,    bis  die linke Ecke auf den durch die Kurven  seheibe 3 des     Spannungssystems    gegebenen  Widerstand auftrifft. Von diesem Moment ab  tritt eine Deformation des Dreiecks auf,  indem sich seine     CTrundlinie    3 verkürzt.  Die Feder     .1    wird etwas gespannt, und der  Punkt 8 verschiebt sich nach oben, wodurch,  wie aus     Fig.    1 ersichtlich, die Klinke     1-1     im     Gegenzeigersinne    gedreht. wird.  



  Es. ist.     zweckmässig.    das ganze Strom  system des     Selektivrelais        durch    einen zu  sätzlichen     Schalter.    der von einem vom  Strom durchflossenen Magneten gesteuert  wird, im normalen Betriebszustand zu über  brücken. Die     Überbrückung    wird aufgeho  ben, sowie der Strom einen das zulässige Mass  überschreitenden     M'ert    annimmt.  



  Da im     Kurzschlussfalle    die Spannung  sich erniedrigt, ist es vorteilhaft, dem Span  nungssystem (Voltmeter) eine möglichst  grosse Empfindlichkeit im Bereich kleinerer       Spannungen    zu geben. Dies lässt sich bei       _V\leicheiseninstrumenten,    beispielsweise durch       entsprechende    Formgebung des Eisenkernes,  erreichen.     Als        Stromsystem    kann vorteil  haft ein vom Strom durchflossener Bimetall  streifen verwendet werden.

       Um    eine Über  lastung desselben zu vermeiden, kann er in  an sich bekannter Weise über einen kleinen       Zwischenwandler    gespeist werden, dessen       Sättigungsverhältnisse    so gewählt     werden,          da.ss    der     Sekundärstrom    von einem bestimm  ten Werte an     langsamer    als der Primär  strom zunimmt. Dadurch kann die an sich  quadratische Charakteristik des thermischen       Systems    in eine lineare verwandelt werden.  



  In     Fig.    3 ist eine weitere Ausführungs  form des Schaltschlosses aufgezeichnet. Es       bedeutet    1 einen doppelarmigen Hebel, der  sich um den Punkt     \?    dreht. An seinem un  tern Ende 6 wirkt das Stromsystem ein,  während am obern Ende 7 die Kurven-           cbeibe    8 des Spannungssystems einen Wi  derstand bietet. Der Drehpunkt 2 befindet  sich am Ende einer     wagrecht    verschiebbaren  Klinke 3, die sich in der Lagerung 4 be  wegen     kann.     



       Der    Vorgang ist nun folgender: Solange       zwischen    7 und 8 ein Zwischenraum be  steht, dreht sich der Hebel 1 um den Punkt       z.    Bei Berührung an 8 verwandelt sich der  zweiarmige Hebel in einen einarmigen, der  sich um einen Berührungspunkt auf der  Kurvenscheibe 8 dreht. Dadurch wird die  Klinke 3 in der Führung 4 nach unten     be..          wegt    und der -Kontakt freigegeben, so dass  er sich schliessen kann.  



  Eine gegenüber     Fig.    -3 etwas um  geänderte Ausführungsform des Schalt  schlosses ist in     Fig.    4 dargestellt. Dieses  Schloss' besteht im wesentlichen aus einem  Hebel 1, der um den Punkt 2 drehbar ist.  Der Punkt 2 ist seinerseits über einen Hebel  3 mit dem feststehenden Drehpunkt 4' ver  bunden. Der Hebel 3' trägt die Klinke 5,  welche den Kontakt sperrt. Bei Auftreten  eines Überstromes dreht sich zunächst der  Hebel 1. unter der Einwirkung der Kraft 6  des Stromgliedes im     Gegenzeigersnnn,    bis  sein oberes Ende 7 auf den Widerstand 8  auftrifft. Von diesem Moment ab wird das  System 1, 3' um die Achse 4' gedreht, die  Klinke 5 rutscht vom Kontakt weg, worauf  er sich schliesst.  



  In     Fig.    5 ist die Temperaturkompensa  tion für     Bimetallstreifen"    die als thermisch  verzögertes Stromsystem dienen, dargestellt.  Es bedeutet 1 den vom Strom durchflossenen  Streifen, 2 den Kompensationsstreifen, der  an seinem rechten, äussern Ende festgehalten  wird. Das ganze System ist drehbar um den  Punkt 3 angeordnet. Tritt nun zum Beispiel  eine Erhöhung der Aussentemperatur auf,  so verbiegt sich der Kompensationsstreifen 2  in die punktiert gezeichnete Lage. Da er an  seinem einen Ende festgehalten ist, wird  infolge der Verbiegung das ganze System  um den Punkt 3 im     Gegenzeigersinne    zu  rückgedreht.

   Der     Streifen    1, der     geometrisch     genau gleich dem Streifen 2 ist, verbiegt    sich ebenfalls in die punktiert gezeichnete  Lage, und zwar ist seine Verbiegung ent  sprechend derjenigen des Streifens 2. Die  Zurückdrehung durch -den Streifen 2 wird  also durch die Deformation des Streifens 1  wieder aufgehoben, so dass das obere Ende  dieses Streifens unabhängig von der Aussen  temperatur an der gleichen Stelle verbleibt.  Die Kupplung der beiden     Bimetallstreifen     kann natürlich auch in anderer Weise er  folgen. Wesentlich ist nur, dass zwei geo  metrisch gleiche     Bimetallstreifen    angeordnet  werden, derart, dass sich ihre gleichen Ver  biegungen kompensieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Selektivrelais zum Schutz elektrischer Netze, dadurch gekennzeichnet, dass' das Relais ein einstellbares Spannungssystem, ein thermisch verzögertes Stromsystem und ein Energierichtungssystem enthält, die -bei gleichzeitiger mechanischer Einwirkung auf ein Schaltschloss einen Schaltkontakt be tätigen.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Selektivrelais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sowohl das Spannungs-, wie das Stromsystem Kur venscheiben betätigen, deren Formgebung die gewünschte Impedanzcharakteristik des Relais ermöglicht. 2. Selektivrelais nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische System über einen Zwischenwandler gespeist wird, dessen Sättigungsverhältnisse so gewählt sind, da.ss die an sich quadratische Charakte ristik des thermischen Systems in eine lineare verwandelt wird.
    3. Selektivrelais nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische System eine Tempe raturkompensation enthält. 4. Selektivrelais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schalt schloss (<B><I>d</I></B>) in Form eines Gelenkdreiecks ausgebildet ist, dessen eine Seite auf= geschnitten und durch ein elastisches Glied wieder geschlossen ist, derart, dass bei Einwirkung von Kräften in Richtung dieser aufgeschnittenen Dreiechseite eine Deformation des Dreiecks zustande kommt, die zur Auslösung des Kontaktes (e) benutzt wird.
    5. Selektivrelais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Hebel (1) zunächst als zweiarmiger Hebel um den Punkt (2) und, nachdem er bei (7) An lage an der Kurvenscheibe (8) gefunden hat, um diese als Drehpunkt weiter- sehwingt und dabei die Klinke löst.
    6. Selektivrelais nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Schalt schloss einen Hebel (1) enthält, der bei (2) gelenkig am Ende des Hebels (3'), der seinerseits bei (4') seinen Drehpunkt hat und die Klinke (5) trägt, gelagert ist, so zwar, da.ss bei .einer Einwirkung auf das freie Ende (6) des Hebels (1) dieser zunächst um (2) schwingt, bis das Ende (7) zur Anlage kommt, worauf eine Drehung des ganzen Systems um den Punkt (Y) erfolgt und dadurch die Klinke (5) freikommt.
    7. Selektivrelais nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadureh gekennzeichnet, dass als Stromsystem zwei Bimetallstrei- fen verwendet werden, die auf einem drehbaren System befestigt sind, von de nen der eine von dem zu überwachenden Strom gespeist wird, während der andere an seinem Endpunkt festgehalten wird, wobei die Streifen so auf dem System befestigt werden, dass ihre Deformation, gesehen vom Drehpunkt aus, im gleichen ,Sinne erfolgt.
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