CH123359A - Vorrichtung zur Messung der Menge von strömenden, gasförmigen Stoffen. - Google Patents
Vorrichtung zur Messung der Menge von strömenden, gasförmigen Stoffen.Info
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Description
Vorrichtung zur Messung der Menge von strömenden, gasförmigen Stoffen. Oregenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zur Messung der Mengen von strömenden Gasen und Dämpfen mit Hilfe einer Messdüse, wobei die Messausschläge, und zwar auch bei Schwankungen des spezifischen Gewichtes des Fluidums proportional den die Messdüse durchfliessenden Gewichtsmengen varieren. Der Vorrichtung liegt zu Grunde die Formel -für das in der Zeiteinheit durch eine Messdüse fliessende Dampf- respektiv Gasgewicht.
EMI0001.0010
Hierbei bedeutet: G das genannte Gewicht, yc den Ausflusskoeffizienten der Messdüse, F den Querschnitt der Messdüse, g die Beschleunigung der Schwere, <I>r</I> das spezifische Gewicht, und pi-p2 die Druckdifferenz beidseitig der Messdüse. Die Berücksichtigung des spezifischen Gewichtes geschieht entsprechend dieser Formel derart, dass sie :schon vor -der Aus wertung des Wurzelausdruckes erfolgt.
Dies ermöglicht beispielsweise eine Ausbildung der Vorrichtung als aufzeichnendes Instrument, bei welcher Länge und Drehpunkt des Schreib hebels unverändert bleiben, so dass die vom Schreibstift beschriebenen Bogen bei jedem Druck mit den üblichen Bogenordinaten übereinstimmen.
Fig. 1 und 2 beziehen sich auf eine erste Ausführungsform, wobei der Druckabfall, der zum Beispiel in einer Dampfleitung durch Einbau eines Hindernisses (Messdüse) erzeugt wird, auf die Spiegel zweier kommunizieren der Quecksilbersäulen eine Niveaudifferenz hervorbringt.
In Fig. 1 ist pi der grössere und p2 der kleinere Druck, fi und f z sind die entsprechenden Quecksilberoberflächen und hi und h2 die Niveaudifferenzen, wobei zunächst das spezifische Gewicht des Fluidums kon stant und gleich r vorausgesetzt wird;
Fig. 2 ist für den laufenden Wert rn des variablen spezifischen Gewichtes des Fluidums gezeichnet; darin bedeuten f'2 den zugehö rigen laufenden Wert der veränderlichen Grösse des Quecksilberspiegels und A, sowie h'2 zugehörige Quecksilberspiegelhöhen; Fig. 3 zeigt beispielsweise schematisch einen Teil einer solchen Ausführungsform mit kommunizierenden Quecksilbergefässen;
Fig. 4 veranschaulicht ebenfalls beispiels weise und schematisch einen Teil einer zwei ten Ausführungsform mit einer Membrandose; Fig. 5 zeigt schematisch eine Wälzhebel- anordnung, mittelst deren die mechanische Auswertung des Wurzelausdruckes erfolgt; Fig. 6 stellt einen Zahnkurventrieb dar, welcher zur Übertragung einer Manometer bewegung dient, durch welche in beiden Aus führungsformen, Fig. 3 und 4, das wechselnde spezifische Gewicht des Fluidums berücksich tigt werden soll.
In Fig. 3 ist 1 die Zuleitung des Druckes pi, welcher vor der Messdüse entnommen ist, in das Quecksilbergefäss 2, welches durch die Verbindungsleitung 3 mit dem andern Schen kel 4 verbunden ist, auf welches durch die Zuleitung 5 der Druck<I>p2</I> nach der Messdüse wirkt. Auf dem Quecksilberspiegel im Schenkel 4 ist der Schwimmer 6, dessen Bewegung durch den Hebel 7 auf das in dieser Figur nicht dargestellte Wälzhebel- system, mit dessen Hilfe auf einen ebenfalls nicht gezeichneten Schreibapparat übertragen wird.
Das Quecksilbergefäss, welches den Schenkel 4 bildet, hat eine Erweiterung 8 zur Veränderung der Grösse des Quecksilber spiegels, zu dessen Variation der Kolben 9 dient. Derselbe wird betätigt durch ein Mano meter, bestehend aus einem Zylinder 10 und einem Kolben 11 mit Kolbenstange 12 mit Druckzuleitung 13. Als Gegenkraft wirkt auf den Mariometerkolben die Feder 14 und zur Übertragung der Manometerbewegung auf die Kolbenstange 15 dient der Hebel 16, an dessen Stelle zweckmässigerweise ein in Fig. 6 dargestelltes Zahnkurvengetriebe treten kann.
Fig. 4 erläutert ein weiteres Ausführungs beispiel. Der Hub der in den Kasten 1 ein geschlossenen, innen dem Druck pi, aussen dem Druck p2 ausgesetzten Membrangruppe 2 wird mittelst des Winkelhebels 3, 4 zwecks Vermeidung einer Längsstopfbüchse in eine Winkelbewegung verwandelt, um ausserhalb wieder in eine Längsbewegung der Stange rückverwandelt zu werden. Mit 5 ist ein ver schiebbares, durch die beiden Rollen 6 ge tragenes Organ verbunden, welches seinerseits einen senkrecht zu 5 verschiebbaren Schlitten 7 mit der daran befestigten Rolle 8, trägt.
Der um die Achse 9 drehbare Hebel 12 legt sich durch die Wirkung des Gegengewichtes 10 an die Rolle 8, so dass seine Winkelbe wegung bei konstantem Druck pi, bis auf Fehler zweiter Ordnung den Längsbewegungen der Stange 5 und damit dem Quadrat der Dampfmenge proportional wird. Die Berück sichtigung des Druckes geschieht durch Ver schieben des Schlittens 7, bezw. der Rolle 8, mittelst des Federmanometers 11 entsprechend dem absoluten Drucke des Dampfes in der Leitung.
Wird der Druck, bezw. das spezi fische Uewieht grösser, so wird die Entfernung des Auflagepunktes des Hebels 12 vom Dreh punkt 9 kleiner und dadurch bei demselben Hub der Membrane, bezw. der Stange 5 der Winkelausschlag des Hebels 12 und damit der anzeigenden Teile des Instrumentes grösser.
Ist bei einer Vorrichtung, welche beispiels weise aus einem Flüssigkeits-Differential- Manometer mit kommunizierenden Queck silbergefässen besteht, von welchen das unter dem kleineren Drucke stehende einen Schwim mer enthält, vorerst bei unveränderlich Be dachtem spezifischen Gewichte r des Dampfes oder Gases (F ig. 1), hi die Senkung des Quecksilberspiegels in dein unter dein Druck pi stehenden Gefäss mit dem Querschnitte<B>l',</B> und lt2 der Hub des Quecksilberspiegels im Schwimmgefäss (Druck p2, Querschnitt<B>f2),</B> ist ferner,
bei gleichem Druckunterschiede pi <I>p2,</I> li.'i die Senkung, h'2 der Hub des Quecksilbers bei veränderlichem spezifischen Gewichte rn (Fig. 2), so ist die Bedingung
EMI0002.0054
zir erfüllen, damit der Schwimmerhub ent sprechend beeirrfiul,)t wird. Hierbei sei: r" G (, dass die Berichtigung in einer Multiplikation mit einer Zahl kleiner als 1 zum Ausdruck kommt.
Da zwischen der) Querschnitten der kommunizierenden Gefässe und den Verschie bungen der Quecksilberspiegel die Bezie hungen<I>f</I> i hi <I>= f 2 h2</I> bezw. <I>f</I> i h'i <I>- f'2 h'2</I> und hi _- <I>h2 =</I> h', + <I>h'2</I> (wegen des unver änderlichen Druckunterschiedes pi-p2) herr schen müssen,
so muss die zum spezifischen (@rewicht r" gehörende Querschnittfläche f'2 des Schwimmergefässes grösser werden als die zum spezifischen Gewichte r gehörende Fläche f2, damit der Schwimmerhub kleiner wird.
Zur Vergrösserung der Fläche des Schwim mergefässes wird nun ein rechteckiger Kolben 9 (Fig. 3, in einem an das Schwimmergefäss senkrecht zur Schwimmeraxe als Erweiterung ausgebildeten Hohlkörper 8 rechteckigen Querschnittes verschoben. Der Kolben 9 steht unter dein Einfluss eines Federmanometers 10-14, auf welches der Druck An in der Leitung wirkt.
Die Grösse der erforderlichen Flächenvergrösserung V (Hub H des Kolbens 9 mal Kolbenbreite b) ergibt sich aus den vor stehenden Gleichungen und der Beziehung p <I>=</I> f"-f2 <B>mit
EMI0003.0020
</B> Ersetzt man in dieser Gleichung die spe zifischen Gewichte durch die absoluten Dampf drücke, also<I>r</I> durch a # <I>p</I> und rn durch<I>an</I> p., wobei die Werte a und an aus einer Dampf tabelle zu ermitteln sind, und ersetzt die Drücke selbst wieder durch die den Über drücken verhältnisgleichen Federwege, s mm bei (p-1)
Atmosphäre sn mm bei (pn-1) Atmosphäre und
EMI0003.0028
mm, für eine At mosphäre, so ergibt sich der Hub des Kolbens mit
EMI0003.0029
Die Art der Übertragung des Federhubes auf den Kolbenhub wird durch das jeweilige Übersetzungsverhältnis zwischen H und s. bestimmt, das beispielsweise durch die beiden Zahnkurventriebe I und II (Fig. 6) hergestellt werden kann, wobei die Ausbildung der un- runden Räder von Il der vorstehenden Glei chung entspricht.
Um ungeachtet der Reibung im Hohlkörper 8 und in sämtlichen Übertragungsmitteln die Bewegung des Federmanometers sich richtig auswirken zu lassen, wird zweckmässigerweise zwisehen das Federmanometer und den Kol ben 9 ein mechanisches oder elektromecha nisches Relais eingeschaltet.
Beim zweiten Ausführungsbei>piel, wo als druckdifferenzempfindliches Organ eine Membrandose zur Anwendung kommt, ergibt sich für die Druckberichtigung folgendes Bild: Bezeichnet l die Länge des wirksamen Armes des Hebels 12 (Fig. 4) (vom Drehpunkt 9 bis zur Auflage bei 8) beim (höchsten) Druck p in der Leitung vor der Messstelle, 1n seine Länge bei einem beliebigen niedrigeren Drucke pn und werden auch hier die spezi fischen Gewichte<I>r</I> und rn durch<I>a</I> (s+z),
bezw. an (sä + z) ersetzt, so soll die Bedingung <I>l :</I> 7n <I>= a</I> (s + z) : an (s" + z) erfüllt sein und daraus ergibt sich die Verschiebung der Rolle 8 zu:
EMI0003.0055
Dies ergibt wiederum einen Zahnkurventrieb. In Fällen, wo der Unterschied zwischen a und an gering ist, kann der Kurventrieb in der prak tischen Ausführung durch einen Doppelhebel ersetzt werden.
Zur Radizierung der indizierten Druck differenz und damit zur linearen Darstellung der gemessenen Menge dient ein Wälzhebel- paar wie in Fig. 5 schematisch dargestellt ist.
Der Hebel a hat seinen Drehpunkt bei A. Derselbe entspricht dem Drehpunkt des He bels 7 in Fig. 3 sowie der Age 9 auf Fig. 4. Der Hebel b mit Drehpunkt B lehnt sich mit seiner Wälzkurve an diejenige des Hebels a und vermöge des (punktiert gezeichneten) Gegengewichtes c folgt der Hebel b der Auf wärtsbewegung des Hebels a, wenn derselbe durch das druckdifferenzempfindliche Organ gedreht wird.
Der Hebel b trägt den (strich punktiert angedeuteten) Schreibbebel d oder ein in seinem Drehpunkte angebrachtes, in der Zeichnung nicht angedeutetes Übersetzungs getriebe für einen Zeiger zur Anzeige auf einem Zifferblatt, oder auch beides.
Die Form der Wälzkurven muss der Be dingungsgleichung
EMI0003.0073
genügen, wobei a der Verdrehungswinkel des Hebels<I>a</I> um dessen Axe A, und ss der ent sprechende Verdrehungswinkel des Hebels b um dessen Axe B, und k eine Konstante darstellt.
Ferner ist die Summe der Vektoren 7-a und rss konstant, und zwar gleich dem Ab stande e der beiden Drehpunkte<I>A</I> und<I>B,</I> das heisst die Berührungspunkte der beiden Wälzkurven befinden sich stets auf der Ver bindungslinie A-B. Für zwei koordinierte Punkte ist das Übersetzungsverhältnis
EMI0004.0009
und obige Bedingungsgleichung differenziert, ergibt:
EMI0004.0011
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Messung der Menge von strömenden, gasförmigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckdifferenz in der Leitung des zu messender) Fluidums, erzeugt durch ein dort eingebautes Hindernis, auf ein manometrisches Organ wirkt, welches derart in Abhängigkeit von einer Zustandsgrösse des Fluidums gebracht wird, dass dessen Ausschlag mindestens annähernd proportional mit dem Produkte des spezifischen Gewichtes des zu messenden Fluidums und der genann ten Druckdifferenz variert, und dass ferner dieser Ausschlag auf ein Wälzhebelsystem übertragen wird, durch welches die Quadrat wurzel aus dem genannten Produkte mecha nisch ausgewertet wird.UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, bei welcher das manometrische Organ ein Quecksilber-Differential-Manometer mit kommunizierenden Gefässen ist, von wel chen das unter dein kleineren Druck stehende einen Schwimmer enthält, da- durch gekennzeichnet, dass die Querschnitt fläche des Schwimmergefässes selbsttätig so geändert wird, dass bei gleichbleibendem Druckunterschied an den beiden Messstellen der Schwimmerhub sich im gleichen Ver hältnis wie das spezifische Gewicht des gasföri)iigen Stofffes,in der Leitung vor der ersten Messstelle ändert. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein in einem senk recht zur Schwimmeraxe an das Schwim mergefäss angeschlossenen Hohlkörper recht eckigen Querschnittes dicht eingebauter Kolben mit einem unter dem Druck in der Leitung vor der ersten Messstelle stehenden Federmanometer derart ver bunden ist, dass die auf den Kolben über tragenen Ausschläge des Manometers, Kolbenhube ergeben, welche der Gleichung': EMI0004.0029 entspre chen. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass zwischen das Federmanometer und den Kolben in dem an das Schwimmergefäss angeschlossenen Hohlkörper ein aus einer Zahnstange und einem kreisförmigen Zahnsegment bestehendes Getriebe (I) und ein aus einem urrunden Rad und einer zage- hörigen Zahnstange bestehendes Getriebe (II) eingeschaltet ist, wobei die Über setzungskurve des (xetr-iebes (II) durch die im Unteranspruch 2 angeführte Glei chung bestimmt ist. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch, bei welcher das manornetrische Organ ein Membran-Differential-Manometer ist, da durch gekennzei(Inet, dass die Lage eines Schlittens auf einer die Membranbewegung mitmachenden Schubstange selbsttätig so geändert wird, dass bei gleichbleibendem Druckunterschied an den beiden Messstellen die Schlittenbewegung nach Massgabe der Änderungen des spezifischen Gewichtes des gasförmigen Stoffes in der Leitung vor der ersten Messstelle erfolgt. 5.Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass ein an der die Mernbranbewegung mitmachenden Schub stange senkrecht zu ihr angeordneter Schlitten unter dem Einflusse eines unter dem Drucke des gasförmigen -Stoffes in der Leitung vor dem Messgeräte stehenden Federmanometer derart verschoben wird dass eine an ihm vorgesehene Rolle an einer durch ein Gegengewicht an diese Rolle angedrückten Hebel in solchen Ab ständen von dessen Drehaxe angreift, dass die wirksame Länge und damit die Win kelbewegungen des Hebels, von der die Ablesung, Registrierung und Zählung ab geleitet wird, der Gleichung EMI0005.0006 entsprechen. 6.Vorrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass zwischen das Federmanometer und den auf der die Membranbewegung mitmachenden Schub stange gleitend angeordneten Schlitten ein aus einer Zahnstange und einem kreis förmigen Zahnsegment bestehendes Getriebe (I) und ein aus einem unrunden Rad und einer zugehörigen Zahnstange bestehendes Getriebe (II) eingeschaltet ist, wobei die Übersetzungskurve des Getriebes (II) durch die im Unteranspruch 5 angeführte Glei chung bestimmt wird. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des manometrischen Organs in eine drehende Bewegung eines ersten Hebels übergeführt wird, dessen eine Seite Kurvenform hat, an welcher sich ein zweiter Hebel, eben falls mit Kurvenform, bei der Bewegung abwälzt, derart, dass die Ausschlagswinkel der beiden Hebel einer quadratischen Gleichung genügen, und zwar so, dass der Ausschlagswinkel des ersten Hebels dem Quadrate des Winkels des zweiten pro portional ist, wobei die zusammengehörigen Kurvenpunkte bei ihrem Zusammenfallen stets auf der Verbindungslinie der beiden Hebeldrehpunkte liegen. B.Vorrichtung nach Unteranspruch 7, bei welcher das Folgen des zweiten Hebels, welcher zugleich mit dem Anzeigeorgan des Apparates verbunden ist, dem ersten Hebel durch ein* Gegengewicht bewirkt wird.
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