Einrichtung zum Kühlen von Fettemulsionen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein richtung zum Kühlen von Fettemulsionen, insbesondere Margarineemulsion.
Es war bisher üblich, die von einer Kühl trommel abgetragene Wäre in besonder-, Kühlräume zu bringen und dort eine geraume Zeit zu belassen, weil es bisher nicht gelun gen ist, ein vollständiges Durchkühlen oder Durchkrista.llisieren der Ware in der Kühl vorrichtung selbst zu erzielen.
Zweck der Erfindung ist es, die Wir kungsweise der Kühleinrichtung so zu ver bessern, dass eine Nachbehandlung der Ware in besonderen Temperierräumen überflüssig, und bei geringerem Aufwand an Kälte energie eine wesentlich erhöhte Leistung er zielt wird.
Zu diesem Zwecke ist bei der Einrichtung gemäss Erfindung die Kühlwirkung verbes sert und erhöht, und zwar die der Aussenküh lung. Diese wurde bisher durch in dem Kühl mantel untergebrachte Kühlschlangen oder Kühltaschen bewirkt, durch die nur eine in direkte Kühlung durch Strahlung bewirkt werde, konnte; auch traf; an der Innenwand des Trommelmantels eine erhebliche Schweiss- wasserbildung auf, durch die die Ware be einträchtigt wurde. Der gleiche Fehler trat auf bei der Verwendung von Wasser zur un mittelbaren Kühlung.
Demgegenüber wird bei der Einrichtung gemäss Erfindung in den Raum zwischen der Kühltrommel und dem äussern Mantel ein luftförmiges Kühlmittel entgegen der Um laufrichtung der Trommel eingeblasen.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung dargestellt; es zeigt: Fig. 1 die Einrichtung in Ansicht von oben, Fig. 2 im senkrechten Schnitt der Quere nach, und Fig. 3 einen Längsschnitt durch die Kühlmäntel und die Kühltrommel.
Bei der gezeigten Ausführungsform ruht auf Ständern 1 und Querträgern 2 die ge samte Einrichtung, deren Hauptteil die um laufende Kühltrommel 3 ist. Diese ist zu einem grossen Teil ihres Umfanges von einem isolierenden Mantel 4 umhüllt, derart, dass zwischen der umlaufenden Trommel und dem feststehenden Mantel ein hohlzylindrischer Raum 6 frei bleibt. 3n den beiden Längs rändern 4', 4" des Mantels 4 verbleibt je ein Spalt zwischen Mantel und Trommel, der zum grösseren Teil von einem Rohr ausge füllt ist.
Das Rohr 5, das als Düsen- oder als Lippenrohr ausgebildet sein kann, dient zum Einblasen von Kühlluft, die entgegengesetzt zur Drehrichtung der Trommel den Ring raum 6 durchstreicht, um durch das vorzugs- iveise als Lippenrohr ausgebildete Rohr 7 ab gesaugt zu werden. Hierdurch wird eine un mittelbare Kontaktkühlung ohne Schädib ing der -\NTare erzielt, die so intensiv wirkt, dass die Umlaufgeschwindigkeit der Kühltrommel wesentlich erhöht werden kann.
Mit dem eigentlichen Kühler zusammengebaut ist ein ZVärmeaustauscher 8, der ein einfacher Luft- kasten sein kann, dessen Kühlkörper 9 von einem Kühlmittel; zum Beispiel Sole, Am moniak oder Kohlensäure durchflossen sein kann. Ein Gebläse 10 saugt die Luft aus dein Rohr 7 durch die Leitunb 11 und den Wärmeaustauscher 8 ab. Von hier aus ge langt sie, nötigenfalls durch ein Luftfilter, in das Druckrohr 1?. das sie dem Einblas rohr 5 zuführt.
Etwa. eintretende Verluste an der kreisen den Luftmenge ersetzen sich durch Eindrin gen von Frischluft durch den schmalen Spalt zwischen dem Rohr 5 und der Trommel.
Zur Innenkühlung der Trommel dient folgende Einrichtung Der Hohlraum der Trommel ä wird zum grössten Teil von einem trommelförmigen Hohlkörper 13' ausgefüllt. Die Achsschenkel an den Stirnscheiben der Trommel sind durchbohrt und bilden so den Einlass 14 und den 3uslass 15 für die als Kühlmittel die nende Sole.
Gegenüber dem Einlass 1.1 ist eine kege- lige Spitze 14' zur Verteilung des Kühlmit tels an der Stirnfläche des innern Hohlkör pers 13' angebracht.
Das Innere der Trommel 3 ist mit eine Reihe von aufeinander folgenden Ringrippen 16, 16' besetzt, in die der Hohlkörper 13' so eingepasst ist, dass zwischen den Ringrippen und dem Hohlkörper 13' ein geringer Ab- z5 von zirka<B>10</B> inin frei bleibt zur direk ten Durchströmung des Kühlmittels.
Jede dieser Ringrippen hat auf dem Trommelum- fang verteilt Durclitrittsö ffnungen 17, 17', die so angeordnet süicl, dass bei aufeinander folgenden Rippen immer di(@ Durehtrittsöff- nungen 17' gegenüber den 11)urehtrittsöff- nungen <B>1.7</B> versetzt'angeordnet sind.
Hierdurch wird erreicht, dass das Kühlmittel, ohne sehr wesentliche Umwegf@ niaclien zu müssen. doch dauernd von der -Nraden Bahn abge- lenkt und in innige Berührung mit den Kühlflächen gebraelit wird.
Der äussere Kühlmantel umschliesst, w p# bereits angedeutet, die Trommel nicht ganz, sondern lässt sie ein einer Stelle zuta-f, tre ten, wo die Auftragevorrichtung angeordnet ist. Diese besitzt einen Auftragebehälter ?l, der folgendermassen eingerichtet ist.
Er ist an der einen Län@:sseite 31' offen. der art, dass hier die Troninielfläelie gewisser massen die Behälterwand bildet. Die übrigen -#Tä.nde ?? sind doppelwandig ausgebildet und können durch ein beliebiges Heizmittel erwärmt werden.
Hierdurcliwurden diese @@"ä.nde auf der Temperatur der Kirn @@@,haltcn. Die Abdicli- tung gegenüber der Trouinielfläelie erfolgt an der Lnterseite durch eine abgefedert, Pockliolzleiste --1ä. an der Oberseite durch einen nach der 'Schiclitclicl;
e einsteilbaren Schieber ?4. Die Emulsion gelangt von dir Kirne nach einem Zwischenbehälter ?5, wo sie durch (-in Rührwerk in ständiger Bewe gung gehalten wird. Von hier aus wird sie durch ein Pumpwerk ?6 angesaugt und durch das Rohr ?7, das in die eine Stirnwand de;
Auftra.gebehälturs einmündet, in diesen ein gedrückt. 3n der gegenüber liegenden Stirn wand ist ein Iiiiel>laufrolir ?8 angeordnet, das in .den Zivisclienbc#hälter ?5 einniiindet. Wenn die Pumpe in Gang ist, -wird die Emulsion an der einen Stirnseite in den Auf- tragebehä.lter eingedriicl@t, durchströmt.
ihn der Länge nach und gelangt durch das Piüclz- laufrahr \?8 in den Rührbehälter ?i. wo si-= sieh mit der frischen Emulsion nliaeht. Di-@ Emulsion -wird liii,rdurcli in dauerndem Kreis lauf ehalten.
Uni li-i vorübergehender Still- 21 legung der Auftragevorrichtung die Tätigkeit des Pumpwerkes nioht unterbrechen zu müs sen, ist ein Umlaufrohr 20 angeordnet, das bei geeigneter Hahnschaltung den Kreislauf unter Ausschluss' des Auftragebehälters schliesst.
Bei sehr dickflüssiger Emulsion kann auch das Rücklaufrohr fortgelassen werden und die Druckleitung wird an beiden Stirn wänden zugleich geschlossen. In diesem Falle wird der Einlauf mittelst der verstell baren Pumpe reguliert.
In den Auftragebehälter 21 ist eine ihn .der ganzen Länge durchsetzende kannelierte Walze 29 angeordnet, die als Rührwerk. dient, und so gross gewählt ist, dass sie den Behälter zum grössten Teil ausfüllt. Wird die Walze in Umlauf gesetzt, so führt sie die Emulsion von der kalten Trommelwand bei 21' an den erwärmten Behälterwänden 22 entlang im Kreislauf wieder nach der Trom melwand zurück, so dass nur die unmittelbar auf der Trommel festgefrorene Emulsions- schicht zur Erstarrung gelangt, diese sich aber auf den übrigen Inhalt des Behälters nicht fortsetzen kann.
Durch die Kombina tion des Kreislaufes durch Rührbehälter 25, Pumpe 26, Druckrohr 27, Behälter 21 und Rücklaufrohr 28 und des zweiten Kreislaufes senkrecht hierzu längs der gekühlten Trom melfläche und der erwärmten Behälterwand 22 entsteht eine kombinierte schraubenför mige Bewegung der Emulsion von der einen Stirnseite des Behälters nach der andern, die ein Festsetzen erstarrender Emulsion an ir gend einer Stelle ausser an der Kühltrommel verhindert und dem Behälterinhalt durch Berührung mit den erwärmten Wänden und durch Mischen mit frischer Emulsion stets neue Wärme zuführt und ihn auf der Kir nentemperatur hält.
Das Heizmittel strömt, von der Wärmequelle kommend, im Kreislauf durch das Rohr 18, die Hohlwand 22, das Rohr 19 und den Heizmantel des Rührbehäl- ters 25.
Der Auftragebehälter 21 stützt sich an beiden Enden mittelst Lenker 30 schwenkbar auf =dem Traggerüst 1, 2 ab und wird durch zwei weitere abgefederte Lenker 31 an die Trommelfläche angedrückt. Die Lenker 31 sind in Ösen 32 eingehakt; will man den Behälter 21 reinigen, so hakt man die Lenker 31 los und klappt ihn in die punktierte Stel lung (Fig. 2) wodurch sein Inneres zugäng lich wird.
Die Abtragevorrichtung umfasst eine der Trommelwelle parallele Stange 33 die beider seits im Maschinengestell achsial verschieb bar, aber nicht drehbar gelagert ist. Auf der Trommelwelle ist ein Kettenrad 34 angeord net, das. ein im Gestell gelagertes Kettenrad 35 mit einer Geschwindigkeit antreib, die von der des ersten Kettenrades abweicht. Die Nabe des Kettenrades 35 ist als Kurven scheibe 36 ausgebildet. Sie trägt eine Rand nut 37, die in einer schräg zur Wellenachse verlaufenden Kurve geführt ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich.
In diese Kurve greift ein Gleitstück 38 ein, das an der Stange 33 befestigt ist. Wird nun die Trommel in Um lauf gesetzt, so schiebt die Leitkurve 37 des Kettenrades 35 die Stange 33 mit einer schnei denden Bewegung hin und her, deren Takt infolge des Übersetzungsverhältnisses zwi schen den Rädern 34 und 35 von dem zwi schen Trommelumlaufes abweicht, so dass also der Hin- und Herhub der Stange 33 nicht gleich zeitig mit dem Trommelumlauf beendet ist. Dies dient .einem weiter unten zu erörtern den Zweck.
Auf der Stange 33 sind hülsenförmige Messerhalter 39 aufgereiht. Sie sind auf der Stange 33 frei drehbar, jedoch an relativer Verschiebungsbewegung zu der Stange durch Schlussringe 40 gehindert, so dass sie bei der sägenden Bewegung der Stange mitgenom men werden.
Jeder Halter 39 trägt einen Messerab schnitt 41, derart, dass die nebeneinander auf gereihten Messerabschnitte ein sich über die ganze Trommelbreite erstreckendes Messer bilden. Hierbei ist nicht immer zu vermeiden, dass zwischen den Messerabschnitten schmale Fugen verbleiben, die beim Abtragen der Fettschicht schmale Streifen stehen lassen. Dadurch aber, d.ass der Hin- und Herhub der Jlesserträger nicht im gleichen Takt erfolgt wie der Umlauf der Trommel, werden die bei dem einen Trommelumlauf etwa stehen ge bliebenen Streifen beim nächsten Trommel umlauf mit abgetragen.
Zum Anstellen und Abheben der Messer dient folgende Einrichtung: Jeder Messeral ter 39 trägt einen Hebel 42, an dein gelenkig ein Sehraubbalzen 43 angreift. Sämtliche Schraubbolzen sind durch ein gemeinsames Querstück, zum Beispiel ein U-Eisen J-1, durchgesteckt, derart, dass durch Anziehen der Schrauben 45 jeder einzelne Messerhalter, um die Stange 33 schwingend, eingestellt. werden kann.
Das Querstück 4d kann durch eine Hubscheibe mittelst eines Hebels oder durch eine ähnliche Einrichtung gehoben oder gesenkt werden. Durch Anheben des U- Eisens 44 werden die Messer von dem Trom melmantel abgehoben. Durch Senken des<B>U-</B> Eisen: bringt man die Messer an dem Trom inelmantel zur Anlage (Fig. 2).
Die Messer sind meisselförmig geschliffen und werden ungefähr tangential an die Trommel angelegt. Durch die schneidende Hin- und Herbew egung der Messer beim Trom nielumlauf werden sie selbsttätig nacbge- @ehliffen.