Zesehasten. Die Erfindung bezieht sich auf einen Lese kasten, Solche Kästen dienen bekanntlich dazu, die in die Lese- und Schreibkunst ein zuführenden kleinen Schüler mit den Buch staben und dem Zusammensetzen der Buch staben zu Worten bekanntzumachen. Statt der üblichen Lesekästen, bei denen die Buch staben und Zahlen in Gefachen untergebracht sind, ähnlich wie die Typen bei Setzkästen, hat die Benutzung von Würfeln als Träger für die Buchstaben den Vorteil, dass die Buchstaben und Zahlen auf kleinerem Raum zusammengedrängt sind, und dass der Schüler zum schnellen Auffinden eine gewisse kleine Gedankenarbeit aufwenden muss, die das Arbeiten zum Spiel macht und seinen Geist schult.
An sich bekannt ist es, Würfelklötze mit Zahlen und Buchstaben zu versehen, um dem Kinde durch Spielaufgaben das Buchstaben- und Zahlenbild einzuprägen. Auch das Zu sammenfügen der auf den Würfelflächen dar gestellten Schriftzeichen zu Zahlen, Worten und Sätzen ist nicht neu.
Schwierigkeiten bereitet es aber, neben den kleinen Buch- staben, die der deutschen Schriftsprache eigentümlichen grossen Buchstaben und Buch stabenverbindungen wie st, ä, ö, ü, sch, ss, ck, tz, nicht nur zur Verfügung zu halten, sondern in solcher Anzahl zu bieten, dass sie zur Bildung gebräuchlicher Worte und von Sätzen ausreichen.
Gemäss der Erfindung sind zum Zusam mensetzen von Worten und mehrstelligen Zahlen dienende Buchstaben und Zahlen auf 36 Würfeln angebracht, derart, dass auf die 216 Flächen die Zahlen 0 bis 9 einmal, die grossen Buchstaben zweimal und die kleinen Buchstaben viermal vorkommen, wobei auf zwei ferneren Flächen zwei weitere Nullen vorgesehen sind.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus führungsbeispiel des Lesekastens, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 den Würfel, der sich gemäss Fig. 3 im gasten in der linken Ecke der dem Beschauer abgekehrten Würfelreihe be findet, und zwar im Blick von vorn und von hinten ; Fig. 3 zeigt die im Blickfeld liegenden 36 Würfelflächen, wie sie im Kasten zum Arbeiten mit den grossen Buchstaben einge ordnet werden; Fig. 4 zeigt die Standflächen der Würfel auf dem Boden des Kastens bei der in Fig. 3 vorhandenen Würfellage;
Fig. 5 zeigt die Würfel in ihrer Lage zum Arbeiten mit den kleinen Buchstaben, wobei die einzelnen Buchstabenreiben aus der Lage gemäss Fig. 3 durch Umkippen um eine Achse nach der Linie III-IV in Fig. 3 um <B>900</B> in die neue Stellung gebracht sind; Fig. 6 zeigt das Schema der alsdann vor handenen Verteilung der kleinen Buchstaben in bezug auf zwei senkrechte, sich rechtwinklig kreuzende Symmetrieebenen des Kastens.
Der Würfel in Fig. 1 zeigt den Buchsta ben A, der sich im Kasten bei der Anord nung nach Fig. 3 in der linken Ecke der dem Beschauer abgekehrten Würfelreihe be findet und der in diesem Blick ferner die Buchstaben<I>eh,</I> s zeigt. Derselbe Würfel zeigt gemäss Fig. 2 im Blick von hinten den Buch staben a, die Zahl 1 und den Buchstaben f.
Anhand der Fig. 3-6 ergibt sich, wie auf den 216 Flächen der 36 Würfel die Zahlen 0-9 nebst zwei weiteren Nullen einmal, die grossen Buchstaben zweimal und die kleinen Buchstaben mit Doppelbuchstaben viermal für die Wortbildung und für die Zahlenbildung angeordnet sind. In Fig. 3 sind die 36 Würfel zum Beispiel in einem Kasten derartig zusammengesetzt, dass das grosse Alphabet in der dem Beschauer abgekehrten Reihe beginnend und je von links nach rechts fortschreitend bis zur fünftuntersten Reihe zur Verfügung steht, während sich in der dem Beschauer zunächstliegenden Würfelreihe alsdann im Blickfeld die Zahlen 7, 8, 9 und drei Nullen befinden.
Um nun die zweite Serie der grollen Buchstaben und die Zahlen 1-6 leicht finden zu können, befinden sich dieselben auf der dem Blick abgekehrten Standfläche der Würfel. Das einfachste wäre, den Buchstaben A in der linken, dem Beschauer abgekehrten Wür felreihe gemäss Fig. 3 auch auf der darunter befindlichen Standfläche anzuordnen, so dass der Würfel nur herausgenommen werden braucht.
Da aber dann auf demselben Würfel zweimal der Buchstabe A vorhanden wäre, so dass die Buchstaben A nicht nebeneinan- derliegend benutzt werden könnten, ist die zweite Serie dieser grossen Buchstaben da durch leicht auffindbar gemacht, dass auf der Standfläche der Würfel das grosse Alphabet ebenfalls von links nach rechts aneinander gereiht, aber von der dem Beschauer zunächst liegenden Würfelreihe beginnend und je von links nach rechts fortschreitend angeordnet ist. Nimmt das Kind infolgedessen in Fig. 3 denjenigen Würfel heraus, der im Blickfeld liegend mit der Zahl 7 versehen ist, dann befindet sich bei demselben auf der Stand fläche des Würfels der zweite Buchstabe A.
Auf dem mit der Zahl 8 versehenen Würfel befindet sich der Buchstabe B, während sich anderseits auf dein Würfel, der im Blickfeld den Buchstaben F aufweist, auf der Stand fläche die Zahl 6 befindet. Die Anordnung der grossen Buchstaben und der restlichen Zahlen 1 bis 6, wie sie über die Standflächen der in Fig. 3 ini Blickfeld liegenden Würfel verteilt sind, ergibt sich aus Fig.4, wo die im Blickfeld gemäss Fig. 3 liegenden Würfel auf das Gesicht gestellt, nunmehr ihre Stand fläche im Blickfeld darbieten.
Das Kind hat infolgedessen keine grosse Gedankenarbeit aufzuwenden, um ein Wort aus grossen Buch staben zu bilden.
Desgleichen lassen sich Zahlenreihen mit dieser Anordnung leicht bilden, denn das Kind weiss zum Beispiel, dass sich unter der Würfelfläche, die mit C im Bliekfeld nach Fig. 3 dargestellt ist, die Zahl 3 befindet, wenn es diese Würfel heraushebt und um 180 dreht.
Um nun Wortbilder mit kleinen Buch staben herzustellen ist es infolge der nach stehend beschriebenen Verteilung der kleinen Buchstaben und Doppelbuchstaben leicht mög lich, durch eine einfache Umstellung der Würfel auch diese zu finden. Wie anhand von Fig. 3 und 4 ausgeführt wurde, befinden sich auf den in Fig.3 im Blickfeld und gemäss .f niit den Standflächen dargestellten Würfelflächen die grossen Buchstaben in zwei facher Ausfertigung und die Zahlen von 0-9 mit weiteren zwei Nullen in einfacher Ausfertigung.
Auf den die Blickfeldflächen der Würfel und die Standflächen der Würfel verbindenden Seitenflächen sind nun die kleinen Buchstaben und die kleinen Doppel buchstaben verteilt angeordnet. Die Vertei lung dieser 144 kleinen Buchstaben und Doppelbuchstaben ist nun eine derartige, dass das Kind sie nach einer einfachen Regel auf finden kann.
Zum Arbeiten mit den kleinen Buchstaben werden die gemäss Fig. 3 zusammengesetzten Würfel in ihren sechs Würfelreihen zuerst um 90 verschwenkt, in der Weise, dass jede Würfelreihe parallel zum Beschauer gemäss der Mittellinie III-IV in Fig. 3 um 90 ge kippt wird. Sobald diese Bewegung bei den sämtlichen sechs Reihen durchgeführt ist, verwandelt sich das Blickfeldbild nach Fig. 3 in dasjenige nach Fig. 5. In diesem Blick feldbild ist das kleine Alphabet von links nach rechts mit der dein Beschauer abge kehrten Würfelreihe beginnend mit allen Doppelbuchstaben vorhanden.
Zugleich sind aber alsdann die weiteren drei Serien kleinen Buchstaben durch ein einfaches Schema auf findbar gemacht, das in Fig. 6 durch symbo lische Zeichen veranschaulicht ist. In Fig. 5 befinden sich um den Mittelpunkt des Blick feldquadrates auf den vier Würfelflächen die Buchstaben o,-p, <I>t</I> und ac abgebildet. Das Kind findet nun auf diesen vier um den l'Iit- telpunkt herumliegenden Würfelkörper auch die drei übrigen Ausfertigungen der Buchsta ben<I>o,</I> P, <I>t</I> und zc, und zwar jeden Buchstaben auf einem andern Würfel.
In Fig. 6 sind diese vier um den Mittelpunkt des Blickfeld quadrates liegenden Würfelkörper durch einen Halbkreis dargestellt. Rechts und links sowie oben und unten von diesem in der Mitte liegenden, aus vier Würfelflächen gebildeten Quadrat finden sich nun acht Würfel, von denen vier mit einem Kreuz und vier mit einem Dreieck gekennzeichnet sind. Auf den mit Kreuz bezeichneten vier Würfeln finden sich in Fig. 6 die Buchstaben i, <I>j,</I> z und<I>ei.</I> Auf diesen vier Würfeln finden sich diese vier Buchstaben in weiteren drei Ausferti gungen abgebildet und " auf verschiedenen Würfelkörpern aufgedruckt.
Auf den in Fig. 6 mit den Dreiecken versehenen Würfelkörpern finden sich in Fig.6 die Buchstaben n, st, p und v. Diese vier Buchstaben finden sich ebenfalls auf den mit den Dreiecken symbo lisch bezeichneten Würfelkörpern in drei wei teren Ausfertigungen auf verschiedenen Wür felkörpern angebracht vor. In gleicher Weise ist dies bei den symmetrisch zu den Ebenen I-1 und II-II liegenden horizontalen und vertikalen Reihen.
Diagonal zum Mittelpunkt der Quadratfläche orientiert finden sich dann ferner um das mit den Halbkreisen bezeichnete mittlere Quadrat einerseits noch die vier Würfel, die symbolisch mit iS' und die sym bolisch mit einem x versehenen Würfel.
Die mit S in Fig.6 versehenen Würfelkörper tragen auf der Darstellung nach Fig. 6 die Buchstaben h., <I>7c,</I> Ö und y. Auch diese Buch staben finden sich in dreifacher Ausfertigung auf verschiedenen Würfelkörpern auf den symbolisch .S in Fig.6 gekennzeichneten Würfeln.
Auf den in Fig. 6 mit einem x- Zeichen versehenen Würfeln, deren im Blick feld liegenden Flächen in Fig. 5 mit<I>a, f, s</I> und eh bezeichnet sind, finden sich diese Buchstaben ebenfalls in weiteren drei Ausfer tigungen auf verschiedene Würfelkörper ver teilt.
Das Kind hat es also, nachdem es die Umwandlung in der Stellung der Würfelkörper aus Fig. 3 in diejenige nach Fig. 5 vollzogen hat, verhältnismässig leicht, zu jedem einzel nen alsdann im Blickfeld liegenden kleinen Buchstaben und Doppelbuchstaben eine oder sämtliche der weiteren Darstellungen dieses Buchstabens aufzufinden.
Um das Einordnen der Würfel in solcher Anordnung zu ermöglichen, dass aus der Stellung der Würfelkörper gemäss Fig. 3 alle übrigen grossen und kleinen Buchstaben und Zahlen gefunden werden hönnen, ist es vor teilhaft, die zu einem Blickfeld gehörigen Buchstaben und Zahlen mit einem gleichlie- genden Zeichen zu kennzeichnen, zum Bei spiel mit einem Punkt in der linken Ecke bei den in das Blickfeld nach Fig. 3 gehöri gen Würfelflächen, wobei die beiden Nullen in der rechten unteren Ecke mit zwei, bezw. drei Punkten zu versehen sind, sofern man alsdann'auch die 2-,
3- und 4-fachen Ausferti gungen der betreffenden Buchstabenbilder mit 2, 3 und 4 Punkten beziehungsweise Nullen kennzeichnet.