Kesselwagen für Teer und andere Flüssigkeiten. Bei Kesselwagen, die zum Beispiel zur Beförderung von Teer dienen, ist es oft nicht möglich, den Teer in den Kessel durch eine Pumpe hineinzubefördern, da der Teer zu zähflüssig ist und also nicht gepumpt werden kann. Deshalb müssen die Fässer, in welche der Teer handelsüblich abgefüllt ist, auf den Kessel gehoben werden; der Teer läuft dann nach dem Öffnen des Spundlochverschlusses von selbst aus.
Als Aufzugsvorrichtung ist hierbei be sonders ein Drehkran verwendet worden, der die Fässer von der Seite her hochzieht. Da durch wird aber die Bauhöhe des Wagens recht gross, so dass vor der Durchfahrt von niedrigen Brücken gegebenenfalls erst der Drehkran abgenommen werden muss. Dies verursacht unerwünschte Verzögerungen. Ausserdem führt der Drehkran, besonders bei schiefer Stellung des Kesselwagens, leicht ungewollte Bewegungen aus, wodurch das Be dienungspersonal belästigt wird und beschä digt werden kann.
Es sind auch Aufzugsvorrichtungen be- kannt, bei denen das Fass auf einer seitlich angebrachten Rollbahn hochgezogen wird. Diese Bauart hat sich für kleinere Wagen be währt, bei denen die Füllung durch ein ein ziges Fass für längere Zeit genügt. Bei gro ssen Teerwagen ist es jedoch erwünscht, meh rere Fässer gleichzeitig oder kurz nacheinan der zu entleeren, da es zumal bei kühler Wit terung recht lange dauert, bis ein Fass leer gelaufen ist. Infolge der Verwendung einer seitlichen Rollbahn lässt sich das Fass nur so aufziehen, dass es auf dem Kessel in dessen Längsrichtung liegt, wenn man nicht zu einer verwickelten Bauart der Aufzugsvorrichtung kommen will. Um auf dem Kessel mehrere Fässer unterbringen zu können, müssen diese aber quer zum Kessel liegen.
Nach der Erfindung sind die Nachteile dieser Aufzugsvorrichtungen dadurch ver mieden, dass die Bauart der Aufzugsvorrich tung ermöglicht, die Fässer in der Längsrich tung des Wagens in paralleler Lage zu den Radachsen auf den Kessel zu heben. Es brau chen dann die Fässer nur in ihrer Förderlage auf den Kessel abgesetzt und in diesen ent leert zu werden, wobei eine grössere Anzahl Fässer Platz hat und daher gleichzeitig ent leert werden kann. Dabei lässt sich die Auf zugsvorrichtung so ausgestalten, dass sie die Bauhöhe des Kesselwagens nicht vergrössert.
Vorteilhaft besteht die Aufzugsvorrich tung aus einem in der Längsrichtung des Kessels schwenkbaren Bügel, an dessen freiem Ende das Fass mittelst Ketten oder anderer biegsamer Zugorgane aufgehängt wird. Bei der Fahrt des Kesselwagens kann dann der Bügel so umgelegt werden, dass er über die Wagen nach oben nicht hervorragt.
Sollen die Fässer durch den Bügel auf der ganzen Länge des Kessels abgesetzt wer den, so erhält zweckmässig der Bügel eine grosse Baulänge. Diese Länge kann dabei dadurch auf ein Mindestmass gebracht wer den, dass der schwenkbare Bügel am Kessel wagen an einem Ende des Kessels angebracht und auf dem Kessel in dessen Längsrichtung eine Laufbahn für die Fässer vorgesehen ist. Die Fässer werden dann durch den Bügel nur auf das eine Kesselende aufgesetzt und an ihre Entleerungsstellen mittelst der Laufbahn befördert. Dabei sind vorteilhaft an diesen Stellen der Laufbahn mit losen Rollen ver sehene Querträger vorgesehen.
Um ein Wälzen der Fässer auf den Längs trägern der Laufbahn zu vermeiden, können ferner in der Laufbahn ein oder mehrere Wagen laufen, auf die das Fass durch die Aufzugsvorrichtung aufgesetzt wird. Es kann dann das Fass in seiner Förderlage an die Entleerungsstelle gefahren werden, wodurch die Fässer geschont werden.
Das Verschwenken des Bügels erfordert immerhin eine grössere Hubkraft, da der Bügel von seiner wagrechten Ladestellung aus angehoben werden: muss. Der Kraftbedarf zum Aufziehen der Fässer kann unter Wah rung der Vorteile, die das Anheben der Fäs ser in der Längsrichtung des Wagens bieten, dadurch noch wesentlich verkleinert werden, dass sich. an die auf dem Kessel indessen Längsrichtung angebrachte Laufbahn für die Fässer ein sich bis zur Ladehöhe abwärts erstreckender Laufbahnteil anschliesst, der entweder durch Zusammenschieben oder Zu sammenlegen verkürzbar und auf den Kessel klappbar oder abnehmbar ist.
Es brauchen dabei lediglich die Fässer auf dem schrägen Laufbahnteil hochgezogen und auf der auf dem Kessel angebrachten Laufbahn an ihre Entleerungsstelle gerollt zu werden. Wird hierbei eine Laufha.tze benutzt, die sich auf der Laufbahn führt, so ist auch der Kraftbe darf der Winde wesentlich kleiner als bei Anwendung des schwenkbaren Bügels. Da bei gelangen die Fässer in ihrer Förderlage auf den Kessel, und die Bauhöhe des Kessel wagens ist durch die Aufzugsvorrichtung nicht vergrössert, da nach Heraufziehen aller Fässer der schräge Laufbahnteil zusammen geschoben oder zusammengelegt und auf den Kessel geklappt oder abgenommen wird, so dass er zum Beispiel seitlich am Kessel ange hängt werden kann.
Die Abnehmbarkeit des schrägen Lauf bahnteils hat noch den weiteren Vorteil, dass das Gewicht des Kesselwagens und damit der Kraftbedarf für seine Vorwärtsbewegung verringert wird, wenn man nach dem Her aufziehen aller Fässer den abnehmbaren Laufbahnteil an dem Lagerplatz der auf Vor rat stehenden Fässer zurücklässt und ihn erst wieder bei der folgenden Beschickung des Wagens mit gefüllten Fässern anschliesst.
Um bei Verwendung einer Laufkatze zum Aufziehen der Fässer diese an ihren Entleerungsstellen leicht so drehen zu können, da.ss das Spundloch nach unten kommt, kön nen ausserhalb der auf dem Kessel vorgesehe nen Laufbahn für die Laufkatze an den Ent leerungsstellen lose Rollen angebracht sein, die über die Laufbahn hervorragen. Es wird dann das Fass von der Laufkatze auf die Rollen übergeführt.
Bei Anordnung der üblichen, im Kessel vorgesehenen kleineren Füllöffnungen lässt sich ein Umherspritzen von Teer nicht ver meiden. Dieser Übelstand kann dadurch er heblich gemildert werden, dass der Kessel mit einem sich fast über seine ganze Länge er streckenden Fülltrichter versehen ist. Hier- durch ist für alle Fässer eine gemeinsame, grosse Einfüllöffnung geschaffen.
Auf der Zeichnung sind drei beispiels weise Ausführungsformen des Kesselwagens nach der Erfindung für die Beförderung von Teer dargestellt.
Fig. 1 ist eine Längsansicht einer ersten Ausführungsform des Teerkesselwagens; Fig. 2 ist ein Querschnitt nach der Linie .1-B der Fig. 1, und Fig. 3 ein Schnitt nach der Linie C -D der Fig. 1 in grösserem Mass- stabe; Fig. 4 ist eine Längsansicht einer an dern Ausführungsform des Teerkesselwagens;
Fig. 5 zeigt hiervon eine ähnliche Längsan sicht bei einer andern Betriebslage der Teile; Fig. 6 zeigt einen Teil der Fig. 4 im Grund riss und in grösserem Massstabe; Fig. 7 ist ein Längsschnitt durch eine zweite Ausführungs form des Teerkesselwagens; Fig. 8 ist der Grundriss zu Fig. 7, und Fig. 9 die Rückan sicht zu Fig. 7; Fig. 10 zeigt einen Teil einer weiteren Ausführungsform.
Bei den verschiedenen Ausführungsfor men ist an dem Wagengestell 1 des Teer wagens am hintern Ende des Kessels 2 um parallel zu den Radachsen 3 liegende Bolzen 4 in seitlich vom Kessel angeordneten Lagern 5 ein Bügel 6 schwenkbar gelagert. Der Bü gel ist so ausgebildet, dass er über den hin- tern Teil des Kessels schlagen kann. An den beiden Schenkeln des Bügels sind Seilrollen 7 angebracht, um die je ein Seil 8 gelegt ist, dessen eines Ende am Wagengestell befestigt ist, während das andere Ende über eine Rolle 9 läuft und mittelst einer Winde 10 auf- und abgewickelt werden kann. Am freien Ende (Steg) des Bügels 6 sind Ketten 11 ange bracht, an deren Enden je ein Haken 12 zum Einhängen eines Fasses 13 angeordnet ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 3 sind auf dem Kessel 2 mittelst Stützen 14 zwei eine Schienenführung bildende Längs träger 15 angeordnet, die durch drei Paare von Querträgern 16 miteinander verbunden sind. Auf diesen Trägern sitzen lose je zwei Rollen 17 (Fig. $).
Unterhalb der Längsträger 15 ist auf dem Kessel 2 ein Einfülltrichter 18 angeordnet, .der sich in der Längsrichtung des Kessels 2 erstreckt, also im Grundriss eine rechteckige Öffnung hat. Der in den Trichter fliessende Teer fliesst in den Kessel 2 an dessen Mitte durch die Öffnung 19 ein.
An den Trägern 15 sind seitlich An schlagleisten 20 angebracht, die in die Bahn des Bügels 6 hineinragen und dessen Aus schlag kurz nach Überschreitung der senk rechten Totpunktlage begrenzen. Die An schlagleisten 20 sind abnehmbar oder längs verschiebbar an den Trägern angebracht, um den Bügel 6 noch weiter umlegen zu können. Über die Träger 15 am hintern Ende vor stehende Anschläge 21 dienen dazu, ein Her unterfallen der Fässer 13 von der Schienen führung zu verhüten. An jeder Seite des Kessels 2 ist noch ein Trittblech 22 befestigt.
Die Wirkungsweise der Aufzugsvorrich tung ist folgende: Der Bügel 6 liegt bei der in Fig. 1 mit vollausgezogenen Linien dargestellten Lage so, dass ein Fass 13 mittelst der Ketten 11 und der Haken 12 an ihn angehängt werden kann. Durch Aufwinden des Seils 8 mittelst der Winde 10 wird dann der Bügel 6 um die Zapfen 4 bis in die in Fig. 1 mit gestrichel ten Linien gezeichnete Lage geschwenkt, in der er die senkrechte Totpunktlage über schritten hat. Die Seile 8 werden dabei locker und der Bügel 6 schlägt gegen die Anschlag leisten 20. Dabei fassen nötigenfalls die Be dienungsleute zu.
Die Länge der Kette 11 und des Bügels 6 ist nun so bemessen, dass beim Anschlagen des Bügels das Fass 13 auf den Rollen 17 des hintersten Querträgerpaares 16 abgesetzt ist. Das Fass wird sodann auf den Trägern 15 von den hintersten Rollen 17 weg über die mittleren Rollen auf die vordersten Rollen gerollt und zunächst so gedreht, dass das Spundloch 23 oben liegt, wobei der Ar beiter auf dem Trittblech 22 steht. Darauf wird der Spundlochverschluss geöffnet und das Fass um 180 gedreht, so da.ss der Teer in den Trichter 18 ausläuft.
Während dieses Fass langsam leerläuft, werden nacheinander zwei weitere Fässer 13 in entsprechender Weise auf die Rollen 17, der andern beiden Querträgerpaare 16 abgesetzt. Die leeren Fässer werden dann leicht von Hand her untergegeben.
Es können also hier drei Fässer 13 auf den Kessel 2 kurz nacheinander gehoben wer den und fast gleichzeitig auslaufen, so dass die Füllung des Kessels schnell vor sich geht und der Wagen in kurzer Zeit betriebsbereit ist. Da die Fässer parallel zu den Radachsen 3 des Wagens auf die Schienenführung 15 abgesetzt werden, brauchen sie nicht erst oben auf den Kessel in die Querlage gebracht zu werden, in der sie den kleinsten Raum ein nehmen. Das Umherspritzen von Teer beim Auslauf ist durch die weite O>ffnung des Trichters 18 verhütet.
Bei der Fahrt des Teerwagens werden die Anschläge 20 abgenommen oder sonstwie verschoben, so dass der Bügel 6 auf den Kes sel 2 gelegt werden kann, wie in Fig. 1 mit strichpunktierten Linien dargestellt ist. Der Bügel 6 ragt daher nicht wesentlich über die Sehienenführung15 hinaus, so dass dieBauhöhe (]es Wagens 1 durch die Hebevorrichtung nicht vergrössert ist.
Dies ist insbesondere da durch erreicht, dass der Bügel 6 nur eine ver hältnismässig kurze Baulänge hat, da er am hintern Ende des Kessels 2 aasgelenkt ist und die Fässer 13 nur auf das hintere Ende der Schienenführung 15 absetzt, während die Förderung der beiden ersten Fässer an ihre _-i,uslaufstellen unter Benutzung der Schie nenführung erfolgt.
Die Fässer 13 können durch das Wälzen auf den Längsträgern 15 über die Rollen 17 hinweg immerhin beschädigt werden. Bei der Ausführungsform des Teersprengwagens nach Fig. 4 bis 6 ist dies dadurch vermieden, rlass an Stelle der Träger 15 Gleise 24 auf dem Kessel 2 angebracht sind (Fig. 6), in denen mit Rädern 25 drei kleine Wagen 26 laufen. Auf den beiden Radachsen 27 jedes Wagens sitzen je zwei lose Rollen 28.
Die drei Wagen 26 werden zunächst am hintern Ende der Gleise 24 zusammenge- sehoben. Darauf wird das erste Fass 13 auf den vordersten Wagen 26 abgesetzt, wie Fig. 4 zeigt. Das Spundloch 23 des Fasses 13 ist dabei schon vor dem Hochziehen auf der Strasse geöffnet worden. Dieser Wagen 26 wird dann mitsamt. dein Fass 13 an das vor dere Ende des Trichters 18 verschoben, wie Fig. 5 zeigt, und dis Fass herumgedreht.
Der Umstand, dass daSpundloch 23 bereits unten vor dem Hochziehen geöffnet werden kann, ist ein wesentlicher Vorteil, da das Öffnen des Spundlöchverschlusses bei einem oben auf dem Kessel 2 liegenden Fass oft un bequem ist, zumal wenn das Fass in üblicher Weise angewärmt worden ist.
Ein unbeab sichtigtes Verschieben des Wagens 26 wäh rend des Drehens des Fasses ist ausgeschlossen, dsi sich die grossen losen Rollen 28 viel leich ter drehen als die kleinen, in den U-eisenför- migen Gleisen 24 mit ziemlich viel Reibung laufenden Räder 25.
Das zweite Fass <B>1.3</B> wird auf den mittle ren Wagen und das dritte Fass auf den hin tersten Wagen aufgesetzt. Auch diese Wa gen werden so verschoben, dass alle drei Fäs ser nebeneinander über dem Trichter 18 li(- gen und gleichzeitig auslaufen können. In folge der Verwendmrg der Wagen 26 sind also die Fässer 13 bei der Förderung an ilirr Auslaufstellen keinen Stössen ausgesetzt.
Zum Anheben des Bügels kann auch an Stelle zweier Seile ein einziges durchlaufen des Seil verwendet werden, um eine etwa vor kommende verschiedene Dehnung der Seile zu vermeiden. Auch kann statt der Ketten 11 von unveränderlicher Länge gegebenen falls ein Flaschenzu- angeordnet sein, der einen Teil des Seilzuges bilden kann. Auch kann natürlich statt des Seilzuges eine an dere Vorrichtung, zum Beispiel ein Kegelrad- odf,r Sehneckenradggetriebe zum Schwenken des Bügels verwendet werden.
Bei den beiden Ausführungsformen naelr Fig. 7 bis 10 ragen die Gleise 24 mit ihren hintern, etwas abwärts gekrümmten Enden über die hintere Stirnwand des Kessels 2 hin aus, wo sie noch durch besondere Träger 29 < tbbestiitzt sind. An diesen Trägern sind Ösen 30 angebracht, mit denen Haken 31' in Eingriff gebracht: werden können, die am obern Ende des geraden Laufbahnteils vorge- sehen wird. vier aus zwei Gleisen 31 besteht, die durch Querträger 32 miteinander verbun den sind. Die Gleise 31 haben den gleichen U-förmigen Querschnitt wie die Gleise 24 und den gleichen gegenseitigen Abstand.
Der Laufbahnteil 31, 32 erstreckt sich bis auf den Boden, auf den er sich mit seiner Auf lagefläche 33 abstützt.
In den Gleisen 31, 32 und 24 ist eine Laufkatze 34 mit Rollen 35 verfa.hrbar, die mit Greifern 36 für die gute Lagerung der aufzuziehenden Fässer 37 versehen ist. Die Greifer bestehen aus kreisbogenförmigen Winkeleisen, die so angeordnet sind, dass sie bei der Ladestellung der Laufkatze 34 auf der Strasse aufliegen und das Fa.ss 37 auf dem untern Teil umgreifen. An die Enden der Greifer 36 ist eine Auflaufbahn 38 drehbar angelenkt, so dass das Fass 37 von der Strasse aus in die Greifer hineingerollt werden kann.
An die Laufkatze 34 greift ein Hubseil 39 an, .das über eine auf der hintern Stirnwand ,des Kessels 2 angebrachte Rolle 40 geleitet ist und zu einer am vordern Wägenende an gebrachten Windetrommel 41 führt. Die Windetrommel 41 ist durch einen Ketten trieb 42 mit einer Handkurbel 43 verbunden.
An der Aussenseite der Gleise 24 sind an den Entleerungsstellen der Fässer 37 je zwei Rollen 44 in Bügeln 45 so gelagert, dass sie über die Gleise 24 nach oben vorstehen, um das Fass an seiner Entleerungsstelle um seine Achse drehen zu können. Unterhalb der Gleise 24 ist der Einfülltrichter 18 angeordnet, der sich in der Längsrichtung des Kessels 2 fast über dessen ganze Länge erstreckt.
Die Wirkungsweise der zuletzt beschrie benen Aufzugsvorrichtung ist folgend: Zur Füllung des Kessels 2 wird der schräge Laufbahnteil 31, 32 an die auf dem Kessel angebrachte Laufbahn 24 angeschlos sen, indem seine Haken 31' mit den Ösen 30 in Eingriff gebracht werden. Dabei stützt sich der schräge Laufbahnteil unten auf die Strasse. Es bilden dann die beiden Laufbahnteile vom Boden bis zum vordersten Ende des Kessels 2 eine durchgehende Lauf bahn. . Ist ein Fass 37 über die Anlaufbahn 38 in die Greifer 36 hineingerollt, so wird es durch Drehung der Kurbel 43 hochgezogen, bis es mit der Laufkatze 34 dicht vor seiner Ent leerungsstelle angelangt ist, die durch die vordersten Rollenpaare 44 gekennzeichnet ist. In Fig. 7 ist diese Lage der Laufkatze mit gestrichelten Linien dargestellt.
Die Laufkatze kann dahin gelangen, da die Rol len 44 ausserhalb der Laufbahn 24 liegen und das Fa-ss 37 auf den Greifern 36 so erhöht gelagert ist, dass es über die Rollen 44 hin wegfährt. Das Fass wird nun auf das vor derste Stützrollenpaar 44 hinübergerollt und auf diesen Rollen so gedreht, dass sein Spund loch nach unten zu liegen kommt. Der Teer kann dann durch den Trichter 18 in den Kes sel 2 fliessen.
Nach Herablassen der leeren Laufkatze 34 wird ein Fass 3 7 bis dicht vor die zweiten Rollenpaare 44 gezogen und dieses Fass auf das Rollenpaar hinübergerollt, worauf ein drittes Fass in der gleichen Weise auf die hintersten Rollenpaare 44 abgesetzt wird.
Es können also drei Fässer 3 7 auf den Kessel 2 kurz nacheinander gezogen werden und fast gleichzeitig auslaufen. Der Bedie nungsmann der Winde 41, 43 hat dabei nur eine verhältnismässig geringe Arbeit zu lei sten, da das Hubseil 39 günstig an der Lauf katze 34 angreift und nur diese mit dem Fass 37 aufzuziehen ist.
Der schräge Laufbahnteil 31, 32 wird bei der Fahrt des Wagens ausgehackt und kann an der Seite des Kessels 2 angehängt werden, wo er nicht stört und insbesondere die Bau höhe des Teersprengwagens nicht vergrössert. Man kann aber auch diesen Laufbahnteil bei den auf Vorrat liegenden Fässern belassen. Es wird dann die Strasse ohne Mitnahme die ses Laufbahnteils mit Teer besprengt, so dass das Gewicht des Wagens kleiner ist und so mit zum Beispiel die Zugtiere nicht so ange strengt werden. Zur Wiederfüllung des Kes sels 2 fährt dann der Wagen zum Stapelplatz .der Fässer 37 zurück, wo sich der abnehmbare Laufbahnteil 31, 32 befindet.
Die Mittel zur leicht abnehmbaren Ver bindung des schrägen Laufbahnteils mit der auf dem Kessel angebrachten Laufbahn kön nen natürlich in verschiedener Weise ausge bildet sein.
Der Laufbahnteil, welcher sich au die auf dem Kessel 2 angebrachte Laufbahn 24 an schliesst, kann auch aus mehreren Teilen be stehen, die ineina,nderschiebbar oder zusam menlegbar sind, so dass sich seine Länge stark verkürzt. Wird dann der so verkürzte Lauf liahnteil über die Laufbahn 24 geklappt, so wird auch die Bauhöhe des Wagens bei der Fahrt durch die Aufzugsvorrichtung nicht erhöht.
In Fig. 10 besteht dieser Laufbahnteil aus zwei Teilen 46, 47, die an ihren Stosskanten durch ein Gelenk 48 miteinander verbunden sind. Der obere Teil 46 ist durch ein Gelenk 49 mit dem hintern Ende der Laufbahn 24 verbunden. Bei der Fahrt wird der Gelenk teil 47 an den Gelenkteil 46 geklappt und beide Teile werden auf die Laufbahn 24 her umgeklappt, wie in Fig. 10 mit gestrichelten Linien dargestellt ist.