CH123522A - Druckplatte mit durch amalgamierte Flächen begrenztem Druckbild und Verfahren zu deren Herstellung. - Google Patents

Druckplatte mit durch amalgamierte Flächen begrenztem Druckbild und Verfahren zu deren Herstellung.

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CH123522A
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Ronald Trist Arthur
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  Druckplatte mit     durch    amalgamierte Flächen begrenztem Druckbild und  Verfahren zu deren Herstellung.    Die vorliegende Erfindung betrifft eine  Druckplatte mit durch amalgamierte Flä  chen begrenztem     Druckbild    und ein Ver  fahren zur Herstellung derselben, wobei der  Vorteil besteht, dass die Herstellung mit  grösserer Leichtigkeit und Zuverlässigkeit  auch von verhältnismässig unerfahrenem  Personal ausgeführt werden kann, als dies  bisher möglich gewesen ist.  



  In der britischen Patentschrift Nr. 225928  ist ein Verfahren beschrieben, durch wel  ches     planographisch    getreue Druckflächen  hergestellt werden können, wobei diese  Druckflächen Erhöhungen und Vertiefungen  enthalten, welch letztere mit einer Kompo  sition von Kupfer, Silber oder Gold und       Quecksilber    ausgefüllt werden. Hierbei wird  durch elektrolytischen Niederschlag zunächst  ein sehr dünnes Häutchen von Kupfer in  die     Vdrtiefungen    der Platte eingebracht,  dann ein sehr dünnes Häutchen von Silber  oder Gold auf das Kupfer usw., bis die Ver  tiefungen ausgefüllt sind.

   Der Zweck der       Anwendung    dieses Verfahrens zur Herstel-    Jung oder .Quecksilberkomposition war, zu er  reichen, dass die genannte Komposition ei  nige der charakteristischen Eigenschaften  von beiden, des     Kupfers    und Silber- oder  Goldamalgams, erhält und von Natur aus  gut anhaftet. Das Metall, aus welchem diese  Druckplatten hergestellt waren, musste un  angreifbar für Quecksilber sein; daher wurde  ihm beispielsweise Nickel zugesetzt.

   Bei der       industriellen    Verwertung     dieses    Verfahrens  haben sich Schwierigkeiten ergeben, inso  fern, als es sich zeigte, dass die Gegenwart  der geringsten Menge von fremdem Material  oder Oxyd, welches am Nickel zurückbleibt,  die innige Verbindung des ersten Kupfer  häutchens mit dem Nickel "verhindert, was  aber. unerlässlich notwendig ist, um diese  Häutchen an     ihre    Stelle zu bringen, nach  dem sie mit Quecksilber behandelt worden  sind.  



  Versuche haben ergeben, dass abwech  selnd niedergeschlagene Häutchen von Kup  fer und edlem Metall, wie Silber oder Gold,  die Diffusion des     Quecksilbers    in solchem      Masse verhindern, dass die Benutzung eines  für Quecksilber unangreifbaren     Metalles     unnötig wird. Auf diesen Beobachtungen be  ruht die vorliegende Erfindung.  



  Die Druckplatte gemäss der Erfindung  kennzeichnet sich durch eine elektrolytisch  niedergeschlagene Schicht eines     Metalles,     mit dem sich Quecksilber amalgamiert, eine  elektrolytisch niedergeschlagene Schicht  eines     Metalles,    welches von Quecksilber  nicht angegriffen wird und auf welchem die  Druckfarbe anhaftet, und das Druckbild be  grenzende     Ätzvertiefungen    in der letztge  nannten Schicht, welche auf die     erstgenannte          Schicht    reichen und durch mehr als zwei elek  trolytisch niedergeschlagene Häutchen ver  schiedener Metalle ausgefüllt sind, deren  eines mit Quecksilber ein hartes Amalgam  bildet, während das aussen liegende.

   ein  weiches Amalgam bildende infolge Behand  lung mit Quecksilber eine hochpolierte,  Druckfarbe nicht annehmende Oberfläche  darstellt.  



  Das Verfahren zur Herstellung dieser       Drueliplatte    zeigt die Eigentümlichkeit., dass  auf einer Grundplatte auf elektrolytischem  Wege eine Schicht eines     Metalles,    mit dem  sich Quecksilber amalgamiert, und darauf  eine Schicht eines     Metalles,    welches von  Quecksilber nicht angegriffen wird, nieder  geschlagen wird, in der an denjenigen Stel  len, welche keine Druckfarbe annehmen  sollen, Vertiefungen eingeätzt und diese auf  elektrolytischem Wege mit mehr als zwei       Metällbäutchen    ausgefüllt werden, deren  eines ein hartes Amalgam mit Quecksilber  bildet, während das aussen liegende, ein wei  ches Amalgam bildende mit Quecksilber be  handelt wird, so dass es eine hochpolierte,  Druckfarbe nicht annehmende Oberfläche  annimmt.  



  Eine Druckplatte gemäss der Erfindung  ist beispielsweise auf der Zeichnung in  schematischer Weise dargestellt, und zwar  zeigt:       Fig.    1 einen Querschnitt durch eine  Druckplatte vor dem zur Herstellung der  Vertiefungen dienenden Ätzen,         Fig.    ? denselben Querschnitt nach Auf  bringung eines     Ätzgrundes,          Fig.    3 denselben Querschnitt nach der  Ätzung,       Fig.    4 denselben Querschnitt.

   nach elek  trolytischem Niederschlag eines ersten Me  tallhäutchens in die Vertiefungen,       Fig.    5 den vergrösserten Querschnitt  durch eine Vertiefung nach abwechselndem       elektrolytischem    Niederschlagen von Kupfer  und Silber auf das zuerst niedergeschlagene  Metallhäutchen,       Fig.    6 den     gleichen    Querschnitt durch die  zur Behandlung mit Quecksilber fertige  Platte.  



  Diese Figuren sind nicht     massstäblich    ge  nau und sollen nur die einzelnen Arbeits  stufen veranschaulichen, durch welche es er  möglicht wird, das Druckbild auf einer     Ei-          sengrundpla.tte    herzustellen.  



  Die     Eisengrundplatte    ist mit Z bezeich  net. Auf ihr sind eine Kupferschicht     a    und  eine Nickelschicht b auf elektrolytischem  Wege niedergeschlagen     (Fig.    1). Die Dicke  der     Nickelschicht        beträgt    ungefähr 0,025 bis  0,035 mm, während die Kupferschicht ent  weder von gleicher Stärke oder nach Belie  ben stärker oder schwächer sein kann.  



  Auf der     Nickelschiclht    b wird ein     Ätz-          grund        c    aufgetragen     (Fig.        \3),    in welchem  die das     Druckbild    begrenzenden Stellen aus  gehoben sind. Dieser     Ätzgrund    kann aus  einer durch Erhitzen säurefest gemachten,  das heisst emaillierten Leimschicht bestehen.  



  Die Nickelschicht b wird dann geätzt,  bis die Kupferschicht a     freiliegt,    wobei man  das Ätzen fortsetzt, bis auch noch annähernd  0,002-0,003 mm der Kupferschicht abge  ätzt ist. Die Gesamttiefe der geätzten Ver  tiefungen d     (Fig.    3) beträgt, wenn die     Nik-          kelschicht        0,023-0,03\2    mm dick ist, unge  fähr 0,025-0,035 mm.  



  Hierauf wird ein dünnes     Metallhäutchen     e     (Fig.    4), welches aus Kupfer, Silber oder  Gold bestehen kann, auf elektrolytischem  Wege in die Vertiefungen     d    so niedergeschla  gen, dass es eine Art Futter und Schutz  schicht für die Kupferschicht a, bildet. Man      hat gefunden, dass dieses Häutchen das  Quecksilber daran hindert, in die ursprüng  liche     Elektrolytschicht    des Kupfers einzu  dringen. Es wurde weiterhin festgestellt, dass       e5    vorteilhaft ist, für das Häutchen e, wel  ches aus Kupfer, Silber oder Gold bestehen  kann, eine Dicke von ungefähr einem Fünf  tel der Gesamttiefe der Vertiefung d oder  ungefähr 0,005-0,008 mm anzunehmen.  



  Besteht das Häutchen e, wie hier ange  nommen sei, aus Silber oder Gold, die mit  Quecksilber ein weiches Amalgam bilden, so  wird elektrolytisch ein Häutchen f aus Kup  fer, das mit Quecksilber ein hartes Amal  gam bildet, aufgebracht     (Fig.    5), welch letz  teres annähernd von gleicher Dicke ist: wie  das Häutchen e; wäre jedoch das Häutchen e  aus Kupfer, dann würde das Häutchen     f    aus  Silber oder Gold bestehen.  



  Wie in     Fig.    5 dargestellt ist, werden  fünf Häutchen im ganzen zur Auffüllung  der Vertiefungen verwendet, einschliesslich  die Häutchen<I>e, f,</I> wobei die Häutchen     g    und  i von Silber oder Gold sind und das Häutchen       k    aus Kupfer besteht. Die Häutchen von  Silber oder Gold Und Kupfer werden in ab  wechselnder Reihenfolge     aufgebracht,    um  die erwähnte Diffusion des Quecksilbers zu  einem Minimum zu bringen.  



  Begreiflicherweise ist die Erfindung  nicht .auf fünf Häutchen beschränkt; die  Zahl derselben ist beliebig, aber stets grösser  als zwei, wobei darauf zu achten ist, dass  das letzte oder oberste Häutchen aus Silber  oder Gold besteht, um so eine hochpolierte,  nicht granulierte Oberfläche bei der Behand  lung mit Quecksilber zu erhalten.  



  Fachleute werden erkennen, dass es unmög  lich ist, eine Rücken- oder     Wulstbildung   <B>IG</B>       (Fig.    6) um die Vertiefungen zu vermei  den. Ein solcher Wulst kann durch Reiben  mit Polierkohle, sehr feinem Schmirgel  papier oder sonst einem feinen Schleifmate  rial entfernt werden, so dass die Druck  fläche genau     planographisch    gebildet wird.  



  Die nicht druckenden Teile der Druck  fläche, welche sich an den Stellen der so be  handelten Vertiefungen befinden, werden    dann durch Aufbringen von metallischem       Quecksilber    behandelt, und schliesslich er  folgt die Entfernung des     Ätzgrundes        e.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Druckplatte mit durch amalgamierte Flächen begrenztem Druckbild, gekenn zeichnet durch eine elektrolytisch nie dergeschlagene Schicht eines Metalles, mit dem sich Quecksilber amalgamiert, eine elektrolytisch niedergeschlagene Schicht eines Metalles, welches von Quecksilber nicht angegriffen wird und auf welchem die Druckfarbe anhaftet, und' das Druckbild begrenzende Ätz vertiefuiigen in der ' letztgenannten Schicht, welche auf die erstgenannte Schicht reichen und durch mehr als zwei elektrolytisch niedergeschlagene Häut chen -verschiedener Metalle ausgefüllt sind, deren eines mit Quecksilber ein hartes Amalgam bildet,
    während das aussen liegende, ein weiches Amalgam bildende infolge Behandlung mit Queck silber eine hochpolierte, Druckfarbe nicht annehmende Oberfläche darstellt. IL Verfahren zur Herstellung einer Queck- silberdruckplatte gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Grundplatte auf elektrolytischem Wege eine Schicht eines Metalles, mit dem sich Quecksilber amalgamiert, und dar auf eine Schicht eines Metalles, wel ches von Quecksilber nicht angegriffen wird, niedergeschlagen wird, in der an denjenigen Stellen, welche keine Druck farbe annehmen sollen, Vertiefungen eingeätzt und.
    diese auf elektrolytischem Wege mit mehr als zwei Metallhäutchen ausgefüllt werden, deren eines ein hartes Amalgam mit Quecksilber bildet, wäh rend das aussen liegende, ein weiches Amalgam bildende mit Quecksilber be handelt wird, so dass es eine hochpolierte, Druckfarbe nicht annehmende Ober fläche annimmt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass zwecks Ätzens auf die oberste Metallschicht an denjenigen Stellen, welche nicht geätzt werden sollen, eine Schutzschicht aus einem Material aufgebracht wird, wel ches durch die Ätzflüssigkeit nicht an gegriffen wird und nach erfolgter Ätzung verhindert, dass der metallische., zur Füllung der Vertiefungen dienende Niederschlag sich ausserhalb derselben niederschlägt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die an den Rändern der Ätzvertiefungen sich bil denden Wulste durch ein feines Schleif material entfernt werden und so eine ebene und glatte Druckfläche zur Be handlung mit metallischem Quecksilber hergestellt wird. 3.
    Verfahren na^h Patentanspruch II, da- @durch gelzennzeichnet, -lass auf einer Eisengrundlage auf elektrolytischem Wege zunächst, eine Kupferschicht von 0,025-0,035 mm Dieke, dann eine un gefähr gleich dicke Nickelschicht auf gebracht, dann durch Ätzung an den ge wünschten, nicht durch eine Schutzschicht geschützten Stellen die ganze Nickel schicht und gleichzeitig ein Teil der Oberfläche der Kupferschicht in einer Tiefe von ungefähr 0,002-0,003 mm entfernt und fernerhin diese Vertiefun gen durch fünf annähernd gleich starke,
    auf elektrolytischem Wege erzeugte Me- tallhä.utehen von Kupfer und edlem Me tall von je ungefähr 0,005-0,008 )nm Dicke ausgefüllt werden.
CH123522D 1925-11-05 1926-10-13 Druckplatte mit durch amalgamierte Flächen begrenztem Druckbild und Verfahren zu deren Herstellung. CH123522A (de)

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