CH123551A - Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen aus Bimetall. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen aus Bimetall.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung Lagerschalen aus Bimetall. Die Erfindung -betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen aus Bimetall.
Ein solches Verfahren hat besonders praktische Bedeutung für idie Herstellung von Lagerschalen für Achsbüchsen, die nach Vorschriften von Eisenbahnverwaltungen aus einem äussern Teil aus Stahlguss und einem innern Teil. aus Rotguss bestehen müs sen, ,der dann mit Weissmetall ausgegossen wird.
Die Herstellung dieser Lagerschalen er folgte bisher in der Weise, dass das Metall mit niedrigerem Schmelzpunkt, z. B. Rot guss, auf den vorher fertig gegossenen Form körper aus Metall höheren Schmelzpunktes, der stark vorgewärmt sein muss, aufgegossen wird, wodurch so die aus sogenanntem Bi metall bestehenden Gussstücke mit zwei mit einander verschweissten Schichten erhalten wurden.
Bei Anwendung dieser früheren Arbeits weise entsteht aber zum Beispiel zwischen den beiden Schichten von Stahl und Rotguss eine Zwischenschicht, die aus einer festen Lösung von Kupfer und Eisen besteht, die miteinander legiert worden sind. Diese ent standene Legierung setzt aber die Eigen- sebaften der die verschiedenen Schichten des Bimetalles bildenden Stoffe herab und bedingt infolgedessen stärkere Schichtdecken beider Metalle.
Der ganze einheitlicbe Guss- körper muss also entsprechend dem durch die Zwischenschicht entstandenen Ausfall ver stärkt werden. ' Bei dem alten Verfahren kann es aber auch vorkommen, dass eine Zwischenschicht nicht entsteht. In diesem Falle ist jedoch die Verschweissung der beiden Metalle nur mangelhaft, denn infolge der gebogenen Form der Lagerschalen schwindet die - in nere, flüssige Rotgussschicht beim Erstarren stärker und,, löst sich vom Stahlguss <B>ab.,</B> Nach vorliegender Erfindung wird Me tall mit dem höheren Schmelzpunkt, z. B.
Stahl, an den festen, vorher fertig gegosse nen Formkörper aus Metall mit niedrigerem Schmelzpunkt, z. B, Rctguss, angegossen, Dabei können in der Giessform an den Stel len Kühlringe, z. B. aus Grauguss, ange ordnet sein, wo infolge Sehwindens des hei sseren Metalles beim Abkühlen ein Abflie ssen des weniger heissen Meta.lles mit niedri gerem Schmelzpunkt, z. B. Rotguss, in sich durch das Schwinden des heisseren Metalles ergebende Fugen zu befürchten ist.
In der Zeichnung ist eine Gussform zur Erläuterung des Verfahrens beispielsweise dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 einen Längsschnitt, Fiel-. 2 einen Schnitt um 90 nach Fig. 1 gedreht, und Fig. <B>3</B> eine teilweise Aufsicht auf Fig. 1.
In der üblichen, mit Hand gefüllten Form a befindet sich der zweckmässig durch einen Stab b und ein Band c schwebend gehaltene, fertig gegossene Rotgusskörper d, der eben falls mit Formsand gefüllt ist (Fig. 2):
In den so gebildeten Hohlraum g wird durch einen Trichter f (Fig. 3) Stahl für ;den Stahl- gUssteil eingegossen, und zwar sind die An- güsse so angeordnet, dass beim Abkühlen Rotguss und Stahlguss einander entgegen kommen und nicht voneinander entfernt wer den. An den Stellen, wo infolge des Druk- kes des schwindenden Stahlgusses g ein Ab fliessen des flüssigen Rotgusses in Fugen stattfinden könnte, sind Kühlringe h aus z. B. Graueisen angeordnet.
Wenn man nach dem Verfahren der vor liegenden Erfindung verfährt, so treten die eingangs angegebenen Nachteile nicht auf. Durch das Angiessen des heisseren Metalles mit höherem, Schmelzpunkt wird der vorher fertig gegossene Formkörper aus Metall nie drigeren Schmelzpunktes verflüssigt und beim Erstarren der beiden flüssigen Schich ten bildet sich keine legierte Zwischen schicht. Eine Erklärung für diese Tatsache kann nur darin gesehen werden, dass die Schicht aus Metall höheren Schmelzpunktes stets heisser ist als die Schicht niedrigeren Schmelzpunktes, und dass dadurch eine dem leidenfrostschen Phänomen ähnliche Erschei nung eintritt.
Weiter aber hat das Verfah ren gemäss der Erfindung den Vorteil, dass bei der Abkühlun-, der beiden Schichten zum Beispiel Stahl und Rotguss der eine grössere Schrumpfung aufweisende Stahl stets am Rotguss anliegt und Lücken nicht entstehen können.
Um zu vermeiden, da.ss der stärker schwindende, einen grossen Druck auf die Rotgussschichten ausübende Stahl durch die beim Schwinden des Stahls zwischen Stahl und Sandform entstehenden Fugen flüssigen Rotguss herausdrückt und dadurch die Schichtdicke des Rotgusses verringert wird, sind ja an den in Frage kommenden Stel len der Form die Kühlringe zum Beispiel aus Graueisen angeordnet, die die Schichten an diesen Stellen abschrecken und verhin dern, dass der sich während des Beginnes des Schwin.dens des Stahls infolge seiner Verflüssigung ausdehnende Rotguss abfliessen kann.
Durch die Kühlringe und durch die gleichzeitig beim Eingiessen des Stahls in die Form erfolgende Berührung des flüssigen Stahls mit dem in diesem Augenblick noch kalten und festen Rotguss wird gleichzeitig eine Abschreckung des Stahls und ein fei neres Korn desselben erzielt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung von Lager schalen aus Bimetall, insbesondere aus Stahlguss und Rotguss, dadurch gekenn zeichnet, da.ss das Metall mit höherem Schmelzpunkt an den vorher fertig ge gossenen und also als Kernstück dienen den Schalenteil aus Metall mit niedri gerem Schmelzpunkt angegossen und da mit innig und ohne nennenswerte Zwi schenschicht verschweisst wird.1I. Giessform zur Ausübung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass an den wenigen Stellen derselben, wo infolge Sehwindens des heisseren Meta.lles beize Abkühlen ein Abfliessen des flüssigen Metalles mit nie drigem Schmelzpunkte in sieh ',durch das Schwinden ergebende Fugen zu be fürchten ist, Kühlstücke angeordnet sind, UNTERANSPRÜCHE 1. Giessverfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Metall höheren Schmelzpunktes Stahl und als Metall niedrigeren Schmelzpunktes Rot guss verwendet wird, 2.Giessform nach Patentanspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die Kühl stücke aus Gusseisen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE123551X | 1925-11-10 |
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|---|---|---|---|
| CH123551D CH123551A (de) | 1925-11-10 | 1926-11-01 | Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen aus Bimetall. |
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| CH (1) | CH123551A (de) |
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1926
- 1926-11-01 CH CH123551D patent/CH123551A/de unknown
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