CH123568A - Verfahren zur Regelung von Flügelradturbinen mit drehbaren Laufradschaufeln. - Google Patents

Verfahren zur Regelung von Flügelradturbinen mit drehbaren Laufradschaufeln.

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CH123568A
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Voith J M
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Voith Gmbh J M
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  Verfahren zur Regelung von     Flügelradturbi;nen    mit     drehbaren        Laufradschaufeln.            Öldruckgeschwindigkeitsregler    für Flügel  radturbinen mit drehbaren     Laufradschaufeln,     bei denen die Bewegung einer     Pendelmuffe    zur  gemeinsamen     Steuerung    der     Leit-    und Lauf  radschaufeln benützt wird, können in bekann  ter Weise als     Wasserstandsregler    verwendet  werden,

   indem man den Hub der     Pendel-          muffe    oder eines Steuerstiftes am Regelventil  einer     Schwimmervorrichtung    unterstellt.     Diese     Anordnung wird gewöhnlich bei den zumeist  nicht speicherfähigen     Niederdruckkraftwerken,     für welche     Flügelradturbinen    vorwiegend Ver  wendung finden, gewählt.

   Im allgemeinen,  das heisst wenn die geforderte Leistung von  der zur Verfügung stehenden     Wassermenge     nicht erreicht wird, regelt die     Schwimuiervor-          richtung.    Die Geschwindigkeitsregelung hat  nur     einzugreifen,    wenn der     Kraftbedarf    kleiner  ist, als es der verfügbaren Wassermenge  entspricht.

   Ein hydraulischer     Oldruckgeschwin-          digkeitsregler    für die gemeinsame Verstel  lung der     Leit-    und     Laufradschaufeln    braucht,  um möglichst kurze Schliesszeiten zu erreichen,  bei den wichtigsten Teilen grosse Abmessungen,  die bei den langen Schliesszeiten eines Wasser-         standsreglers    nicht nötig sind.

   Diese bei der       Wasserstandsregelung    nicht benötigten Ab  messungen des     Oldruckreglers    werden durch  das den Gegenstand der vorliegenden Erfin  dung bildende Verfahren vermieden, indem  nur die Leitschaufeln wie zum Beispiel bei  einer gewöhnlichen     Francisturbine    von einem       Öldruckgeschwindigkeitsregler    verstellt wer  den, während zur Verstellung der Laufrad  schaufeln ein mittelst einer Schwimmervorrich  tung vom Oberwasserspiegel beeinflusster       Wasserstandsregler    dient. Dieser kann- zum  Beispiel als billiger mechanischer Regler mit  grosser Schliesszeit ausgeführt werden.

   Durch  das vorhin erwähnte Verfahren kann ferner  eine Schonung des empfindlichen     Laufradregel-          getriebes    erreicht werden, da es nur die  langsamen Bewegungen des Wasserstands  reglers, nicht aber die oft ruckweise erfolgen  den Schwankungen des Geschwindigkeits  reglers mitmachen muss.  



  Damit das Leitrad bei niedrigem Wasser  stand nicht zu weit im Verhältnis zum Lauf  rad geöffnet und dadurch der Wirkungsgrad  gerade bei Wasserklemme verschlechtert wird,      kann die Regelung zweckmässig so     getroffen     werden, dass der     Wasserstandsregler    bei nie  drigem     Wasserstand    zugleich den Geschwin  digkeitsregler derart beeinflusst, dass dieser  die Leitschaufeln nur so weit öffnen kann,  wie es zur Erzielung des besten Wirkungs  grades bei der jeweiligen durch den Wasser  standsregler eingestellten     Laufradstellung    zu  lässig ist.  



  Die beigegebene Abbildung zeigt Schema  tisch ein Ausführungsbeispiel einer Vorrich  tung zur Ausführung des Regelungsverfahrens.  Der     Flügelkopf        a    trägt die beweglichen Lauf  radschaufeln b. Sie werden durch den im  Oberwasser liegenden Schwimmer c mittelst  des Seilzuges d, des Hebels e und des Ge  stänges<B>f</B> so verstellt, dass die das Laufrad  durchfliessende Wassermenge der zufliessenden  Wassermenge entspricht und der Wasser  spiegel möglichst konstant gehalten wird.  Die Spiegelschwankungen gehen nur langsam  vor sich, so dass zu ihrer Übertragung auf  die     Laufradschaufeln    eine nur langsam arbei  tende, mechanisch oder mit     Öldruck    be  triebene Hilfsmaschine nötig ist, die in der  Abbildung nicht gezeichnet ist.  



  Der ebenfalls nicht eingezeichnete     Leit-          apparat    der Turbine steht unter der Wir  kung eines     Oldruckgeschwinciigkeitsreglers,     dessen Servomotor     g    von einem Fliehkraft  pendel     h.    gesteuert wird. In den Weg der       Pendelmuffe        i    ragt ein mit dem Übertragungs  mechanismus d, e in Verbindung stehender,  am einen Ende schwingbar gelagerter Hebel     k.     



  Bei     Wasserüberfluss    steht der Schwimmer c  hoch, das Laufrad ist     geöffnet    und der dem  Lager abgekehrte Endpunkt des Hebels     1,     liegt so tief, dass die Muffe     i    in ihrer Bewe  gung nicht gehindert wird. Der     Greschwindig-          keitsregler    stellt also den     Leitappara:t    ge  mäss der verlangten Leistung ein, wobei  Wegen der offenen Stellung der Laufrad  -schaufeln mehr     -Wasser    durch die Turbine  geht als nötig ist. Da aber Wasser genug  zur Verfügung steht, schadet es nichts, dass    so mit schlechtem Wirkungsgrad gearbeitet  wird.  



  Ist dagegen nur gerade soviel Wasser  oder weniger vorhanden, als der verlangten  Leistung entspricht, dann wird durch den  Schwimmer c das Laufrad so weit geschlossen,  bis es nur die zur Verfügung stehende Wasser  menge verbraucht. Dabei wird der Hebel     h     so in den Weg der     Muffe    i. geschoben, dass  deren Hub nach unten begrenzt wird.

   Der  Geschwindigkeitsregler     kann    also den     Leit-          apparat    nicht über die der     Öffnung    der Lauf  radschaufeln entsprechende Stellung     öffnen.     Der     Wasserstandsregler    wirkt also gleich  zeitig als     Öffnungsbegrenzung    für die     Leit-          schaufeln.     



  Selbstverständlich kann die Öffnungsbe  grenzung in anderer als der gezeichneten und  beschriebenen Weise ausgeführt werden, zum  Beispiel kann eine     Kurvenscheibe    eingeschaltet  werden, die die     Öffnung    des Geschwindigkeits  reglers in bestimmte Beziehung zur Stellung  des Schwimmers setzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Regelung von Flügelrad- turbinen mit drehbaren Laufradschaufeln, da- durch gekennzeichnet, dass zur Verstellung der Leitschaufeln ein Geschwindigkeitsregler und zur Verstellung der Laufradschaufeln ein mittelst einer Schwimmervorrichtung vom Oberwasserspiegel beeinflusster Wasserstands regler dient.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wasserstandsregler bei niedrigem Wasserstand zugleich den Ge schwindigkeitsregler derart beeinflusst, dass dieser die Leitschaufeln nur so weit öffnen kann, wie es zur Erzielung des besten Wir kungsgrades bei der jeweiligen durch den Wasserstandsregler eingestellten Laufradstel- lung notwendig ist.
CH123568D 1925-12-19 1926-12-01 Verfahren zur Regelung von Flügelradturbinen mit drehbaren Laufradschaufeln. CH123568A (de)

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