CH124535A - Verfahren zum Aufbringen eines harten Überzuges auf zur Hauptsache Kupfer enthaltende Metallgegenstände als Unterlage für die Glanzverzinnung. - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen eines harten Überzuges auf zur Hauptsache Kupfer enthaltende Metallgegenstände als Unterlage für die Glanzverzinnung.Info
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Description
Verfahren zum Aufbringen eines harten Überzuges auf zur Hauptsache Kupfer enthaltende Metallgegenstände als Unterlage für die Glanzverzinnung. Die bisher verwendeten Verfahren zum Aufbringen eines harten Überzuges auf .zur Hauptsache Kupfer enthaltende Metallgegen stände wie namentlich auf Kochgeschirre, um eine geeignete Unterlage für die hernach auf zubringende Glanzverzinnung herzustellen, haben wesentliche Nachteile. Sie beruhen dar auf, dass das Kupfer beziehungsweise die Kupferlegierung beim Einbrennen des Zinns beziehungsweise beim Auftragen des Hartlots, welches als Grundlage für die Glanzverzin- nung dient, geglüht werden muss. Damit hing aber alles von der Erzielung des richtigen Wärmegrades, das heisst von der Geschick lichkeit und Sorgfalt des Arbeiters ab und es liegt die Gefahr vor, dass bei einer zu starken Erhitzung des Kupfers die Zinn- oder Hartlotauflage zu tief in das Kupfer ein brennt. Dieses wird dadurch mindestens in seiner Qualität .geschädigt oder die Über hitzung führte gar dazu, dass Löcher durch brennen. Ein weiterer Nachteil des seitherigen Ver- zinnungsverfahrens besteht darin, dass die Kochgeschirre vor dem Glanzverzinnen im warmen Zustand mit reiner Salzsäure aus gebeizt werden müssen, wobei die Salzsäure einen Teil der aufgetragenen Hartschicht auf löst, so dass sie nicht mehr in der gewünschten Stärke vorhanden ist. Diese Arbeit nimmt zudem verhältnismässig viele Zeit in Anspruch und ist wegen des Zeitaufwandes, sowie des Materialverbrauchs nicht wirtschaftlich. Ferner haben die bisher gebräuchlichen Ver fahren noch den Nachteil, dass die zu ver zinnenden Gegenstände nach dem Auftragen oder Einbringen der ersten Schicht bearbeitet, das heisst gehämmert, planiert usw. werden müssen, um dem durch das Glühen weich gewordenen Kupfer beziehungsweise Kupfer legierung wieder die nötige Härte zu geben. Endlich entsteht auch bei zu starkem Ein brennen des Zinns oder Hartlots eine Art Bronze; welche hygienisch nicht einwandfrei ist, was insbesondere bei Kochgeschirren we sentlich ins Gewicht fällt. Das Verfahren vorliegender Erfindung zum Aufbringen eines Überzugs auf zur Hauptsache Kupfer enthaltende Metallgegenstände weist nun alle diese Nachteile nicht auf. Das We sen der Erfindung beruht darin, dass die fertig bearbeiteten Metallgegenstände mit einer Legierung überzogen werden, deren Schmelz punkt einerseits nicht so hoch ist, dass der Metallgegenstand beim Aufbringen überhaupt geglüht werden müsste, der aber doch höher liegt, wie der des zur Glanzverzinnung ver wendeten reinen Zinns, zum Beispiel eng lischen Zinns. Dieser Überzug kann somit auf zum Beispiel Kupfer oder Messing auf gebracht werden, ohne dieses zum Glühen bringen zu müssen und weiter kann wiederum hernach das Zinn aufgebracht werden, ohne dass dabei ein Abschmelzen dieses Überzugs seines höheren Schmelzpunktes wegen von dem Metallgegenstand zu befürchten wäre. Dieses Verfahren hat aber weiter noch den für die Fabrikation in wirtschaftlicher und technischer Hinsicht sehr wesentlichen ,Vorzug, dass die Gegenstände schon vor dem Aufbringen der Grundlage nunmehr voll ständig fertig bearbeitet werden können, also nachträglich nicht mehr bearbeitet werden müssen ; ferner kommt beim Glanzverzinnen das vorherige Beizen und Erwärmen gänzlich in Wegfall, weil das Aufbringen des Über zugs und der Glanzverzinrrnng in einem Ar beitsgang möglich ist. Der grundlegende Überzug ist hygienisch durchaus einwandfrei, er hat beispielsweise etwa folgende Zusammensetzung: 65 bis 70 Teile reines Zinn, 28 bis 30 Teile Nickel, 2 bis 5 Teile Silber; gegebenenfalls könnte auch bis 80 Teile Zinn und 20 Teile Nickel ge gangen werden. Ein Zusatz von Wismut erhöht die Leichtflüssigkeit, während ein Zusatz von Nickel das Gegenteil bewirkt. Die Unterlage besitzt in der angegebenen Zusammensetzung eine Härte, welche die Härte, die mit den bisherigen Verfahren er reicht wird, noch übersteigt. Die Schmelz temperatur liegt bei etwa 3-400 C während Kupfer bei 5-600 erst zurr Glühen kommt und das reine Zinn eine Schmelztemperatur von etwa 235 lmt, so dass der L\berzug ohne Glühen des Kupfers, beziehungsweise Messings aufgebracht werden kann und seinerseits beim Aufbringen des Zinns vom Kupfer beziehungs weise Messing nicht abschmilzt. Der Überzug muss nicht notwendiger weise aus Nickel und Zinn bestehen, sondern kann auch eine andere Legierung sein.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufbringen eines harten Überzugs auf zur Hauptsache Kupfer ent haltende Metallgegenstände als Unterlage für die Glanzverzinnung, dadurch gekennzeichnet, dass eine Legierung verwendet wird, vieren Schmelztemperatur niederer ist, wie die Glüh- temperatur des Metallgegenstandes und höher als die Schmelztemperatur des reinen Zinns.UNTERANSPRACHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass etwa 65 bis 80 Teile reines Zinn und 20 bis 30 Teile Nickel ver wendet werden. ?. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das einige Teile eines solchen Metalls beigemengt sind, das in gesundheitlielrer Beziehung einwandfrei ist.
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| CH124535T | 1927-01-06 |
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