CH124528A - Verfahren zur Darstellung eines orange färbenden Küpenfarbstoffes der Anthanthronreihe. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines orange färbenden Küpenfarbstoffes der Anthanthronreihe.Info
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Description
Verfahren zur Darstellung eines orange färbenden Küpenfarbstoffes der Anthanthrönreihe. Nach den Angaben der deutschen Pa tentschrift Nr. 28725,0 gelingt die Haloge- nierungi insbesondere die Bro#mierung, der Anthantlir ons nur durch Erhitzen mit einem Üherschuss von Brom in geschlossenem Rohr auf 270 bis<B>280'.</B> Der dabei entstehende Farbstoff färbt Baumwolle in trüben, braun roten, technisch wertlosen Tönen.
Es wurde gefunden, dass wesentlich ver schiedene Farbstoffe von grossem techni schem fiert, nämlich orange färbende Kü- penfarbstoffe, von aussergewöhnlich lebhaf ten und hervorragend echten, besonders licht echten, Tönen eritstc.lici@, wenn die Einfüh rung von Halogen (Chlor odrr Brom oder Chlor und Brom) in das Anth.anthronmolekfil unter wesentlich milderen Bedingungen als in der oben genannten deutschen Patent schrift erfolgt, das heisst bei wesentlich nie deren Temperaturen und,
in Gegenwart eines geeigneten Lösungs- oder Verdünnungs mittels sowohl anorganischer Natur, wie zum Beispiel hochkonzentrierte Schwefel säure oder Oleum, Chlorsulfonsäurie, Sul- furylchlorid, Schwefelchloride, Thionylchlo- ride, als auch anderseits solcher organischer Flüssigkeiten, die bei den; Reaktionsbedin gungen gegenüber den halogenierenden Stof fen unempfindlich sind, wie zum Beispiel aromatische nitrierte und chlorierte Koh_ len- wasserstoffe.
Die Einführung von Halogen erfolgt ent weder durch Einwirkung von. Chlor oder Brom selbst oder von solchen Stoffen, die die Halogene ein Freiheit setzen.
In allen Fällen befördert die Gegen- wart eines geeigneten Überträgers, \vie Jod dderAni-imonpentachlorid, Eisenchlorid, Jod- trichlorid usw., die Reaktion.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist nun ein Verfahren zur Darstellung eines gelborange färbenden Küpenfarbstoffes der Anthanthronreihe durch Einwirkung eines Chlorierungsmittels auf Anthantliron in Ge genwart eines Verdünnungsmittels, wobei annähernd 2 Atome Chlor in das Molekül eintreten. Trocken ist der so erhaltene I%üpen- farbstoff ein orange gefärbtes Pulver, das .ich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst.
Er bildet mit alkalischem Hydrosulfit eine violette Isüpe, aus der die pflanzlichen Fasern in gleichen Tönen a.n- gefä.rbt werden, die beim Verhängen oder Seifen in ein leuchtendes Gelborange von hervorragenden Echtheitseigenschaften über gehen.
Beispiel <I>1:</I> Ein Teil Anthanthron wird mit etwa 30 Teilen Trichlorbenzol oder einem andern geeigneten organischen Verdünnungsmittel vermischt, die Mischung wird auf etwa. <B>150</B> erhitzt und ein Chlorstrom eingeleitet. Die gelbe Farbe des Anthanthrons schägt während der Reaktion nach orange um. Wenn diese orange Färbung an Intensität nicht mehr zunimmt, ist. die Reaktion be endet.
Man kühlt ab, filtriert den Rück stand, der mit Trichlorbenzol und dann mit Sprit gewaschen und getrocknet wird.
<I>Beispiel 2:</I> In eine Suspension von 1 Teil A.utlian- thron in etwa 25 Teilen Sulfurylchlorid wird bei etwa. 60 ein Chlorstrom eingeleitet:, vorteilhaft in Gegenwart eines geeigneten Überträgers, zum Beispiel von 0,1 Teil .Tod. Die ursprünglich gelbe Farbe des Antlian- throns schlägt nach orange um. Wenn die Intensität dieser Orangefärbung nicht mehr zunimmt, wird die Masse abgekühlt, abl- filtriert und der Rückstand gewaschen und getrocknet.
Das so erhaltene Produkt ist praktisch identisch mit dein im vorhergehen den Beispiel beschriebenen Farbstoff.
Löst man das Anthanthron in Chlor- sulfonsäure, gibt etwas Jod hinzu und leitet Chlor bei Temperaturen zweckmässig nicht über 15 ein, so erhält -man das gleiche Er gebnis.
<I>Beispiel 3:</I> 15 Teile Anthanthron werden in etwa 600 Teilen Nitrobenzol oder etwa. 300 Tei len Trichlorbenzol suspendiert, 0,2 Teile Jod oder 1,5 Teile Eisenchlorid zugegeben und die Mischung init etwa 25 Teilen Sulfuryl- chlorid einige Stunden bei<B>80</B> bis<B><I>ICH)</I></B> oder mit etwa 30 bis 60 Teilen Antimon- pentaelilorid bei etwa 1:i0 oder mit etwa 50 Teilen Chlorschwefel unter Rückfloss er hitzt.
Die Aufarbeitung richtet sich nach dem ange -andten Chlorierungsmittel. Nach Erkalten wird der abweseliiedene Farbstoff filtriert, gewaschen und getrocknet. Bei Verwendung von Antimonpentachlorid müs sen die überschüssigen Antimonpentacliloride erst entfernt. werden. Zur Reinigung wird der Farbstoff mit einer alkalischen Ilypo- ehloritlösung erwärmt, bis die ursprüngliche braungelbe Farbe der Substanz in ein leuchtende, Gelboran-e umgeschlagen ist.
Der so erhaltene Farbstoff ist. praktisch identisch mit dem der vorhergehenden Bc,i- spiele.
Claims (1)
- PATENTAXSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines orange färbenden K'iipenfarbstoffes der Anthan- thronreihe, der wahrscheinlichen Formel: EMI0002.0066 dadurch gekennzeichnet, dass man aus An- thanthron ein Chlorierungsmittel in Gegen wart eines Verdünnungsmittels einwirken lässt, so dass annähernd ? Atome Chlor in das Molekül eintreten.Trocken ist der so erhaltene Küpen- farbstoff ein orange gefärbtes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löst. Er bildet mit alkalischem Hydrosulfit eine violette hupe, au, der die pflanzlichen Fasern in gleichen Tönen an gefärbt werden, die beim Verhängen oder Greifen in ein leuebten@les; Gelborange von hervorragenden Echtheitseigenschaften über gehen. UNTERANSPRÜCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Reaktions masse einen Chlorüberträger zusetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines Verdünnungsmittels anorganischer Natur arbeitet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart eines organischen Verdünnungsmittels ar beitet.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC37412D DE458598C (de) | 1925-11-07 | 1925-11-07 | Verfahren zur Herstellung von orangen Kuepenfarbstoffen |
| CH124528T | 1926-11-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH124528A true CH124528A (de) | 1928-03-16 |
Family
ID=29216709
Family Applications (7)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH124528D CH124528A (de) | 1925-11-07 | 1926-11-02 | Verfahren zur Darstellung eines orange färbenden Küpenfarbstoffes der Anthanthronreihe. |
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Country Status (1)
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1926
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-
1929
- 1929-11-25 CH CH147042D patent/CH147042A/de unknown
- 1929-12-02 CH CH147699D patent/CH147699A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH130617A (de) | 1928-12-15 |
| CH130618A (de) | 1928-12-15 |
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| CH135114A (de) | 1929-08-31 |
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