CH123335A - Verfahren zur Darstellung von Gerbstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Gerbstoffen.

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CH123335A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

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  Verfahren zur     Darstellung    von     Gerbstoffen.       Es wurde gefunden, dass man die Ber  berischen Eigenschaften der mineralischen  Gerbstoffe, soweit sie die wasserlöslichen  Salze der dreiwertigen Metalle, insbesondere  die Salze des Aluminiums, Eisens und  Chroms, umfasst, wesentlich steigern kann,       wenn    man sie mit einem     wasserlöslichen    Salz  eines     zweiwertigen        Metalles,    zum Beispiel  eines alkalischen     Erdmetalles,    oder des Zinks  oder des Magnesiums, in der Weise kombi  niert, dass ein wasserlösliches Gemisch ge  bildet wird.  



  So ist es zum Beispiel möglich, durch       Isombinierung    von 1     Mol.    basischem Chrom  sulfat     Cr,    (S04)     (0H)4    mit 2     142o1.        Magne-          siumsulfat    einen Gerbstoff zu erhalten, .der  sich noch gut in Wasser löst.

   Stellt man ein  Präparat in gleichem     Molekularverhältnis     wie vorstehend her, in dem das Chromsulfat  zum Beispiel
EMI0001.0016  
   bis basisch ist, so ist  
EMI0001.0017  
    das erhaltene Gemisch von basischem Chrom  sulfat und     Magnesiumsulfat    in kaltem Was  ser leicht löslich, im Gegensatz zu dem ohne    die Zusatzkomponente hergestellten Chrom  sulfat gleicher     Basizität.    Zu dem Vorteil  der grossen Löslichkeit treten andere Vor  teile.

   Versuche haben gezeigt, dass die     Aus-          flockbarkeit    der Salze vermindert ist und die       Durchgerbung    mit den nach dem vorliegen  den Verfahren hergestellten     @        Gerbsalzen    eine  beträchtlich raschere ist als mit den gleich  basischen einfachen Chromsalzen. Infolge  dessen ist in diesem Falle auch die Ausgie  bigkeit der Chrombrühen eine grössere und  die erhaltenen Leder sind bei Verwendung  gleicher Chrommengen bei Anwendung der  Produkte des vorliegenden Verfahrens voller.  



  Mit gemäss dem vorliegenden Verfahren  hergestellten Aluminiumsalze enthaltenden  Gerbstoffen ist es möglich, vollere Leder zu  erzielen, als wenn man die Aluminiumsalze  allein verwendet. Auch haben Versuche er  geben, dass die Widerstandsfähigkeit gegen  Wasser bei den mit .diesen Salzgemischen ge  gerbten Ledern eine grössere ist.  



  Mit gemäss dem vorliegenden Verfahren  erhaltenen Eisensalz enthaltenden Gerbstof-           fen    lassen sich Eisenleder herstellen, die sich  zum Beispiel durch verhältnismässig helle  Farbe und durch Lagerbeständigkeit aus  zeichnen.  



  Um mit den gemäss dem vorliegenden  Verfahren hergestellten Gerbstoffen Ger  bungen zu erhalten,     kann    man je nach der  metallischen Komponente des Gerbstoffes       verschieden    verfahren. Zur Herstellung eines  Chromsalz enthaltenden Gerbstoffes     verfährt     man zum Beispiel, wie schon     oben    angegeben.  so, dass man ein basisches Chromsalz mit der       nveiten    Komponente mischt. Bei Herstel  lung von Aluminiumsalz enthaltenden Gerb  stoffen mischt man zweckmässig die neutra  len Salze.

   Beim Gerben mit einem solchen       Aluminiumsalz    enthaltenden Gerbstoff setzt       man    oft zweckmässig zum Schluss     geringe     Mengen eines Alkalis hinzu, wodurch man  ein festeres Leder erhält.    <I>Beispiel 1:</I>  In :die Lösung von basischem     Chromi-          sulfat,    welche man erhält,     wenn    man in       200        Ge\;

  llehtsteileil    Wasser und<B>1110</B>     Cle-          wichtsteilen    Schwefelsäure vom     spezifischeil     Gewicht     1,230j.112    Gewichtsteile     Chrom-          hydroxyd    (<B>100</B>      (o)    heiss auflöst,     werden    bei       90    " C 710 Gewichtsteile kristallisiertes     Mag-          liesiumsulfat    eingetragen. Die erhaltene  klare Lösung wird durch Eindampfen im  Vakuum von der Hauptmenge Wasser be  freit.

   Das erhaltene feste Produkt stellt eine  Mischung beider Salze dar und ist,     obgleich     nicht     lij-groskopisch,    doch in kaltem     Wasser     leicht löslich. Es kann direkt zur Chrom  gerbung verwandt werden; man kann es  aber auch durch eine geeignete Vorrichtung,  zum Beispiel mittelst einer Kugelmühle, in  ein hellgrünes Pulver vermahlen und es da  durch in eine für den Handel geeignete Form  bringen.  



  Auf 100 Teile Blösse wird zum Beispiel  so viel von dem nach Beispiel 1 hergestell  ten Produkt in der dreifachen Menge Was  ser gelöst, dass je nach dem Charakter der  zu erhaltenden Leder 1,7 bis 2,25 Teile         Chromoxyd    zur Anwendung kommen.     Diese          Gerbstofflösung    wird in drei Portionen im  Laufe einer Stunde     zii    den 100 Teilen Blösse,  die im     Gerbfass    mit     1:50    Teilen Wasser und  Teilen     NaCl    gewalkt werden, zugegeben.

    In drei- bis vierstündiger Walke erhält man  ein volle, weiches     und    kochechtes Leder mit  feinen     Narben.            Beispiel        ;?:     In die     Lösung        von        basischen(        Chromichlo-          rid,    welche man erhält, wenn man     -h)1)    Ge  wichtsteile     C'hromh,\-droxyd        (,100         @o)    in     150(-)

       Teilen Wasser und     760        Gewichtsteilen    Salz  sä.ure (spezifisches     Gewicht    1,17) bei Siede  temperatur auflöst, werden noch     .100    Ge  wichtsteile     hlagnesiunichlorid        (kristallisiert-)     reingetragen.     'Nachdem    klare     Lösung    eingetre  ten ist, wird die Lösung eingedampft und  der     Rückstand    getrocknet.     Man    erhält:

   ein       hellgrünes    Pulver, das eine Mischung     des     Chromsalzes mit dem     Xagnesiuinsalz    dar  stellt und das sich glatt in kaltem     Wasser     ohne Rücktand löst. Zur     Gerbun-    verfährt  man ebenso wie im Beispiel I.         Beispiel   <I>3:</I>    110     Gewichtsteile        Ca.lciumehlorid    (was  serfrei) werden mit Wasser vermischt und in  der Lösung 261 Gewichtsteile in Wasser       sehwerlösliches        ClironioxS-chlorid    warm auf  gelöst, hierauf     di < Lösun(1-    auf der Walze  getrocknet.

   Das erhaltene grünliche Pulver,  eine     Miscliun        --    beider Salzkomponenten, ist  leicht     iv,isserlöslivli    und ergibt wertvolle,       rasch    kochechte, fast weisse Leder.  



  <I>Beispiel</I>     -i-:     350     Gewichtsteile        basisehes    Chromsulfat  von der Formel  
EMI0002.0078     
    werden mit 750 Gewichtsteilen     Zinksulfat     möglichst fein     vermahlen.    Das     erhaltene     Produkt kann in üblicher )'eise zum Gerben  verwandt werden. Es lassen sich mit diesem           l@u@i.,lien        ('hromizlf.tt-Zink2,ulfatgemisch-Le-          (lcr        von    grosser Fülle und     weichem    Griff       lmr@tullen.     



  <I>Beispiel 5:</I>       1> <  < s    durch Umsetzung einer wässerigen       Ilü>ung    von 59 Gewichtsteilen Chromsulfat       finit    einer wässerigen Lösung von 22,5     Ge-          wichsteilen        calcinierter    Soda erhaltene,       :

  ehwer    lösliche,     bezw.    nur in der heissen Lö  sung gelöst bleibende,     basische        Chromsalz     wird als heisse Lösung mit einer konzentriert  wässerigen Lösung von 52 Gewichtsteilen       Magnesiumsulfat    gemischt.     Bein)    Erkalten  der Mischung tritt keine Ausscheidung von  Chromsalz ein, sondern man erhält eine klare       Lö@un@@,    die     alsolche    zum Gerben, in der  für     Chromgerbung    gebräuchlichen Weise,       verwandt    werden kann.

      <I>Beispiel 6:</I>         G8    Gewichtsteile Aluminiumsulfat wer  den mit 49 Gewichtsteilen     Magnesiumsulfat          gemischt,    die Mischung in 100 Gewichts  teilen Wasser gelöst und die Lösung zur  trockenen Paste eingedampft. Zum Gerben  verfährt man so, dass     man-12    Gewichtsteile  des Produktes in 120 Gewichtsteilen Wasser  löst, mit der Lösung 100 Teile     gepickelte     Blösse im Fass walkt. Die Lösung wird  zweckmässig nicht auf .einmal, sondern in  drei bis vier Anteilen hinzugefügt. Nach  einigen Stunden ist die     Durchgerbung    be-    endet. Man erhält ein weisses, geschmeidiges  und sehr reissfestes Leder.  



       Beispiel   <I>7:</I>  25 Gewichtsteile Aluminiumchlorid, was  serfrei, werden in 30 Gewichtsteilen Wasser   gelöst und zur Lösung 20 Gewichtsteile Cal  ciumchlorid gegeben. Die klare Lösung kann  direkt zum Gerben, wie in Beispiel 1 ange  geben,     verwandt    werden. Man setzt zweck  mässig während des     Gerbens    so viel Soda  hinzu, dass die Lösung noch eben klar bleibt.  Nach einigen Stunden ist die     Durchgerbung     beendet. Man erhält ein weisses weiches  volles Leder.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Darstellung von Gerb stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein wasserlösliches Salz eines drei wertigen Metalles mit einem wasser löslichen Salz eines zweiwertigen Metal- les mischt, welches zusammen mit dem Salz des dreiwertigen Metalles ein lös liches Gemisch bildet. II. Gerbstoff, hergestellt nach dem Verfah ren des Patentanspruches I, dadurch ge kennzeichnet, dass er aus einem wasser löslichen Gemisch eines Salzes eines dreiwertigen Metalles und eines Salzes eines zweiwertigen Metalles besteht.
CH123335D 1925-04-24 1926-04-23 Verfahren zur Darstellung von Gerbstoffen. CH123335A (de)

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DE281025X 1925-10-28

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