CH123337A - Verfahren zum Feuchten der Papierbahn für die Heisssatinage bei der Herstellung von Pergaminpapieren und ähnlichen hochgeglätteten Papieren. - Google Patents

Verfahren zum Feuchten der Papierbahn für die Heisssatinage bei der Herstellung von Pergaminpapieren und ähnlichen hochgeglätteten Papieren.

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CH123337A
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G7/00Damping devices
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21GCALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
    • D21G9/00Other accessories for paper-making machines

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Description


  Verfahren zum Feuehten der Papierbahn für die Heisssatinage bei der Herstellung  von Pergaminpapieren und ähnlichen hochgeglätteten Papieren.    Pergaminpapiere und andere hochgeglät  tete Papiere müssen vor der unter hohem  Druck und starker Erhitzung erfolgenden  Satinage eine Feuchtung, zum Beispiel von  etwa 25 % des Papiergewichtes erhalten.  Da zur Auftragung dieser verhältnismässig  grossen Flüssigkeitsmenge sich die -gewöhn  lichen Feuchtapparate, wie sie zum Feuch  ten aller sonstigen Papiere in Gebrauch sind,  nicht gut eignen, so bedient man sich zur  Feuchtung von Pergaminpapier im allgemei  nen der Bürstenfeuchter oder Sprühfeuch  ter. Die Bürstenfeuchter ermöglichen zwar  die Aufbringung der für die Heisssatinage  der Pergaminpapiere erforderlichen Flüs  sigkeitsmengen in     verhältnismässig    einfacher  Weise.

   Da indessen das Wasser nur tropfen  weise auf das bekanntlich besonders dicht  gemahlene Pergaminpapier gebracht wird,  so lässt sich eine gleichmässige     Durchfeuch-          tung    und Glättung der Papiere nur dadurch  erzielen, dass man das feuchte Papier in  Rollen längere     Zeit    liegen lässt, damit das  rufgetropfte Wasser Zeit findet, sich gleich  mässig     darin    zu verteilen.

   Der Umstand, dass    das Bürstenmaterial der     Feuchtbürsten        nie-          znals    absolut gleichmässig ist und sich in  folgedessen auch ungleichmässig abnutzt, hat  ausserdem vielfach eine ungleichmässige Be  sprengung der Papierbahn zur Folge, wo  durch die Erzielung einer gleichmässigen       Du.rchfeuchtung    noch weiterhin behindert  wird.  



  Die Sprühfeuchter sind noch unvollkom  mener, da sich die Düsen häufig verstopfen  und ein absolut gleichmässiger Druck des  Wassers und eine gleichmässige Verteilung  auf der     vorübergeführten    Papierbahn nur  sehr schwer zu erreichen ist.  



  Nach der Erfindung erfolgt das Feuchten  der Papierbahn für die     Heisssatinage    bei der  Herstellung von     Pergaminpapieren    und ähn  lichen     hochgeglätteten    Papieren dadurch,  dass das Papier mit einer grösseren, als der  für die     Satinage    erforderlichen Flüssigkeits  menge benetzt und darnach durch Abpres  sen der überschüssigen     Flüssigkeit    mit star  ken     Presswalzen    auf den für die     Heisssati-          nage    erforderlichen, in der     Papiermasse         gleichmässig verteilten Feuchtigkeitsgrad ge  bracht wird.  



  Bei der Ausübung des Verfahrens ver  fährt man zum Beispiel derart, dass die Pa  pierbahn mit Hilfe     beliebiger,    zur direkten  oder indirekten Übertragung von Flüssig  keiten geeigneter Benetzungsvorrichtungen  mit einem Überschuss von Wasser benetzt  bezw. getränkt wird, worauf die Bahn durch  kräftige Walzenpressen, zum Beispiel nach  Art der auf den Papiermaschinen gebräuch  lichen Nasspressen geführt und hierbei einem  solchen Pressdruck unterworfen wird, dass  das überschüssige Wasser entfernt und das  zurückbleibende Wasser völlig gleichmässig  in dem Papier verteilt wird.  



  Als Benetzungsvorrichtungen können be  liebige Einrichtungen, welche zur direkten  oder indirekten Übertragung von Flüssig  keit auf die Papierbahn dienen können, wie  zum Beispiel Tauchbäder, mit der Flüssig  keit durchtränkte Filze oder Filzwalzen,  Biirstenfeuchter, Düsensprenger usw. zur  Anwendung kommen. Weiterhin kann man  die Flüssigkeit zum Beispiel durch direktes  Auftropfen oder Auflaufenlassen oder un  ter Vermittlung von Farbstoffträgern oder  von Vorrichtungen, wie sie zum Beispiel in  Zylinderfärbmaschinen gebräuchlich sind,  auf das Papier bringen usw.  



  Das dargelegte Verfahren bietet den  grossen Vorteil, dass eine absolut gleich  mässige Feuchtung auf direktem Wege er  zielt wird. Die bisher übliche längere Lage  rung des gefeuchteten Papiers zwecks Er  zielung einer nachträglichen gleichmässigen  Verteilung der Flüssigkeit in der Papier  masse ist mithin bei vorliegendem Verfah  ren nicht erforderlich. Das erfindungsgemäss  gefeuchtete Papier bann gegebenenfalls viel  mehr sofort auf den Kalander genommen  werden.  



  Bei der Ausführung des Verfahrens  kann mit der Feuchtung zugleich eine Fär  bung des Papiers vorgenommen werden, zum  Beispiel derart, dass Farblösungen, welche  gegebenenfalls auch verdickt oder erwärmt    sein können, als Feuchtflüssigkeit verwendet  werden.  



  Diese Färbemethode kann auch auf be  liebig vorgefärbte, zum Beispiel auf der  Papiermaschine gefärbte Papiere zwecks Er  zielung von überfärbten Papieren oder von  Kombinationsfärbungen zur Anwendung ge  bracht werden.  



  Die Auftragung der Färbflüssigkeit auf  ungefärbte oder vorgefärbte Papiers bann  gleichmässig oder ungleichmässig nur auf  einer Seite oder auf beiden Seiten, gegeben     en-          falls    unter Anwendung verschiedener Far  ben, erfolgen. Hau kann den Färbungsvor  gang gegebenenfalls auch derart ausfüh  ren, dass man das Papier zunächst unter  Anwendung beliebiger Feuchtungsmethoden  verfärbt, es hierauf mit Farblösungen be  handelt und dann mit Hilfe der Walzen  presse von überschüssiger Flüssigkeit be  freit. Man kann zum Beispiel so arbeiten,  dass das in einem Tauchbad vorgefärbte  Papier mit Farbstofflösungen besprüht wird.  Durch derartige Behandlung vorgefätbter  Papiere in noch feuchter Beschaffenheit mit.

    weiteren     Färbelösungen    können eigenartige  Effekte erzielt werden.  



  Man kann zum Beispiel auch die aufge  tragenen Farbstofflösungen durch mecha  nische Bearbeitung, zum Beispiel durch Ver  streichen mittelst Bürsten regelmässig oder  unregelmässig auf der Oberfläche des Papiers  verteilen, bevor die Auspressung des Flüs  sigkeitsüberschusses erfolgt.  



  In manchen     Fällen    hat es sich als vor  teilhaft erwiesen, die mit der Walzenpresse  behandelte Papierbahn während des Aus  pressens oder nachher einer Erwärmung zu  unterziehen. Hierdurch können in gegebenen  Fällen     ge@i-isse    Farbeffekte erzielt werden.  



  Das Färben fertigen Papiers vollzieht  sich     ebenso    wie das Feuchten in vollkommen       ;rleiehniässiger        Weise.    wobei das gefärbte       Papier        ebenfall#        sofort    weiter     verarbeit-,t     werden kann. Die in     beschriebener        @@'eise          gefärbten        Nezw.        iiberfärbten    Papiere besitzen  ein wesentlich schöneres     Aussehen    infolge      ihrer besser gedeckten und ausgeglichenen  Oberfläche als in der Masse gefärbte Pa  piere.

   Durch Auswahl geeigneter Farbstoffe  kann man reibechte, nicht blutende Färbun  gen erreichen. Durch Überfärbung     vorge-          färbter    Papiere in der angegebenen Weise  werden Farbtöne von einer Tiefe und Inten  sität erreicht, wie sie sich beim Färben in  der Masse nur unter grossen Schwierigkeiten  herstellen lassen. Dabei sind die Kosten die  ser Papierfärbung wesentlich geringer als  diejenigen der Färbung im Stoff.  



  Gegenüber dem Färben mit den für an  dere Papiere gebräuchlichen Färbemaschi  nen, bei denen die gefärbten Papiere nach  dem Abpressen getrocknet werden, zeichnet  sich das beschriebene Verfahren dadurch  aus, dass diese Nachtrocknung und die darauf  für die     Satinage    erforderliche abermalige       Feuchtung    in Wegfall kommt, da die auf  angegebene Art gefärbten Pergaminpapiere  auf dem geheizten Kalander zugleich ge  glättet und getrocknet werden. Ein weiterer  Vorteil besteht darin, dass mit viel höherer  Geschwindigkeit, zum Beispiel bis zu 100 m  in der Minute und     darüber,    gearbeitet werden  kann als bei Verwendung der bekannten  Färbemaschinen, deren Geschwindigkeit be  kanntlich nicht über 40 m pro Minute hin  ausgeht.  



  Die     Notwendigkeit,    gefärbte Papiere auf  der Papiermaschine herzustellen, fällt bei  Anwendung des Verfahrens entweder ganz  weg oder kann auf ein geringes Mass be  schränkt werden. Damit entfällt eine Menge  von Betriebsstörungen zum Beispiel beim  Farbwechseln durch Reinigen, durch Wech  seln der Filze und dergleichen. Die Papier  maschinen können fast ausschliesslich mit  ungefärbtem Papier laufen und dabei eine  wesentlich grössere Produktion erreichen, als  wenn häufiger Farbwechsel stattfände. Auch  die Lagerhaltung in farbigem Papier kann  unterbleiben. Es genügt vollständig, das  Papier in ungefärbten Rollen vorrätig zu  halten und nach Bedarf die Färbung vorzu  nehmen.

   Hierzu kommt noch der Vorteil, dass    sich schon sehr geringe Mengen von Papier  in ganz beliebiger Farbenfolge färben las  sen, was beim Arbeiten auf der Papier  maschine unmöglich ist.  



  Für die Durchführung des Verfahrens  ist es unter Umständen vorteilhaft, die  Feuchtungs- bezw. Färbevorrichtung, d. h.  die Gesamtapparatur zum Feuchten bezw.  Färben und Abpressen dem Kalander un  mittelbar vorzuschalten. Auf diese Weise  kann man das Feuchten bezw. Färben und  Glätten zu einem einzigen Arbeitsgang zu  sammenziehen. Auch besteht die neue Mög  lichkeit, die Gesamtapparatur zum Feuch  ten, Färben und Abpressen in die Papier  maschine einzubauen oder an sie anzuschlie  ssen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Feuchten der Papierbahn für die Heisssatinage bei der Herstellung von Pergaminpapieren und ähnlichen hoch geglätteten Papieren, dadurch gekennzeich net, dass das Papier mit einer grösseren als der für die Satinage erforderlichen Flüssig keitsmenge benetzt und darnach durch. Ab pressen der überschüssigen Flüssigkeit mit starken Presswalzen auf den für die Heiss satinage erforderlichen, in der Papiermasse gleichmässig verteilten Feuchtigkeitsgrad ge bracht wird'. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass behufs Her stellung farbiger Pergamin.papiere eine Farblösung als Feuchtflüssigkeit ange wendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, d ass vorgefärbtes Papier mit Farb- stofflösung benetzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass vorgefärbtes Papier in noch feuchtem Zustand mit Farbstoff lösung benetzt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Auftragung der Farb stofflösung ungleichmässig erfolgt. 5. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass Lösungen verschiedener Farben nebeneinander aufgetragen wer den. 6. Verfahren nach . Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass die aufgetragenen Farb stofflösungen durch mechanische Bearbei tung auf der Oberfläche des Papiers ver teilt werden. PATENTANSPRUCH II Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Mittel zum Auftra gen und Abpressen der Feuchtflüssigkeit unmittelbar einem Kalander vorgeschaltet sind. UNTERANSPRÜCHE: 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die zur Aus führung des Verfahrens dienenden Mit tel in eine Papiermaschine eingebaut sind. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die zur Aus führung des Verfahrens dienenden Mit tel an eine Papiermaschine angeschlossen sind.
CH123337D 1926-10-11 1926-10-11 Verfahren zum Feuchten der Papierbahn für die Heisssatinage bei der Herstellung von Pergaminpapieren und ähnlichen hochgeglätteten Papieren. CH123337A (de)

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