CH123310A - Elektrischer Einzelantrieb, insbesondere von Krempelsätzen mit ständer- und läuferseitig elektrisch gekuppelten Asynchronmotoren. - Google Patents
Elektrischer Einzelantrieb, insbesondere von Krempelsätzen mit ständer- und läuferseitig elektrisch gekuppelten Asynchronmotoren.Info
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Description
Elektrischer Einzelantrieb, insbesondere von Krempelsätzen mit ständer- und läuferseitig elektrisch gekoppelten Asynchronmotoren. Trotz weitgehender Einführung der elek trischen Einzelantriebe in der Textilindustrie ist man seltsamerweise erst in jüngster Zeit dazu übergegangen, mich die Krempelsätze der Baumwollgrob- und Streichgarnspinnerei mit elektrischem Einzelantrieb auszurüsten.
Bei diesen Krempelsätzen arbeiten i'neistens zwei bis vier Krempeln so zusammen, dass der in der ersten Krempel erzeugte Flor der folgenden Krempel mit Lattentiichern selbst tätig zugeführt wird und so fort, bis an der letzten Krempel im Florteiler das Vorgarn hergestellt wird.
Der elektrische Einzelantrieb von Krem pelsätzen kann so ausgeführt werden, dass jede Krempel einen besonderen Asynchron motor zum Antrieb erhält, wobei die Mo toren Ständer- und läuferseitig elektrisch ge kuppelt sind und durch eine gemeinsame Schaltwalze ein- und ausgeschaltet werden können.
Das Verfahren, durch beiderseitig elektrisch gekuppelte Asynchronmo.toren ei nen Gleiehla.uf zu erzielen, ist an sieh be, reits schon früher bekannt gewesen, zum Bei spiel bei Hebeböcken und Kranen; hierbei wurden stets Motoren gleicher Leistung ver wendet, und die verlangten Drehmomente waren bei den angetriebenen Vorrichtungen ebenfalls annähernd gleich gross. Es leuchtet ein, dass sich bei der Verwendung von glei chen Motoren ein Gleichlauf mit der angege benen Schaltung erzielen lässt, wie dies ja auch die früheren Antriebe gezeigt haben..
Bei der elektrischen Ausrüstung von Krem pelsätzen glaubte man .daher, ebenfalls gleich grosse Motoren verwenden zu müssen, um ei nen befriedigenden Gleichlauf zu erreichen.
Es hat sich nun aber gezeigt, dass trotz der Verwendung gleicher Motoren die Einzel krempeln eines Krempelsatzes nicht in allen Fällen unbedingt gleichlaufen, dass man also mit der bisher bei andern Vorrichtungen be währten Anordnung nicht immer zum er strebten Ziele gelangte.
Die Ursache für diese Übelstände ist in den oft sehr verschiedenen Sehwungmomenten und dem verschiedenen Kraftbedarf der ein zelnen Krempeln zu suchen. So hat zum Bei spiel die Vorspinnkrempel mit dem daran hängenden Florteiler einen erheblich grösse ren Kraftbedarf als die Reiss- oder die Fein- krempel. Man kann nun entsprechend diesem verschiedenen Kraftbedarf zum Antrieb gleich grosse oder auch verschieden grosse 31otoren verwenden, wenn man nach der Er findung dafür sorgt,
dass Spannung und Strom im verketteten Läuferkreis unter De iücksichtigung des Kraftbedarfes und der Schwungmomente der einzelnen Krempeln so gross gemacht sind, dass das dadureli her vorgerufene synchronisierende Moment den Gleichlauf dauernd, auch während des An- und Auslaufens des Krempelsatzes erzwingt.
Die Zeichnung zeigt einige Ausführungs- beispiele für die Erfindung.
In der Fig. 1 ist die Verbindung dreier Motoren unter sich und mit der Schaltwale dargestellt, wobei für die Motoren einzelne Schlupfwiderstände verwendet sind. Die Ständer der Asynchronmotoren 1, 2, 3 wer den durch die Segmente 1.23 der Schaltwalze -t in deren erster Stellung an das Drehstrom netz RST gelegt. Die Läufer sind durch Lei tungen 5 miteinander verbunden, und zwar über Einstellwiderstände 11, 12 und 13.
An die Verbindungsleitungen 5 ist der gemein s<B>ame</B> Anlasswiderstand 6 angeschlossen, der durch die Schaltwalze 4 mit den Kontakten 14 nach und nach beim Anlaufen kurzge schlossen wird. Die Einschaltung der Wider- stände 11, 12, 13 hat .den Zweck, in den Mo toren künstlich einen Schlupf zu erzeugen, wodurch die synchronisierende Spannung in den Ausgleichleitungen 5 wächst.
Ferner können diese Widerstände dazu dienen, einen Ausgleich zwischen Motorleistung und Kraft bedarf herbeizuführen, insbesondere auch bei der Verwendung ungleich grosser Motoren oder auch von Motoren, deren Läufer nicht. für gleiche Spannung gewickelt sind.
An die Stelle der Widerstände 11, 12 und 13 können in der gleichen Weise auch Reak- tanzen treten, mit denen man den gleichen Zweck erfüllen kann. Iin Beispiel der Fig. 2 sind die Läufer der beiden zii synchronisierenden Motoren 1 und 2 wiederum durch Ausbleichleitungen 5 miteinander verbunden, jedoch fehlen die einzelnen -\\'iderstä nde im Läuferkreis, und statt dessen ist der geineinsaine Widerstand 16 vorgesehen,
der auch bei vollständig aus geschaltetem Anlasswiderstand 6 ständig im Läuferkreis liegt. Diese Schaltung ist zu lässig, wenn die Läufer der beiden Motoren 1 und 2 auf gleiche Spannung gewickelt sind. Durch den auch bei völlig ausgeschalte tem Widerstand 6 im Läuferkreis verbleiben den gemeinsamen Widerstand 16 wird -wie derum .die synchronisierende Spannung in den Verbindungsleitungen<B>5</B> vergrössert.
Die Fig. 3 Bibi= (-in Beispiel- für die Ein schaltung von Transformatoren im Läufer kreis, die dazu dienen. die Spannungen der einzelnen Läufer bei ungleicher Wicklung auf gleiche Werte zu bringen.
In den verket teten Läuferkreis der Motoren 1 und 2 sind die Transformatoren 21 und 22 eingeschaltet, die die von den Läufern gelieferte un--leiche Spannung in den Verbindungsleitungen auf den gleichen "NWert. bringen, so dass die Motoren so arbeiten, als ob ihre Läufer auf gleiche Spannung gewickelt wären. Zum Re geln der Geschwindigkeit.
dient wiederum der Widerstand 6, von dem ähnlich wie iiii Bei spiel nach der Fig. 2 ein bestimmter @#@"ert auch bei volleingeschaltder Anlasswalze nicht kurzgeschlossen werden kann, wodurch wie derum das synclironisiei=cnde Moment erhöht wird.
Die Erfindung ist nicht auf die V erwen- dung von zwei. oder drei Motoren beschränkt, man kann vielmehr eine beliebig grosse Zahl solcher Motoren in der gel#.ennzciehnetf=ii Weise miteinander synchronisieren.
Anstatt wie nach F!". 1 alle Motoren mit besonderen festen oder veränderbaren Schlupf widerstä.nden in den Lä.tiferstronilz-reisen zu versehen, können unter Umständen nur ei nige der Motoren mit solchen Widerständen ausgerüstet werden. Es ist auch möglich, an statt die Drehmomente der Motoren den Dreh momenten und den Schwungmassen der Krempeln anzupassen, umgekehrt die Krem peln durch zusätzliche Schwungmassen, also durch Veränderung des Schwungmomentes und damit auch des Kraftbedarfes den Mo toren anzupassen.
Hierdurch lassen sich un ter Umständen die Unterschiede in den Dreh momenten der einzelnen Krempeln soweit ausgleichen, da.ss man zum Antrieb gleich grosse Motoren verwenden kann, bei. denen die restlichen Unterschiede wiederum durch entsprechende Bemessung von Spannung und Strom im Läuferkreis ausgeglichen werden können. Eine solche Massnahme empfiehlt sich mit l'iichsicht auf die leichte gegensei tige Auswechselbarkeit der Motoren, auf die Vereinfachung der Lagerhaltung usw.
Die angestellten Versuche haben ergeben, dass man das für gleich grosse und unter im wesentlichen gleichen Arbeitsbedingungen laufende Motoren bekannte Prinzip der bei derseitigen elektrischen Kyupplung auch mit gutem Erfolg für verschieden grosse und un ter verschiedenen Arbeitsbedingungen lau fende Motoren anwenden kann, wenn man sich der vorstehend angeführten Mittel be dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrischer Einzelantrieb, insbesondore von Krempelsätzen mit ständer- und läufer- seitig elektrisch gekuppelten Asynchron, motoren, dadurch gekennzeichnet, da13 Span nung und Strom im verketteten Läuferkreis unter Berücksichtigung des Kraftbedarfes und der Schwungmomente der einzelnen Krempeln so gross gemacht sind, dass das da- durch hervorgerufene synchronisierende Mo ment den Gleichlauf aller Motoren dauernd,auch während des An- und Auslaufes des Krempelsatzes erzwingt. UNTERANSPRüCHE 1. Antrieb nach dem Patentanspruch, ge kennzeichnet durch die Verwendung von Motoren, deren Läufer für gleiche Span nung gewickelt sind. 2. Antrieb nach dem Patentanspruch, ge kennzeichnet durch Transformatoren im Läuferkreis, die die Spannungen der ein zelnen Läufer bei ungleicher Wicklung auf gleiche Werte bringen Antrieb nach dem Patentanspruch, ge kennzeichnet durch Einschaltung von be- sondren Schlupfwiderständen in den ver ketteten Läuferkreis der Motoren. 4.Antrieb nach dem Patentanspruch und dem Unteranspruch 3, dadurch gekenn zeichnet, dass auch bei voll eingeschalte tem Anlasser noch ein für den synchronen Lauf hinreichend grosser gemeinsamer Widerstand im verketteten Läuferkreis eingeschaltet liegt. 5. Antrieb nach dem Patentanspruch, ge kennzeichnet durch zusätzliche Schwung- massen zwecks Einstellung eines gleich mässigen Laufes aller Motoren.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE123310X | 1925-06-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH123310A true CH123310A (de) | 1927-11-16 |
Family
ID=5657740
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH123310D CH123310A (de) | 1925-06-25 | 1926-06-21 | Elektrischer Einzelantrieb, insbesondere von Krempelsätzen mit ständer- und läuferseitig elektrisch gekuppelten Asynchronmotoren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH123310A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2500595A (en) * | 1945-07-27 | 1950-03-14 | English Electric Co Ltd | Control system for mechanically coupled induction motors |
| US5033280A (en) * | 1988-03-08 | 1991-07-23 | Johnson James B | Security lock |
-
1926
- 1926-06-21 CH CH123310D patent/CH123310A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2500595A (en) * | 1945-07-27 | 1950-03-14 | English Electric Co Ltd | Control system for mechanically coupled induction motors |
| US5033280A (en) * | 1988-03-08 | 1991-07-23 | Johnson James B | Security lock |
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