CH123237A - Einrichtung zum Schutz von durch Hochspannungsanlagen gefährdeten Fernmeldegeräten und -leitungen, sowie sich der Geräte bedienender Personen. - Google Patents

Einrichtung zum Schutz von durch Hochspannungsanlagen gefährdeten Fernmeldegeräten und -leitungen, sowie sich der Geräte bedienender Personen.

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CH123237A
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CH
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Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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      Einrichtung    zum Schutz von durch     Hochspannungsanlagen    gefährdeten Fernmelde  geräten und     -leitungen,    sowie sich der Geräte bedienender Personen.    Es ist bekannt, in Fernmeldeanlagen, die  durch Hochspannungsanlagen beeinflussbar  sind, zum Schutz der Fernmeldegeräte und  der diese bedienenden Personen     Funkenstrek-          ken    als     Grobspannungsableiter    anzuordnen,  zweckmässig unmittelbar hinter Leitungsein  führungen.

   Diese     Grobspannungsableiter,    die  zwischen die Fernmeldeleitungen und Erde  geschaltet sind, sollen die insbesondere bei  unmittelbarem     Stromübergang'von    der Hoch  spannungsleitung in die Fernmeldeleitung in  diesen auftretende     Kraftstromenergie    durch  Ableitung zur Erde unschädlich machen.  



  Die in der Fernmeldetechnik sonst übli  chen Platten oder Spitzenblitzableiter sind  den Anforderungen, die an einen     CTrobspan-          nungsableiter    in einer durch Hochspannung       beeinflussbaren    Fernmeldeanlage, zum Beispiel  einer     Betriebsfernsprechanlage    gestellt wer  den, nicht gewachsen. Bei den ersteren wird  durch das Fehlen der entsprechenden Isola  tion für-     Hochspannungstelephonanlagen    die.         Ansprechempfindlichkeit    durch     Verstaubung     usw. herabgesetzt, während bei den letzteren  die Spitzenschrauben, bei Ableitung grösserer  Ströme leicht wegbrennen können.  



  Die in der Hochspannungstechnik bekann  ten Hörnerableiter können die     Funktion    eines       Grobspannungsableiters    ihrer Bauart wegen  ebenfalls nicht ohne weiteres übernehmen.  Die     Hörnerableiter    finden nur zum Schutze  gegen     Überspannungen    in Verbindung mit  einem     Dämpfungswiderstand    Verwendung,  während in     Betriebsfernsprechanlagen    von  einem gut     arbeitenden        Grobspannungsableiter     verlangt werden muss, dass er bei einem di  rekten Stromübertritt aus der Kraftanlage die       Fernsprechdoppelleitung    über einen möglichst  kleinen Widerstand gut erdet,

   damit dahin  ter keine gefährlichen Spannungen auftreten  können.  



  Werden nun in einer     Betriebsfernsprech-          anlage,    zum Beispiel am Anfang     Lind    Ende      einer Freileitung, die am     Kraftgestänge    selbst  verlegt ist, irgendwelche     Grobspannungsab-          leiter    zu dem erwähnten Zweck angebracht,  so verhindern sie zwar das Auftreten gefähr  licher Spannungen in den Innenleitungen und  an den Geräten,     wenn    zum Beispiel eine  Kraftleitung mit einer der beiden Fernsprech  leitungen in Berührung kommt, oder es nur  zu einem Spannungsüberschlag zwischen ge  nannten     Leitungen    kommt.  



  Es wird aber als ein Nachteil empfun  den, dass die     Grobspannungsleiter    auch auf       andere        Cberspaunungen    innerer und äusserer  Herkunft ansprechen. Bei wiederholtem Span  nungsübertritt zwischen den     Leitungs-    und den       Erdelektroden    wird nämlich die     Empfindlich-          keit    des Ableiters herabgesetzt, und schliess  lich werden bei einem     jedesmaligen    Auftreten  einer Überspannung von kurzer Dauer, die  Stromsicherungen hinter der     Grobschutzfun-          kenstrecke    zum Durchschmelzen gebracht,

    wodurch die störungsfreie Abwicklung des  Fernsprechbetriebes beeinträchtigt wird. Der  artige Überspannungen, die zu einem Durch  bruch der Luftfunkenstrecke im     flrobspan-          nungsableiter    führen, treten in Betriebsfern  sprechanlagen bei Zusatzänderungen im Kraft  felde der     Leitungen    auf, zum Beispiel bei  Schaltvorgängen in der Hochspannungsanlage,       Erdschluss    in einer Phase der     Kraftleitungen,          atmosphärischen    Entladungen usw.

       Trifft    un  ter anderem bei einer Störung in der Hoch  spannungsanlage eine Wanderwelle, von der  Mitte der     Leitungsstrecke    ausgehend auf den  Anfang oder auf das Ende der Fernsprech  leitung, so wird die Wanderwelle mit der  einfallenden Spannungsamplitude reflektiert,  wodurch sich die Spannung verdoppelt, und  zum Durchbruch der     Luftfunkenstrecke    führt.

    Ist die Energie gross genug, so schmelzen  die Stromsicherungen in den Fernsprechein  richtungen durch und der     Fernsprechverkehr     wird unterbrochen. lach dem wiederholten  Ansprechen der Schutzfunkenstrecken können  ausserdem die     Leitungs-    und     Erdelektroden     durch Schmorperlen Verbindung bekommen,  so dass hierdurch ebenfalls eine Störung in       der     einsetzt.

      Von einer betriebssicher arbeitenden     Be-          triebsfernspreclianlage    wird verlangt,     dali     beim     kurzzeitigen        Auftreten    einer Überspan  nung die     Abwicklung    des     Fernsprechverkehrs     nicht gestört wird, insbesondere auch nicht,  wenn diese auf atmosphärischen Entladungen  beruht.  



  Die Erfindung bezweckt nun eine Einrich  tung zu schaffen, die den     erwähnten    Forde  rungen gerecht wird.     Gemäss    der Erfindung  werden Hörnerableiter in den     Leitungszug          der    Fernmeldeleitungen eingeschaltet und die  Fernmeldegeräte parallel dazu unter Vor  schaltung von     Drosseln,        zweckmässig        Hoch-          frequenzdrosseln    und der     Grobfunkenstrecke     angeordnet.  



  In der Abbildung ist ein     Ausführungsbei-          spiel    des     Gegenstandes    der Erfindung dar  gestellt.  



       Unmittelbar    hinter nicht näher     veran-          schauliChten        Wanddurchführungen,    durch die  die     Fernmeldefreileitungen    wie in der     Hoch-          spannu1)gStechnik    üblich     durch    blanke Lei  tungen a,     b    geführt werden, befinden sich im  direkten     Leitungszuge    Hörnerableiter c,     d,     die mittelst Leitung i geerdet sind.

   Von den       Hörnerableitern   <I>c,</I>     c1        zweigen    ebenfalls blanke  Leitungen     k:,   <I>l zu</I> dein     mittelst    Leitung<B>1)</B>       geerdeten        Grobspannungsableitern    o über  vorgeschaltete     Hochfrequenzdrosselspulen        in,          a    ab.

   Dahinter     können    die Leitungen     k,   <I>L</I>  auch als Kabel zu den     weiteren    Sicherungs  einrichtungen, die     durch    Sicherungen q,     i-    an  gedeutet sind, zu den     Fernmelde-    beziehungs  weise     Fernsprecligerii.ten    geführt sein. An  Stelle von einfachen Hörnerableitern können       auch    solche mit     Blasniagneten        e,        f',    die an  die Elektroden einer     Kugelfunkenstrecke        y,        Ir.     angelegt sind, verwendet werden.

   Sie erfüllen  hier eine andere     Aufgabe,    als in der Hoch  spannungstechnik sonst, indem beim Anspre  chen eines Hornes kein     -Maschinenstrom    nach  fliesst, und somit die     bekannten        Dämpfungs-          widerstände    in     Wegfall    kommen können.  



  In dieser beschriebenen Schaltungsanord  nung tritt der     Grobspannungsableiter    o nur  bei direkten     Stronriibergängen    aus den Kraft  leitungen in Aktion, da die Drosselspulen      i,              it    durch ihre Selbstinduktion verhindern, dass  sich     hochfrequente    Wandelwellen über die  Elektroden des     Grobspannungsableiters    gegen  Erde ausgleichen. Diese     treffen    vielmehr auf  die Hörnerableiter<I>c, d</I> und werden, ohne  Störung für die     betriebssichere    Abwicklung  des Fernsprechverkehrs, in Wärme umgesetzt  und dadurch unschädlich gemacht.  



  Bei einem direkten Stromübertritt aus  den Kraftleitungen in die Fernmeldeleitungen,  wenn es sich also um die Ableitung von  Strömen der     Betriebsfrequenzen    handelt, wir  ken die Drosselspulen auf den Grobspan  nungsableiter nicht     entladeverzögernd,    so dass  die ganze Energie zur Erde geleitet wird,  oder die dahinter angeschlossenen Einrich  tungen an Erde gelegt werden. Die Hörner  ableiter werden in diesem Falle durch die  parallel geschalteten Elektroden des Grob  spannungsableiters in ihrer Wirkung entlastet,  so dass ein Abbrennen der Hörner vermieden  wird.  



  Die beschriebenen     Einrichtungen    können  auch Verwendung finden an den Stellen, an  welchen Freileitungen unter Hochspannungs  beeinflussung in     Innenleitungs-    beziehungs  weise Erdkabel übergehen. Diese sind be  kanntlich besonders gefährdet infolge des  Zusammenschlusses ihrer verschiedenen Wel  lenwiderstände, an welchen sich Wanderwel  len reflektieren und dadurch die Kabelisola  tion beschädigen oder gegebenenfalls durch  schlagen.  



  An den Übergangsstellen der Freileitung  in Erdkabel finden zuweilen Isoliertransfor-         matoren    zum Schutze der Kabel Verwendung,  bei welchen jedoch die Wicklungen durch  das     Auftreffen    von Wanderwellen durch die  beeinflusste Freileitung gefährdet werden.  Auch hierbei hat sich die Kombination eines       Grobspannungsableiters    mit Drosselspule und  Hörnerableiter gut bewährt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einrichtung zum Schutz von durch Hoch spannungsanlagen gefährdeten Fernmeldege räten und -leitengen, sowie sich der Geräte bedienender Personen, dadurch gekennzeich net, dass in den Leitungszug der Fernmelde leitungen Hörnerableiter und parallel dazu in den Anschlussleitungen für die Fernmelde geräte ein Grobspannungsableiter mit vorge schalteten Drosseln angeordnet sind. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass für die Hörnerableiter Blasmagnete vorgesehen sind. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Hochfrequenzdrosseln Verwendung finden. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sonstige Sicherungs einrichtungen für die Fernmeldegeräte hinter dem Grobspannungsableiter einge fügt sind.
CH123237D 1925-12-04 1926-11-29 Einrichtung zum Schutz von durch Hochspannungsanlagen gefährdeten Fernmeldegeräten und -leitungen, sowie sich der Geräte bedienender Personen. CH123237A (de)

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CH123237D CH123237A (de) 1925-12-04 1926-11-29 Einrichtung zum Schutz von durch Hochspannungsanlagen gefährdeten Fernmeldegeräten und -leitungen, sowie sich der Geräte bedienender Personen.

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