CH123153A - Verfahren zur Herstellung haltbarer fester Milch- und Rahmpräparate. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung haltbarer fester Milch- und Rahmpräparate.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung haltbarer fester Milch- und Rahmpräparate. Es liegen bereits zählreiche Vorschläge vor, welche-darauf hinauslaufen, Milch oder Rahm durch Entziehung von Wasser in halt bare feste Form zu überführen. Von allen diesen Versuchen hat aber bis jetzt nur die Erzeugung von Milchpulver bezw. Rahm pulver nach dem grause-Verfahren und ähn lichen Verfahren technische und wirtschaft liche Bedeutung erlangt. Die Anmelderin hat sich die Aufgabe gestellt, feste Milch- bezw. Rahmpräparate durch Überführung in geformtem Zustand herzustellen, welche die bisher bekannten, insbesondere auch die handelsüblichen Milch pulver und Rahmpulver mit Bezug auf Haltbarkeit und Anwendungsfähigkeit über treffen. Nach der Erfindung erfolgt die Her stellung der Milch- und Rahmpräparate der art, dass man die Milch, bezw. im Fettgehalt angereicherte Milch, also zum Beispiel Frisch milch oder _ Kondensmilch oder im Fett gehalt angereicherte Milch (Rahm) durch Erwärmen auf Pasteurisierungs- bis Stabi lisierungstemperaturen einem Entkeimungs- verfahren unterwirft und sie in Gegenwart von Zucker bei mässigen Temperaturen weit gehend von Wasser befreit, worauf das so erhaltene feste Produkt in mit Schutzschich ten überzogene Blockformen übergeführt wird. Die Entwässerung. der Milch bezw. des Rahmes wird zweckmässig unter Um rühren im Vakuum bei mässigen Tempera turen bis zur Bildung eines festen Gutes vorgenommen. Die Temperaturen werden vorzugsweise unter<B>50'</B> C gehalten; -sie kön nen zum Beispiel zwischen 86 bis 42' C liegen. Der Entwässerungsvorgang kann so weit getrieben werden, bis die Masse prak tisch von Wasser befreit ist. Das Pntwäs- serte Gut, dessen Wassergehalt im allge meinen 10 /a nicht übersteigen, zweckmässig aber weniger, zum Beispiel nur 6 bis<B>8%,</B> betragen soll, wird zum Beispiel durch Pressen in Formen in die gewünschte Block form übergeführt, welch 1 etztere alsdann mit Schutzschichten überzogen werden. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die durch Zu sammenpressen des noch wärmen Gutes hergestellten Blöcke zunächst durch ihre ganze Masse hindurch erkalten zu lassen und dann erst die Schutzschichten aufzu bringen. Zur =Herstellung der Schutzschich ten kann man in der Wärme schmelzende und beim Erkalten erstarrende Stoffe ver wenden. Als ausgezeichnetes Mittel hierfür hat sich Kakaobutter bewährt. In gegebenen Fällen kann man die Kakaobutter zum Teil oder auch ganz durch andere Fette, wie zum Beispiel Kokosfett und andere Hartfette, ersetzen. Den Überzugsstoffen kann man auch noch unschädliche Zusatzstoffe zufügen, zum Beispiel solche, welche eine konservie rende Wirkung besitzen oder geruchsverbes sernd oder geschmacksverbessernd oder nach verschiedenen Richtungen hin wirken, wie zum Beispiel Vanillin. Das Aufbringen der Schutzschichten kann zum Beispiel der art erfolgen, dass die erkalteten Blöcke in geschmolzene Kakaobutter eingetaucht oder die Oberfläche der Blöcke mit geschmolzener Kakaobutter oder mit einer Lösung von Kakaobutter oder dergleichen, gegebenenfalls mehrfach überstrichen werden. Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Vanillin, können in Mi schung mit den eigentlichen Überzugsstoffen oder auch getrennt angewendet werden, zum Beispiel derart, dass der Block zunächst mit einer alkoholischen Lösung von Vanillin überstrichen und hierauf der Kakaobutter überzug aufgebracht wird. Als weitere Schutzmittel kommen zum Beispiel Kakao masse, welche aus gerösteten, entscbalten Kakaobohnen durch Behandlung mit er wärmten Walzen in flüssiger Form gewon nen wird und gegebenenfalls noch mit Ka kaobutter oder Zucker oder beiden versetzt. werden kann, ferner geeignete Mischungen von Zucker und Stärkesirup, welche zweck mässig vorher einem Sehleuderprozess unter worfen worden sind, in Betracht. Man kann den Milchblock auch durch oberflächliche Behandlung mit unschädlichen konservieren den Stoffen, zum Beispiel Alkohol, alko holischen Vanillinlösungen oder dergleichen, konservieren. Bei derartiger Behandlung wird die oberste Schicht des Blockes selbst in eine Schutzschicht verwandelt. Nach einer Ausführungsform der Er findung wird die einseitig offene Form mit Kakaobutter oder dergleichen ausgestrichen. Beim Einbringen der warmen Milchmasse bildet sich ein dieselbe gleichmässig bedecken der Schutzüberzug. Nach Anwendung des Pressdruckes wird der Block erkalten ge lassen, worauf dann erst noch die un geschützte Oberfläche desselben ebenfalls mit einer Schutzschicht überzogen wird. Schliesslich wurde noch gefunden, dass man durch Zusatz gewisser Mengen von Butterfett dem Produkt ein sehr feines Aroma. erteilen kann. Es empfiehlt sich da her, in gegebenen Fällen, der Milch bezw. der im Fettgehalt angereicherten Milch vor oder während des Eindampfprozesses ge schmolzene, gegebenenfalls emulgierte Butter, zweckmässig in geringen Mengen, einzuver leiben. <I>Beispiele</I> 1. Frische Vollmilch wird zum Beispiel durch Erhitzen auf 70 pasteurisiert und nach Zugabe einer passenden Menge einer durch Kochen von Zucker mit wenig Wasser entstandenen sirupartigen Zuckerlösung in Vakuumapparaten mit Rührwerk bei Tem peraturen, welche zweckmässig unter<B>50'</B> C gehalten werden und zum Beispiel zwischen 36 bis 42 C liegen können, bis zu einem Wassergehalt von zum Beispiel 6 bis 8 eingedampft. Die erhaltene Masse wird in noch warmem Zustand in Formen gebracht und einem Press'druck unterworfen. Nachdem die Blöcke durch die ganze Masse hindurch erkaltet sind, werden die Schutzschichten aufgebracht. 2. Frische Milch wird pasteurisiert und zwecks Anreicherung des Fettgehaltes vor oder während der Eindampfung eine passende Menge von Milchfett, zum Beispiel in Form von Rahm, welcher zweckmässig ebenfalls pasteurisiert oder sterilisiert und vorteil haft noch homogenisiert ist, zugesetzt. Weiterhin wird die. erforderliche Menge von Zucker zugegeben. Die Weiterverarbeitung erfolgt im Sinne des Beispiels 1. Beim Eindampfen von in Fettgehalt an gereicherter Milch hat sich übrigens der überraschende Vorteil herausgestellt, dass die Wasserentfernung leichter und schneller vor sich geht, als bei Behandlung einer gleichen Menge von gewöhnlicher Milch unter sonst gleichen Bedingungen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH; Verfahren zur Herstellung haltbarer Milch- und Rahmpräparate, dadurch ge kennzeichnet, dass Milch bezw. im Fettgehalt angereicherte. Milch durch Erwärmen auf Pasteurisierungs- bezw. Sterilisierungstempe- ratur einem Entkeimungsverfahren unter worfen und in Gegenwart von Zucker bei mässigen Temperaturen weitgehend von Was ser befreit wird, worauf das erhaltene feste Produkt in mit Schutzschichten überzogene Blockformen übergeführt wird. UNTERANSPRüG\HE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, .dass Milch oder im Fett= & ,halt angereicherte Milch pasteurisiert bezw. sterilisiert und in Gegenwart von Zucker unter Umrühren im Vakuum \bei mässigen Temperaturen bis zur Erzielung eines festen Gutes eingedampft wird, worauf letzteres in Formen gepresst und die gebildeten Blöcke mit Schutzschichten überzogen werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blöcke durch ihre ganze Masse hindurch erkalten gelassen werden und dann erst die Schutzschichten aufgebracht werden. 3.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Blöcke mit Über zügen von in der Wärme schmelzenden und beim Erkalten erstarrenden Stoffen versehen werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Überzug mindestens teilweise aus Kakaobutter besteht. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Herstellung von Schutz schichten unter Verwendung unschäd licher konservierender Stoffe erfolgt:.G> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Formen mit in' der Wärme schmelzenden und beim Er kalten erstarrenden Stoffen ausgestrichen werden, alsdann mit entwässerter, noch warmer Milchmasse gefüllt werden und die letztere einem Pressdruck unterworfen wird, worauf die Blöcke erkalten gelassen werden und dann erst die noch unbedeck ten Teile derselben mit einer Schutz schicht überzogen werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die Anreicherung der flüs sigen Ausgangsstoffe mit Milchfett durch Zugabe von Butter erfolgt.
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4113514A1 (de) * | 1991-04-25 | 1992-10-29 | Hans Seidel | Produkt zur beigabe in tassenportionierten kaffee |
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1926
- 1926-02-23 CH CH123153D patent/CH123153A/de unknown
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