CH124133A - Verfahren zur Gewinnung eines für die Herstellung von Kupferoxydammoniakzelluloselösungen für das Kunstseidestreckspinnverfahren geeigneten basischen Kupfersulfates. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung eines für die Herstellung von Kupferoxydammoniakzelluloselösungen für das Kunstseidestreckspinnverfahren geeigneten basischen Kupfersulfates.

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CH124133A
CH124133A CH124133DA CH124133A CH 124133 A CH124133 A CH 124133A CH 124133D A CH124133D A CH 124133DA CH 124133 A CH124133 A CH 124133A
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CH
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copper
ammonia
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"Cuprum" Aktiengesellschaft
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Cuprum Ag
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  Verfahren zur Gewinnung eines für die Herstellung von     Kupferogydammoniak-          zelluloselösungen    für das     Kunstseidestreckspinnverfahren    geeigneten basischen  Kupfersulfates.    Es ist bekannt, aus Kupfervitriol durch  Umsetzung mit     Sodalösungen    basisches Kup  fersulfat herzustellen, das für die Lösung  von Zellulose     Verwendung    findet. Bei diesem  Verfahren ist es erforderlich, möglichst     heiss     die Umsetzung vorzunehmen, denn bei nie  deren Temperaturen wird Kupferkarbonat  erhalten, das zur Herstellung konzentrierter       Zelluloselösungen    ungeeignet ist.

   Aber selbst  wenn die Umsetzung bei hoher Temperatur  stattfindet, wobei alle Kohlensäure ausge  trieben wird, und sich kein Kupferkarbonat  bilden kann, fällt das basische Sulfat in  wechselnder Zusammensetzung an, indem das  Verhältnis des     Schwefelsäurerestes    zu Kup  fer schwankt. Trotz peinlicher     Einhaltung     gleicher Bedingungen gelang es bisher in der  Praxis nicht, nach diesem Verfahren basi  sches Sulfat von gleichmässiger Zusammen  setzung     zi,    erhalten.  



       Für    die Lösung von Zellulose     wird    be  kanntlich das basische Kupfersulfat in kon-    zentriertem Ammoniak durch Zugabe von  Natronlauge     in    Lösung gebracht. Hierbei  wird der     Schwefelsäurerest    des .basischen  Kupfersulfates abgespalten und die äqui  valente Menge Natriumsulfat gebildet. Letz  teres beeinflusst jedoch, wie festgestellt  wurde, den     Spinnprozess.    Da also mit basi  schem Kupfersulfat wechselnder Zusammen  setzung     Zelluloselösungen    von verschiedenem  Gehalt an Natriumsulfat gebildet werden,  lässt sich auf solche Weise kein gleichmässi  ger     Spinnprozess    erzielen.

   Ein weiterer Nach  teil des geschilderten Verfahrens besteht da  rin, dass bei der Umsetzung in der Hitze       Kupferoxyd    entsteht, sobald auch nur ein  geringer     Ueberschuss    über die- erforderliche       Sodamenge    angewandt wird.     Kupferoxyd     selbst ist     aber    für den angegebenen Zweck  äusserst schädlich, da es nicht     ammoniaklös-          lich    ist.  



  Nun wurde gefunden, dass ein basisches  Kupfersulfat von sehr gleichmässiger Zusam-           mensetzung    erhalten werden kann, wenn  man     Kupfersulfatammonia.k    mit Schwefel  säure     ansäuert.    Man erhält so ein basisches  Kupfersulfat von der Zusammensetzung       Cu        S04.    ss     Cu        (0H)2,    dessen Analyse immer  praktisch den gleichen Gehalt an Schwefel  säure ergibt.

   Unter Verwendung dieses Pro  duktes lassen sich     Zelluloselösungen    von  gleichmässigem Gehalt an Natriumsulfat  herstellen, die ihrerseits     wieder    die Herstel  lung einer gleichmässigen Kunstseide ermög  lichen und Betriebsschwankungen und Stö  rungen vermeiden. Vorteilhaft ist. auch bei  dem vorliegenden Verfahren,     .dass    die zur  Umsetzung nötige Säure nicht genau dosiert  zu werden braucht. Ein     Ueberschuss    gibt  keine Veranlassung zur Bildung schädlicher  Stoffe.

   Bei     Säureüberschuss    bildet sich Kup  fervitriol, das sich beim Auswaschen des ab  geschiedenen     basischen    Kupfersulfates leicht  entfernen     lä.sst.    Anderseits hat auch ein     rn-          terschuss    an Säure auf die Qualität des basi  schen Sulfates keinen Einfluss, da das nicht  umgesetzte     Kupfersulfatammoniak    sich eben  falls leicht auswaschen lässt.  



  Ganz besonders     wertvoll    ist das vorlie  gende Verfahren zur Herstellung basischen  Kupfersulfates dadurch,     dass    man zu dessen  Ausübung ein aus den kupferhaltigen Ab  fällen des     Kupferoxydammonia.kzellulose-          streckspinnverfahrens    hergestelltes Kupfer  sulfatammoniak verwenden kann. Beim er  wähnten Spinnverfahren findet sich Kupfer  in dem     Fällwasser    als ausgeflocktes Kupfer  hydroxyd und in der sogenannten     Absäue-          rungsflüssigkeit    gewöhnlich als Kupfersul  fat vor, aus welchem es bekanntlich in un  reiner Form als Zementkupfer gewonnen.  wird.

   Aus einer aus. diesen verschiedenarti  gen Kupferabfällen durch vereintes oder ge  trenntes Lösen derselben in Ammoniak und       Ammoniumsulfat,    gegebenenfalls unter Luft  rührung oder bei Zutritt von Luft gewon  nenen-     Kupfersulfatammoniaklösung    kann  durch Ansäuern in oben beschriebener Weise  das gleiche basische Kupfersulfat der Zu  sammensetzung     Cii        S04.        Wu        (0H)2    erhalten       -werden,    das besonders zur Kunstsei.defabri-         kation    geeignet ist.

   In dieser Weise lässt       sich    das Kupfer dieser     Fabrikation    immer  wieder im Kreislauf     verwenden.     



       Beispiel        r:     Zu einer     Kupfersulfa.ta:mmoniaklösung,     welche aus 100 kg aus den Abwässern der       Kupferseidefabrikation    gewonnenem     Kupfer-          b        ydroxyd    mit einem     IA"assergehalt    von     .12 '     durch Eintragen in eine wässerige Lösung  von 72 kg     Ammoniumsulfat    und gutem Rüh  ren unter Zusatz von 80 kg     Ammoniaklösung     vom spezifischen     CTewicht    von 0,909 erhalten  wurde, in welcher alle;

       Kupferhydroxyd    in       Kupfersulfatammonialr    übergeführt ist, wer  den langsam 92     ho-    Schwefelsäure von 60       Be    gegossen und auf diese     MTeise    72 kg ba  sisches Kupfersulfat erhalten.  



       Beispiel   <I>2:</I>  Eine     Kupfer.ulfatammonialzlösiing,    wel  che durch Übergiessen von     10(1    kg Zement  kupfer, das aus den sauren Abwässern  des     liupferoxydammonialzzellulosestrecl@-          spinnverfahrens    gewonnen wurde, mit einer  Lösung von<B>160</B> kg     Ammoniumsulfat    in  Wasser und<B>172</B> kg Ammoniak vom spezi  fischen     Gewicht    von 0,910, hierauf durch  mehrstündige:

   Rühren mit einem kräftigen  Luftstrom und     Abfiltrieren    des abgeschiede  nen     eisenhaltigen        Niedersehla-ges    in reiner  Form erhalten wurde,     wird    mit 210 kg  Schwefelsäure von<B>60'</B>     BP    langsam versetzt.  Auf diese Weise werden 190 kg     basisehes     Kupfersulfat ausgefällt.  



  Bei der Umsetzung des     Kupfersulfatam-          moniaks    mit Schwefelsäure zu basischem  Kupfersulfat wird als Nebenprodukt     Am-          moniumsulfat    erhalten. Dieses lässt sich wie  der zum     Lösen    der kupferhaltigen Abfall  stoffe .des     Kupferseidenverfahrens    verwen  den, oder kann in freies Ammoniak überge  führt werden.  



  Sowohl     .das    nach Beispiel 1 als nach Bei  spiel 2 erhaltene     basische    Kupfersulfat hat:  die     Zusammensetzuno,        Cii    S04. 8     Cu        (OH)_.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung eines für die Herstellung von Kuj)feroxydammoniaIzzellu- loselösungen für das Kunstseidenstreckspinn- verfahren geeigneten basischen Kupfersul fates, dadurch gekennzeichnet, dass man aus einer Lösung von Kupfersulfatammoniak durch Zugabe von Schwefelsäure basisches Kupfersulfat von der Zusammensetzung Cu S0.4. 3 Cu (0H)2 ausfällt.
    UNTERANSPRÜCHE L. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zwecks Herstel lung des basischen Kupfersulfates der Zu sammensetzung Cu.S04 . 3 Cu (OH)-# zur Umsetzung mit .der Schwefelsäure ein Kupfersulfatammoni%k verwendet,
    wel.. ches aus den bei der Kupferseideherstel- lung nach dem Streckspinnverfahren er hältlichen kupferhaltigen Abfällen durch Lösen in Ammoniak und Ammoniumsul- fat erhalten worden ist. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ,dass man ein Kupfersulfatammoniak ver wendet, welches aus dem bei der Kupfer seideherstellung nach dem Streckspinn- verfahren anfallenden Kupferhydroxyd durch Lösen in Ammoniak und Am?no- niumsulfat erhalten worden ist. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Kupfersulfatammoniak ver wendet, welches aus dem bei der Kupfer seideherstellung nach dem Streckspinnver- fahren anfallenden Zementkupfer durch Lösen in Ammoniak und Amm,oniumsulfat erhalten worden ist.
CH124133D 1925-10-20 1926-09-22 Verfahren zur Gewinnung eines für die Herstellung von Kupferoxydammoniakzelluloselösungen für das Kunstseidestreckspinnverfahren geeigneten basischen Kupfersulfates. CH124133A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN113439072A (zh) * 2019-02-19 2021-09-24 Upl有限公司 用于制备铜化合物的方法

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CN113439072A (zh) * 2019-02-19 2021-09-24 Upl有限公司 用于制备铜化合物的方法

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