Einrichtung an einem Notorfahrzeug zum Aufziehen der Fahrzeuguhr. Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an einem Motorfahrzeug zum Aufziehen. der Fahr zeuguhr, bei welcher die Uhrfeder mittelst eines nachgiebigen durch ein Differentialge triebe gebildeten Ausgleichsmechanismus mit einem drehbaren Teil des Fahrzeuges ver bunden ist. Gemäss der Erfindung sind sämt liche Zahnräder des Differentialgetriebes als Stirnräder ausgebildet.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes, bei welchem das Uhrwerk mit einem Kilometerzähler und mit einem Ge schwindigkeitsmesser zusammengebaut ist, ist auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 die Vorrichtung in senkrechtem Schnitt, teilweise in Ansicht, während Fig. 2 und 3 Schnitte nach den Linien II-11 bezw. III-III darstellen.
Eine Welle 41, welche eine nicht darge stellte biegsameWellemit einem drehbaren Teile des Fahrzeuges verbunden ist, ist in Platten 65 und 66 drehbar gelagert. Auf der Welle 41 ist ein Zahnrad 42 aufgekeilt, welches in ein Zahnrad 43 eingreift, das fest auf einer Schneckenwelle 44 sitzt, deren Schnecke 45 mittelst eines Schneckenrades 46 die Scheiben eines Kilometerzählers 47 antreibt.
Das Uhrwerk ist zwischen der Platte 66 und einer Platte 48 angeordnet.
Die Minutenzeigerachse 49 des Uhrwerkes ist - hohl ausgebildet und innerhalb dieser Hohlachse ist die Achse 50 des Zeigers 51 des Geschwindigkeitsmessers angeordnet. Der Zeiger 51 des Geschwindigkeitsmessers be findet sich unmittelbar vor den beiden Uhr zeigern.. Der Antrieb der Zeigerachse 50 er folgt von der Welle 41 aus, mittelst eines auf derselben aufgekeilten Zahnrades 52, das in ein auf einer Welle 53 festes Zahnrad 54 eingreift. Auf der Welle 53 ist eine senk recht zu derselben gerichtete Achse 55 be festigt, um welche ein doppelarmiger Hebel 56 schwingbar ist, der an seinen Enden je ein Schwunggewicht 57, 58 trägt.
Eine Feder 59 ist bestrebt, den Hebel 56 mit den Schwung- gewichten in der Längsrichtung der Achse einzustellen. Das Schwunggewicht 57 ist durch eine Stange 58' gelenkig mit einer auf der Welle 53 lose -angeordneten Muffe 60 verbunden, deren Gleitbewegungen auf der Welle 53, welche durch Ausschwingen der Clewichte 57, 58 bei Drehung der Welle 53 entstehen, mittelst eines all einem Arm 61 schwingbar gelagerten Winkelhebels 62, 63 in Drehbewegungen der, Achse 50 umgesetzt werden.
Zu diesem Zwecke ist ein einerends all der Achse 50 befestigter Faden 64 andern- ends an dem Arm 63 des Winkelhebels 62, 63 befestigt. Dieser Faden dreht die Achse 50 entgegen der Wirkung einer Rückführungs kraft.
Zum Aufziehen der Uhrfeder dient das in, Nachstehenden beschriebene Differential- getriebe. Eilre hohle Welle 67, durch welche die Zeigerachse 50 des Geschwindigkeits messers hindurchtritt, ist in der Platte 65 drehbar gelagert. Auf diese Welle ist die Nabe 68 eines Zahnrades 69 aufgekeilt. hin auf der Nabe 68 lose drehbar sitzendes Zahn rad 70, welches in das Zahnrad 42 auf der Welle 41 greift und von diesem angetrieben wird, bildet ein Stück mit einem Zahntrieb 71, welcher in ein Zahnrad 72 greift. Das Zahn rad 72 sitzt lose drehbar auf einer Achse 73, ,velche all einer mit einem vorspringenden Kranz versehenen Scheibe 74 befestigt ist, die auf der Welle 67 drehbar gelagert ist.
Das Zahnrad 72 greift in ein Zahnrad 75, welches ebenfalls drehbar auf der Scheibe 74 gelagert ist und in ein Zahnrad 76 eingreift, das ein Stück mit der Nabe 68 des Zahn rades 69 bildet. Das Zahnrad 69 greift in ein Zahnrad 77, welches fest auf einer Welle 78 sitzt, die in den Platten 65 und 66 drehbar gelagert ist. Auf letzterer Welle sitzt fest ein Zahnrad 79, welches zwischen derPlatte 66 und dem vorspringenden Kranz der Scheibe 74 angebracht ist, und welches in ein Zahnrad 80 eingreift, das auf eitler in den Platten 65 und 66 drehbar gelagerten Welle 81 sitzt. Auf dieser letzteren Welle sitzt fest ein Zahnrad 82, welches in ein Zahnrad 83 greift, das fest auf einer Welle 84 sitzt, die ebenfalls in den Platten 65 und 66 drehbar gelagert ist. Die Welle 84 trägt Flügel 85.
Auf der Nahe 86 der Scheibe 74 sitzt fest ein Zahntrieb 87, welcher in ein Zahn rad 88 eingreift, das lose drehbar auf einer in der Platte 66 festen Achse 89 sitzt. Das Zahnrad 88 greift in ein Zahnrad 90, welches fest auf einer Welle 91 sitzt. Auf der gleichen Welle ist ein Zahnrad 92 aufgekeilt, welches in einem am Umfang des Uhrfedergehäuses 93, mit welchem das eine Ende der Uhrfeder verbunden ist, angebrachten Zahnkranz 94 eingreift.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Ist die Uhrfeder durch Drehung des Ra des 74 ein wenig aufgezogen, so dass sie der weiteren Drehung des genannten Rades etwas Widerstand entgegensetzt, so werden, wenn die Welle 41 von einem vom Motor ange triebenen Teil des Fahrzeuges aus in Drehung versetzt wird, über die Räder 42, 70, 71, 72, 75, 76, 69, 77, 79, 80, 82, 83 dieFlügel 85 in Drehung versetzt. Die Drehung der Flügel 85 übt null eine Brelnswirkun ; auf die mit dem Zahnrad 83 verbundenen Räder 82, 80, 79, 77, 69, 76, 75, 7 2 aus.
Wenn diese Brems wirkung anwächst, bewirkt die Drehung des Zahnrades 70 und mit ihin des Zahntriebes 71 infolge des Eingriffes des letzteren in das Zahnrad 72, welelres auf der Scheibe 74 an gebracht ist, eine Drehung dieser letzteren um die Welle 67. Infolgedessen treibt das mit der Scheibe 74 feste Zahnrad 87 das Zahnrad 88 an, wodurch über die Zahnräder 90, 92, 94 das Uhrfedergellä use 93 gedreht und die Uhrfeder weiter aufgezogen wird, so dal> der Widerstand derselben, das heisst ihre Spannung für gleichen Masse zunimmt, wie der Widerstand der Flügel 85.
Gleichzeitig mit dein Aufziehen der Uhr erfolgt voll der Welle 41 aus über die Zahn räder 42, 43 der Antrieb der Scheiben des Kilometerzählers 47 und ebenso erfolgt durch das Verstellen der Muffe 60 auf der von der Welle 41 aus über die Zahnräder 52, 54 an getriebenen Welle 53 die Einstellung des Zeigers 51 des (reschwindigkeitsmessers.
Dadurch, dass sämtliche Zahnräder des beschriebenen Differentialgetriebes zum Auf ziehen der Uhrfeder als Stirnräder ausgebildet sind, beansprucht das Getriebe nur einen sehr geringen Raum. Infolge der konaxialen Anordnung der Zeigerachse 50 des Geschwin digkeitsmessers zu den Uhrzeigerachsen wird ebenfalls an Raum gespart. Das gleiche ist der Fall durch die konaxiale Einordnung der Hauptwelle 67 des Differentialgetriebes zu der Zeigerachse 50.