CH124345A - Maschine zum Behandeln von Schokolademasse. - Google Patents

Maschine zum Behandeln von Schokolademasse.

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CH124345A
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Paul Kaiser
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Paul Kaiser
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  Maschine zum Behandeln von     Schokolademasse.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine  Maschine zum Behandeln von Schokolade  masse mit zur     Temperierung        eingerichteten     Zylindern, in denen die     Schokoladernasse        mit-          telst    Schnecken bewegt wird.  



  Bei der Bearbeitung von     Schokolademasse     handelt     _    es sich . darum, zugleich mit der  mechanischen Verfeinerung der Masse diese  aufzuschliessen. Das     Aufschliessen    ist ein fort  schreitender Arbeitsvorgang, der sich bei ver  schiedener Temperatur abspielt. Von dieser  Aufschliessung, das heisst der     Aromaentwick-          lung    des Kakaos - hängt bekanntlich der hohe       Wohlgeschmack    der Schweizer Schokolade  ab.

   Zu diesem Aufschliessen der Masse gehört  nun     eifit    sehr langer, bis zu zweiundsiebzig  Stunden dauernder     Walzprozess.    Zu dieser  Aufschliessung ist aber zugleich ein äusserst  hoher     Feinheitsgrad    der Kakaomasse erfor  derlich, der infolge     Zermalmung    der Masse  teilchen erreicht wird. Zur Erzielung eines  raschen     Aufschliessens    bei gleichzeitiger, völ  liger     Zermalmung    gab es bis zum heutigen  Tage keine geeignete     Maschine.     



  Die den Gegenstand der Erfindung bil-         dende    Maschine nun zeichnet sieh gegenüber  den eingangs genannten     Maschinen    dadurch  aus, dass die Zylinder zu kontinuierlichem  Betrieb in Reibe hintereinander geschaltet  und je für sich     temperierbar    sind.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der neuen Maschine dargestellt, und  zwar in     Fig.    1 in einer Stirnansicht, in     Fig.    2  in einer Seitenansicht und in     Fig.    3 in einem       wagrechten    Querschnitt nach der Linie 3-3  der     Fig.    1 und 2.  



  In den parallelen Stirnwänden 1 und 2  des Maschinengestelles sind bei dem gezeich  neten Ausführungsbeispiel sechs Zylinder 3,  4, 5, 6, 7 und 8 gelagert. Diese Zylinder  liegen in zwei wageechten Reihen überein  ander. In jedem Zylinder läuft eine Schnecke  9 um, welche den Zylinder seiner Länge  nach durchsetzt und deren Schneckenwin  dungen bis nahe an die Innenwandung des  Zylinders heranreichen. Je zwei von den an  beiden Enden geschlossenen Zylindern sind  durch     Masseleitungen    10 miteinander ver  bunden, derart, dass sämtliche Zylinder in  Reihe geschaltet sind. Die Wellen 11 der      Schnecken 9 werden so gedreht, dass die  Schnecken von zwei miteinander verbundenen  Zylindern das Gut je in entgegengesetzter  Richtung befördern.

   Der Antrieb geschieht  von der festen Riemenscheibe 12 aus, welche  mit der losen Scheibe 12 auf der Welle der  jenigen Schnecke sitzt, die in dem mittleren  untern Zylinder 7 arbeitet. Die Schnecken  welle trägt auf ihrem andern Ende ein Stirn  rad 13, welches mit Stirnrädern 14 und 15  auf den Wellen der benachbarten Schnecken  zylinder im Eingriff steht. Gleichzeitig wird  von dem     Stirnrade    13 aus das Stirnrad 16  angetrieben, welches auf der Schneckenwelle  des Zylinders 4 der     obern    Reihe sitzt und  dieses Stirnrad 16 wiederum steht im Ein  griff mit Stirnrädern auf den Schnecken  wellen der benachbarten Zylinder 3 und 5.

    Die     Schokoladenrasse,    welche bekanntlich  aus einem Gemisch von Kakaomasse,     Zucker     und Kakaobutter besteht und sehr steif  und gelegentlich gänzlich fest ist, wird  durch den Einlauf 17 in den Zylinder 3  durch mechanische Mittel gedrückt. Die in  dem Zylinder arbeitende Schnecke 9 treibt  die Masse in den Zylinder 3 von links  nach rechts im Sinne der     Fig.    2 und 3. Die       Beheizung    der in bekannter Weise doppel  wandig ausgebildeten Zylinder sorgt dafür;  dass die Masse in breiig flüssigen Zustand  überführt wird.

   Aus dem Zylinder 3 gelangt  die Masse durch ein Verbindungsrohr 10 in  den Nachbarzylinder 4, dessen Schnecke 9  die Masse in umgekehrter Richtung, also von  rechts nach links, im Sinne der     Fig.    2 und  3 treibt. Da immer zwei benachbarte Zylinder  durch Leitungen 10 miteinander verbunden  sind, so wird die Masse durch alle Zylinder  nacheinander     hindurchgetrieben,bis    sie schliess  lich aus dem letzten Zylinder durch den Ab  lauf 18 abfliesst.  



  In     Fig.    4 ist in     grösserem        Massstabe    ein  senkrechter     Querschnitt    durch den Zylinder 8  dargestellt. Wie ersichtlich, ist die Zylinder  wandung mit längslaufenden Rippen oder der  gleichen ausgerüstet, die zweckmässig säge  zahnartig profiliert sind, derart, dass die durch  die Schnecken in der Drehrichtung mitge-         nommene        Schokoladenrasse    gegen die radial  verlaufenden Abfälle der     sägezahnartigen    Pro  file geschleudert wird.

   In den Zylindern 4,  5, 8, 7, 6 läuft die Schnecke 9 mit einer  derartig hohen Geschwindigkeit um, dass die       Masseteilchen    gegen die Zylinderwandung  geschleudert werden, welche Schleuderwir  kung     ausserordentlich    zu der Aufbereitung der  blasse beiträgt.  



  Gleichzeitig wird durch die Schnecke  Frischluft in den Zylinder     eingesaugt,    indem,  wie aus     Fig.    5 ersichtlich ist, der Zylinder  deckel am Eintrittsende der Masse mit einem       Lufteintrittsschlitz    19     ausgerüstet    ist.  



  Je nach dem     Flüssigkeitszustande    der  Masse wird eine höhere oder geringere Er  wärmung in dem einzelnen Zylinder bei der       Durcharbeitnng    der Masse eintreten.     Bekannt-          lich    spielt aber gerade der Wärmegrad der  Masse bei ihrer Verarbeitung eine hervor  ragende Rolle. Um die Temperatur der Masse  auf gewünschter Höhe halten zu können, sind  die einzelnen Schneckenzylinder für sich be  heizbar. Die durch die Verbindungsleitungen  10 strömende blasse wird mittelst Thermo  meter 20 auf ihre Wärme gemessen und jeder  Zylinder für sieh so eingeregelt, dass in ihm  die günstigste Temperatur herrscht.  



  Die Masse wird bei der Verarbeitung in  der beschriebenen Maschine schliesslich voll  kommen dünnflüssig, so dass sie beim Ver  lassen der     Maschine    nicht die Konsistenz auf  weist, welche für die Weiterverarbeitung er  forderlich ist. Die Maschine bietet aber ohne  weiteres die Möglichkeit, diese Konsistenz       herzustellen,    indem man den letzten Zylinder  oder die letzten Zylinder 6. 7 kühlt, so dass  die flüssige Masse auf die     erforderlicfie    Kon  sistenz gebracht wird.  



  Es ist noch     zn        bemerken,    dass die längs  laufenden Rippen an der Innenseite der Zy  linder auch stellenweise unterbrochen sein       können,    also nicht von einem bis zum andern  Zylinderende durchgehende Nuten oder Rin  nen zu bilden     brauchen.    Werden Unterbre  chungen     angewendet,    dann richtet man es  zweckmässig so ein, dass die Unterbrechungen           der        benachbarten    Rippen gegeneinander ver  setzt sind.  



  Die Vorteile dieser     Maschine    sind fol  gende  Die Fertigstellung der für die     Eintafelung          nötigen        Schokolademasse    erfolgt kontinuier  lich. Der unterbrochene Betrieb, wie er bisher  bei allen Arbeitsmethoden nötig war; kann  mit dieser Maschine vermieden werden. Dies  ist vor allem wertvoll für die Bestrebungen,  die ganze Schokoladenherstellung von der  Kakaobohne an bis zur Ware automatisch  zu gestalten. Der grösste Vorteil liegt in der  geradezu überraschenden Kürze der Zeit, mit  der die     Schokolademasse    fertigbehandelt wird,  um     eingetafelt    zu werden.

   Von grosser Be  deutung ist ferner, dass der für die     Ein-          tafelung    erforderliche Flüssigkeitsgrad mit  vermindertem Zusatz an Kakaobutter erreicht  wird, was gleich ist einer Verbilligung der  Herstellung der Schokolade.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: .Maschine zum Behandeln von Schokolade masse, mit zur Temperierung eingerichteten Zylindern, in denen die Schokolademasse mittelst Schnecken bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Zylinder zu kon tinuierlichem Betrieb in Reihe hintereinander geschaltet und je für sich temperierbar sind. UNTERANSPRUCH: Maschine nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Innenwand der Zylinder längslaufende Rippen von sägezahn- artigem Profil vorgesehen sind, die in bezug auf die Drehrichtung der Schnecken so an geordnet sind, dass die radialen Flanken auf der der Drehung der Schnecken entgegen gesetzten Seite liegen.
CH124345D 1925-02-02 1926-01-28 Maschine zum Behandeln von Schokolademasse. CH124345A (de)

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CH124345D CH124345A (de) 1925-02-02 1926-01-28 Maschine zum Behandeln von Schokolademasse.

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