CH123890A - Verfahren zur Herstellung von Viskoseseide aus Baumwollabfällen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Viskoseseide aus Baumwollabfällen.

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CH123890A
CH123890A CH123890DA CH123890A CH 123890 A CH123890 A CH 123890A CH 123890D A CH123890D A CH 123890DA CH 123890 A CH123890 A CH 123890A
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sep
cellulose
cotton waste
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caustic soda
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Wilhelm Kaufmann
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Wilhelm Kaufmann
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  Verfahren zur Herstellung von     Tiskoseseide    aus     .Baumwollabfällen.       Gegenstand vorliegender Erfindung bildet  ein Verfahren zur Herstellung von Viskose  seide aus     Baumwollabfällen,    wie Lumpen     von     gefärbter oder ungefärbter Baumwolle,     Baum-          wollabfällen    aus Webereien, Spinnereien     usw.     Es ist bereits vorgeschlagen worden, aus  Lumpen Kunstseide herzustellen, ohne dass  dies zu praktischen Erfolgen geführt hat. Es  ist bekannt, dass die Lumpen und andere  Baumwollabfälle Verunreinigungen enthal  ten, wie zum Beispiel den Leim von Stärke  körpern. Fette, Öle, Farben usw.

   Diese Ver  unreinigungen, wie auch eventuell vorhan  dene     Hemizellulose,    müssen, da sie für die  Herstellung von Kunstseide schädlich sind,  entfernt. werden. Nach dem Verfahren gemäss  der vorliegenden Erfindung wird dies dadurch  erreicht., dass man die     Baumwollabfälle,    sehr  fein zerkleinert und das durch die Zerkleine  rung erhaltene, zum Beispiel     faser-    bis     staub-          förmige    Produkt mit alkalischen Lösungen  auslaugt, beispielsweise in der Wärme in ei  nem     Autoklaven    unter Druck, hierauf bleicht  und trocknet.

   Die so erhaltene     Zellulosemasse          wird    dann, zum Beispiel in einem     Mischwi#rk       oder     Zerfaserer,    durch Zugabe der für ihre       Alkalisierung    genau nötigen     Ätznatronmenge,     das heisst auf einen Teil der     Zellulosemasse     zwei Teile einer 15 bis 18     %igen        Ätznatron-          lösung,    in     Alkalizellulose    umgewandelt.

   Die       letztere    wird dann mit Schwefelkohlenstoff,  zum Beispiel in einem geschlossenen Rühr  werk, behandelt und hierdurch in Zellulose  xanthogenat     übergeführt.    Das     Xanthogenat     wird hierauf, zum Beispiel in einem andern  Rührwerk, mittelst verdünnter Natronlauge  zu Viskose gelöst     und    nach deren Reifung zu  Kunstseide versponnen. Die Viskose enthält       zweckmässig    8 % Zellulose und 7 % Ätz  natron.  



  Nachstehend eine Ausführungsform des  Verfahrens gemäss der Erfindung:  Lumpen oder andere Baumwollabfälle  werden in Faserform übergeführt. Im Ver  lauf dieses Zerkleinerungsvorganges werden  alle Fremdstoffe, Knöpfe, Haken usw. von  der faserigen Masse getrennt. Die     faserför-          mige    Masse wird dann     in.    eine     Auslaugevor-          richtung    oder in einen     Autoklaven    eines Fas-    
EMI0002.0001     
  
    s1111gsverinögens <SEP> voll <SEP> iingefälir <SEP> 700<B>(</B>) <SEP> Liter <SEP> für
<tb>  1111)1i <SEP> h- <SEP> faseriger <SEP> 3I < isse,

   <SEP> das <SEP> heisst <SEP> unbefä.hr
<tb>  7 <SEP> Liter <SEP> Wasser <SEP> auf <SEP> ein <SEP> Kilo <SEP> Fasermasse
<tb>  übergeführt.
<tb>  



  Darauf <SEP> wird <SEP> die <SEP> Hasse <SEP> mit <SEP> einer <SEP> ziu@
<tb>  Wasser <SEP> und <SEP> 3 <SEP> bis <SEP> ?0 ,o <SEP> ungelösclitein <SEP> Kalk
<tb>  Hergestellten <SEP> Mischung, <SEP> je <SEP> nach <SEP> der <SEP> Qllalitiit
<tb>  und <SEP> der <SEP> Uerkulift <SEP> der <SEP> Lumpen <SEP> unter <SEP> einem
<tb>  D < liiipfdriick <SEP> voll <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> a <SEP> Atmosphären <SEP> wäh  rend <SEP> einer <SEP> Dauer <SEP> voll <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 10 <SEP> Stunden <SEP> be  hanllelt. <SEP> Die <SEP> Lauge <SEP> wird <SEP> hierbei, <SEP> zum <SEP> Peipic\l
<tb>  durch <SEP> eine <SEP> Pumpe, <SEP> in <SEP> Bewegung- <SEP> gehall-en.
<tb>  An <SEP> Stelle <SEP> voll <SEP> Kalkmilch <SEP> kann <SEP> auch <SEP> eine <SEP> 3
<tb>  h <SEP> i-, <SEP>  (-ige <SEP> Lösung <SEP> voll <SEP> #'!tznzitron, <SEP> Ät <SEP> zlia.li
<tb>  usw.

   <SEP> mit <SEP> oder <SEP> ohne <SEP> Zugabe <SEP> von <SEP> @iatriumkar  bonat <SEP> oder <SEP> irgend <SEP> eine <SEP> andere <SEP> alkalische <SEP> Lö  ,ull<B>),</B> <SEP> Unter <SEP> .denselben <SEP> Bedhigunuen <SEP> voll <SEP> hrucl@
<tb>  und <SEP> Zeit <SEP> verwendet <SEP> werden.
<tb>  



  Im <SEP> Verlauf <SEP> dieser <SEP> Behandlung <SEP> werden
<tb>  alle <SEP> Fremdstoffe <SEP> her <  < iusbeliolt: <SEP> und <SEP> die <SEP> in <SEP> deni
<tb>  Autohla.ven <SEP> verbleibende <SEP> @tlassc\ <SEP> ist <SEP> sehoil <SEP> bei  nahe <SEP> vollhommen <SEP> eilt.fä.rbt.
<tb>  



  Kaeh <SEP> dem <SEP> Auslagen <SEP> wäscht. <SEP> nian <SEP> di(.
<tb>  Masse <SEP> mit <SEP> warmem <SEP>  Wasser <SEP> unter <SEP> 1)ril < \li <SEP> ein
<tb>  oder <SEP> mehrere <SEP> Mal <SEP> aus.
<tb>  



  Es <SEP> ist <SEP> wichtig, <SEP> dass <SEP> während <SEP> des <SEP> Aus  laugeprozesses <SEP> und <SEP> der <SEP> Waschung <SEP> der <SEP> Auto  klav <SEP> luftdicht <SEP> geschlossen <SEP> und <SEP> dass <SEP> heillc
<tb>  Luft <SEP> im <SEP> Innern <SEP> vorhanden <SEP> ist, <SEP> welche <SEP> Anlass
<tb>  zur <SEP> Bildung <SEP> voll <SEP> Ozyzellulose <SEP> beben <SEP> würde.
<tb>  Man <SEP> kann <SEP> die <SEP> Luft <SEP> aus <SEP> dem <SEP> Autoklaven <SEP> ent  fernen, <SEP> indem <SEP> man <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> ein <SEP> Vakuum
<tb>  im <SEP> Autoklaven <SEP> vor <SEP> der <SEP> Einführung <SEP> der
<tb>  Lauge <SEP> herstellt.
<tb>  



  Wenn <SEP> die <SEP> angegebenen <SEP> Bedingungen <SEP> be  nau <SEP> beobachtet <SEP> werden, <SEP> kann <SEP> man <SEP> all. <SEP> 10011g
<tb>  Lumpen <SEP> 75 <SEP> kg <SEP> reine <SEP> Zellulose <SEP> erhalten.
<tb>  



  Darauf <SEP> wird <SEP> der <SEP> Autokla.v <SEP> geleert <SEP> und
<tb>  die <SEP> blasse <SEP> in <SEP> einen <SEP> Behälter <SEP> zum <SEP> Bleichen
<tb>  übergeführt. <SEP> Das <SEP> Bleiehen <SEP> wird <SEP> ausgeführt
<tb>  mit. <SEP> einer <SEP> geringen <SEP> Menge <SEP> Chlorlalklösung
<tb>  voll <SEP> 0,5 <SEP> bis <SEP> 1;5 <SEP>   <SEP> B6, <SEP> der <SEP> man <SEP> eineällrc, <SEP> wie
<tb>  Salzsäure, <SEP> Schwefelsäure <SEP> usw. <SEP> zugeben <SEP> kann.
<tb>  Während <SEP> des <SEP> Bleichens <SEP> ist <SEP> es <SEP> nötig, <SEP> dass <SEP> die
<tb>  Masse <SEP> dauernd <SEP> in <SEP> Bewegung <SEP> gehalten <SEP> wird,
<tb>  damit <SEP> das <SEP> Chlor <SEP> in <SEP> alle <SEP> Teile <SEP> eindringt.

       
EMI0002.0002     
  
    Kac11 <SEP> der <SEP> Bleiche <SEP> wird <SEP> die <SEP> Masse <SEP> Wa  schun\@e@ <SEP> unterworfen, <SEP> um <SEP> alle <SEP> Spuren <SEP> voll
<tb>  Chlor <SEP> zu <SEP> entfernen. <SEP> 'Nachdem <SEP> die <SEP> gehleichte
<tb>  :Masse <SEP> -ewa,chen <SEP> ist, <SEP> gellt <SEP> sie <SEP> durch <SEP> einen
<tb>  Zentrifu@@altrochner, <SEP> uni <SEP> das <SEP> Wasser <SEP> zli <SEP> ent  fernen, <SEP> das <SEP> sie <SEP> enthält, <SEP> lind <SEP> damit <SEP> die <SEP> Trock  nung <SEP> >zehnoller <SEP> vor <SEP> sich <SEP> geht, <SEP> wird <SEP> sie <SEP> darauf
<tb>  in <SEP> Troekenhammern <SEP> gebracht. <SEP> Beine <SEP> Austritt
<tb>  aus <SEP> <B>Elf</B> <SEP> -r1 <SEP> Troehenhanimern <SEP> 11a1: <SEP> die <SEP> Masse <SEP> ein
<tb>  e, <SEP> Aussehen.
<tb>  



  flocl:i<I>e#</I>
<tb>  1)1e- <SEP> -(-bleichte <SEP> und <SEP> ge -aschene <SEP> 3hisse
<tb>  kann <SEP> auch <SEP> direkt. <SEP> von <SEP> dem <SEP> Bleielibehälter <SEP> in
<tb>  Trockenmaschinen <SEP> mit <SEP> Z@-lindern, <SEP> wie <SEP> .ie <SEP> 0-e  wöllillicll <SEP> in <SEP> Papiermühlen <SEP> und <SEP> Zellulose  fabriken <SEP> gebraliclit <SEP> werden, <SEP> gepumpt <SEP> lind <SEP> in
<tb>  Blätter <SEP> oder <SEP> Platten <SEP> iibere-z(\fiil)rt <SEP> werden.
<tb>  



  Es <SEP> 7>t <SEP> empfehlenswert, <SEP> l111 <SEP> Laufe <SEP> der
<tb>  Troeknun- <SEP> darauf <SEP> zli <SEP> achten, <SEP> dass <SEP> die <SEP> Tempe  ratur <SEP> 1110 <SEP> " <SEP> nicht <SEP> überschreitet, <SEP> nicht <SEP> nur, <SEP> um
<tb>  die <SEP> Zerstö <SEP> rung <SEP> der <SEP> Faser <SEP> zu <SEP> vermeiden, <SEP> soll  <B><I>(11,1.11</I></B> <SEP> auell <SEP> die <SEP> @1I < i@;liehheit <SEP> edler <SEP> neuen <SEP> Bil  i1u11g <SEP> von <SEP> @emizelluloe <SEP> au#zu@chlicssa@n. <SEP> Das  ,elbe <SEP> empfiehlt <SEP> ,1.c11 <SEP> :mch <SEP> beire <SEP> Durchgangs
<tb>  der <SEP> Mal#,e <SEP> durch <SEP> die <SEP> oben <SEP> r-rwiihnten <SEP> Zvlin  dernla,,ehillen.
<tb>  



  Auf <SEP> diese <SEP> Weise <SEP> halin <SEP> male <SEP> eine <SEP> @ellulc@.@e
<tb>  erhalten, <SEP> welche <SEP> rler <SEP> reinen <SEP> Pauniwollfas(\r
<tb>  überlagen <SEP> i.t, <SEP> und <SEP> zwar <SEP> zli <SEP> c-inem <SEP> Her,tel  luiibspreis, <SEP> der <SEP> un\@rführ <SEP> @@Irich <SEP> dein <SEP> der <SEP> 11olz  zellulose <SEP> ist. <SEP> hie <SEP> so <SEP> gewonnene <SEP> Zellulose <SEP> ist
<tb>  frei <SEP> von. <SEP> Helllizellulose <SEP> 11n11 <SEP> ei\@'li@-t <SEP> .siel) <SEP> <B>be-</B>
<tb>  sonders <SEP> zurer,t@\Ilun <SEP> \r <SEP> voll <SEP> Vihoseseide.
<tb>  



  Bis <SEP> jetzt <SEP> beinii-zte <SEP> man <SEP> zur <SEP> @erstllun@@
<tb>  Z'oI1 <SEP> @@1,lio@PlillIht,(\lde <SEP> a <SEP> l# <SEP> All,f@'ailg,pr@dlllit
<tb>  die <SEP> Holzzellulose. <SEP> 1)er <SEP> -rosse <SEP> Na.ellteil <SEP> der
<tb>  Holzzellulose <SEP> lic""t <SEP> darin, <SEP> dass <SEP> @i1: <SEP> Hemizel  lu.lose <SEP> in <SEP> einer <SEP> 11(-11e <SEP> von <SEP> 10 <SEP> bis <SEP> <B>12)</B> <SEP>  .1) <SEP> ent  hä.lt. <SEP> Eine <SEP> solcheen@@e <SEP> Henaizelllllose <SEP> erlaubt
<tb>  niellt, <SEP> im <SEP> Cbersclluss <SEP> in <SEP> dem <SEP> Sulfit- <SEP> und <SEP> Na  tron7cllulo.(-l,rei <SEP> enthaltenes <SEP> Xlznatron <SEP> wie  der <SEP> zu <SEP> verwenden, <SEP> was <SEP> einen <SEP> erheblichen <SEP> V:-r  lust <SEP> an <SEP> letztcrein <SEP> bL\deutet.
<tb>  



  Weiter <SEP> ist <SEP> es <SEP> in <SEP> den <SEP> Kun,tseidefabriken
<tb>  gebräuelilieh, <SEP> für <SEP> l(<B>)(</B>) <SEP> Kilo <SEP> Holzzclluloscbrei.
<tb>  der <SEP> 1? <SEP> bis <SEP> 11 <SEP> <B>\</B>'<B>U</B> <SEP> Hemizellulc@#c <SEP> enthält, <SEP> 1000
<tb>  bis <SEP> <B>-)WO</B> <SEP> Liter <SEP> einer <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> Ätznatroa
<tb>  mit <SEP> 15 <SEP> bis <SEP> 1K0- <SEP> NaOH. <SEP> zu <SEP> verwenden, <SEP> um <SEP> eine              für    die     Viskose    geeignete     Alkalizellulose    zu  erhalten.  



  Zur     \Weiterverarbeitung    auf Viskose wird  zweckmässig, wie     bekannt    ist, eine     Alkalizel-          lulose    verwendet, die in feuchtem Zustande       auf    einen Teil Zellulose zwei Teile einer Lö  sung von 15 bis 18 %     Ätznatron    enthält.

   Es  ist also nötig, durch Pressung oder     Abschleu-          dern    .den bei der Herstellung der     Alkalizellu-          lose    angewandten Überschuss an     Atznatron    zu       entfernen.    Die so wiedergewonnene     Ätz-          natroiila.uge    enthält die ganze aus dem Holz  zellulosehrei extrahierte     Hemizellulose    und  kann wegen dieser     Verunreinigung    nicht voll  kommen wieder verwendet werden. Daraus  ergibt     siele    ein beträchtlicher Verlust an Atz  natron.

   Beim Verfahren     gemäss    der vorliegen  den Erfindung fügt man dagegen zu der       hemizellulosefreien    Zellulose lediglich die  jenige Menge     Ätznatron,    die genau nötig ist  für ihre     Alkalisierung.        Beispielsweise    gibt  man direkt einen Teil der Zellulose     und    zwei       Teile        einer        15        bis          Ätznatronlösung     zum Beispiel in ein     Misehwerk    oder in einen  sogenannten     Zerfaserer    und     belässt    zwei oder  drei 

  Stunden .darin. Es können also bei dem  Verfahren gemäss der Erfindung das übliche  Tauchen der Zellulose in     überschüssige        Ät.z-          natronlösung    und das     Abschleudern    oder die       Pressung    der     alkalisierten    Zellulose vermie  den und dadurch eine Ersparnis an     Arbeit     und Kraft erzielt werden.  



  Infolge     des    . Unterlassens des     Absclileu-          derns    und der Pressung kann die     Alkalisation     in zwei oder drei Stunden durchgeführt wer  den an Stelle von acht oder neun Stunden,  die     hei    bisher bekannten Verfahren benötigt  wurden. Auch     erspart    man alle Einrichtungen,  die für die Mischung und die Aufbewahrung  der verschiedenen, von dem     Abschleu    Adern oder  der Pressung herrührenden     Alkalilösungen     nötig sind, da man nur eine einzige und im  mer frische Lösung von Alkali benutzt.  



  Versuche haben     ergeben,    dass die     Ausbeu-          ten,    bezogen auf gewonnenes Fadenmaterial,  bei diesem     Verfahren        uin    20 bis 25%     besser       sind als die von     Viskoseverfahren,        welche          Holzzellulosebrei    verarbeiten, weil man es  nach dem vorliegenden Verfahren mit einer       hem.izellulosefreien        Zellulosemasse    zu tun  hat, bei deren Verarbeitung zu Viskose keine  Verluste durch Auflösen der     Hemizellulose     in der     Alkalisierlauge    entstehen.  



  Ferner kann nach dem erfindungsgemä  ssen Verfahren eine Kunstseide mit besonderen       Qualitäten    und Kennzeichen gewonnen wer  den, die sie von bis jetzt erhaltenen Seiden  unterscheidet. Im besonderen zeigten sich  folgende Vorteile:  1. Die Seide ist angenehmer ein     Griff,     weicher, fester und elastischer als bekannte  Seiden;  . Es ist möglich, sie vollkommen     gleioh-          mässig    zu färben, während andere Seiden       Marmorierungen    nach der Färbung zeigen;    3. Sie ist besser zu Geweben zu verarbei  ten, besonders infolge- ihrer Festigkeit und  Elastizität als     Kettenfäden;       d.

   Sie zeichnet sich besonders durch holte       Nassfestigkeit    aus.  



  Als ein Vorteil des Verfahrens gemäss der  Erfindung sei auch erwähnt, dass man mit.  Leichtigkeit grosse     Feinheitsgrade    der     Kunst-          seidefäden    herstellen kann, weil aus dem ge  mäss der Erfindung behandelten Rohmaterial  sich eine vollständig faserfreie und homogene  Viskose herstellen lässt, welche beim Spinnen  sehr fein ausgestreckt und     -durch    die feinsten  Düsen gesponnen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Viskose seide aus Baumwollabfällen, dadurch gekenn- zeichnet, dass man die Baumwollabfälle sehr fein zerteilt, dann mit alkalischen Lösungen auslaugt, bleicht, trocknet, die so erhaltene hemizellulosefreie Zellulosemasse hierauf durch Zugabe von zwei Teilen einer 15 bis 18%igen Ätznatronlösung auf einen Teil Zel lulose in Alkalizellulose umwandelt,
    die Al- EMI0004.0001 kalizellulose <SEP> init <SEP> Schwefelkohlenstoff <SEP> in <SEP> Zf@l lulosexnnthogenat <SEP> überführt, <SEP> dieses <SEP> mittelst <tb> --errlünnter <SEP> Natronlauge <SEP> zu <SEP> Viskose <SEP> lügt <SEP> und <tb> nach <SEP> der <SEP> Reifung <SEP> zu <SEP> Kunstseide <SEP> verapimit. EMI0004.0002 UNTERANSPRUCH: <tb> Verfahren <SEP> naeli <SEP> .Patentanspruch, <SEP> daclurcli <tb> gf,l;ennzeichnet, <SEP> dass <SEP> rlif. <SEP> Umwandlung <SEP> der <tb> Zellulosemasf# <SEP> in <SEP> Alkalizelluloe <SEP> in <SEP> einem <tb> Mischwerk <SEP> vorgenommen <SEP> Wird.
CH123890D 1925-09-28 1926-06-09 Verfahren zur Herstellung von Viskoseseide aus Baumwollabfällen. CH123890A (de)

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