CH123898A - Vorrichtung an Flachstrickmaschinen mit einer Mehrzahl von Fadenführern zum Einstellen des vom Muster verlangten Fadenführers. - Google Patents

Vorrichtung an Flachstrickmaschinen mit einer Mehrzahl von Fadenführern zum Einstellen des vom Muster verlangten Fadenführers.

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CH123898A
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Odoardo Bongi
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      Vorrichtung    an     Flachstrielimaschinen    mit einer Mehrzahl von Fadenführern zum.  Einstellen des vom     3luster        verlangten    Fadenführers.         Bei    den zur Herstellung von Strickwaren  benutzten Strickmaschinen, welche mit     Jac-          quardvorrichtungen    ausgerüstet sind, werden  die in Tätigkeit zu bringenden Fadenleiter  durch eine durch Zahnräder getriebene     Muster-          kette    eingestellt. Das Profil dieser Kette  wird nach Dessin und Farbenanordnung des  herzustellenden Warenstückes bestimmt.

   Die  Betriebskosten einer solchen     Maschine    sind  sehr gross, weil man eine spezielle Kette für  jedes Warenmodell gebrauchen muss.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  eine Vorrichtung an     Jacquardflachstrickma-          schinerr    mit einer Mehrzahl von Fadenfüh  rern zum Einstellen des vom Muster ver  langten Fadenführers, welche diesen Nachteil  vermeiden soll. Diese Vorrichtung ist dadurch  gekennzeichnet, dass die benutzten Jacquard  karten an mindestens einem Ende     Metall-          platten    tragen, welche gegen verschiebbare  Stifte stossen; um Organe zu bewegen, deren  Stellungen .die Auslese der Fadenleiter be  wirken.    Auf der beiliegenden Zeichnung sind, als  Beispiel, einige Ausführungsformen des Er  findungsgegenstandes dargestellt.  



       Fig.    1 ist ein Schaubild des Endes einer  mit der Vorrichtung nach vorliegender Er  findung ausgerüsteten Strickmaschine nach  einer ersten Ausführungsform ;       Fig.    2 und 3 zeigen Einzelheiten der  durch die     Vig.    1 dargestellten     Vorrichtung;          Fig.    4 ist eine     Ansicht    der mit einer  zweiten     Ausführungsform    der Vorrichtung  ausgerüsteten Maschine;

         Fig.    5 zeigt schematisch die Verbindung  der     Organre    für diese Ausführungsform,     wäh-'          rend          Fig.    6 bis 14 Einzelheiten derselben dar  stellen ; .  



       Fig.    15 ist eine Ansicht einer mit einer  dritten Ausführungsform des Erfindungsge  genstandes ausgerüsteten Strickmaschine;       Fig.    16 stellt schematisch die Verbin  dungen der Organe bei dieser Ausführungs-      form dar, deren Einzelheiten durch     Fig.    17  bis 23 gezeigt sind;       Fig.    18 ist ein Schnitt nach der Linie       1"-0    der     Fig.   <B>17;</B>       Fig.    19 ist ein Schnitt nach der Linie       P-Q    der gleichen Figur.  



       Fig.    1 zeigt den durch in bezeichneten       Jaequardzylinder,    welcher durchbohrte     Jae-          quardkarten    trägt; b ist eine     Nadelführungs-          schiene.    Auf einem auf diese Führungsschiene  aufgeschraubten Gestell gleitet ein Stück,  welches vier verschieden lange Stifte c und  eine mit einem Zahnkolben e zusammenarbei  tende Zahnstange d aufweist. Der Zahnkol  ben e sitzt auf einer irr einem Lager f drehen  den Welle     rg    fest, welche einen Arm lt trägt.

    Dieser letztere wirkt auf eine Gabel 1c mit  telst einer Schubstange i, wobei diese Gabel  am Ende eines auf dem     Maschinengestell     befestigten Armes L drehbar     angeordnet    ist.  



  Die Betätigung dieser     Ausführungsform     erhellt aus     Fig.    2. Auf den     Jacquardkarten    x  und gegenüber den Stiften c sind nicht     (lar-          gestellteb1etallplättehen    befestigt. Diese Plätt  eben entsprechen der Dessin- und Farben  anordnung der herzustellenden Strickwaren.

    Bei jeder Drehung der     Jacquardzylinder    kommt  eines dieser Plättchen mit einem der vier  Stifte c in Berührung und stösst ihn     zurück.     Diese     Rückbewegung    wird durch die Zahn  stange, den Zahnkolben e, die Welle     g,    den  Hebel<I>h</I> und die Schubstange     i    auf die Ga  bel     lc    übertragen. Diese letztere schwingt um  das Ende des Armes     l    und     nimmt    eine ge  wisse Stellung an, je nach der Länge des  durch ein Plättchen der     Jacquardpappe        be-          riihrten    Stiftes.

   Gemäss dieser eingenommenen  Stellung werden bestimmte Fadenleiter in  Tätigkeit ebracht.  



  Bei der, zweiten Ausführungsform des Er  findungsgegenstandes wird die Rückbewegung  der Stifte durch     Bowdenkabel    auf die An  triebsorgane der Fadenleiter übertragen. In  diesem Falle sind die Stifte c nicht mehr  auf einem gemeinsamen Gleitstück befestigt,  sondern sie sind unabhängig und besitzen die  gleiche Länge. Jeder Stift gleitet in einem  im Gestell     a    gebohrten Loch und wirkt auf    das Ende des Armes     1)    eines auf einer Achse o       schwingbar    gelagerten Winkelhebels     Vel,    des  sen Arm     q    an ein     Bowdenkabel    angeschlos  sen ist.

   Die     Rfckbewegungen    der Stifte wer  den durch die     Bowdenkabel    an einen am  Ende des Armes     l    mittelst einer Flügelmut  ter     y-    befestigten     'Mechanismus    übertragen,  welcher Organe aufweist,     um    die Fadenleiter       zrr        betätigen,    wie es später     erläutert    wird.

    Dieser     Meclranisrnus    besitzt zwei durch Steh  bolzen     ?c,        v    und     Muttern        ir        fest    verbundene       Gestellplatten    s und t.  



  Die obere Platte s     (Fig.    7 und 12) weist       rechteckige        Offnungen        auf,    in welchen sechs  in zwei (Truppen zu drei Stück verteilte Rie  gel gleiten. Diese letzteren werden durch  1, 2, 3 und 4 bezeichnet und die beiden  durch 1 bezeichneten Riegel werden durch  einen Balken .r fest     verbunden,    welcher     Füh-          rungsstifte        ?7    besitzt. Die beiden durch 3 be  zeichneten Riegel sind durch den Balken z  fest     verbunden,        während    die durch ' und 4  bezeichneten Riegel     unabhängig    sind.

   Die  untere Platte s weist vier Augen 8 auf, in  welchen vier durch     Fig.    11 dargestellte Hilfs  vorrichtungen stecken. Diese letzteren be  stehen aus drei     Röhrchen    4, ä und 6, wovon  4 und 6 durch     eine    Muffe 7     zusammenge-          halten    sind,     während    das     Röhrchen    5 auf  den Augen 8 befestigt ist. Das Röhrchen 6  kann     innerhalb    des     Rifrchens    5 gleiten ent  gegen der Wirkung der     Feder    12.

   Das Röhr  chen 4 enthält eine Feder 11, die stärker  als die Feder 12 ist und an welche die     Bow-          denkabel    durch eine Scheibe 10 angeschlossen  sind. Jede dieser     Hilfsvorrichtungen    entspricht  einem der     durch    die Plättchen der Jacquard  karten     beeirrflrrf,3ten    Stifte und ist deshalb  mit dem gleichen     Bezugszeichen    bezeichnet.  Die     Hilfsvorrichtungen    sind mittelst Hebel  und Lenker mit den Riegeln verbunden.

    Wenn     zum    Beispiel der Stift     Ci    durch eine  der auf den     Jaequardkarten    angeordneten       Plättehen        zurückgestossen    wird, dann wird  das     Bowdenkabel,        wehes    mit diesem Stift  verbunden ist, so angezogen, dass die entspre  chende     Hilfsvorrichtung        zusarnrnerrgedriiekt     wird. Das Röhrchen 4 wirkt auf das Ende      17     eines    auf der Achse 15 schwingbar ge  lagerten Hebels 14, welcher seinerseits den  Lenker 16 und den Balken x emporhebt.

    Dadurch werden die beiden durch 1 bezeich  neten Riegel nach oben verschoben, so dass  ihre Enden oberhalb der Fläche der Platte s  herauskommen. Der Stift     c3    wirkt auf den  Riegel 3     mittelst    der mit ihm verbundenen       Bowdenkabel    und mittelst Röhrchen 4 der  Hilfsvorrichtung, welche ihrerseits auf das  Ende des schwingbaren Hebels 23 einwirkt.  Dieser Hebel zieht die Riegel 3 mittelst des  Lenkers 24 und des Balkens empor. Das  Röhrchen 4 der Hilfsvorrichtung 2 wirkt auf  den Riegel 3 durch den Hebel 19 und den  Lenker 44. In der gleichen Weise wirkt das  Röhrchen 4 der Hilfsvorrichtung 3 auf den  mit 2 bezeichneten Riegel.  



  Der Schlitten der Strickmaschine ist mit  zwei treppenförmigen, geschnittenen und ver  schiebbar angeordneten Anschlägen 18 ver  sehen. Diese Anschläge wirken unmittelbar  auf den Fadenleiter.  



  Die Wirkungsweise dieser Ausführungs  form des Erfindungsgegenstandes ist wie  folgt  Bei jeder Drehung des     Jacquardzylinders     kommt eines der auf den Karten angeord  neten Plättchen mit einem der Stiften cl,     c2,     oder e4 in Berührung. Dann treten die  entsprechenden Riegel aus der Fläche der  obern Seitenplatte heraus und stossen gegen  gewisse Stufen der durch den Schlitten ge  tragenen Anschläge 18. Der genannte Schlit  ten verlängert während einer gewissen Zeit  seine Bewegung, wogegen die Anschläge 18  gesperrt sind, so dass eine Verschiebung des  Schlittens gegenüber den Anschlägen ver  ursacht wird, wobei diese Verschiebung zum  Antrieb der Fadenleiter benützt wird.

   Wenn  ein anderer Stift durch ein anderes Plättchen  zurückgestossen wird, dann treten andere  Riegel aus der Fläche der obern Platte her  aus und diese Riegel werden durch andere  Stufen der Anschläge 18 gesperrt, so dass  die Bewegung zwischen dieser letzteren und  dem genannten Schlitten eine andere Grösse       haben    wird. Andere Fadenleiter werden also    eingestellt und es wird ein anderes Dessin  oder eine andere Farbenanordnung der her  zustellenden Strickwaren erreicht.  



  Es ist selbstverständlich, dass man auch  eine andere Anordnung der Riegel vorsehen  könnte, ohne dass das Wesen der Erfindung  geändert würde.  



  Es ist     eraichtlich,    dass man eine sehr  grosse Anzahl verschiedener Anordnungen     der     Farben und der Dessins erhalten kann. Man  könnte auch zwei abwechselnd mit dem Schlit  ten zusammenarbeitende     Einstellvorrichtun=     gen vorsehen, welche je an den Enden der  Strickmaschine angeordnet sind.  



  So wird die Anpassungsfähigkeit der Ma  schine erweitert.  



  Bei einer dritten Ausführungsform der  Vorrichtung wird die mechanische Übertra  gung durch Hebel, Wellen,     Bowdenkabel    der  beiden ersten Ausführungsformen durch elek  trische Übertragung ersetzt. In diesem Falle  sind die durch die auf den     Jacquardkarten    an  geordneten Plättchen     zurückgestossenen    Stifte  mit Kontaktstücken ausgerüstet, welche  Stromkreise schliessen, tun Elektromagnete  zu erregen, deren Anker die Riegel des bei  der vorhergehenden Ausführungsform ver  wendeten Mechanismus betätigen. Eine solche  Vorrichtung ist durch die     Fig.    15 bis 23 dar  gestellt.  



       Jeder    der vier verschiebbaren Stifte glei  tet in einem in dem Gestelle<B>26</B>     (Fig.    17)  gebohrten Loche und wird immer durch eine  Feder 29 in die Ruhestellung zurückgebracht.  



  Die Stifte sind noch mit Isolierplättchen  27 verbunden, welche Metallstangen tragen.  Diese letzteren bilden den Pol eines Unter  brechers, dessen anderer Pol durch einen ver  schiebbaren Bolzen 28 gebildet wird, welcher  durch eine gegen einen Bügel 30 gestützte  Feder in seine Ruhestellung gebracht wird.  Die vier Bügel, welche je einem der Stifte     cl,          c2,        c3,    und 04 entsprechen, sind durch eine  Leitung 32 je mit der Wicklung eines Elek  tromagnetes     _33    verbunden, wogegen die durch  die Plättchen 27 getragenen Stangen in eine  Speiseleitung 31 eingeschaltet sind. Die vier  Elektromagnete 33 sind auf einem Gestell      34 vereinigt.

   Ihre Anker     cal,   <I>CC=,</I>     ec'    und     W     wirken auf die Riegel 1, 2, 3 und 4, welche  auch in zwei Gruppen verteilt sind. Beim  Schliessen des durch den Stift c' gesteuerten       Kontaktes    wird der Anker     ccl    aufgezogen,  wodurch die zwei Riegel, welche durch den  Balken verbunden sind, aus der Fläche der  obern Platte 37 heraustreten.  



  Die Betätigung der Fadenleiter geschieht        -ie    es schon für die zweite Ausführungsform  erläutert wurde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung an Jacquardflachsti#ickinasc:lii- nen mit einer Mehrzahl von Fadenführern zum Einstellen des vom Muster verlangten Fadenführers, dadurch gekennzeichnet, dass die Jacquardkarten auf mindestens einem ihrer Enden Metallplättchen tragen, welche auf verschiebbare Stifte stossen, wodurch Or gane bewegt werden, deren Stellungen die Auslese der Fadenleiter bewirken.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Plätt chen der Jacquardkarten beeinflussten Stifte verschiedene Längen besitzen und auf einem mit einer Zahnstange versehenen gemeinsamen Gleitstücke befestigt sind, dessen Bewegungen mittelst mit der ge nannten Zahnstange zusammenarbeitenden Zahnkolben, Welle, Hebel und Schubstange an eine am Ende eines Arines schwingbar angeordnete l=label übertragen werden,
    deren Stellungen die Betätigung der diircb den Schlitten der' Maschine getragenen Fadenleiter bestimmen. ?. Vorrichtung nach Patentanspriicb,-dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Plätt chen der Jacquardkarten beeinflussten Stifte voneinander unabhängig sind, gleiche Län gen besitzen und auf Organe wirken, deren Bewegungen durch Bowdenkabel an Or gane eines mit Riegeln versehenen Aiecha- nismus übertragen werden,
    während auf dem Schlitten der Maschine verschiebbar an geordnete Anschlüge gegen die genannten Riegel stossen, uni die Fadenleiter einzu stellen. 3. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch ?, dadurch gekenn zeichnet, dass die Riegel des im Unter anspruch 2 genannten Mechanismus in in den C4estellplatten dieses Mechanismus gebohrten Bobrungen gleiten und durch die Bowdenkabel mittelst Hebel, Lenker und Balken emporgehoben werden, so daf,,
    ihre Enden gegen die durch den Schlitten getragenen Anschläge stossen. 4. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dar die auf dein Schlitten ver schiebbar angeordneten Anschläge treppen- . fiii-mig angeordnet sind, so dass sie je nachdem die Riegel emporgehoben werden, während einer längeren oder kürzeren Zeit von diesen letzteren aufgehalten werden, während der Schlitten seine Bewegung fortsetzt, wobei die Bewegung des genann ten Schlittens gegenüber den Anschlägen benützt wird,
    nin die Fadenleiter einzu stellen. 5. Antriebsvorrichtung nach Patentanspruch; dadurch gekennzeichnet. dass die Bewegung der durch die auf den Jacquardkarten an geordneten Plättchen beeinflussten Stifte benützt werden, uni Kontakte zu beherr schen, so da[.) Stromkreise über Elektro- inagnetenwicklungen geschlossen werden und die Anker dieser Elektromagnete Rie gel emporheben, welche gegen die durch den Schlitten getragenen Anschläge stossen, um die Fadenleiter einzustellen.
CH123898D 1925-08-14 1926-08-07 Vorrichtung an Flachstrickmaschinen mit einer Mehrzahl von Fadenführern zum Einstellen des vom Muster verlangten Fadenführers. CH123898A (de)

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IT10326X 1926-03-01
IT300626X 1926-06-30

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3045758A1 (de) * 1979-12-10 1981-06-11 Shima Idea Center Co Ltd., Wakayama Einrichtung zum steuern der fadenfuehrer einer flachstrickmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3045758A1 (de) * 1979-12-10 1981-06-11 Shima Idea Center Co Ltd., Wakayama Einrichtung zum steuern der fadenfuehrer einer flachstrickmaschine

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